Erfahrungsbericht von Realjackass
Heute schon geWAXt?
Pro:
Die meisten Schauspieler, Musik, Flair, Umgebung, Splatter, Spannung, das Ende
Kontra:
Nicht wirklich viel
Empfehlung:
Ja
Vor kurzem war es wiedermal so weit: Realjackass zog aus, um das Fürchten gelehrt zu bekommen. Zugegeben, eine ziemlich blöde Einleitung für den Bericht, in Anbetracht des Films, den ich mir in den Filmlichtspielen angesehen habe: \"House of Wax\", den ich zwar schon seit langem unbedingt antuen wollte, dabei war mir aber auch voll bewusst, dass dieser Streifen nicht nur positive Kritiken einheimste. Langweilig soll er sein - langweilig, absolut nicht innovativ und ohne Überraschungen. Da ich mich aber gerne eines besseren belehren lasse, habe ich mir den Streifen angetan und siehe da: Ich war positiv überrascht! Die bis ins kleinste Detail zerlegte und für die Ewigkeit eingewachste Erklärung bekommt ihr jetzt zu lesen.
Story
----------------------
Die Handlung von \"House of Wax\" ist zwar alles andere als neu, durch ihre interessanten Charaktere und Wendungen aber schon einer speziellen Hervorhebung wert:
6 Jugendliche sind in 2 motorisierten Kutschen auf den Weg zu einem Footballspiel. Nein, wie wir erfahren, ist es sogar DAS Footballspiel schlechthin, welches man unbedingt gesehen haben MUSS! Als aber die Nacht hereinbricht, wird beschlossen, auf einer großen Wiese, an der ein noch größerer Wald angrenzt, zu zelten. (Der bekennende Horrorfan weiß spätestens jetzt, dass die 6 hätten zu Hause bleiben sollen). Dies klappt auch ganz gut: Man trinkt Alkohol, albert herum und versucht trotz unwürdiger Umstände Sex zu haben. Alles schön und gut, würde nicht plötzlich ein Auto auf der Wiese auftauchen, dessen Fahrer die Kids mit seinem Scheinwerfer blendet. Sonst tut er nichts, er steht da, blendet sie an, was besagten Jugendlichen natürlich rasch auf die Nerven geht. Nick, der \"Stressmacher\" aus der Clicque wirft daraufhin eine leergesoffene Flasche Richtung Auto, welches auch sogleich ihres Scheinwerfers beraubt wird. Der Besitzer des demolierten Wagens fährt daraufhin, ohne ein Wort zu sagen oder gar auszusteigen, ruhig und gelassen davon. Unsere 6 Freunde gehen danach zu Bett, bzw. zu Zelt und kümmern sich nichtmehr um das Auto.
Am nächsten Morgen steht dann erstmal Frust auf dem Programm, man hat verschlafen und will ja immernoch zu dem Spiel. Plötzlich riecht eines der Mädchen wieder einen seltsamen und ekelhaften Geruch, der auch schon am Vorabend zu riechen war und folgt der Quelle. Dabei fällt sie in eine Grube voller Tierkadaver und scheinbar toter Menschen. Um das ganze noch perfekt zu theatralisieren, stellt einer der Jungs just in dem Moment fest, dass eines der Autos defekt ist, der Keilriemen sei gerissen. Wie aus dem Nichts erscheint da ein seltsamer Hinterwäldler, der meint, die toten in der Grube seien nur Wachsfiguren und einen neuen Keilriemen würden sie in einem nahegelegenen Städtchen günstig bekommen. Nach anfänglichem Zögern steigen zwei in das Auto des Sonderlings, der Rest der Truppe macht sich derweil schonmal auf in Richtung Spiel.
