Ohne ein Wort (Taschenbuch) / Linwood Barclay Testbericht

ab 30,85
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Erfahrungsbericht von Paukenfrosch

Warum ?

Pro:

unheimlich spannende Story; stets steigende Spannung; erstklassiger Debütroman

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Heimgekehrt aus dem Urlaub war natürlich erstmal Wäsche waschen angesagt. Doch kaum waren alle Kleider wieder ordentlich im Schrank, griff ich mir eines meiner vor kurzem gekauften Bücher und fing an zu lesen. Meine Wahl fiel auf den Psychothriller:

"Ohne ein Wort"

von
Linwood Barclay

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Allgemeine Fakten zum Buch
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Der Psychothriller "Ohne ein Wort" von Linwood Barclay erschien im Juni 2007 unter der ISBN 978-3548267432 beim Ullstein Verlag. Es handelt sich hierbei um eine 492-seitige Taschenbuchausgabe, die 8,95 € kostet.

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Der Autor
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Linwood Barclay ist ein bisher noch recht unbekannter kanadischer Autor, der 1977 seinen Abschluß in Literaturwissenschaften an der Trent University in Ontario machte. Er arbeitete danach lange als Journalist und Redner.

Er lebt heute mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in der Nähe von Ontario.

"Ohne ein Wort" ist sein erster Psychothriller. Man darf auf weitere hoffen…

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Klappentext
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"Ich wollte, Ihr wärt tot!"
Das wünscht die 14-jährige Cynthia ihren Eltern. Als sie am nächsten Tag aufwacht, sind ihr Vater und ihre Mutter verschwunden. Auch ihr Bruder ist weg. Spurlos. Ohne ein Wort. Kein Hinweis, keine Nachricht bleiben für Cynthia zurück. Erst 25 Jahre später, als sie selbst eine Familie hat, tauchen geheimnisvolle Hinweise aus ihrer Vergangenheit auf. Mysteriös, gefährlich, tödlich - etwas Böses kehrt zurück.

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Kaufgrund
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Mir fiel dieses Buch beim Stöbern zufällig in die Hände. Aufgefallen ist mir zuerst das Cover, welches in schwarz gehalten ist, von dem jedoch in glänzendem Weiß und in erhabenen Lettern der Titel des Thrillers zu lesen ist. Innerhalb dieser Buchstaben sind ein Frau, ein Mann und ein Kind schematisch dargestellt. Das paßt zum rückseitigen Klappentext, der verrät, daß Cynthia´s Eltern und ihr Bruder von einem Moment auf den anderen verschwanden.

Der Psychothriller soll nun die Antwort auf die Frage geben, was in jener Nacht mit Cynthia´s Familie geschah, die "Ohne ein Wort" verschwand. Vorab sei angemerkt, daß es sich hierbei nicht um eine Entführung durch Außerirdische handelt.

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Inhalt & Meinung
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Mai 1982.
Cynthia, ein ganz normaler und deswegen auch teilweise rebellischer Teenager, erwacht in ihrem Elternhaus und es ist still. Zu still. Denn sie ist allein zu Haus. Wo nur sind ihre Eltern und ihr Bruder? Anfangs flüchtet sie sich noch in vage Vermutungen, doch am Nachmittag steht es auch für die Polizei fest: alle drei Personen sind spurlos verschwunden und es gibt keinerlei Anzeichen dafür, was geschehen sein könnte.

25 Jahre später.
Cynthia, die bei ihrer einzigen Verwandten, Tante Tess, aufgewachsen ist, ist nun erwachsen. Sie ist verheiratet und hat eine 8jährige Tochter Grace. Aus der Sicht ihres Mannes Terry, werden alle folgenden Geschehnisse erzählt. Und es werden derer viele sein, denn Cynthia will durch eine TV-Show auf ihr Schicksal aufmerksam machen und nun endlich Antworten haben, auf die vielen Fragen, die sie seit Ewigkeiten quälen.

Bereits auf den ersten Seiten ist man von dem Buch gefesselt. Der kurze Prolog schließt unmittelbar an den Klappentext an, so daß man auch keine Startschwierigkeiten beim Lesen dieses Thrillers hat. Das Schicksal der damals 14jährigen berührt einen zutiefst und deshalb will man als Leser nun auch Antworten haben, die Cynthias Schicksal erklären.

