Droemer Die Teufelshaube - Ariana Franklin Testbericht

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  • Spannung:  gering
  • Humor:  durchschnittlich
  • Stil:  sehr ausschmückend

Erfahrungsbericht von Sayenna

Adelia die „Totenleserin“ ist wieder da

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Vor genau einem Jahr habe ich meinen Buchbericht über „Adelia – Die Totenleserin“ geschrieben, und jetzt endlich, endlich kam im März das von mir heißersehnte 2. Buch heraus - „Die Teuelshaube“ - über das ich heute berichten möchte.

Adelia, mittlerweile Mutter einer 8. Monate alten Tochter Namens „Allie“, lebt noch immer in England, zusammen mit „Mansur“, ihrem arabischen Freund und Helfer, und Gyltha, ihrer besten Freundin und Vertrauten. Sie ist noch immer die Ärztin der Toten, aber auch der Lebenden, die mehr wir dankbar dafür sind, das es Adelia gibt.

Im England um 1172 rum, kann Adelia sich nicht als Ärztin „outen“; sie würde als Hexe verurteilt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Deshalb hat sie immer „Mansur“ an ihrer Seite, der den Doctor spielt und Sie seine Assistentin.

Nur wenige wissen um Adelias wirklich Berufsstand, wozu auch König Henry II und Sir Rowley gehören, die jetzt ganz dringend Adelias Hilfe brauchen und sie zu sich rufen. Nur sehr wiederwillig folgt Adelia mit ihren beiden Freunden diesem Aufruf – hatte sie sich doch von ihrer großen Liebe, Sir Rowley getrennt, weil es sich nicht vereinbaren lies Ärztin und Ehefrau zugleich zu sein.

Sie ist was Sie ist – eine Ärztin der Toten – und nichts und niemand würde sie in einen goldenen Käfig sperren.

Mit ihren Freunden und ihrem Kind macht Adelia sich nun auf zu Sir Rowley. Als sie ihn wiedersieht, flammen alte Gefühle wieder auf, die sie versucht zu unterdrücken, denn ihr steht ein heikler Fall bevor.

Die Geliebte des Königs, die schöne Rosamund, ist vergiftet worden, und der König tobt vor Wut, hat er doch seine Ehefrau und Königin Eleanor in Verdacht dies getan oder in Auftrag gegeben zu haben. Wenn sich das bewahrheiten würde, dann würde England in einen neuen Krieg gestürzt werden, wobei es sich noch nicht einmal von dem letzten richtig erholt hat.

Adelia erhält den königlichen Auftrag sich nach Wormhold Tower zu begeben, dem Wohnsitz der Geliebten, und herauszufinden, ob die Königin wirklich ihre Finger mit im Spiel hatte. Also macht sich eine Gruppe bestehend aus Sir Rowley, zwei Waffenknechten, einem Reitknecht, einem Sekretär, einem Boten, einem arabischen Arzt, zwei Frauen und einem Säugling auf den Weg ins Ungewisse.

Der Weg ist beschwerlich, denn es ist tiefster Winter. Kurz vor Wormhold Tower gibt es eine kleine Abtei in der sie völlig verfroren und hungrig ankommen. Eigentlich sollte sich auch dort schon die Leiche der schönen Rosamund befinden – doch die ist nicht angekommen. Sir Rowley will unbedingt zum Wormhold Tower um nachzusehen was mit Rosamund passiert ist. Da Adelia ihrem Säugling keine weitere Reise in der Kälte zumuten möchte, lässt sie die Kleine bei Gyltha und Mansur in einer Abtei und macht sich zusammen mit dem Männern auf das letzte Stück des Weges. Doch Wormhold Tower ist umgeben von einem riesigen Labyrinth durch das die Gruppe Stundenlang umherirrt. Mit viel Geduld schaffen sie es schließlich hindurch und finden den Tower einsam und verlassen vor. Als sie den Turm hinaufgehen, finden sie viele Räume verwüstet und geplündert vor, doch von Bediensteten keine Spur.