Den beiden Mitfahrern wird die ganze Sache aber mit der Zeit mulmig und sie beschließen, zu Fuß zur Stadt weiterzugehen. Diese ist schnell erreicht, doch dort machen sie sich nicht gerade neue Freunde: Da die Stadt wie ausgestorben scheint, sehen die beiden, nachdem sie ein altes, scheinbar verlassenes Wachsfigurenkabinett erkundet haben, in einer Kirche nach und platzen dabei mitten in eine Bestattung. Ein freundlicher Tankstellenwart, der auch bei der Beerdigung anwesend war, bietet dem hilflosen Pärchen darauf einen Keilriemen an. Allerdings müssten sie zu ihm nach Hause, was für die beiden aber kein Problem darstellt.. Das soll sich aber als schwerwiegender Fehler erweisen! Denn natürlich ist der nette Tankstellenbesitzer nicht der nette Tankstellenbesitzer, der er vorgab zu sein. Stattdessen gehört er zu einer geisteskranken Familie, deren liebstes Hobby es ist, Neuankömmlinge bei lebendigem Leib einzuwachsen.. In den restlichen Stadtbewohnern findet man keine Hilfe, denn die sind selbst schon lange nurnoch Wachs. Ob die beiden Jugendlichen und die anderen 4, die später ebenfalls noch zu ihnen stoßen werden, entkommen können oder nicht, müsst ihr schon selbst herausfinden.
Schauspieler
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Wer sich vorab schon ein bisschen über den Film informiert hat, vielleicht aber auch nur das eine oder andere Gespräch über \"House of Wax\" aufgeschnappt, der wird wissen, wieso dieser Film im Vorfeld so heiß ersehnt wurde. Nein, sicherlich nicht wegen dem ach so innovativen Grundmuster und auch nicht des vielversprechenden Trailers wegen. Sondern weil keine geringere als Paris Hilton mitspielt. Bitte versteht mich nicht falsch. Ich mag diese Frau absolut nicht und ihre bisherige \"schauspielerische\" Leistung in \"One Night in Paris\" hat mich auch eher kalt gelassen. Nur ist da eben diese Erwartung an eine prominente Persönlichkeit, die alle Welt kennt und die in diesem einen Film ihre erste (bedeutende) Rolle spielt. Das hat schon was. Aber um nochmal eventuell anfallende Unklarheiten aufzuklären, so sage ich lieber, dass ich mir diesen Film auch dann angesehen hätte, würde Paris Hilton NICHT mitspielen! Also keine Angst, euer Bild von mir muss nun nicht ruiniert sein ;-) Aber wo wir schon bei ruinieren sind: Die Schauspieler in diesem Film ruinieren allesamt auch etwas: Die allgemeine Auffassung, die man von Jugendlichen in Horrorfilmen hat! Ja, ihr habt richtig gelesen. Um es anders, vielleicht leicht verständlicher auszudrücken: Mir haben so gut wie alle Schauspieler in \"House of Wax\" sehr gut gefallen! Sowohl die Jugendlichen, wie auch die beiden Killer und der gestörte am Anfang.
Selbstredend hat keiner von ihnen einen Oscar verdient, aber in Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei \"House of Wax\" um einen Horrorfilm handelt, wird man doch ziemlich positiv überrascht. Dies fängt bei Chad Michael Murray als rebellischem Ex-Knacki an, der zwar anfangs ruhig noch als hirnloser Idiot tituliert werden darf, sich später dann aber als wahrer Held herausstellt. Und so geht das weiter. Vincent, einer der durchgeknallten, der immer eine Maske trägt, ist einer der furchteinflößendsten Killer, den ich seit langem gesehen habe. Natürlich gehe ich jetzt aber nicht auf jeden einzeln ein, sondern mache es kurz und knackig: Jeder, selbst Paris Hilton, überzeugt und passt in seine Rolle.
Daten zum Film
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Originaltitel: House of Wax
Alternativtitel: -
Land: USA, Australien (2005)
Regie: Jaume Collet-Serra
Länge: ca. 113 Min.
