blanvalet Verlag Charlotte Link Das Echo der Schuld Testbericht

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ab 11,66
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Auf yopi.de gelistet seit 05/2007

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Erfahrungsbericht von CyberQueeny

Ich bin schuldig

Pro:

siehe bericht

Kontra:

siehe bericht

Empfehlung:

Ja

Hallo
lieber Leser, liebe Leserin.

===Vor
dem Lesen===

Als
Leseratte lese ich rund 200 Bücher im Jahr und muss sehr häufig
feststellen, das meine Anforderungen mit jedem Jahr etwas steigen.
Dabei ist es in meinen Augen gar nicht so schwer mich zufrieden zu
stellen. Ein guter Plot, ein angenehmer Stil, eine ideale Umsetzung,
authentische Protagonisten und je nach Genre ein gute Portion
Romantik, Fantasy oder Spannung. Keiner dieser Punkte sollte jedoch
übertrieben werden. Mehr verlange ich nicht.

Das
Buch liegt schon seit einiger Zeit auf meinen SUB, aber da ich
aktuell nicht viel zum Lesen komme, habe ich ihn erst jetzt zur Hand
genommen, denn mir fehlte noch ein Buch mit über 500 Seiten für
eine Lesechallenge.

'''Buchdaten'''
Autor:
Charlotte Link
Titel:
Das Echo der Schuld
Taschenbuch:
544 Seiten
Verlag:
Goldmann Verlag; Auflage: Taschenbuchausgabe, 1. Auflage, (28. Januar
2009)
Sprache:
Deutsch
ISBN-10:
3442468531
ISBN-13:
978-3442468539
Originaltitel:
Das Echo der Schuld
Kosten:
9,95€
Serie:
-

'''Leseinformationen'''
Genre:
Thriller
Niveau:
durchschnittlich
Leserschaft:
Frauen
Lesedauer:
3 Tage

'''Autor/in'''
Charlotte
Link wurde 1963 geboren und zählt inzwischen zu den erfolgreichsten
Autorinnen aus Deutschland. Fast alle Werke wurden Bestseller.
Hauptsächlich schreibt sie historische Romane oder Gegenwartsromane
mit einem Hauch von Psychothriller. Viele Werke wurden verfilmt.

Weitere
Werke:
"Das
Haus der Schwestern", "Verbotene Wege", "Die
Sünde der Engel"

'''Optischer
Eindruck'''
Das
Cover ist sicherlich nicht verkehrt. Menschen an einem Strand. Im
Laden hätte es mich nicht unbedingt magisch angezogen, aber das ist
bei fast allen Werken der Autorin so.

'''Zitierter
Klappentext'''

In
tiefer Nacht sinkt ein Boot vor der Küste Schottlands. Nichts als
ihr Leben können die deutschen Aussteiger Nathan und Livia Moor
retten. Von der Engländerin Virginia Quentin und deren Mann werden
sie mit dem Notwendigsten versorgt, doch dann folgt der
undurchsichtige Nathan Virginia ungebeten in das Zuhause der Familie
nach Norfolk. Virginia, die ihn anfangs nur aufdringlich findet,
öffnet sich ihm bald mehr als je zuvor einem anderen Menschen. Dann
geschieht das Unfassbare: Virginias siebenjährige Tochter
verschwindet spurlos …(Quelle: Klappentext)

'''Leseprobe'''
http://www.amazon.de/Das-Echo-Schuld-Charlotte-Link/dp/3442468531/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1361180223&sr=8-1

Aus
rechtlichen Gründen verlinke ich nur die Leseprobe auf eine Seite,
wo die Genehmigung vorliegt.

===Nach
dem Lesen===

'''Sarahs
eigene Inhaltsangabe'''
Livia
und Nathan Moor sind deutsche Aussteiger, die sich ein Boot gekauft
haben und nun um die Welt segeln. All ihr Geld steckt in dem Schiff
und so müssen sie ihren Lebensunterhalt im jeweiligen Hafen
verdienen. Doch der Traum von der Weltumsegelung platzt schon sehr
bald, als ihr Schiff mitten in der Nacht an der schottischen Küste
von einem Frachter überrollt wird. Ihnen bleiben nur die Kleider am
Leib. Livia bricht völlig zusammen, während Nathan alles sehr
gefasst trägt. Glücklichweise bekommen sie von Virginia Quentin,
ihrem Mann Frederic und ihrer siebenjährigen Tochter Kim helfen dem
Paar, denn Livia hat schließlich für sie gearbeitet. Sie überlassen
den beiden ihr Ferienhaus, während es für sie zurückgeht. Frederic
ist zwar nicht unbedingt begeistert, aber respektiert den Willen
seiner Frau, und hofft nur, dass es sich nicht um Schnorrer handelt.
Als wenige Tage später Nathan vor ihrer Tür in Norfolk steht,
während seine Frau im Krankenhaus betreut wird. Da er noch immer
kein Geld hat, lässt sie ihn bei sich wohnen, verheimlicht es aber
ihrem Mann, der beruflich in London ist. Immer mehr gerät sie in den
Bann von Nathan, dem es gelingt, was ihrem Mann nie gelungen ist, er
erkennt, dass sie ein dunkles Geheimnis hat, dass sie in die
Isolation gedrängt hat. Sie begibt sich in eine heiße Affäre und
will sogar ihren Mann verlassen. Dass sie ihre Tochter dafür
vernachlässigt, ist ihr in dem Moment gar nicht so klar, bis Kim
verschwindet. Sie finden sie völlig verängstigt und sind heilfroh,
denn in der letzten Zeit treibt sich in dieser Gegend ein
Kinderschänder herum. Schon zwei Mädchen wurden missbraucht und auf
grausame Weise ermordet. Als Kim ein weiteres Mal spurlos
verschwindet, wissen wie, dass es diesmal nicht nur ein harmloses
Verstecken ist. Steckt Nathan hinter all den Vorfällen, schließlich
steckt er auch hinter dem Erpressungsversuch. Virginia, die Polizei
und ein kleines Mädchen versuchen alles, um Kim zu retten.

