Troja (DVD) Testbericht

D
Troja-dvd-historienfilm
ab 3,64
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Erfahrungsbericht von dreamweb

Leider nur der übliche Hollywood-Kitsch

Pro:

gute Grundgeschichte, sehr gute Bild- und Tonqualität, Extras vorhanden

Kontra:

Story unglaubwürdig, mittelmäßige schauspielerische Leistung, Extras sind nicht besonders

Empfehlung:

Nein

Von dem Film Troja hatte ich mir einiges erwartet, auch wenn mich einige Kritiken dazu stutzig gemacht haben. Aber Miara ist eben ein Mensch, der großen Wert auf eigene Erfahrungen legt. Und manchmal gefallen mir auch Filme, die als Flop oder nicht so gut bezeichnet werden. Als dann gestern die DVD Troja genz neu in die Videothek kam, habe ich mir diese auch direkt ausgeliehen. Heute möchte ich den Film Troja auf 2 DVDs hier vorstellen.


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INHALT
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Die Geschichte von Troja ist schon sehr alt und hat mich von Kind an schon fasziniert. Allerdings sollte man diese Geschichte besser vergessen, wenn man sich die amerikanische Troja-Verfilmung hier ansieht.

Der trojanische Prinz Paris verliebt sich bei einem Besuch in Sparta in die schöne Helena. Dass Helena verheiratet ist, interessieren ihn und die schöne junge Frau nur wenig. Denn Helena begleitet heimlich ihren Geliebten Paris auf sein Schiff und so beginnt das Unglück. Helenas Ehemann ist der Bruder des Herrschers von Sparta. Und Sparta war zu der Zeit ein sehr mächtiges Reich. Die Spartaner warteten schon seit langem darauf, auch Troja einzunehmen bzw. in das Spartanische Reich zu integrieren. Und so verfolgt der grieschiche Herrscher Spartas zusammen mit seinem rachsüchtigem Bruder und einer riesigen Flotte das Schiff der Trojaner.

Während dessen erfährt auch der große Kämpfe Achilles von dem bevorstehenden Kampf. Der junge Mann, der auch jetzt schon einen großen Ruhm als Kämpfer hat, möchte nur eines. Seinen Ruhm noch erhöhen, so dass auch noch in tausend Jahren seiner Gedacht wird. Und so macht sich Achilles zusammen mit seiner Kampftruppe auf nach Troja, um die Angreifer aus Sparta dort zu unterstützen.

Troja ist eine Stadt, die über eine riesige Mauer vor Feinden geschützt ist. Allerdings sind die Trojaner auch ein stolzes und sich ihrer Ehre bewußt, von Ausnahmen mal abgesehen. Und so kommt es schnell zu einer Konfrontation zwischen den beiden gegnerischen Heeren. Der schöne Paris hat die Idee, den Kampf zu beenden und durch einen Zweikampf zu entscheiden, wer jetzt die "untreue" Helena bekommt. Der Sieger bekommt die Frau und der Kampf um Troja ist beendet, so ist die Idee des jungen und etwas naiven Prinzen. Allerdings weiß er nicht, dass seine Entführung der Helena nur der Vorwand für die Griechen war, endlich auch Troja unter ihre Kontrolle zu bekommen oder zu vernichten. Es kommt zu dem Zweikampf auf Leben und Tod, auch wenn von Seite der Spartaner schon klar ist, dass man so oder so Troja angreifen will. Aber damit die Rachegelüste des betrogenen Ehemannes gestillt werden, der dem jungen Prinzen hoch überlegen ist, stimmt man dem Zweikampf zu. Es kommt, wie zu erwarten ist. Der junge und unerfahrene Paris hat keine Chance gegen den Kämpfer aus Sparta. Allerdings vergißt er auch alles, was mit Ehre zu tun hat und flieht vor dem Spartaner, als dieser ihm den "Gnadenstoß" geben will. Und so kriecht er gerade vor die Füße seines tapferen Bruders Hektor, der im Gegensatz zu ihm weiß, was Mut und Ehre ist. Dennoch läßt Hektor nicht zu, dass sein Bruder jetzt noch von dem Spartaner getötet wird. Statt dessen durchbohrt er ihn mit einer Waffe.