Ein groteskes Bild zeigt sich ihnen als sie das obere Schlafzimmer von Rosamund erreichen. Rosamund sitzt eingefroren an ihrem Schreibtisch über einen Brief gebeugt, die Feder noch in der Hand und mitten im Wort aufgehört. Alle Fenster sind offen und es herrscht eine Eiseskälte im Zimmer. Während Adelia sich fragt wer die Tote wohl so dorthin gesetzt hat, versuchen Rowley und seine Männer Kerzen und Kohlebecken aufzutreiben, weil sie die Tote nicht in Sitzstellung mitnehmen wollen – also erst mal auftauen.

Doch weder Rowley noch seine Männer kehren zurück, statt dessen betritt Königin Eleanor das Zimmer. Mit einem kleinen Gefolge ist sie zum Turm geeilt, um sich selbst davon zu überzeugen das die Geliebte ihres Mannes tot ist. Hasserfüllt lässt sie alle Fenster schließen und hunderte von Kerzen und mehrere Kohlebecken aufstellen, setzt sich auf einen Stuhl und beobachtet den Verfall der schönen Rosamund.

Doch König Henry II ist ebenfalls auf dem Weg zum Wormhold Tower um schmerzlichen Abschied von seiner Geliebten zu nehmen; trifft er dort auf seine Frau, wäre der Krieg unvermeidbar, wo er in blinder Wut annehmen würde Eleanor hätte Rosamund umgebracht.

Doch Eleanor war es nicht, sie hat nicht mal den Auftrag dazu erteilt, obwohl sie mehr wie alle anderen Grund dazu gehabt hätte.

Im eisigen Schneesturm schlägt sich Eleanors kleines Heer bis zur Abtei durch. Adelia, Sir Rowley und seine Männer als Gefangene mitnehmend. Dort spitzt sich die Lage zu – der Schnee hat sie von der Aussenwelt abgeschnitten und unter ihnen befindet sich ein brutaler Mörder, der weiter jeden aus den Weg räumt der der Wahrheit zu nahe kommt.....und der selbst vor Adelias Baby nicht halt macht um ihren Nachforschungen Einhalt zu gebieten.


Leseprobe

Rowley setzte sich neben sie, begann, ihr die genauen Umstände des Anschlags auf Rosamund zu schildern, und stellte den Korb so vor ihr auf den Tisch, dass sie den Inhalt inspizieren konnte. Rosamund aß für ihr Leben gern gedünstete Pilze, erklärte er. Das war allgemein bekannt. Eine faule Dienerin, die losgeschickt worden war, um welche für die Herrin zu sammeln, hatte einen Korb voll von einem alten unbekannten Weib geschenkt bekommen und ihn in die Küche gebracht, ohne sich noch die Mühe zu machen, weitere zu suchen.

„Rosamund hat sie nicht alle gegessen, sondern einige für später aufgehoben, und als ich bei ihr war, ließ ich mir den Rest bringen, um ihn mitzunehmen. Ich habe mir gedacht, du könntest vielleicht bestimmen, aus welchem Gebiet sie stammen oder so – du kennst dich doch mit Pilzen aus, nicht wahr?“

Ja, sie kannte sich mit Pilzen aus. Während er noch sprach, begann Adelia gehorsam, sie mit ihrem Messer umzuwenden. Es war eine schöne Sammlung, auch wenn die Pilze inzwischen schrumpelig waren. Butterröhrlinge, im Volksmund auch „Rotzer“ genannt, Hallimasch, Ziegenbart, Rötelritterlinge, Semmelstoppelpilze. Eine schmackhafte, aber vor allem vielseitige, extrem vielseitige Mischung. Manche dieser Exemplare wuchsen ausschließlich auf Kalkböden, andere in Nadelwäldern, wieder andere auf freiem Feld oder unter Laubbäumen.