'''Sarahs
Meinung'''
Charlotte
Link ist eine eindrucksvolle Autorin. Vor Jahren habe ich meiner
Mutter „Das Haus der Schwestern“ geschenkt und das Buch hat mich
auch zum Fan der Autorin gemacht. Während dieses Buch perfekt war,
gibt es genügend andere Werke, die eher schwer und langatmig
erscheinen. Aus diesem Grund lasse ich mir gerne Zeit zwischen Werken
der Autorin.

Der
Einstieg in das Buch fing schon alles andere als vielversprechend an.
Während ich sonst vom Prolog total gefesselt war, empfand ich diesen
hier eher langweilig. Ein Mann wird in der Nacht wach und seine Frau
bekommt es nicht mit. Er kommt mit einem schweren Erlebnis und dem
Tod eines Kindes nicht klar. Zwar wollte man wissen, welche Personen
dahinter steckten, aber es war nicht so wichtig, wie sonst. Auch die
nächsten Seiten sorgten nicht für das gewohnt leichte Leseerlebnis.
Die Autorin ist für Sprünge bekannt, und hier zeigt sie wieder,
dass viele Handlungen zu einer verflochten werden können. Viele
verschiedene Szenen, noch mehr Namen und das in kurzem, raschen
Wechsel, war etwas viel für den Anfang. Ich persönlich bin nicht so
der Fan von vielen Szene-Wechseln. Zwei verschiedene Orte okay, aber
in diesem Fall war es doch einfach deutlich mehr und es sind so viele
Infos die auf einen einprasseln, dass es sehr schwer ist alles zu
einem Bild zusammenzufügen. Irgendwann kommt jedoch der Moment, wo
man die Zusammenhänge erkennt und ehe man sich versieht ist man in
der Geschichte. Während ich zugeben muss, dass mir die
Nebenhandlungen, rund um die verschwundenen Mädchen am Besten
gefallen haben, empfand ich die Haupthandlung rund um die Familie
Quentin, Virginias Geheimnis und das deutsche Ehepaar eher
langweilig. Das liegt einfach daran, dass mir sowohl Virginia, als
auch Nathan total unsympathisch waren. Das ändert sich nicht mal,
als man in deren Vergangenheit eintaucht. Nathan wirkt noch
schlimmer, und Virginias Eindruck wird auch nicht besser, obwohl man
vieles einfach mehr versteht.

Nichtsdestotrotz
macht es trotzdem Spaß die Entwicklung mitzuerleben. Dafür sorgt
schon der realistische, illustrative Stil, der sich auf wichtige
Details beschränkt. Kombiniert wird das Ganze mit einer Spannung,
die besonders Eltern packen wird. Jede Mutter hat Angst, dass ihr
Kind einmal nicht von der Schule oder Freunden kommt und ihm etwas
passiert. Man bläut den Kindern zwar immer ein: Rede nicht mit
Fremden, gehe nicht mit ihnen mit und nehme nichts an. Nur leider
hören Kinder nicht immer so, wie man es möchte. Dementsprechend
wird hier auch mit den Nerven der Leser gespielt. Die Spannung bleibt
konstant vorhanden und wird schön aufgebaut. Viele verschiedene
Indizien sorgen für falsche Fährten.

So
ist der Schluss zumindest für mich überraschend gewesen, was den
Täter betrifft. Gelungen finde ich ihn jedoch nicht. Einfach aus dem
Grund, dass die Autorin hier noch einmal extrem in die Länge zieht.
Täter und Hintergründe sind geklärt und nur Kim muss noch gefunden
werden. Sicherlich nicht verkehrt, aber bedenkt man die Tatsache,
dass der Täter in ihrem Fall sehr reumütig ist, wundert man sich,
dass er ihr diesen qualvollen Tod wünscht und sich weigert das
genaue Versteck zu verraten.

Alles
in allem ist es ein schönes Buch, dass gerne 50 Seiten hätte
weniger haben dürfen, aber das empfinde ich oft bei längeren
Büchern. An sich habe ich mich stets unterhalten gefühlt. Charlotte
Link hat alle Register gezogen. Vergangenheit, ein Verbrechen, Liebe,
Schicksal und Geheimnisse eingebaut. In Kombination mit schön
kurzen Kapiteln wieder ein sehr gutes Buch.

'''Abschließendes
Fazit'''

Pro:
Stil, Thema, Spannungsanteil, theoretische Auflösung
Contra:
Umsetzung des Schluss, zum Schluss langgezogen.

Empfehlung:
Ja 5 Sterne

Danke ~*~ fürs ~*~ Bewerten ~*~ Lesen ~*~ Kommentieren ~*~

©
Eure CQ für www.sarahs-buecherwelt.blogspot.com
Verwendete
Zitate werden ausgewählt und eingebaut um den Stil, Spannungsanteil,
Detailreichtum oder ähnliches aufzuzeigen. Sie gehören nach wie vor
dem rechtlichen Eigentümer und dienen lediglich der Unterstützung
meiner Rezension.

12 Bewertungen, 2 Kommentare

  • dik1609

    19.04.2013, 10:38 Uhr von dik1609
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH. Würde mich über Gegenlesungen freuen.

  • Golf1Susy

    18.04.2013, 21:53 Uhr von Golf1Susy
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH & einen schönen Abend. LG Susy