Den Trojanern unter der Führung von Hektor gelingt die Flucht in das gesicherte Troja, während die Spartaner jetzt noch mehr auf Rache sinnen. Achilles hat sich bisher weit gehend aus dem Geschehen heraus gehalten. Bei einem Zusammentreffen mit Hektor verschonte er diesen sogar, da es für ihn keine Ehre bedeutete, ihn jetzt zu töten. In dem von den seinen Leuten zerstörten Tempel, in dem die beiden zusammentreffen, wurden sämtliche Menschen getötet, die meisten wehrloste Priester oder Priesterinnen. Eine der Priesterinnen aber ist noch am Leben. Sie stellt sich als eine Trojanerin von Königlichem Blut - die Cousine Hektors - heraus. Achilles nimmt sie als Gefangene mit, tut ihr aber nichts an. Er interessiert sich für diese mutige junge Frau, die ihr Leben den Göttern gewidmet hat. Leider denkt da König Agamemnon anders. Er nimmt die junge Frau Achilles fort (einfach so!) und hat vor, sie als Sklavin zu halten.

Nach einer mutigen Tat in der Schlacht erhält Achilles allerdings die schöne Briseis, so heißt die Priesterin, wieder zurück. Der Held verliebt sich in die schöne junge Frau und diese auch in Achilles. Achilles beschließt schließlich, sich aus dem Krieg zwischen Sparta und Troja herauszuhalten. Leider hat da sein heißblütiger Cousin andere Pläne. Getarnt als Achilles (in dessen Rüstung) führt er Achilles Männer in die Schlacht gegen Troja. Leider ist auch diese Schlacht nicht siegreich für die Spartaner. Zudem hält der gute Kämpfer Achilles Cousin auch für diesen selbst und in einem Zweikampf besiegt er seinen Gegner auch sehr schnell. Wie damals üblich, gibt er dem Gegner den Todesstoß mit der Waffe.

Achilles erfährt erst im Morgengrauen, als seine Männer von der Schlacht zurück kehren, von dem Tod seines Cousins. Die Rache ist stärker als alle anderen Gefühle des jungen Mannes und beschließt er, die Trojaner - insbesondere Hektor - zu besiegen. Das Unglück über die Stadt Troja nimmt seinen Lauf.....


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SCHAUSPIELER/REGIE
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Wie immer in letzter Zeit, stelle ich hier auch wieder wichtige Schauspieler und den Regisseur des Filmes vor.

1. REGIE

Wolfgang Petersen
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Filme: Das Boot, Enemy Mine - Geliebter Feind, Einer von uns beiden, Air Force One u.v.m.

2. SCHAUSPIELER

Brad Pitt
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Filme: 12 Monkeys, Cool World, Fight Club, Interview mit einem Vampir, Legenden der Leidenschaft, Rondevouz mit Joe Black u.v.m.


Orlando Bloom
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Filme: Fluch der Karibik, Der Herr der Ringe, Gesetzlos - Die Geschichte des Ned Kelly u.v.m.


Diane Krüger
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Troja


Eric Bana
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Black Hawk Down, Chopper, Hulk, The Nugget, Troja


Peter O'Toole
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Filme: Lawrence von Arabien, Wie klaut man eine Millionen?, Die Bibel, Das Wiegenlied der Verdammten, Caligula, Der letzte Kaiser u.v.m.


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MEINUNG ZUM FILM
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Lange hat mich ein Film nicht mehr so enttäuscht wie es bei diesem Monumental-Werk über Troja der Fall war. Etwas Ähnlichkeit mit der wahren Geschichte hätte ich mir doch erwähnt. Klar, es gibt Ähnlichkeiten. Es gibt ein trojanisches Pferd, den Kampf zwischen Troja und Sparta und viele Kämpfe. Aber das Besondere an der Geschichte Trojas wird hier in eine plumpe Rachestory eines Überhelden und in eine am Rande existierende Love Story abgeflacht. Ja, so kenne ich Hollywood, allerdings war ich der Ansicht, dass das die alten Zeiten Hollywoods waren. Troja hat mich besseren belehrt.

