Underworld: Evolution (DVD) Testbericht

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ab 9,14
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Erfahrungsbericht von TheCorvus

Blade hat ausgedient!

Pro:

tolle Atmosphäre, Actiondurst wird befriedigt, Kate Beckinsale

Kontra:

Scott Speedman, Setting

Empfehlung:

Ja

Mit einem Budget von nur 20 Millionen ? (schon B-Movie Budget) zauberte Len Wiseman 2003 sein Spielfilmdebut "Underworld" auf die Leinwand und holte actionmäßig alles raus was auch nur möglich war. Der Film wurde ein Kassenhit und Wiseman bekam nun 48 Millionen um das Sequel zu drehen, wobei vorher von einem Prequel die Rede war.

Story:
Die Story knüpft direkt an das Ende von "Underworld" an. Durch einen anfänglichen Flashback bekommt der Rezipient nocheinmal die Geschehnisse des ersten Teils zu sehen, damit man den zweiten auch genießen kann ohne den ersten gesehen zu haben. Trotzdem wäre es besser sich den ertsen Teil nocheinmal anzusehen. Nachdem die Flashbacks überstanden sind gehts ersteinmal ins finsetere Mittelalter zu den Ursprüngen zurück. Marcus (Tony Curran ; "The 13th Warrior") ist der ertse Vampir und Bruder von William (Brian Steele; "The Relict), dem ersten Lycaner. Marcus geht einen Pakt mit Viktor (Billy Nighy; "Shaun of the Dead") ein, der im sterben liegt. Viktor wird somit unsterblich und soll nun die Brut der Lycaner überwachen und eindämmen. Zurück in die heutige Zeit. Selene ( Kate Beckinsale; "Pearl Harbor") und Michael Corvin (Scott Speedman; "Dark Blue") befinden sich immernoch auf der Flucht. Tief in ihrem Unterbewusstsein trägt Selene ein Geheimnis, ohne es zu wissen. Marcus erwacht wieder zu Leben und muss nun an Selene ran um an jenes Geheimnis zu gelangen. Dieses trägt sie übrigens in ihrem Blut. Wie auch immer das gehen soll. Das wars zur Story. Ist nicht atemberaubend, aber darum gehts auch garnicht. Hier wird auf Action gesetzt und das nicht zu wenig.

Darsteller:
Kate Beckinsale holt natürlich soviel sie kann aus ihrer Rolle raus. Dabei sieht sie natürlich wiedermal umwerfend aus in ihrem hautengen Latexdress. Mehr ist zu ihrer Rolle auch nicht zu sagen. Ganz besonders stören tut dagegen Scott Speedman, der neben allen anderen wie ein Greenhorn wirkt. Er hat nichtsweiter zutun als durch die Gegend zu schmachten und ganze Zeit mit ein und dem selben Gesichtsausdruck zu spielen. Dieser Ausdruck wechselt immer dann wenn er sich in ein Hybrid (Mischung aus Lycaner und Vampir) verwandelt. Er dient hauptsächlich dazu die weiblichen Zuschauer zufrieden zustellen. Bill Nighy kam im ersten Teil natürlich öfter zum Zug,aber selbst in der Fortsetzung hat der Mann eine diabolische Aura, taucht aber leider immernur in den Flashbacks auf, da er im ertsen Teil dran glauben musste. Bleibt nur noch Tony Curran zu erwähnen, der hauptsächlich in seinem Monsterkostüm ( Lob an die MakeUp Crew) steckt und Selene sowie dem Rest der Darsteller übel zusetzt. Er fackelt nicht lange und geht ziemlich brutal mit seinen Gegnern um, damit er sein Ziel erreicht. Leider leidet das Schauspiel Currans etwas unter der Maske, was aber bei dem ganzen MakeUp auch selbstverständlich ist.

Effekte:
Obwohl Wiseman etwas mehr als das doppelte Budget des Erstlings zur Verfügung hatte, hält er sich mit CGI sehr zurück und wendet sie wirklich nur dann an, wenn es notwendig ist. Das könnte der Vorteil davon sein, wenn man nur wenig Budget zur Verfügung hat. Denn auch 48 Millionen ? sind nicht gerade viel für einen Blockbuster und wenn man dann noch bedenkt, dass es sioch um ein Sequel handelt ist das wirklich ein lächerlich kleines Budget. Zum Vergleich: X-Men hatte damals 75 Millionen ? gekostet. Die Lycaner sind schon wesentlich besser annimiert als im ersten Teil. Handmade Explosionen darf man auch mal wieder begutachten. Look: Dank Filter bekommt Underworld seinen coolen unterkühlten Gothic Look, der der Hauptfaktor für die tolle Atmosphäre ist. Warum Selene die ganze Zeit in einem Latexsuite rumlaufen muss, lasse ich jetzt mal so dahingestellt. Das dient immerhin als Stilmittel und tut dem Film eigentlich ganz gut, auch wenn es nichts neues ist.

Schnitt:
Am Schnitt gibts eigentlich nichts auszusetzen, bis auf den Anfang, bei dem es schwerfällt den Überblick im Bild zu behalten. Man kann eigentlich immer nur erahnen was gerade geschieht und ohne den dazugehörigen Sound, wäre man total aufgeschmissen. Warum die folgenden Fights im Film wieder wesentlich besser geschnitten sind bleibt ein Rätsel. Ansonsten hat man sich hier nichts neues einfallen lassen, was aber bei Blockbustern auch nicht unbedingt notwendig ist.

Musik:
Bei der Musik hat man sich leider nichts neues einfallen lassen. Marco Beltramis Klänge dürften einigen wohl aus "Lost Boys" oder "Blade 2" bekannt vorkommen. Aber im Endeffekt unterstützen sie die Szenen ganz gut.

Gewalt:
Wiseman geht hier wesentlich härter zur sache als in "Underworld". Einigen dürfte dann auch im ersten Moment die FSK 16 Freigabe verwundern. Aber wenn man es etwas allumfassender betrachtet, sind es hauptsächlich Fantasykreaturen die sich hier gegenseitig abschlachten. Also fern jeglicher Realität und im Verhältnis zum Blutgehalt, ergibt sich daraus eine FSK 16 Freigabe. Wahrscheinlich wir wieder ein Extended Cut auf DVD erscheinen ,der Keine Jugendfreigabe bekommt. Also jedem Gorefan wird dieser Streifen gefallen und sein Herz höher schlagen lassen. Allgemeines: Das größte Problem des Films besteht darin, dass er gleich mit Action anfängt und diese dann nicht mehr runtergeschraubt wird. Kaum ein ruhiger Moment in dem einen die Protagonistin näher gebracht wird oder deren Beziehungen zu einander genauer erläutert werden. Das ist halt der Nachteil, wenn man schneller, härter und lauter wird als der Vorgänger. Irgendwann hat man sich dann auch sattgesehen am ganzen Schlachten, Schiessen und in die Luftjagen. Wiseman gibt den Zuschauer immer soviel davon, dass dieser sich dann irgendwann nicht mehr dafür interessiert was vor ihm auf der Leinwand passiert. Des weiteren ist das Setting gegenüber dem ersten Teil etwas schlechter ausgefallen. Alles spielt sich hier in den Wäldern ab,die nicht das selbe hergeben wie die düstere Großstadt. Natürlich darf in einem düsteren Gothicfilm die obligatorische Sexszene nicht fehlen. Diese kommt hier aber so extrem unmotiviert herüber, dass man die Hoffnung hegt sie ginge schnell wieder vorbei, obwohl Kate Beckinsales nackter Körper wirklich nett anzusehen ist. Es kommt einen jedoch vor als ob Wiseman uns zeigen wolle mit was für einer hübschen Frau (Beckinsale und Wiseman verliebten sich am Set von "Underworld") er verheiratet ist.
Im Großen und Ganzen ist "Underworld: Evolution" ein guter Actionfilm, der leider nichts mehr von dem urbanen Look der Großstadt vorzuweisen hat wie sein Vorgänger. Es bleibt jedem selbst überlassen, ob er mehr auf nonstop Action setzt oder auf Actionfilme bei denen man mit den Figuren mitfühlt. "U: E" gehört auf jedenfall zum Ersten und kann auch in dieser Hinsicht voll überzeugen. Positiv zu erwähnen wäre noch, dass hier nicht wie bei "Blade" jede Minute irgendein cooler Spruch abgelassen wird. Das hätte auch nicht ins Konzept gepasst. "Underworld" und "U: E" bieten auch eine interessantere, wenn nicht gerade anspruchsvollere Story. Aber durch den Krieg zwischen Lycaner und Vampire erhält "Underworld" epische Ausmaße. Wiseman weiss das und arbeitet auch schon an einem möglichen Sequel oder Prequel,welches die ganze Hintergrundgeschichte genauer erläutert und dann auch im Mittelalter spielen würde. Für jeden Action- und Fantasyfan ist der Film genau das richtige.
Einen Kinobesuch brauch man hier auf keinen Fall zu bereuen. 8/10 Punkten

14 Bewertungen, 5 Kommentare

  • superlativ

    14.08.2006, 14:08 Uhr von superlativ
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe grüße!

  • anonym

    14.08.2006, 11:53 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    ~°~°~ Sehr Hilfreich ~°~°~

  • morla

    14.08.2006, 03:41 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • panico

    14.08.2006, 01:49 Uhr von panico
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg panico :-)

  • ShortBrini

    14.08.2006, 01:23 Uhr von ShortBrini
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner Bericht....Würde mich riesig über Gegenlesung freuen....Brini