Freigabe: Keine Jugendfreigabe
Indiziert: Nein
@ Realjackass
Kritik
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\"House of Wax\" ist ein Horrorfilm; Nichts anderes. Ein Horrorfilm, der sich an Filmen wie \"Texas Chainsaw Massacre\" und \"Wrong Turn\" orientiert, um nur mal zwei Beispiele zu nennen. Leider, leider hat es sich der Horrorfan aber so angewöhnt, alles, was man in dieser Form schon kennt als \"langweilig\" und \"schon dagewesen\" zu bezeichnen. Und genau an dieser Stelle muss ich diesen Streifen mal verteidigen: Klar, es stimmt: \"House of Wax\" ist vom Grundprinzip her nicht neu, aber eigentlich ist er ein Horrorfilm wie man ihn sehen will, er hat alles was der Fan braucht. Ich für meinen Teil wurde die komplette Spielzeit über perfekt unterhalten und kann mir die doch recht schlechten Bewertungen nur so erklären: Es kommt soviel Dreck aus dem Horrorgenre auf den Markt, welchen kein Mensch braucht, dass man richtig gute Filme darunter garnichtmehr erkennt, bzw. auch zu schätzen weiß. Sobald man etwas altbekanntes sieht, ist es gleich schlecht, verdient keine Chance und langweilt nur. Aber warum bitte? Ich meine, wie soll man einen Horrorfilm denn groß anders gestalten? Es gibt eben nur begrenzt viele Muster, nach denen ein Horrorstreifen laufen kann. Das ganze soll sich aber nicht so anhören, als wäre ich ganz ohne Vorurteile an den Film ran. Nein, auch ich hatte meine Zweifel. Aber alleine schon des Wachs´ wegen und der Tatsache, dass es sich bei dem ganzen um ein indirektes Remake von \"Das Kabinett des Professor Bondi\" handelt habe ich dem Ganzen mal eine Chance gegeben. Aber wie dem auch sei, zerlegen wir den Film mal strukturiert und übersichtlich.
Wie gesagt, der Film hat keine neue Thematik, das will ich ja garnicht behaupten. Aber die Art und Weise, wie das ganze rübergebracht wird, hat mich sehr überzeugt. 6 Jugendliche, die zu einem Footballspiel fahren, dabei auf einer Wiese halt machen, was der Startpunkt für eine Symphonie des Schreckens ist. Das wichtigste: Dadurch, dass die Charaktere allesamt gut ausgewählt wurden, freundet man sich mit ihnen an und symphatisiert mit ihnen. Um so grausamer dann natürlich, wenn jemand getötet oder gequält wird. Selbst Paris Hilton schafft es, sich ihrer Rolle recht gut anzupassen. Zwar habe ich mal irgendwo gelesen, sie habe bei den Dreharbeiten ziemlich rumgezickt und sich unausstehlich verhalten, aber dass ist ja nicht das Problem des Filmkonsumten. Aber egal, weiter im Programm: Richtig interessant wird es ab dem Zeitpunkt, als 2 der jungen Erwachsenen in die abgelegene Stadt kommen. Alles ist verlassen, wirkt tot, bedrohlich. Doch dann das Aufatmen: In einer Kapelle sind Menschen, sogar ein hilfreicher Automechaniker. Doch dieser entpuppt sich als kranker Killer, die scheinbaren Menschen in der Stadt sind ALLES Wachsfiguren. Allerdings keine Wachsfiguren wie du und ich sie kennen, sondern es waren mal normale Menschen, die dann bei lebendigem Leib eingewachst wurden. Das haben die gestörten Brüder dann auch mit unseren 6 Symphatiesanten vor.
Wenn wir schon beim Einwachsen sind, kommen wir doch gleich mal zu den Effekten, womit ich sowohl den Splatter, als auch die sonstigen Special Effects meine. Erstgenannte sind überraschend zahlreich, ab und an innovativ, im großen und ganzen aber sehr brutal und erbarmungslos. Da werden Finger abgeschnitten, Wangen komplett weggerissen, Münder zugeklebt und und und.. Aber das wichtigste: Dadurch dass man sich indirekt mit den Protagonisten angefreundet hat, fühlt man mit ihnen mit, scheint richtig den Schmerz zu spüren, wenn zugeklebte Lippen aufgerissen werden. Ob die Freigabe ab 18 gerechtfertigt ist, ist natürlich wie immer fraglich, aber ich will es mal vorsichtig so ausdrücken: Der Film ist überraschend hart und kompromisslos, wird deshalb aber sicherlich keine neuen Massenmörder erschaffen. Deshalb kann er auch schon von jüngerem Publikum mit entsprechend festem Magen gesehen werden. Und um noch kurz auf die anderen, ebenfalls erwähnten Special Effects zu sprechen zu kommen: All zu viele sind es nicht, nein, sagen wir eher so gut wie garkeine. Dafür sind aber die letzten 10 Minuten ein wahrer Augenschmauß, den ich mir gleich zwei, dreimal hintereinander ansehen könnte. Das Wachsfigurenkabinett ist nämlich selbst aus Wachs, also das komplette Haus, sowie die Einrichtung. Als das ganze zum Schluß zu brennen anfing und in sich zusammenschmolz, stand mir, wie man so schön sagt, der Mund offen, weil ich aus dem Staunen nicht mehr herauskam und das ganze alles andere als billig rüberkam.