Troja in dieser Verfilmung ist wohl nur interessant für Menschen, die sich nicht an der recht flachen Geschichte stören und die auf Massen-Metzeleien stehen. Ich habe rein gar nichts gegen gute Kämpfe. Es gibt auch Filme, in denen Kämpfe zwischen Armeen gezeigt werden, die mir gefallen haben. Aber hier wird alles zu sehr auf wirre Kämpfe konzentriert, in denen man manchmal den Überblick verliert, wer jetzt von welcher Armee ist. Auf alle Fälle ging es mir hier so. Gerade Agamemnon, Achilles, Paris und auch Hektor waren immer erkennbar. Von der einen Szene mal abgesehen, als sich der frühreife Junge in Achilles Rüstung als dieser tarnt, um so doch in den Kampf um Troja eingreifen zu können. Da man aber auf der anderen Seite wußte, dass sich Achilles mit Briseis in seinem Zelt vergnügte, war diese Szene ihn auch kämpfen zu sehen, etwas irritierend. An der Kampfweise merkte man allerdings schnell, dass es sich nicht um den Superhelden handelte.

Vielleicht etwas zum Begriff Superhelden. Klar, Achilles war ein berühmter Kämpfer und auch ein Held. Aber hier wird er extrem heldenhaft, eben als Superheld (vielleicht ein Verwandter von Superman?) dargestellt. Edel ist er, jedenfalls solange nicht sein Cousin im Kampf - sogar einem ehrenhaften Zweikampf - getötet wird. Bei ihm wurde alles hervor gehoben. Er hat mit die beste und auffälligste Rüstung und ist einfach perfekt, wenn er kämpft. So zeigt auch der meiner Ansicht nach wesentlich glaubwürdig dargestellte Hektor direkt fest, gegen diesen Mann keinerlei Chance zu haben.

Insgesamt weist die Geschichte meiner Meinung nach viele Logikfehler und unrealistische Sprünge auf. Dabei tröstet mich auch die schöne, wenn auch unrealistische Kulisse hin. Wie später in der Dokumentation erklärt wird, hat man die Echtheit gegenüber einer höheren Publikumswirksamkeit fallen gelassen. Und so ist Troja zwar extrem prunkvoll aber eben auch nicht gerade realitätsnah.

Besonders unlogisch ist aber hier im Film die Handlung der Trojaner. Da lassen die Feinde am Strand ein riesiges Holzpferd zurück (nein, hier wurde nichts von den Spartanern verkündet, wozu). Und die Trojaner denken sich einfach, dass es eine Huldigung an ihren Gott ist. Und was machen sie dann? Sie schleppen dieses von Feinden erbaute unbekannte Werk in ihre Festung Troja. Wo bleibt da der eigentliche Sinn? Welcher logisch denkende Mensch würde sich ohne Grund so ein Werk des Feindes in die eigene Stadt schleppen? Miaras Verständnis stößt hier an ihre Grenzen. Liebe Filmmacher, warum habt ihr hier nicht ein wenig auf die Geschichte geachtet und das wenigstens hier als richtige Grundlage genommen? Zudem, ehe ich das vergesse, liegen um dieses Werk alles tote Spartaner herum. Und die sind - nach Aussage der Trojaner die sie sehen, alle an der Pest gestorben. Ja, das ist doch noch ein Grund dieses Werk der Spartaner nach Troja zu schleppen. Aber vielleicht waren die Männer ja ihres Lebens überdrüssig und wollten die Pest nach Troja holen? Wenn verpestete Menschen so ein Holzpferd bauen erhöht das doch noch die Krankheitsmöglichkeit.... (entschuldigt meine Ironie, aber manchmal überkommt mich so etwas!)

Ein Lichtblick des Filmes Troja sind allerdings der insgesamt gute Sound und die schönen Aufnahmen, die man hier zu sehen bekommt, wenn mal Pausen zwischen den Massenabschlachtungen gemacht werden. Leider sind das nur sehr, sehr wenige. Und der schöne Sound wird auch von einer eigentümlichen weiblichen Stimme unterbrochen, die anscheinend in der nächsten Minute aufheulen will. Ich mag mystische Musik, aber diese Trauer-Frauenstimme ist nicht mystisch sondern nur nervend.


