Thailand- immer eine Reise wert Testbericht

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Erfahrungsbericht von Leo21

Thailand- eine super Destination

Pro:

vielfältig, günstig, saubere Unterkünfte, sehr schöne Strände, leckeres Essen

Kontra:

es gibt natürlich Abzocker, aber da sollte man sich im Vorfeld genügend informieren!

Empfehlung:

Nein

Endlich habe ich es getan. Im Sommer war ich mit zwei Freundinnen 4 Wochen in Thailand – ein tolles Erlebnis an dem ich euch gerne mit einem kleinen Erfahrungsbericht teilhaben lasse! Leider waren wir nicht im Inland von Thailands, das sehr viel kulturelle Sehenswürdigkeiten, schöne Nationalparks und viele bezaubernde Landschaften gibt. Wir wollten lieber die Küste unsicher machen.

Den Flug hatten wir schon einige Monate vor Abflug bei LTU gebucht. Bei dieser Airline hatten wir im Internet den billigsten Flug gefunden: für 608 Euro von Frankfurt nach Bangkok und zurück, jeweils ohne Zwischenstopp oder Umstiegen - kein schlechter Preis. Es sollte aber klar sein, dass LTU nicht die beste Wahl für einen guten 10 Stunden Flug ist! Wer bei Emirates eine billigen Flug ergattern kann, sollte sich lieber dafür entscheiden. Der Service ist bei LTU nicht besonders gut, Alkohol ist nicht im Preis inklusive (und wer gönnt sich nicht gerne beim Reiseauftakt ein kleines Gläschen Wein?), Filme gab es gerade mal zwei, wobei es auch keine eigenen Bildschirme für die Passagiere in den Vordersitzen war, wie es beispielsweise bei Emirates normalerweise der Fall ist.

Am 7. August kamen wir früh morgens in Bangkok an. Obwohl ja auch zu Hause Sommer herrschte, erschlug uns die Hitze im ersten Moment! Es ist unglaublich schwül in der „Stadt der Engel“, auch wenn man in der Regenzeit (Juli bis September), der angeblich kühlen Jahreszeit, dort ankommt. Abgeschreckt durch die Reiseführer, die Bangkok immer als unglaublich hässlich und dreckig darstellen, war ich eigentlich positiv überrascht. Allein auf der Fahrt vom Flughafen in die Stadt konnte ich mich über die Vegetation begeistern und auch die Stadt selbst, eine richtige Großstadt mit Hochhäusern, wahnsinnigem Verkehr, vollen Straßen, hunderten von Tuk Tuks (Mini-Taxis auf drei Rädern), der Khao San Road (sehr touristisch, aber ein Einkaufs-Paradies), den Essenständen haute mich um!
Zwei Tage verbrachten wir hier, um die diversen Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Ein Muss für jeden Touristen ist China-Town, mit den tollen Märkten, dem geschäftigem Trubel, dem abwechslungsreichen Essen. Wirklich sehenswert ist auch der Königspalast, eine riesige Anlage mit buddhistischen Tempeln, Wats, Musseen, usw. Der Eintritt ist für thailändische Verhältnisse eher teuer (ich glaube 200 Baht = 4 Euro) und man sollte unbedingt daran denken, angemessen gekleidet zu sein (Schultern und Knie müssen bedeckt sein). Zur Not werden am Eingang aber auch kostenlos Umhänge verliehen. Der Wat Phra Kaew ist einer der Highlights dieses Ausfluges. Die vielen buddhistischen Bauwerke sind wirklich wunderschön und beeindrucken, faszinierend für jeden, vor allem aber, wenn man noch nie in einem buddhistischen Land gereist ist.
Auch eine Fahrt mit dem Wasser-Taxi/Bus auf dem Chao Phraya, dem großen und schlammigen Fluss Bangkoks, sollte man sich unbedingt gönnen.

Nach zwei Tagen Bangkok war es für uns aber dann doch Zeit, in ruhigere Gefilde weiterzureisen. Wir entschieden uns, erstmal Richtung Western nach Nakhon Pathon zu fahren, wo ein riesiger liegender Buddha zu sehen ist. In diesem kleinen Ort gibt es außerdem einen sehr großen Chedi, ein glockenförmiges, nach oben spitz zulaufendes buddhistisches Gebäude, das als Versammlungsraum dient und in dem Buddha-Figuren verehrt werden.

Von hier aus ging es Richtung Süden nach Petchaburi, einem kleinen Ort, der viele Wats (eine Art buddhistisches Klostergebäude) beherbergt. Leider muss man sagen, dass diese zum Teil etwas stillgelegt wirkten und wir zwei uns an einigen wilden Hunden vorbeitrauen mussten. Besonders gut gefiel uns hier aber der Nachtmarkt, in dem man verschiedenste thailändische Köstlichkeiten zu unglaublich günstigen Preisen probieren kann.

Von Petchaburi aus kann man gut den Kaen Krachan Nationalpark besuchen. Da dieser aber eine sehr große Fläche bedeckt und dementsprechend schwer für Fußgänger zu erschließen ist, bietet er sich nur mit eigenem Auto an. Er liegt an einem sehr schönen Stausee, an dem man auch campen kann. Von hier ist es nicht weit zum Nationalpark, jedoch noch etwa 70 Kilometer bis zum ersten Startpunkt für Wanderungen. Ohne eigenes Auto oder Cheep wird deswegen ein Besuch in diesem Nationalpark entweder sehr teuer (es besteht die Möglichkeit, Taxis im Park zu nehmen) oder sehr zeitaufwendig. Wie entschieden uns deshalb eine Nacht im Zelt am Stausee zu verbringen und Spaziergänge in der Gegend zu machen.

Unser nächster Stopp war Hua Hin, ein Ort an der Ostküste Thailands. Wer Touristen-Massen aus dem Weg gehen möchte, sollte diesen Ort unbedingt vermeiden! Die Strände sind verglich mit denen weiter im Süden nicht unbedingt sehenswert, dafür sind Essen und Unterkunft zwecks Touristenmassen überteuert!. Der Nachtmarkt wäre, wenn nicht gar so stark besucht, allein wegen des wunderschön zubereiteten Seafoods ein schöner Ausklang des Tages. Ein kleiner Ausflug zum Strand Ao Takiap, nahe Hua Hins ist auf jeden Fall empfehlenswert. Hier gibt es einen sehr langen, recht schönen, sauberen Sandstrand (leider von Hotels eingesäumt), einen riesigen vergoldeten Buddha und zwei Wats auf Hügeln, die einen tollen Ausblick auf Meer und Strand bieten.

Auch der Nationalpark Khao San Roi Yot lässt sich von Hua Hin gut in einem Tagesausflug besuchen. Man kann hier zwar auch die Nacht verbringen, aber die Zeltplätze im Park sind nicht überzeugend und auch die Strände können mit den Stränden auf Thailands Inseln nicht mithalten. Außerdem ist auch dieser Nationalpark wie viele andere in Thailand leider ohne eigenes Verkehrsmittel schlecht zugänglich, weshalb es sich anbietet, in Hua Hin einen Motorroller auszuleihen und mit diesem die Sehenswürdigkeiten (Strände, Shrimps- Farmen, Berge, Vogel-Aussichtspunkte, schöne Tropfsteinhöhlen…) zu erkunden.

Zwischen Hua Hin und Chumphon machen wohl wenig Touristen Stopps. Wie verbrachten aber eine Nacht in Prachuap Khiri Khan, ein kleiner schöner Ort an der Ostküste Thailands. Hier kann man schöne Spaziergänge am Strand machen, einen heiligen Berg mit schönen buddhistischen Anlagen besteigen, eine Höhle besuchen und Fischerorte in der Nähe anschauen. Faszinierend waren vor allem die vielen Affen, die auf dem Weg zu den Sehenswürdigkeiten warten und den Touristen gerne Bananen und andere Leckereren abluchsen.

Chumphon, eine Stadt weiter südlich, gilt nicht als Ziel der Touristenströme, sondern als Anfahrtshafen für die Fähren zu den wunderschönen Inseln Ko Tao, Ko Samui und Ko Phangan. Egal ob Schnorcheln, Tauchen, Schwimme, Sonnen oder Feiern: Hier ist für jeden was dabei! Meine Freundinnen und ich haben unserer Trauminsel auf jeden Fall in Ko Phangan gefunden. Ko Tao, die kleinste der drei Inseln mit 21 km² ist zwar ein Paradies für Schnorchler und Tauch-Fans, aber leider schon lange kein Geheim-Tipp mehr. Vor allem Backpackers in großer Anzahl genießen hier ihre Ferien und lassen es sich gut gehen, deswegen kann man die Insel auch kaum als unberührt oder authentisch bezeichnen. In den letzten Jahren ist hier der Tourismus sehr stark gewachsen, weshalb sie auch preislich mittlerweile ein gutes Stück über dem Festland-Niveau liegt. Wer aber nicht gerade in der absoluten Hauptsaison kommt und ein wenig Geduld beim Unterkunft-sSuchen hat, kann immer noch ein Bungalow für zwei Personen für etwa 300 bis 400 Baht (umgerechnet sechs bis acht Euro) bekommen. Ko Samui gilt als die touristischste und am meisten zugebaute Insel, die ja auch einen eigenen Flughafen besitzt. Sie ist, zumindest was die Übernachtungen angeht, die teuerste der drei Schönen. Von hier lässt sich ein Tagesausflug zu den rund 40 Inseln des Ang-Thong Nationalparks planen, der bei einer der vielen Reisebüros nahe dem Hafen gebucht werden kann. Wie die beiden anderen Inseln wartet sie mit wunderschönen Ständen und diversen Sehenswürdigkeiten wie Wasserfällen, Aussichtspunkten und Elefantentrekking auf. Die einsamsten und schönsten Strände haben wir auf Ko Phangan gefunden. Sie war für uns trotz ihrer bekannten Fullmoon-Party auf der Südseite, die ruhigste Insel. Die weißen Strände, eingesäumt von Palmen, sind ein Traum, wenn auch die Schnorchel-Möglichkeiten auf Ko Tao besser sind. Hier gibt es auch noch schöne Zweier-Bungalows mit Bad direkt am Strand für umgerechnet 4 Euro! Mein Tipp: Wer genug Zeit hat und irgendwann den üblichen Kulturüberdruss spürt, sollte hier ein bis zwei Wochen Strand-Pause einrechnen!