Was gibt es sonst noch zu vermelden? Vielleicht dass der Film einen durchgehend konstanten Spannungsbogen besitzt und außerdem einen Soundtrack, der es wert ist, gehört zu werden. So bekommt man unter anderem Stücke von Marilyn Manson oder Disturbed geliefert, Klasse! Achja, was ich fast vergessen hätte: Ich habe ja weiter oben schon angesprochen, dass ich es schade finde, dass dieser Film so schlecht gemacht wird. Nun, wer genauer hinsieht, wird erkennen, dass das eigentlich unnötig ist, da sehr viele Klischees aus Horrorfilmen mehr oder weniger parodiert werden, hier ist der Grad zwischen Verbeugung vor Meistern des Fachs und schlichtem kopieren sehr, sehr schmal. Das zeigt auch der Tod von Paris Hilton, welcher zu einem halben Spektakel aufgebauscht ist und den Zuschauer mehr zum Schmunzeln bringt, so brutal er auch sein mag. Alles weitere im:
Fazit
-----------------------------
Ich habe mir von \"House of Wax\" nichts besseres erhofft, als Durchschnittshorror vom Fließband, wie man so schön sagt. Durchgehend spannend und mit einer Prise Sadismus und Gewalt versehen, dürfte er aber jeden Horrorfan erfreuen, der es mit Standardstorys nicht all zu eng sieht. Einfach Hirn abschalten, düstere Stimmung schaffen und perfekt unterhalten lassen lautet die Devise dieses Films und wer das einhält, wird den Kauf bzw. den Kinobesuch nicht bereuen.
Mfg
Realjackass
Story
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Die Handlung von \"House of Wax\" ist zwar alles andere als neu, durch ihre interessanten Charaktere und Wendungen aber schon einer speziellen Hervorhebung wert:
6 Jugendliche sind in 2 motorisierten Kutschen auf den Weg zu einem Footballspiel. Nein, wie wir erfahren, ist es sogar DAS Footballspiel schlechthin, welches man unbedingt gesehen haben MUSS! Als aber die Nacht hereinbricht, wird beschlossen, auf einer großen Wiese, an der ein noch größerer Wald angrenzt, zu zelten. (Der bekennende Horrorfan weiß spätestens jetzt, dass die 6 hätten zu Hause bleiben sollen). Dies klappt auch ganz gut: Man trinkt Alkohol, albert herum und versucht trotz unwürdiger Umstände Sex zu haben. Alles schön und gut, würde nicht plötzlich ein Auto auf der Wiese auftauchen, dessen Fahrer die Kids mit seinem Scheinwerfer blendet. Sonst tut er nichts, er steht da, blendet sie an, was besagten Jugendlichen natürlich rasch auf die Nerven geht. Nick, der \"Stressmacher\" aus der Clicque wirft daraufhin eine leergesoffene Flasche Richtung Auto, welches auch sogleich ihres Scheinwerfers beraubt wird. Der Besitzer des demolierten Wagens fährt daraufhin, ohne ein Wort zu sagen oder gar auszusteigen, ruhig und gelassen davon. Unsere 6 Freunde gehen danach zu Bett, bzw. zu Zelt und kümmern sich nichtmehr um das Auto.