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Meinung zu den Schaupielern
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Insgesamt stört mich an der in Hollywood-Manier verkitschten Handlung, dass man nicht größeren Wert auf die Charaktäre gelegt hat. Einige Personen sind so unglaubwürdig, da schüttle ich jetzt noch - einen Tag nach Anschauen des Filmes - meinen Kopf drüber. Das beste Beispiel ist hier Paris. Paris war bekannt dafür, dass er gut ausgesehen hat. Hier ist er eher als flacher Schönling zu bezeichnen. Er handelt vollkommen irrational. Erst entführt er eine verheiratete Ehefrau und ist dann entsetzt, dass sich der Ehemann dieses nicht einfach bieten lassen will. Dann hat er die mutige Idee zu einem Zweikampf mit dem ihm überlegenen Mann. Als er unterliegt erweist er sich als extremer Feigling, was er dann auch später seiner Geliebten gegenüber zugibt. Kurze Zeit später ist er dann plötzlich ein kühl denkender und tapferer Mann, der alles tut, um die Seinigen zu retten. Seine Entwicklung ist vollkommen unglaubwürdig. Es sei denn, es handle sich um einen Schizophrenen Menschen und so wird er nicht dargestellt.

Brad Pitt als der Held Achilles hat mich hier ebenfalls nicht überzeugt. Und dabei liebe ich Brad Pitt. Allerdings verkörpert er hier den Helden meiner Ansicht nach nciht sehr realistisch. Er wirkt verkehrt in der Rolle. Schön anzusehen ist er ja - wenn man Bras Pitt mag - aber den Krieger hier verkörpert er nicht sehr gelungen. Dennoch ist fast alles im Film auf ihn abgeschnitten.

Äuerst Hollywood-Mäßig ist auch die Liebe zwischen Achilles und der Trojanerin Briseis. Ja, das kenne ich so von Hollywood. Frauen sind wankelmütig und sagen immer nein, wenn sie ja meinen. Genau das präsentiert uns hier die hübsche Trojanerin Briseis. Klar, wenn man einen Mann so haßt, dass man ihm das Messer an die Kehle legt um diese durchzuschneiden. Klar ist es dann normal, dass eine Frau das bei einem so hübsch aussehenden Mann doch nicht tut sondern im nächsten Moment mit ihm im Bett landet und man eine erotisch-sexuelle Szene zu sehen bekommt. Ich glaube, so stellen sich Männer oft Frauen vor. Sorry, aber wer seinen Feind haßt, der steigt nicht im nächsten Moment mit dem ins Bett. Zwang kam hier übrigens keiner vor.

Auf dass ich meine Leser jetzt nicht zu sehr mit meiner Maulerei/Kritik über den Film nerve. Es gibt auch Sachen, die mir gefallen haben. Aber irgendwie paßten sie nicht zum Schema dieser Hollywood-Story. Positiv - sowohl von der Figur als auch von der Handlung waren hier in erster Linie zwei Trojaner. Hektor habe ich schon eben erwähnt. Im Gegensatz zu Brad Pitt paßt hier der Schauspieler auch zur Rolle. Denn Hektor sieht nicht nur wie ein Kämpfer aus, er erweist sich auch im Film nicht nur als guter liebevoller Familienvater sondern auch als äußerst ehrenhafter Kämpfer. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich mit ihm am meisten identifizieren können.

Äußerst gut hat aber auch Peter O'Tool den Trojanischen König Priamos. Ihm glaubt man wirklich die Rolle des Königs. Und im Gegensatz zu seinem Gegner wirkt er auch königlich. Obwohl er eher eine Nebenrolle in dem Film hat, ist er ein Lichtblick neben Hektor.

Besonders aufgeregt habe ich mich aber über die Helena, die hier durch die Deutsche Schauspielerin Diane Krüger gespielt wird. Außer einem hübschen Aussehen bringt sie nicht viel zum Film bei. Meistens schaut sie nur entsetzt oder überrascht und das wenige, was sie sagt, das kann man auch vergessen. Wohl aus gutem Grund habe ich bisher noch nichts von dieser Dame gehört, die hier das Bild der "Dummen Blondine" perfekt verkörpert. Schade, sage ich hier nur.

Die einzige Frau, die wenigstens etwas Format aufweist ist Briseis, aber auch ihre Rolle weist ja einige Schwächen auf, die ich eben schon genannt habe. Ja, diese Frauen. Das Weltbild der Machos wird von Troja wohl wieder aufgehellt. Wer hier eine Rolle spielt, das sind die Männer. Und so dominieren eben die Kämpfe, die meistens wenig Niveau aufweisen.

Etwas mehr Mühe hätte man sich auch hinsichtlich der Menschen selbst machen können. Zumindestens bei den Statisten hätte man auch auf dunkelhäutige Personen zugreifen sollen. So wirkt der Film sehr europäisch bzw. weiß-amerikanisch. Viele der Personen wirken nicht griechisch bzw. nicht authentisch. Ich glaube persönlich, dass man in Amerika genug Möglichkeiten gehabt hätte, hier auch auf etwas mehr Realismus zu achten und eben auch dunkelhäutigen Personen griechischen Typus mehr in den Film einzubinden. Klar gibt es auch ein paar Blonde Griechen, aber doch nicht so übermäßig wie in diesem Film. Da wurde in älteren Verfilmungen von Werken in dieser Gegend wesentlich mehr drauf geachtet.

Die Effekte sind insgesamt sehr gelungen und passen meistens auch. Negativ aufgefallen ist mir auf Anhieb die Schiffs-Flotte. Sie wirkte irgendwie unecht. Hier wären vielleicht ein paar echte Schiffe sinnvoller gewesen als diese Computeranimation. Ich weiß selbst nicht, woran es liegt, aber die Schiffe wirken unecht, verkehrt. Entweder ist die Animation schlecht gemacht oder aber in bestimmten Situationen wirkt doch Echtes besser. Ich glaube, die Schiffe wirkten zu einheitlich, zu ähnlich. Aber manchmal ist es eben so, dass einem etwas störendes auffällt, man es aber doch nicht direkt identifizieren kann, woran das liegt.

Insgesamt war Troja für mich ein ziemlich enttäuschender Film. Vielleicht hatte ich mir auch nur etwas mehr von der Verfilmung einer so guten alten Geschichte versprochen und nicht mit so vielen Hollywood-Abänderungen gerechnet. Wenn ich es so Recht bedenke, ist Troja der erste Wolfgang Petersen Film, den ich nicht empfehlen kann. Der Film ist mir zu kitschig und eine Schande, wenn man sich mit dem Thema Troja beschäftigt hat.


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MEINUNG ZUR DVD 1
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1. Allgemein
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Die DVD Eins mit dem Hauptfilm Troja startet mit einem animierten Menü. Man zeigt hier abwechselnd die Schiffsflotte und einige andere Bilder aus dem Film. Optisch ist das Hauptmenü ein Genuss. Als störend empfinde ich es aber, dass man die Menü/Auswahlpunkte heir suchen muss. Zum einen ist die Farbe nicht so kontrastreich, dass man die Schrift auf diese Art leicht entdeckt. Zum anderen ist die Schrift auch sehr klein geraten. Negativ finde ich auch, dass man hier noch nicht mal eine Minute Zeit hat, sich in Ruhe einen der Menüpunkte auszusuchen. Denn wenn man hier nicht schnell genug einen der Auswahlpunkte anklickt, beginnt schon der Film. So schnell ging das noch bei keiner DVD, das ist wirklich störend.

Angeboten werden die Menüpunkte: Film starten - Szenenanwahl - Sprachen.

Im Unterpunkt mit den Sprachen befinden sich auch die Untertitel.

An Sprachen wird Deutsch und Englisch jeweils in Dolby Digital 5.1 angeboten. Untertitel gibt es in Englisch, in Deutsch, sowie Englisch und Deutsch jeweils für Hörgeschädigte. Ich finde das etwas befremdend, zudem ja auf der Extra-DVD mit den Zusätzen wesentlich mehr Untertitel angeboten werden.