Aber auch die Strände an der Westküste Thailands sind einen Ausflug wert. Nach einem Zwischenstopp im Khao Sok Nationalpark (schöner Regenwald und großer Stausee westlich von Surat Thani) ging es für uns Richtung Krabi. Auch dieser Ort ist ein beliebtes Ziel für viele Touristen, die aber in der Stadt selbst kaum auffallen. Die Meisten reisen auch bald weiter zu dem Strand Hat Rai Leh auf einer Halbinsel in der Nähe Krabis. Der Strand mit den berühmten Kalksteinfelsen (hier in der Nähe befindet sich der bekannte Felsen aus James Bond) ist sehr schön, jedoch ziemlich touristisch. Wer lieber an einsamen Stränden liegt und in Thai-näherer Umgebung übernachtet, sollte sich mit einem Tagesausflug hierhin begnügen.
Krabi selbst zeigt weitaus mehr an thailändischen Alltagsleben: Die Stadt, die direkt an einer Flussmündung liegt und den Blick auf schöne Mangroven-Wälder bietet, wartet gleich mit zwei schönen Nachtmärkten auf und ist Ausgangspunkt für Ausflüge und Weiterreisen, beispielsweise zur Insel Ko Phi Phi.

Für meine Freundinnen und mich ging es von Krabi aus nach Süden und von dort über die Grenze nach Malaysia.
Ich kann Thailand als Reiseziel nur empfehlen. Die Bedingungen für Rucksacktourismus sind hier wirklich sehr gut. Das Land ist sehr günstig, die Infrastruktur ist zum größten Teil sehr gut ausgebaut, Unterkünfte gibt es in Hülle und Fülle und das Essen ist köstlich. Wer neugierig ist, sollte auf alle Fälle auf den Nachtmärkten essen, da hier die landesüblichen Gerichte zu sehr günstigen Preisen angeboten werden und hier auch die Thais ihre Mahlzeiten einnehmen. Die Menschen in Thailand sind sehr freundlich – nicht ohne Grund wird Thailand auch als Land des Lächelns bezeichnet. Schade ist, dass Thailand mittlerweile ein so beliebtes Reiseziel geworden ist und man einige Orte vermeiden muss, wenn man zu große Touristenansammlungen vermeiden will.

16 Bewertungen, 10 Kommentare

  • MasterSirTobi

    02.05.2008, 20:39 Uhr von MasterSirTobi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schön geschrieben und sehr gut formuliert. SH

  • lueckingb

    16.04.2008, 13:05 Uhr von lueckingb
    Bewertung: sehr hilfreich

    lieben Gruß

  • BroeselWerner

    16.04.2008, 09:43 Uhr von BroeselWerner
    Bewertung: sehr hilfreich

    lieben Gruß vom BroeselWerner

  • morla

    16.04.2008, 02:13 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg. petra

  • Miraculix1967

    15.04.2008, 20:07 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Einen sonnigen Dienstag aus dem gallischen Dorf! SH und LG Miraculix1967

  • Markusgeiger86

    15.04.2008, 18:10 Uhr von Markusgeiger86
    Bewertung: sehr hilfreich

    mfg, Markus

  • Jerry525

    15.04.2008, 17:34 Uhr von Jerry525
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lg Jerry

  • Lachesis

    15.04.2008, 17:32 Uhr von Lachesis
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr informativ!

  • Fabs91

    15.04.2008, 17:12 Uhr von Fabs91
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse bericht. sh. lg fabs

  • jacki0987

    15.04.2008, 16:26 Uhr von jacki0987
    Bewertung: sehr hilfreich

    Vielleicht liest man sich ja wieder! SH & LG