Am nächsten Morgen steht dann erstmal Frust auf dem Programm, man hat verschlafen und will ja immernoch zu dem Spiel. Plötzlich riecht eines der Mädchen wieder einen seltsamen und ekelhaften Geruch, der auch schon am Vorabend zu riechen war und folgt der Quelle. Dabei fällt sie in eine Grube voller Tierkadaver und scheinbar toter Menschen. Um das ganze noch perfekt zu theatralisieren, stellt einer der Jungs just in dem Moment fest, dass eines der Autos defekt ist, der Keilriemen sei gerissen. Wie aus dem Nichts erscheint da ein seltsamer Hinterwäldler, der meint, die toten in der Grube seien nur Wachsfiguren und einen neuen Keilriemen würden sie in einem nahegelegenen Städtchen günstig bekommen. Nach anfänglichem Zögern steigen zwei in das Auto des Sonderlings, der Rest der Truppe macht sich derweil schonmal auf in Richtung Spiel.
Den beiden Mitfahrern wird die ganze Sache aber mit der Zeit mulmig und sie beschließen, zu Fuß zur Stadt weiterzugehen. Diese ist schnell erreicht, doch dort machen sie sich nicht gerade neue Freunde: Da die Stadt wie ausgestorben scheint, sehen die beiden, nachdem sie ein altes, scheinbar verlassenes Wachsfigurenkabinett erkundet haben, in einer Kirche nach und platzen dabei mitten in eine Bestattung. Ein freundlicher Tankstellenwart, der auch bei der Beerdigung anwesend war, bietet dem hilflosen Pärchen darauf einen Keilriemen an. Allerdings müssten sie zu ihm nach Hause, was für die beiden aber kein Problem darstellt.. Das soll sich aber als schwerwiegender Fehler erweisen! Denn natürlich ist der nette Tankstellenbesitzer nicht der nette Tankstellenbesitzer, der er vorgab zu sein. Stattdessen gehört er zu einer geisteskranken Familie, deren liebstes Hobby es ist, Neuankömmlinge bei lebendigem Leib einzuwachsen.. In den restlichen Stadtbewohnern findet man keine Hilfe, denn die sind selbst schon lange nurnoch Wachs. Ob die beiden Jugendlichen und die anderen 4, die später ebenfalls noch zu ihnen stoßen werden, entkommen können oder nicht, müsst ihr schon selbst herausfinden.
Schauspieler
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Wer sich vorab schon ein bisschen über den Film informiert hat, vielleicht aber auch nur das eine oder andere Gespräch über \"House of Wax\" aufgeschnappt, der wird wissen, wieso dieser Film im Vorfeld so heiß ersehnt wurde. Nein, sicherlich nicht wegen dem ach so innovativen Grundmuster und auch nicht des vielversprechenden Trailers wegen. Sondern weil keine geringere als Paris Hilton mitspielt. Bitte versteht mich nicht falsch. Ich mag diese Frau absolut nicht und ihre bisherige \"schauspielerische\" Leistung in \"One Night in Paris\" hat mich auch eher kalt gelassen. Nur ist da eben diese Erwartung an eine prominente Persönlichkeit, die alle Welt kennt und die in diesem einen Film ihre erste (bedeutende) Rolle spielt. Das hat schon was. Aber um nochmal eventuell anfallende Unklarheiten aufzuklären, so sage ich lieber, dass ich mir diesen Film auch dann angesehen hätte, würde Paris Hilton NICHT mitspielen! Also keine Angst, euer Bild von mir muss nun nicht ruiniert sein ;-) Aber wo wir schon bei ruinieren sind: Die Schauspieler in diesem Film ruinieren allesamt auch etwas: Die allgemeine Auffassung, die man von Jugendlichen in Horrorfilmen hat! Ja, ihr habt richtig gelesen. Um es anders, vielleicht leicht verständlicher auszudrücken: Mir haben so gut wie alle Schauspieler in \"House of Wax\" sehr gut gefallen! Sowohl die Jugendlichen, wie auch die beiden Killer und der gestörte am Anfang.