Wie ein gutdurchdachtes Puzzelspiel hat Linwood Barclay seinen Thriller aufgebaut. Stückchenweise liefert er vage Vermutungen, berichtet aus dem derzeitigen Leben Cynthias und schweift immer wieder zur Nacht des Geschehens zurück. Die große Frage, die sich natürlich stellt: Leben Cynthias Familienmitglieder noch oder sind sie tot? Diese Frage treibt einen beim Lesen natürlich besonders voran.

Nachdem die TV-Sendung erfolglos bleibt, engagieren Cynthia und ihr Mann einen Privatdetektiven, der unter anderem Nachforschungen über Vince Fleming anstellt, mit dem Cynthia in jener Nacht ein Rendevouz hatte, welches zum Streit mit ihrem Vater führte. Dieser Vince kann derzeit auf eine beachtliche Karriere zurückblicken und zwar auf eine kriminelle. Statt Antworten gibt es aber nur weitere Morde > der Detektiv wird erschlagen in seinem Auto aufgefunden und Tante Tess wird erstochen.

Cynthia ist mit ihren Nerven am Ende, fühlt sich wegen weiterer diverser unerklärlicher Vorkommnisse von ihrem Mann unverstanden und beschließt, zusammen mit ihrer Tochter für einige Zeit fortzugehen. Jetzt wird Terry aktiv und begibt sich in die Höhle des Löwen: er sucht Vince auf.

Puh! Die Spannungsspirale dreht sich immer enger auf einen ungewissen Punkt hin zu. Jedes der 50 Kapitel endet so, daß man einfach weiterlesen muß. Immer wieder streut Linwood Barclay neue brisante Informationen in die bereits ohnehin schon äußerst spannungsgeladene Geschichte. Diese Informationen sind zwar keine Antworten auf bestimmte Fragen, doch sie erklären einiges, was jedoch nur zu neuen Fragen führt. Vorhersehbar ist dieser Thriller somit keineswegs. Das Ende wird einen erschüttern, denn auch wenn Cynthia letztendlich erfahren wird, was mit ihrer Familie geschehen ist bzw warum sie sie allein gelassen haben. Doch auch wenn dieses Schicksal geklärt ist, bleibt die Frage nach dem Mörder von Tante Tess und dem Detektiven.

Und so ist dieser Thriller brilliant gestrickt, raubt einem den Atem von der ersten bis zur letzten Seite. Kurze Kapitel und ein sehr angenehmer Schreibstil machen das Lesen zur wahren Freude. Erwähnenswert ist hierbei vielleicht auch, daß es immer wieder Kapitel in anderer Schriftart gibt, wo es um Gespräche zwischen einem Mann und einer Frau geht, die nicht beim Namen genannt werden, die jedoch erahnen lassen, um wen es sich handeln könnte. Doch sei von mir angemerkt: Beim Lesen kann man sehr wohl mitdenken und versuchen, das WER und WARUM zu ergründen, aber glaubt es mir: Ihr werdet in die falsche Richtung denken.

Mich hat dieser Thriller absolut und rundum begeistert. Nicht eine einzige Stelle, die gelangweilt hätte. Nicht eine einzige Ungereimtheit ist zu finden. Der Thriller ist einfach nur genial und läßt sich hintereinanderweg an einem einzigen Tag lesen, weil man gar nicht anders kann. Linwood Barclay beweist mit seinem Debütroman unglaubliches Schreibtalent, so daß man nur hoffen kann, daß er weitere schreiben wird…

5 Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung!


( Mein Bericht erschien bereits auf Ciao am 19. August 2007 )

21 Bewertungen, 7 Kommentare

  • Mondlicht1957

    16.09.2007, 23:12 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Pet

  • Clarinetta2

    09.09.2007, 16:33 Uhr von Clarinetta2
    Bewertung: sehr hilfreich

    klasse beschrieben

  • anonym

    26.08.2007, 16:39 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr Hilfreich :-)

  • Puppekaa

    25.08.2007, 19:23 Uhr von Puppekaa
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr schön - LG Karsta

  • gerrhosaurus1978

    25.08.2007, 19:16 Uhr von gerrhosaurus1978
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG, Daniela

  • Kleinesengli

    25.08.2007, 15:34 Uhr von Kleinesengli
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lieben Gruß, von mir ein sh Nadja

  • freshmaik

    25.08.2007, 12:31 Uhr von freshmaik
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein Bild von dem auffälligen Cover wär noch toll, aber sonst top Bericht