Troja (DVD) Testbericht

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Troja-dvd-historienfilm
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Erfahrungsbericht von JustOliver

Ein Film, der mich begeistert hat!

Pro:

Darsteller, Inszenierung

Kontra:

nix

Empfehlung:

Ja

Ab und an verschlägt es mich ja mal ins Kino. So auch in der letzten Woche, als ich mir diesen Film, der doch vor solch interessanten, mir aber weittgehend unbekanntem Hintergrund abspielt.

DIE STORY
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Zur Story des Films muss ja nicht allzu viel erzählt werden, da vielen die Grundzüge ja sicherlich bekannt sin. Nach einer kurzen Vorgeschichte, in der einiger der Hauptakteure, wie Achilles und Agamemnon vorgestellt werden, folgt der Einstieg in den wesentlichen Handlungsstrang. Hektor und Paris, die Prinzen von Troja sind am Hofe des Königs von Sparte, Menelaos. Sie feiern gemeinsam den Friedensschluss der beiden Völker, wobei Paris hierbei ein wenig zu weit geht und sich in die schöne Helena, die Frau Menelaos, verliebt. Die Liebe zwischen den beiden geht so weit, dass Paris die schöne Helena mit nach Troja nimmt. Somit nimmt das Unheil seinen Lauf, denn Menelaos sinnt nacht Rache für diese Blamage. Er bittet seinen Bruder, den mächtigen Agamemnon, um Hilfe, der hierdurch eine willkommene Chance sieht, endlich Troja zu erobern. Also versammelt er die Heerscharen seiner Könige um sich, um gegen Troja in den Krieg zu ziehen. Unter ihnen ist auch der eigenwillige Achilles, der weniger aus Treue zu seinem König in den Krieg zieht, als vielmehr zur Erlangung von Ruhm. Er ist es auch, der mit seinen Mannen die erste Schlacht gegen die Trojaner führt und in einer blutigen Schlacht die Küste Trojas erobert.
Um einen blutige Krieg zu vermeiden, fordert Paris Menelaos zum Duell. Hierbei memmt er jedoch rum und Hektor tötet Menelaos für ihn. Darauf hin beginnt der wütende Sturm der Krieger Agamemnons auf die Mauer von Troja, der jedoch durch die Bogenschützen Trojas abgewehrt wird. Achilles nimmt mit seinen Mannen an diesem Sturm auf Troja nicht teil, weil Agamemnon ihm eine Gefangene, in die er sich verliebt hat, weggenommen hat. Achilles Einstellung ändert sich erst, als Patroklos, sein Cousin, beim Sturm der Trojaner auf das Lager Agamemnons durch Hektor getötet wird. Achilles fährt vor die Tore Trojas und fordert Hektor zum Duell. Hektor wird getötet und Achilles schändet die Leiche vor den Augen des Königs von Troja und seiner Familie. Die Leiche nimmt er mit in sein Lager, in dem ihn in der nacht der König aufsucht und um die Herausgabe des Leichnams bittet. Achilles willigt ein und sichert einen Waffenstillstand während der mehrtägigen Trauerfeiern zu. Dies Zeit nutzen die Griechen zum Bau des Pferds, über dessen Verwendung wohl jeder Bescheid weiß, weshalb an dieser Stelle die Inhaltsangabe schließen soll.

DARSTELLER
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Nun, das sieht man doch das ein oder andere bekannte Gesicht. Da ist zunächst einmal eine der Hauptfiguren zu nennen. Brad Pitt spielt die Rolle des Achilles. Und hierbei handelt es sich um die erste brillante Besetzung, denn der arrogante und zugleich aufständige Charakter ist meines Erachtens Brad Pitt wie auf den Leib geschrieben. Eine weitere Klassebesetzung ist die Rolle des Paris. Zwar ist es keine große Rolle, Orlando Bloom mit seinen doch recht femininen Zügen spielt diese sehr gut. Zudem kommt durch das weiche Aussehen sehr gut die Rolle des Weicheis rüber. Eric Bana, der mir im Grunde unbekannt war, spielt die Rolle des kühnen Hektors, des Bruders von Paris. Er ist der Zweifler, der den Griechen den nötigen Respekt entgegenbringt und der den Krieg auch aus der Sicht des jungen Vaters sieht. Von daher rät er stets zur Vorsicht und macht sich Gedanken um Frau und Kind, ist jedoch gleichzeitig ein hervorragender Krieger. Obwohl ich ihn nicht kannte, muss ich sagen, dass er mir in der Rolle sehr gut gefallen hat.
Ein Genuss ist auch Peter O’ Toole in der Rolle des trojanischen Königs Priamos. Ein großer Schauspieler, der aber nicht aufgrund seines Könnens in dieser Rolle besticht sondern auch aufgrund seines inzwischen fortgeschrittenen Alters, das sein schauspielerisches Können in der Rolle nur unterstreicht. Von daher ist die Darstellung des alternden Königs durchweg glaubwürdig.
Viele weitere Darsteller erscheinen, die meisten jedoch zumeist in kleineren uninteressanten Rollen. Prinzipiell muss ich sagen, dass mir keine eklatante Fehlbesetzung aufgefallen ist, sondern dass alle ihr Figur gut vermittelt haben.