Selbstredend hat keiner von ihnen einen Oscar verdient, aber in Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei \"House of Wax\" um einen Horrorfilm handelt, wird man doch ziemlich positiv überrascht. Dies fängt bei Chad Michael Murray als rebellischem Ex-Knacki an, der zwar anfangs ruhig noch als hirnloser Idiot tituliert werden darf, sich später dann aber als wahrer Held herausstellt. Und so geht das weiter. Vincent, einer der durchgeknallten, der immer eine Maske trägt, ist einer der furchteinflößendsten Killer, den ich seit langem gesehen habe. Natürlich gehe ich jetzt aber nicht auf jeden einzeln ein, sondern mache es kurz und knackig: Jeder, selbst Paris Hilton, überzeugt und passt in seine Rolle.
Daten zum Film
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Originaltitel: House of Wax
Alternativtitel: -
Land: USA, Australien (2005)
Regie: Jaume Collet-Serra
Länge: ca. 113 Min.
Freigabe: Keine Jugendfreigabe
Indiziert: Nein
@ Realjackass
Kritik
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\"House of Wax\" ist ein Horrorfilm; Nichts anderes. Ein Horrorfilm, der sich an Filmen wie \"Texas Chainsaw Massacre\" und \"Wrong Turn\" orientiert, um nur mal zwei Beispiele zu nennen. Leider, leider hat es sich der Horrorfan aber so angewöhnt, alles, was man in dieser Form schon kennt als \"langweilig\" und \"schon dagewesen\" zu bezeichnen. Und genau an dieser Stelle muss ich diesen Streifen mal verteidigen: Klar, es stimmt: \"House of Wax\" ist vom Grundprinzip her nicht neu, aber eigentlich ist er ein Horrorfilm wie man ihn sehen will, er hat alles was der Fan braucht. Ich für meinen Teil wurde die komplette Spielzeit über perfekt unterhalten und kann mir die doch recht schlechten Bewertungen nur so erklären: Es kommt soviel Dreck aus dem Horrorgenre auf den Markt, welchen kein Mensch braucht, dass man richtig gute Filme darunter garnichtmehr erkennt, bzw. auch zu schätzen weiß. Sobald man etwas altbekanntes sieht, ist es gleich schlecht, verdient keine Chance und langweilt nur. Aber warum bitte? Ich meine, wie soll man einen Horrorfilm denn groß anders gestalten? Es gibt eben nur begrenzt viele Muster, nach denen ein Horrorstreifen laufen kann. Das ganze soll sich aber nicht so anhören, als wäre ich ganz ohne Vorurteile an den Film ran. Nein, auch ich hatte meine Zweifel. Aber alleine schon des Wachs´ wegen und der Tatsache, dass es sich bei dem ganzen um ein indirektes Remake von \"Das Kabinett des Professor Bondi\" handelt habe ich dem Ganzen mal eine Chance gegeben. Aber wie dem auch sei, zerlegen wir den Film mal strukturiert und übersichtlich.
Wie gesagt, der Film hat keine neue Thematik, das will ich ja garnicht behaupten. Aber die Art und Weise, wie das ganze rübergebracht wird, hat mich sehr überzeugt. 6 Jugendliche, die zu einem Footballspiel fahren, dabei auf einer Wiese halt machen, was der Startpunkt für eine Symphonie des Schreckens ist. Das wichtigste: Dadurch, dass die Charaktere allesamt gut ausgewählt wurden, freundet man sich mit ihnen an und symphatisiert mit ihnen. Um so grausamer dann natürlich, wenn jemand getötet oder gequält wird. Selbst Paris Hilton schafft es, sich ihrer Rolle recht gut anzupassen. Zwar habe ich mal irgendwo gelesen, sie habe bei den Dreharbeiten ziemlich rumgezickt und sich unausstehlich verhalten, aber dass ist ja nicht das Problem des Filmkonsumten. Aber egal, weiter im Programm: Richtig interessant wird es ab dem Zeitpunkt, als 2 der jungen Erwachsenen in die abgelegene Stadt kommen. Alles ist verlassen, wirkt tot, bedrohlich. Doch dann das Aufatmen: In einer Kapelle sind Menschen, sogar ein hilfreicher Automechaniker. Doch dieser entpuppt sich als kranker Killer, die scheinbaren Menschen in der Stadt sind ALLES Wachsfiguren. Allerdings keine Wachsfiguren wie du und ich sie kennen, sondern es waren mal normale Menschen, die dann bei lebendigem Leib eingewachst wurden. Das haben die gestörten Brüder dann auch mit unseren 6 Symphatiesanten vor.