2. Bild und Ton
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Optimal verwirklicht wurden hier sowohl Bild und Ton. Schon von Anfang an hat man ein perfektes Surround-Vergnügen. Bei dem Dolby-Digital Surround hat man sich äußerst viel Mühe gegeben. Der Klang ist durchgängig als optimal zu bezeichnen. Selbst wenn sich Personen im Film unterhalten, bekommt man genau mit, wer jetzt Rechts und wer Links oder in der Mitte steht. Die Bildqualität hat mir ebenfalls äußerst gut gefallen. Die Farben kommen sehr gut heraus, was besonders bei dem Pomp bzw. dem auffallenden Troja sehr gut erkennbar ist. Das Breitbildformat ist optimal für meinen Fernseher und bietet mir somit einen noch höheren Genuss. Auf einem 4:3 Fernseher habe ich mir Troja allerdings nicht angesehen.


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MEINUNG ZUR DVD 2 - EXTRAS
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Vermutlich hat man die Extras für Troja auf eine zweite DVD gepackt, da der Film an sich schon relativ lange läuft. Hier möchte ich die Extras vorstellen und meine Meinung dazu sagen.

Die Extra DVD von Troja startet mit einem Teilanimierten Menü. Das bedeutet, dass erst eine kurze Animation kommt, das Bild anschließend aber eingefroren stehen bleibt. Während des Hauptmenüs, das auch hier geboten wird, erklingt eine Melodie aus dem Film. Diese ist generell nicht schlecht, wurde aber so knapp hier gehalten, dass die Musik nach kurzer Zeit schon nervt, so dass man sich schnell einen der Menpunkte auswählt.

Auswählbar sind hier:

- Im Eifer des Gefechts
- Von Ruinen zur Realität
- Troja: Eine Odyssee der Effekte
- Galerie der Götter
- US-Kinotrailer

- Sprachen

Als Sprache kann man hier nur Englisch auswählen. Dafür gibt es aber diverse Auswahlmöglichkeiten für Untertitel. Alles, was im Film besprochen wird, wird dann mit Untertiteln der hier ausgewählten Sprache versehen. Zumindestens bei Deutsch funktioniert das auch. Wählbar sind hier: Englisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch, Isländisch und Griechisch.

Jetzt aber zu den eigentlichen Extras:
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Im Eifer des Gefechts
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Hier gibt es ein längeres Making Of zu den vielen Kampfszenen. Dabei kommen viele der Schauspieler aber auch der Regisseur zu Wort. Meiner Ansicht nach hätte man diesen Part auch interessanter gestalten können. Aber ich war schon im Film von dem teilweisen wirren Kampf-Gemetzel enttäuscht und so konnte ich auch diesem Feature nichts abgewinnen. Besonders interessant ist dieses Feature nicht gestaltet, die Sachlichkeit der Präsentation wirkt auf Dauer schon belastend, so dass man hier schon ein großes Interesse für die Effekte oder ein gutes Durchhaltevermögen haben muss, um sich diesen Part zu Ende anzusehen.

Von Ruinen zur Realität
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In dieser Dokumentation geht es darum, wie man sich die Vorstellungen über Troja hier als Grundlage genommen hat, um ein "echtes Troja" lebendig werden zu lassen. Interessant finde ich hier, dass man sogar auf Heinrich Schliemann eingeht und einiges aus seinen Erzählungen als Grundlage verwendet hat. Der Beitrag über Heinrich Schliemann war sehr interessant. Wie auch in dem ersten Teil werden hier aber auch viele der Kämpfe gezeigt, anstatt man sich mehr auf die Stadt und Umgebung konzentriert. Dennoch erfährt man hier einige interessante Hintergründe. Zugegeben wird hier auch, dass man aus optischen/publikumswirksamen Gründen die Umgebung Trojas extra auffälliger und protziger gestaltet hat, als es in Wirklichkeit der Fall war. Gezeigt bekommt man hier viele Szenen, in denen die Stadt bzw. einige Kunstwerke entstehen. Aber leider ist alles extrem sachlich und teilweise auch langweilig aufgebaut.

Troja: Eine Odyssee der Effekte
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Komme ich mal zu dem dritten Feature, das mich hoffentlich für die anderen beiden Extras entschädigt. Toll, auch hier beginnt alles wieder mit den auf sich einprügelnden Soldaten. Aber dennoch gefällt mir dieses Feature noch am besten. Man erfährt, wie die Schiffsflotte erzeugt wurde. Insgesamt wurde hier mit einigen Computeranimationen gearbeitet, die hier auch anhand von Filmszenen erklärt werden. Aber auch hier geht man wieder sehr auf Details ein und so flachte mein Interesse doch sehr schnell ab. Und selbst hier wirken die computererzeugten Schiffe der Flotte einfach künstlich. Generell wird davon erzählt, wie schwer es war, die Filmszenen zu schaffen und einiges der verwendeten Technik gezeigt. Als Odyssee der Effekte würde ich diesen Part aber auch nicht bezeichnen.

Galerie der Götter
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Endlich ein Feature, das auch ansprechend war. Man kann sich hier mittels des Cursers einen Gott anhand verschiedener Statuen aussuchen und erhält dann erläuterungen zu diesem Gott.

US-Kinotrailer
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Wie meistens habe ich mir auch hier den Trailer zum Film angesehen. Der Trailer verspricht meiner Ansicht nach mehr als der Film später dann bietet.


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Dass längere Specials auf einer DVD nicht unbedingt die besten sind, das hat mir die zweite DVD von Troja gezeigt. Hier hätte man vieles interessanter gestalten können und so das Interesse des Zuschauers auch fördern können. Obowhl alles optimal mit Untertiteln versehen sind, bin ich hier sehr wenig begeistert von den drei Specials, die eigentlich nur ein sehr langes in drei Teile unterteiltes Making Of sind. Bis auf den Part mit den Göttern fand ich die Specials eher enttäuschend bzw. mittelmäßig.

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DATEN
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Titel: Troja

Regie: Wolfgang Petersen

Schauspieler:
Orlando Bloom
Diane Krüger
Brad Pitt
Eric Bana
Peter O'Toole

Anbieter: Warner
Region-Code: 2
Bildformat(e): 2.40:1 (Anamorph)
Tonformat(e): Dolby Digital 5.1: Deutsch, Englisch
Untertitel: Englisch, Deutsch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Hebräisch, Finnisch, Deutsch (für Hörgeschädigte), Englisch (für Hörgeschädigte)
DVD-Typ: DVD9
Verpackung: Amaray
Special Features: - Dokumentationen : IM EIFER DES GEFECHTS: Analyse der aufwändigen Actionszenen
- Dokumentationen : TROJA - EINE ODYSSEE DER EFFEKTE: enthüllt die Geheimnisse der wunderbaren Spezial Effekte
- Dokumentationen : VON DEN RUINEN ZUR REALITÄT: erforscht die Geschichte hinter dem Produktions Design
- Fotogalerie : Galerie der Götter: animierter 3D- Führer in die griechischen Mythen
- Trailer : US Kinotrailer

Preis: Euro 19,99 bei Amazon


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FAZIT
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Troja ist für mich persönlich eine Enttäuschung gewesen. Trotz einer sehr schönen Kulisse und einer guten Grundgeschichte war mir der Film zu typisch Hollywood-Kitschig. Die DVD weist zwar eine äußerst gute Bild- und Tonqualität auf, aber auch die Extra DVD hat nicht meinen Erwartungen entsprochen. Zum Einmal ansehen ist der Film ja in Ordnung, aber kaufen würde ich mir diese DVD auf keinen Fall. Für Menschen, die weniger Wert auf Niveau als auf viele Kampfszenen legen, wird der Film wohl eher geeignet sein als für mich persönlich.

Liebe Grüße an alle Leser - Miara

37 Bewertungen, 2 Kommentare

  • melle7484

    11.10.2004, 18:48 Uhr von melle7484
    Bewertung: sehr hilfreich

    Guter bericht! Wer Brad Pitt mag, liebt den Film, ich aber nicht! Gruß Melle

  • redwomen

    17.09.2004, 20:32 Uhr von redwomen
    Bewertung: sehr hilfreich

    mal wieder ein gigantischer Bericht. Aber so weis ich jetzt wenigsten was ich mir NICHT unbedint ansehen muss. LG Maria