INSZENIERUNG
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Nun, was will man von einem Historiendrama erwarten? Sicherlich fantastische Festungen, sicherlich große Schlachten und sicherlich auch ein wenig Herz Schmerz. Und genau das bietet dieser Film. Und hierbei finde ich das auch alles durchweg beeindruckend umgesetzt. Ok, die Liebesgeschichten zu inszenieren dürfte das wenigste sein. Jedoch wird bei den anderen Dinge sehr sorgfältig gearbeitet. Was mich bei dem Film sehr beeindruckt hat, waren die sehr sorgsam eingesetzten Spezialeffekte. Beim 3. Teil der Herr der Ringe fand ich die Schlachten und viele andere Dinge einfach nur künstlich. Hier hingegen wirkt alles sehr sorgsam dosiert. Die Bilder der Festung von Sparta und Troja sind schlicht eindrucksvoll. Ob das animiert oder aufgebaut war, konnte ich nicht unbedingt feststellen. Die Heerscharen wirkten einfach nur eindrucksvoll. Hierbei wurde aus meiner Perspektive auch sehr sorgfältig mit den Mengenverhältnissen und Darstellungen umgegangen, so dass die Verhältnisse der Armeen zu einander glaubwürdig und nicht übertrieben wirkten. Und auch die Schlachten an sich waren sehr gut dargestellt, was meines Erachtens vor allem darauf zurück zu führen war, dass mehr Wert auf den Menschen gelegt wurde, als auf Tricktechnik. Hier fliegen keine Menschen durch die Luft, weil Reiter auf sie los gehen und man sieht wesentlich mehr das Duell Mann gegen Mann, als Computer gegen Computer. Das hat mir persönlich gefallen. Ich hatte, und das ist in Zeiten moderne Computeranimationen in letzter Zeit durchaus selten geworden, in keiner Szene das Gefühl, dass irgendeine peinliche Übertreibung vorhanden sei. Dies gilt fast auch für die diversen Liebeleien, die kaum kitschig und überzogen sind und die einzig in der letzten Szene von Achilles ein bisschen langatmig wirken, weil der Gute sich verdammt viel Zeit mit dem Sterben lässt.

MEIN EINDRUCK
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Nun, ich muss gestehen, dass ich geschichtlich relativ wenig vorbelastet war, denn ich kenne die diesem Film zu Grunde liegende Geschichte nicht genau. Von daher konnte ich mich einfach auf einen Film einlassen, der sich mit einem Thema, das mich durchaus interessiert, auseinandersetzt. Und ich persönlich war durchaus angetan. Denn sowohl die schauspielerischen Leistungen als auch die Art und Weise der Inszenierung fand ich sehr gelungen. Die Story ist durchaus ergreifend und packend und ich hab mich eigentlich während der gesamten Spieldauer nicht gelangweilt sondern war eher recht gebannt in meinen Sessel gedrückt. Und das finde ich bei einem Film, bei dem man aufgrund rudimentärer Vorkenntnisse ja schon weiß, wie er ausgeht, durchaus beachtenswert.
Sehr positiv ist mir der vorsichtige Einsatz der Tricktechnik aufgefallen, denn überzogene Tricks hätten schlicht nicht in diesen geschichtlichen Rahmen gepasst, so dass man hier genau das richtige Maß gefunden hat.

ALLGEMEINE DATEN
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Kinostart: 13.05.2004
Land: USA 2004
Originaltitel: Troy
Regie: Wolfgang Petersen
Darsteller: Brad Pitt, Peter O\'Toole, Brian Cox, Julie Christie, Eric Bana, Orlando Bloom, Diane Krüger
FSK: ab 12
Länge: ca. 160 Min.

FAZIT
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Ich hab mich bei dem Film prima unterhalten gefühlt. Die Handlung fand ich fesselnd, die Darsteller haben über weite Strecken überzeugt und auch die Inszenierung und die Kamerabilder fand ich sehr beeindruckend. Wie gesagt, ob es Abweichungen zum Original gibt, kann ich nicht beurteilen, wenn man hierzu jedoch keine Ahnung hat, denke ich, wartet mit Troja ein sehr gelungener Film auf den Zuschauer. Von daher kann ich den Film nur empfehlen.

41 Bewertungen, 2 Kommentare

  • hjid55

    03.06.2007, 19:08 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah

  • glowhand

    30.11.2005, 12:28 Uhr von glowhand
    Bewertung: sehr hilfreich

    guter bericht.