Wenn wir schon beim Einwachsen sind, kommen wir doch gleich mal zu den Effekten, womit ich sowohl den Splatter, als auch die sonstigen Special Effects meine. Erstgenannte sind überraschend zahlreich, ab und an innovativ, im großen und ganzen aber sehr brutal und erbarmungslos. Da werden Finger abgeschnitten, Wangen komplett weggerissen, Münder zugeklebt und und und.. Aber das wichtigste: Dadurch dass man sich indirekt mit den Protagonisten angefreundet hat, fühlt man mit ihnen mit, scheint richtig den Schmerz zu spüren, wenn zugeklebte Lippen aufgerissen werden. Ob die Freigabe ab 18 gerechtfertigt ist, ist natürlich wie immer fraglich, aber ich will es mal vorsichtig so ausdrücken: Der Film ist überraschend hart und kompromisslos, wird deshalb aber sicherlich keine neuen Massenmörder erschaffen. Deshalb kann er auch schon von jüngerem Publikum mit entsprechend festem Magen gesehen werden. Und um noch kurz auf die anderen, ebenfalls erwähnten Special Effects zu sprechen zu kommen: All zu viele sind es nicht, nein, sagen wir eher so gut wie garkeine. Dafür sind aber die letzten 10 Minuten ein wahrer Augenschmauß, den ich mir gleich zwei, dreimal hintereinander ansehen könnte. Das Wachsfigurenkabinett ist nämlich selbst aus Wachs, also das komplette Haus, sowie die Einrichtung. Als das ganze zum Schluß zu brennen anfing und in sich zusammenschmolz, stand mir, wie man so schön sagt, der Mund offen, weil ich aus dem Staunen nicht mehr herauskam und das ganze alles andere als billig rüberkam.
Was gibt es sonst noch zu vermelden? Vielleicht dass der Film einen durchgehend konstanten Spannungsbogen besitzt und außerdem einen Soundtrack, der es wert ist, gehört zu werden. So bekommt man unter anderem Stücke von Marilyn Manson oder Disturbed geliefert, Klasse! Achja, was ich fast vergessen hätte: Ich habe ja weiter oben schon angesprochen, dass ich es schade finde, dass dieser Film so schlecht gemacht wird. Nun, wer genauer hinsieht, wird erkennen, dass das eigentlich unnötig ist, da sehr viele Klischees aus Horrorfilmen mehr oder weniger parodiert werden, hier ist der Grad zwischen Verbeugung vor Meistern des Fachs und schlichtem kopieren sehr, sehr schmal. Das zeigt auch der Tod von Paris Hilton, welcher zu einem halben Spektakel aufgebauscht ist und den Zuschauer mehr zum Schmunzeln bringt, so brutal er auch sein mag. Alles weitere im:
Fazit
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Ich habe mir von \"House of Wax\" nichts besseres erhofft, als Durchschnittshorror vom Fließband, wie man so schön sagt. Durchgehend spannend und mit einer Prise Sadismus und Gewalt versehen, dürfte er aber jeden Horrorfan erfreuen, der es mit Standardstorys nicht all zu eng sieht. Einfach Hirn abschalten, düstere Stimmung schaffen und perfekt unterhalten lassen lautet die Devise dieses Films und wer das einhält, wird den Kauf bzw. den Kinobesuch nicht bereuen.
Mfg
Realjackass
20 Bewertungen, 1 Kommentar
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26.07.2005, 23:05 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichnützlich wenn es geben würde!! Den Film tue ich mir am Donnerstag im ,,Heimkino" an ;) - bin schon soooo gespannt darauf..aber der Bericht hat mich noch mehr neugierig drauf gemacht...Liebe Grüsse, Patty




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