„Wie ich schon sagte, es war Absicht, keine Frage“, stellte Rowley fest. „Das alte Weib hat klipp und klar gesagt, die Pilze sollten ausschließlich für Lady Rosamund sein, und ist seid dem nicht mehr gesehen worden. Verschwunden. Die Hexe hat ein paar Giftpilze drunter gemischt, verstehst du, und gehofft, die arme Frau würde daran sterben, und nur durch die Gnade Gottes......“

„Rowley, sie ist tot“, sagte Adelia.
„Was?“
„Wenn Rosamund von diesen Pilzen gegessen hat, dann ist sie tot.“
„Nein, ich habe dir doch gesagt, es ging ihr wieder besser, als ich sie zuletzt gesehen habe. Viel besser.“
„Ich weiß. Aber das ist leider der normale Verlauf.“ Sie spießte den tödlichen Pilz mit dem Messer auf und hob ihn hoch. „Es ist typisch für diese Sorte, dass es denjenigen, die sie gegessen haben, eine Zeitlang vermeintlich besser geht. Der grüne Knollenblätterpilz wächst überall, ich habe ihn schon in Italien gesehen, in Sizilien, Frankreich und hier in England, wo man ihn auch Teufelshaube nennt. Ich habe seine Wirkung gesehen, habe Leichen von Menschen seziert, die ihn gegessen hatten. Er ist immer, immer tödlich.“
„Nein“, sagte er, „das kann nicht sein.“
„Es tut mir leid, es tut mir so leid, aber wenn sie einen davon gegessen hat, und selbst wenn es nur ein Stückchen war....zuerst Erbrechen und Durchfall, Unterleibskrämpfe, dann ein oder zwei Tage, in denen sie sich scheinbar erholt hat. Doch die ganze Zeit über hat das Gift Leber und Nieren angegriffen. Es gibt absolut keine Heilung. Rowley, Rosamund ist tot.“


Einband – Info

Englands König Henry II. tobt. Auf die einzige Frau, die ihm tatsächlich etwas bedeutet, auf seine Geliebte Rosamund, wurde ein Mordanschlag verübt. Wer ist zu solch einer perfiden Tat fähig? Sollte etwa seine Gemahlin Eleanor von Aquitanien jemanden dazu angestiftet haben? Als Rosamund einige Tage später an den Folgen der Pilzvergiftung qualvoll stirbt, sinnt er auf erbarmungslose Rache.

Sein engster Vertrauter, Sir Rowley Picot, erhält den Auftrag, den Mörder zu finden. Rowley ist davon überzeugt, dass nur eine Person den Mord aufklären kann: Adelia, die junge Totenleserin aus Salerno. Und so bittet er sie um Hilfe. Doch seine ehemalige Geliebte ist nicht gut auf ihn zu sprechen, denn seid er sich für ein Bischofsamt und damit gegen sie entschieden hat, meidet sie jeden Kontakt mit ihm. Als er nun bei seinen Ermittlungen auf ihre Unterstützung setzt, lässt Adelia sich nur wiederwillig auf die Zusammenarbeit mit ihm ein. Und ebenso wiederwillig macht sie sich gemeinsam mit ihm auf den Weg zum Wohnsitz der toten Geliebten des Königs.

Im tiefverschneitem Wormhold Tower bietet sich ihnen ein grausiger Anblick: Rosamund sitzt,über einen Brief gebeugt, an einem Tisch – im Tod zu einem Eisblock erstarrt. Wer hat sie so sorgfältig dort platziert? Und warum hat das Mordopfer immer wieder Briefe verfasst, die pikanterweise an die Königin gerichtet sind? Adelia und Rowley sind ratlos. Ebenso wenig können sie sich einen Reim auf das plötzliche auftauchen der Königin selbst machen. Als die beiden gezwungen werden, sich ihrem Gefolge anzuschließen, können sie nur eines mit Gewissheit sagen: Der Mörder ist unter ihnen.......


Die Autorin

Ariana Franklin - eine britische Autorin, in Devon geboren. Als Journalistin arbeitete sie für eine große nationale Zeitung in der Londoner Fleet Street. Sie lebt mit ihrem Mann, Barry Norman, Filmkritiker, und ihren beiden Töchtern in Hertfordshire bei London. Nebenbei widmete sie sich dem Studium mittelalterliche Geschichte. Ariana Franklin ist das Pseudonym der Schriftstellerin Diana Norman , die für „Die Totenleserin“ den Namen ihrer Mutter gewählt hat. Sie tat dies, da dieser Roman eher ein Thriller sei und somit in anderes Genre gehöre. Schon in jungen Jahren arbeitete sie für Zeitungen in Devon und London. 1980 erschien mit Fitzempress's Law ein erster Roman, der sogleich mit einem Literaturpreis ausgezeichnet wurde. In der Tat zeichnen sich Normans historische Werke durch ihre spannende Handlung vor sorgfältig recherchiertem Hintergrund und durch glaubhafte Figuren aus. Das Werk der Autorin ist relativ schmal; sie investiert viel Arbeit in ihre Bücher und ist daneben weiterhin journalistisch aktiv.


Interview mit der Autorin

(Nachzulesen bei www.mayersche.de)

1) Die Heldin in Ihrer Romane, Adelia, ist sozusagen eine forensische Ermittlerin des Mittelalters – gibt es Belege dafür, dass schon damals mit solchen Methoden ermittelt wurde?

Leider wissen wir nicht viel aus dieser Zeit. Wissenschaftliche Texte und Quellen stammen in erster Linie von Mönchen und Kirchenmännern, die die einzigen waren, die schreiben konnten – und die glaubten, dass sich nichts verändern oder weiterentwickeln würde. Deshalb gab es für sie auch keinen Anlass, Dinge fest zu halten, die für sie und ihre Zeitgenossen ganz offensichtlich und alltäglich waren.
Dokumente von Gerichtsverfahren aus dem 12. Jahrhundert belegen, dass die meisten Kriminalfälle durch Zeugenaussagen entschieden wurden, doch weil unser Wissen über diese Zeit eher einem Flickenteppich gleicht, habe ich mir einige dichterische Freiheiten genommen – und keiner kann mir das Gegenteil beweisen. Zu meiner Verteidigung möchte ich aber sagen, dass ich bereits ein Buch über Gerichtsverfahren im 12. Jahrhundert geschrieben habe, das von namhaften Geschichtsprofessoren als eine der genauesten Beschreibungen dieser Zeit bezeichnet wurde.



2) Damals wurden die besten Mediziner an der berühmten Hochschule von Salerno ausgebildet - gab es zu dieser Zeit denn tatsächlich auch schon Ärztinnen, die praktizieren durften?

Oh ja, die gab es wirklich! Ich konnte mich hier auf die Übersetzung eines Kompendiums über mittelalterliche Frauenheilkunde stützen, das unter dem Titel „The Trotula“ erschienen ist – und dieser Text belegt, das es in Salerno bereits im 11. und 12. Jahrhundert die erste weibliche Professorin für Medizin gab. Vielleicht wurden Frauen, die dort gelernt haben, eher als „Heilerin“ bezeichnet, aber auch männliche Ärzte wurden nicht Doktor genannt – dieser Titel war reserviert für Philosophen und ich habe ihn nur deshalb im medizinischen Sinne verwendet, weil es für uns heute leichter verständlich ist.



3) Adelia muss sich als Medizinerin in einer Männerdomäne durchsetzen. Sehen Sie in ihrer Karriere und ihrem Verhalten Parallelen in die heutige „moderne“ Arbeitswelt?

Abgesehen von einigen wenigen, außergewöhnlichen Männern (und Gott sei Dank gab es die immer) darf Adelia niemanden anvertrauen, was sie in Wahrheit tut. Ihr Beruf war ja nicht nur von Männer dominiert, er war sogar ausdrücklich verboten von der mächtigsten und allgegenwärtigsten Kraft der damaligen Zeit, der katholischen Kirche - die Frauen für den Sündenfall verantwortlich machte und ihnen keinerlei Freiheiten erlaubte.
Deshalb war die Hochschule von Salerno auch so außergewöhnlich zu dieser Zeit. Und das 12. Jahrhundert war geradezu liberal, es gab damals auch noch keine Hexenverbrennungen – im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde die Verfolgung von Frauen viel grausamer, und wir versuchen immer noch, die Nachwirkungen abzuschütteln.



4) Woher stammt Ihre Faszination für historische Romane und Kriminalfälle?

Wenn wir die Geschichte nicht verstehen, sind wir dazu verdammt, sie zu wiederholen – denken Sie nur an den Irak. Ich finde es unglaublich, dass so viele Menschen nicht wissen, welche Umstände zu den Bedingungen geführt haben, unter den sie selbst heute leben – warum etwas passiert, warum das eine oder andere Land tut, was es tut – dass so viele Menschen die Steine nicht kennen, über die sie laufen.
Für mich ist das einfach magisch. Und historische Kriminalromane erlauben es mir, in die Vergangenheit zu gehen und dort, sagen wir, ein wenig aufzuräumen.



5) Einen solchen Roman zu verfassen, erfordert sicherlich besonders intensive Recherchearbeit – erzählen Sie uns, wie Sie recherchiert haben? Was war Ihre schönste Entdeckung?

Wenn ich an Wiedergeburt glauben würde, was ich nicht tue, dann müsste ich denken, das ich schon einmal im 12. Jahrhundert gelebt hätte. Es ist immer wieder das gleiche: sobald ich eine Burg, einen Torbogen sehe oder eine Melodie aus dieser Zeit höre, bekomme ich Gänsehaut.
Dieser Zeitraum war der beste im Mittelalter, viel weniger grausam als die Zeiten nach der großen Pest im 14. Jahrhundert. Das war der Beginn der Renaissance, eine Zeit des Lernens und der ernormen Horizonterweiterung, die den Atem Gottes noch im Genick hatte. Ich habe fünfzehn Jahre damit verbracht, diese Zeit zu studieren, habe alles gelesen, was ich darüber fand und, wenn ich es mir leisten konnte, jeden Ort besucht, der mich dieser Zeit näher brachte.
Ganz besonders intensiv habe ich mich mir der Gesetzgebung und Rechtssprechung dieser Zeit befasst, weil England damals gerade in diesem Bereich den Weg in die Moderne fand. Heinrich II. hat erstmals ein Justizsystem eingeführt und das sog. Common Law – kann man sich das vorstellen? Bis dahin wurden Menschen in Fässer getaucht, um zu sehen, ob sie schuldig waren oder nicht – Männer kämpften in abgesprochenen Wettbewerben unter einem Kriegsgott um ihr Landrecht. Und in dieser Barbarei kommt plötzlich Vernunft ins Urteil eines Gerichts. Gott, was für ein Quantensprung!
Wohlgemerkt, ich möchte nicht achthundert Jahre vom nächsten Aspirin entfernt sein.


Einige Roman – Figuren

ADELIA:
Eine Ärztin aus dem fernen Salerno, die es nach England verschlagen hatte als es darum ging Kindermorde aufzuklären. König Henry II schätzt ihr Wissen und Können sehr und lässt sie deshalb, aus Eigennutz, nicht mehr nach Hause zurückkehren. Ihr Herz hat sie hoffnungslos an Rowley verloren, mit dem sie auch eine gemeinsame Tochter hat. Sie können nicht zusammen leben, aber ohneeinander können sie auch nicht. Sie ist stolz, eigensinnig und stur, öffnet ihr Herz aber für jeden Armen.

MANSUR:
Er kam mit Adelia aus Salerno. Mansur ist ein Sarazener und ein Eunuch. Er passt auf Adelia auf und hat sein Herz insgeheim an Gyltha verloren – was er aber nie zugeben würde. Dadurch das es Adelia verwehrt ist offiziell als Ärztin zu arbeiten, gibt Mansur sich zu ihrer Sicherheit als Arzt aus und Adelia als seine Assistentin.

GYLTHA:
Sie ist Adelias beste Freundin und Vertraute. Bei ihr hat Adelia ein neues zu Hause gefunden. Sie kümmert sich liebevoll um die kleine Allie, Adelias Baby, und hat ihr großes Mundwerk, worüber man schon in „Die Totenleserin“ schmunzeln konnte, nicht verloren.

SIR ROLAND ROWLEY PICOT:
Mittlerweile ins Amt des Bischofs erhoben, hegt noch immer sehr große Gefühle für Adelia. Doch auch seinem König ist er treu ergeben. Er hätte Adelia geheiratet, aber damit hätte sie nicht mehr die Ärztin sein können, die sie nun mal ist. