Walk the Line (DVD) Testbericht

ab 5,74
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Erfahrungsbericht von DarkBeauty

Who have I become?

Pro:

siehe Bericht

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Guten Abend!

Gestern Abend hatten mein Freund und ich keine Lust wegzugehen und haben uns somit entschieden, uns mit Bierchen und Filmchen einen gemütlichen Abend auf der Couch zu machen. In der Videothek angekommen, sprang uns beiden sofort ein Film ins Auge, den wir sehen mussten. Über den möchte ich euch heute dann auch berichten.

>> Walk the Line <<

Story

Wie die meisten von euch wissen, geht es in dem Film um die Lebensgeschichte von Johnny Cash. Dieser wächst im Arkansas der 40er Jahre mit seinen Eltern und seinem etwas älteren Bruder auf. Dieser stirbt bei einem Unfall an einer Kreissäge aber in jungen Jahren. Fortan gibt sein Vater dem jungen John die Schuld. Den zieht es einige Jahre später nach Deutschland zur Army. Bald darauf gründet er jedoch eine eigene Familie mit der Frau Vivien. Als das Geld, das er als mehr schlecht als rechter Handelsvertreter verdient, nicht mehr reicht, geht er zu einer Plattenfirma und nimmt zusammen mit zwei Freunden eine Platte auf, die sofort extremen Erfolg hat. Fortan tourt er mit Größen wie Elvis Presley und Jerry Lee Lewis durch die Lande – sehr zum Leidwesen seiner Frau.

Mit dem plötzlichen Ruhm kommen aber auch die Schattenseiten – Johnny Cash wird drogen- und alkoholsüchtig. Außerdem führt er ein [hier nur kurz gezeigtes] Umgehen mit seinen weiblichen Fans. Daneben gibt es aber noch die Countrysängerin June Carter, die ebenfalls mit auf Tour geht. Zu dieser hat Johnny von Anfang an eine besondere Beziehung...

Hintergründe zum Film

Titel: Walk the Line
Genre: Drama / Musikfilm
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: 136 min.

SCHAUSPIELER

Johnny Cash: Joaquin Phoenix
June Carter: Reese Witherspoon
Vivian Cash: Ginnifer Goodwin
Elvis Presley: Tyler Hilton
Jerry Lee Lewis: Waylon Payne

CREW

Regie: James Mangold
Drehbuch: Gill Dennis, James Mangold
Buchvorlage: Johnny Cash

Die Darsteller

Wie immer bei Nicht – Animés widme ich mich als erstes den Schauspielern. Hier liegt es wohl am nächsten, dass ich mich zunächst einmal mit Hauptdarsteller Joaquin Phoenix beschäftige. Bisher kannte ich den guten Mann nur aus zwei Filmen und zwei ebenso grundverschiedenen Rollen – nämlich einmal als Max California in „8MM“ und dann als Lucious aus „The Village“. Erwähnen möchte ich noch, dass ich den Mann unheimlich sexy finde – egal, in welcher Rolle. So natürlich auch hier. Er macht seine Sache wirklich gut, denke ich. Denn die originale Geschichte um den Countrysänger Cash kenne ich nämlich nicht. Zu Beginn der Geschichte ist er noch ganz normal und freut sich zusammen mit seiner Frau über den plötzlichen Ruhm und den damit verbundenen Geldsegen. Auch, wenn der Zuschauer davon nicht viel sieht bzw. es nicht explizit ausgesprochen wird, merkt man doch sehr bald, dass es mit dem Star bergab geht. Grade, wie Joaquin Phoenix das herüber gebracht hat, finde ich bemerkenswert. Er hat eben eine unheimliche Ausstrahlung und scheinbar auch sehr großes schauspielerisches Talent. Man nimmt ihm den jungen, euphorischen Musiker genauso ab, wie den drogenverseuchten und vollkommen ausgebrannten Mann, zu dem der Ruhm ihn gemacht hat. Egal in welcher Lage er sich aber grade befindet, der Zuschauer fiebert stets mit ihm mit und wünscht ihm, dass alles gut geht. Ich kann mir, um diesen Part abzuschließen, also keinen anderen Schauspieler vorstellen, der für diese Rolle genauso gut geeignet gewesen wäre.

Als nächstes möchte zur zweiten zentralen Hauptfigur kommen – June Carter bzw. Reese Witherspoon. Sie kannte ich bisher auch nur aus so „Blondchen“ – Rollen wie der in „Eiskalte Engel“ oder aber „Election“. Zunächst einmal war ich überhaupt nicht besonders angetan, als ich sie im Film sah. Aber das Image, das sie bei mir irgendwie inne hatte, hat sich durch diesen Film recht drastisch geändert. Denn hier spielt sie eine starke, aber dennoch sehr gefühlvolle Person, die Johnny helfen will und eigentlich eine sehr große Zuneigung bzw. Liebe zu ihm empfindet. Dennoch kann sie das so richtig nicht zeigen. Man merkt ihr das im Film super an. Denn immerhin ist sie an einer Stelle verheiratet und Johnny ist es die ganze Zeit über. Trotzdem tut sie alles, um ihm aus seiner Drogensucht herauszuhelfen. Ich finde, dass Reese Witherspoon in diesem Film –zumindest auf mich- das erste Mal richtig erwachsen und wie eine reife junge Frau gewirkt hat. Vor allem passt die Rolle der aufgeweckten Countrysängerin wider Erwarten sehr gut zu ihr. Sicher würden mir an dieser Stelle auch andere Schauspielerinnen einfallen, die die Rolle hätten spielen können, dennoch macht auch sie ihre Sache gut und vor allem sehr überzeugend.

Abschließend unter diesem Punkt bliebe hier eigentlich noch zu erwähnen Robert Patrick als Ray Cash, Johnnys Vater. Der Name ist sicher nicht jedem von euch geläufig. Aber erinnert euch mal an „Terminator II“ – da ist er der T1000. ;-) Zu dieser Einsicht kam ich auch erst nach langem Grübeln und Überlegen.
Er hat ja die Rolle des hartherzigen Vaters inne, der seinen Sohn dafür verantwortlich macht, dass sein anderer Sohn gestorben ist. Zu Beginn sagt er sogar, dass „...der Teufel den falschen Sohn geholt hat...“. Das ist schon echt übel. Auch scheint er sich im Verlauf des Films [in dem er nicht mehr allzu häufig auftaucht] nicht sonderlich zu ändern. So sagt er während des Thanksgivingessens und kurz nach dem kalten Entzug seines Sohns, einige gemeine Dinge zu selbigem, die dem Zuschauer schon wirklich nahe gehen. Dennoch macht aber auch er seine Rolle gut. Denn wer „Terminator II“ kennt, der weiß ja, dass Robert Patrick wirklich böse gucken kann – genauso spielt er auch hier.

Meine Meinung

Ich wollte den Film Anfang des Jahres ja schon im Kino sehen, war mir aber nicht so richtig sicher, ob er mir gefallen würde. Als ich es mir dann war, war er schon wieder raus. Als ich ihn dann gestern aber in der Videothek stehen sah, war meine Gelegenheit gekommen. Und ich muss wirklich sagen: Der Film ist spitze! Durch die vielen Trailer und Dokus über das Werk, hatte ich ja schon einen ganz guten Einblick. Aber dass der Film so gut und vor allem so fesselnd sein würde, hatte ich kein bisschen erwartet. In meinen Augen handelt es sich hier auch nicht um einen stinknormalen Musikfilm, sondern um einen, der ein großes Maß an Gefühl und vor allem an Dramatik mitbringt, ohne kitschig oder ausgelutscht zu erscheinen. Besonders gut gefallen hat mir in diesem Zusammenhang auch die Liebesgeschichte zwischen Johnny Cash und June Carter. Denn zumindest mir ging es so, dass ich die ganze Zeit mitgefiebert habe, ob die beiden sich denn nun kriegen oder nicht. Für diejenigen, die die Story nicht kennen und noch ein bisschen Spannung haben wollen, löse ich das Ganze an dieser Stelle nicht auf. Ich fand’s nämlich ziemlich gut, dass ich nicht wusste, wie die Biographie nun ausgeht.

Mich hat beeindruckt, dass mir, obwohl altersmäßig nicht der Zielgruppe entsprechend, die Musik im Film so gut gefallen hat. Sie war irgendwie schön ausgesucht, dazu lebensfroh aber auch zur Dramatik in Johnnys Leben passend.

Einige von euch, die hier auch über den Film berichtet haben, haben ja bemängelt, dass der Film in Johnnys mittleren Jahren endet, obwohl er ja noch bis 2003 gelebt habt. Nun, ich finde das absolut nicht schlimm. Denn ich denke, das Wichtigste aus seinem Leben wurde eindrucksvoll herüber gebracht. Am Ende gibt’s ja auch noch eine kurze Erläuterung dazu, wie es mit ihm und June weiterging, wann er gestorben ist usw. Alles andere hätte den Film sicher nicht mehr spannender gemacht sondern womöglich eher das Gegenteil bewirkt. So, wie er ist, ist er super klasse. Aus diesem Grunde habe ich auch nach der ersten guten halben Stunde beschlossen, mir den Film auf DVD zu holen. Ich denke, der sollte in keiner Sammlung fehlen. Zumal sich noch sehr viele Extras wie nicht verwendete Szenen darauf befinden, die stellenweise noch besseren Aufschluss über Johnys damalige Situation geben.

Ich vergebe also volle fünf Sterne und eine absolute Empfehlung an „Walk the Line“. Auch, wenn ihr sonst eher andere Genres bevorzugt oder euch mit Countrymusik und/ oder Johnny Cash nicht befasst – dieser Film lohnt sich trotzdem auf alle Fälle. Er ist super sehenswert. Allein schon wegen der spitzenmäßigen Leistung von Schnuckelchen Joaquin Phoenix.

Die DVD – Extras

Disc 1

- Audiokommentar von Co-Autor und Regisseur James Mangold
- Mehr vom "Man in Black": nicht verwendete Szenen
- Kinotrailer

Disc 2

- Johnny Cash Jukebox: Walk the line – erweiterte Musik-Sequenzen
- Folsom : Cash and the Comeback
- Ring of fire: The passion of Johnny und June
- Cash werden / Carter werden
- Zu Ehren des „Man in Black“: Making – Of Walk the Line
- Cash und seine Philosophie



Danke, für’s Scrollen & Klicken
BulmaZ

76 Bewertungen, 24 Kommentare

  • mikel_X_24

    07.03.2007, 09:57 Uhr von mikel_X_24
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg mikel

  • anonym

    18.02.2007, 12:29 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Damaris :-)

  • Goliathlon

    14.02.2007, 20:32 Uhr von Goliathlon
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schön ausführlich ! Weiter so Mfg Goliathlon

  • anonym

    12.02.2007, 21:10 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, LG Biggi :-)

  • papaonline

    11.02.2007, 21:35 Uhr von papaonline
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg papaonline

  • snnoppii

    10.02.2007, 13:34 Uhr von snnoppii
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh und lg

  • taz772112

    09.02.2007, 23:22 Uhr von taz772112
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH & LG :o)

  • evafl

    09.02.2007, 12:16 Uhr von evafl
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh! lg Eva

  • katna

    08.02.2007, 00:45 Uhr von katna
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich! den film muss ich mir mal ausleihen.

  • campimo

    07.02.2007, 22:28 Uhr von campimo
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ SH&LG ¨*:•.

  • Gemini_

    07.02.2007, 20:00 Uhr von Gemini_
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht! LG

  • kirbekind

    07.02.2007, 19:04 Uhr von kirbekind
    Bewertung: sehr hilfreich

    :-D Sehr hilfreich!

  • Nettiteddy

    07.02.2007, 16:59 Uhr von Nettiteddy
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Netti

  • anonym

    07.02.2007, 10:23 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lieben Gruß :o) Marianne

  • Maxima24

    07.02.2007, 00:14 Uhr von Maxima24
    Bewertung: sehr hilfreich

    ✰ ~ SH ~ ✰

  • Django006

    07.02.2007, 00:03 Uhr von Django006
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & *lg* Alan ;>))))

  • swissflyer

    06.02.2007, 21:53 Uhr von swissflyer
    Bewertung: sehr hilfreich

    °~°~° sh °~°~°

  • Sayenna

    06.02.2007, 20:09 Uhr von Sayenna
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :-)

  • morla

    06.02.2007, 19:57 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • lena016

    06.02.2007, 19:33 Uhr von lena016
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH & LG

  • aybalam

    06.02.2007, 19:17 Uhr von aybalam
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, viele Grüße - aybalam -

  • MarkusH18

    06.02.2007, 18:56 Uhr von MarkusH18
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller und informativer Bericht, deshalb ein "sehr hilfreich" von mir!! Weiter so!! Gruß Markus!!

  • Baby1

    06.02.2007, 18:49 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • anonym

    06.02.2007, 18:48 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich :-)