Lebkuchenhaus Testbericht
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- Arbeits- und Zeitaufwand:
- Kosten:
Erfahrungsbericht von Gemeinwesen
Fertighaus mit geringem Wohnkomfort
Pro:
So ein Haus ist lecker ...
Kontra:
... aber leider völlig untauglich als Behausung.
Empfehlung:
Nein
Lebkuchen Bausatzhaus GmbH
Nacht-Weg 1001
01234 Im Märchenwald
Bauschäden an meinem Haus
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Presse habe ich entnommen, dass Ihr Unternehmen der Rechtsnachfolger der Pfefferkuchenhaus GbR ist. Ich wende mich deshalb an Sie und hoffe, dass mir endlich Gerechtigkeit widerfährt.
Ich habe meinen Fall bereits Ihren Vorgängern, den Herren Jacob und Wilhelm Grimm, geschildert. Die haben mir auch zugesichert, man wolle sich kümmern. Das ist bis zum heutigen Tage nicht geschehen. Vor einiger Zeit habe ich dann gelesen, die Pfefferkuchenhaus GbR habe Insolvenz angemeldet. Ich muss sagen, dass mich das auch wirklich nicht wundert!
Das Haus, in dem ich derzeit wohne, habe ich vor rund einem Jahr von der Vorbesitzerin käuflich erworben. Bei der Eigentümerin handelte es sich um eine ältere Dame; diese war auch Erstbezieherin des Hauses. Aufgrund eines Glaukom-Leidens war die Sehkraft der Eigentümerin so stark eingeschränkt, dass sie sich zur Übersiedlung in ein Pflegeheim gezwungen sah. Angeblich weil der Verlust ihrer Sehkraft schnell fortschritt, war ihr an einem schnellen Verkauf der Immobilie gelegen. Heute habe ich an dieser Darstellung meine Zweifel.
Tatsächlich nämlich musste ich sehr bald feststellen, dass die vermeintliche Schnäppchen-Immobilie in Wirklichkeit eine Bude ist, die man allenfalls noch als Bruch hätte verkaufen dürfen! Die Wände der Immobile sind aus Brot erstellt worden, das Dach besteht aus Kuchen. Da die Wandkonstruktion und das Dach krach miteinander verbaut wurden, liegt hier eine so genannte konstruktive Wärmebrücke vor – das weiß ich natürlich erst, seitdem ich einen Energieberater hinzugezogen habe. Wo Wand und Dach aufeinander stoßen, bildet sich deshalb hartnäckig Schimmel. Damit nicht genug!
Wie ich inzwischen weiß, sind die Fensterscheiben meines Hauses nicht aus Glas gefertigt worden, sondern aus so genanntem Crashglas. Dieses Glas wird in der Regel von Firmen hergestellt, die sich auf die Belieferung von Filmsets mit Requisiten spezialisiert haben. In diesem Bereich hat das Crashglas, das aus Zucker gefertigt wird und das beim Zerbrechen keine Verletzungen verursacht, auch sicher seine Berechtigung. Warum dieses sicherlich nicht gerade billige Spezialglas in der von mir erworbenen Immobilie verbaut worden ist, weiß ich nicht. Ich kann allenfalls mutmaßen, dass die Vorbesitzerin Bluterin gewesen ist und deshalb den Umgang mit herkömmlichem Glas vermieden hat, wo immer dies möglich war.
Leider liegen die Wärmedämmeigenschaften dieses einfachen Crashglases weit unter denen von herkömmlichem Glas. Bei zu feuchter und zu warmer Witterung werden die Scheiben zudem schnell klebrig. Das Reinigen der Scheiben ist so gut wie unmöglich, zudem zieht das Glas eine Reihe von ungebetenen Gästen an. Neben Heerscharen von Ameisen verirren sich immer wieder Jugendliche in meinen Garten, die es lustig zu finden scheinen, ganze Zuckerglasscheiben aus den Rahmen zu brechen und diese zu verspeisen. Erst neulich ist das wieder passiert. Ich habe den Schaden umgehend meiner Versicherung gemeldet – Geld habe ich bis heute nicht gesehen, da meine Versicherung in dem Schadensfall einen Fall von Vandalismus sieht. Außerdem sei ich lediglich gegen Glasbruch versichert – ob das von mir erwähnte spezielle Zuckerglas auch unter den Versicherungsschutz für Glasbruch falle, sei fraglich.
Ich habe den Schaden dann aus eigener Tasche bezahlt und das teure Spezialglas durch herkömmliche Thermopane-Scheiben ersetzt, wie sie in Neubauten und bei der Sanierung von Bauten im Bestand üblich sind.
Ungefähr eine Woche darauf habe ich ein Schreiben vom Märchenlandesamt für Denkmalschutz und Gebäudesanierung erhalten. Darin war die Rede von einer nicht genehmigten baulichen Veränderung, die ich bis zu einem bestimmten Termin rückgängig zu machen hätte!
Sehr geehrte Damen und Herren, mir wächst das alles langsam über den Kopf. Zudem vergeht kaum ein Tag, an dem sich nicht irgendwer an meinem Haus zu schaffen macht. Ich kann mich kaum noch vor die Tür wagen, denn sobald ich mein Haus unbeobachtet lasse, bricht sich irgendwer Kuchen aus meinem Dach. Nicht stückchen-, sondern blechweise.
Was haben sich Ihre Vorgänger nur bei dieser Bauweise gedacht?
Bitte helfen Sie mir.
Ich bin langsam am Ende meiner Kräfte.
Ihre
Wicca Walpurgis
27 Bewertungen, 11 Kommentare
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14.12.2007, 22:09 Uhr von gerrhosaurus1978
Bewertung: sehr hilfreichLG, Daniela
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12.12.2007, 21:18 Uhr von Tut_Ench_Amun
Bewertung: sehr hilfreichSei froh, das Du nicht in den Bau von den drei kleinen Schweinchen eingezogen bist, da lungern ständig zottelige Typen rum, die Dir einen blasen wollen....mitfühlende Grüße aus dem Fresstempel
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12.12.2007, 20:24 Uhr von bea1502
Bewertung: sehr hilfreichlg bea... leckeres märchen gut beschrieben :0)
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12.12.2007, 18:50 Uhr von hope1
Bewertung: sehr hilfreichhahah! Wunderbar! Wundervoll! Hach, ich geniesse es bei dir zu lesen!
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11.12.2007, 22:36 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichLG Anett
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11.12.2007, 19:22 Uhr von Gaylight18j
Bewertung: sehr hilfreichhehe... ein köstlicher bericht - im wahrsten sinne. ich bewerbe mich hiermit als untermieter...
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11.12.2007, 16:29 Uhr von DOMMEL
Bewertung: sehr hilfreichSCHÖN!!, LESEN UND GELESEN WERDEN
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11.12.2007, 16:13 Uhr von evafl
Bewertung: sehr hilfreichgrins... :-)))
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11.12.2007, 15:53 Uhr von doelau
Bewertung: sehr hilfreichsh vom Gegenleser doelau
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11.12.2007, 15:32 Uhr von calista78
Bewertung: sehr hilfreichWas für eine IDEE, einfach klasse!!! Wo ist hier nur das BH?!
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11.12.2007, 15:20 Uhr von Gina87
Bewertung: sehr hilfreichOh, das ist ja schrecklich!
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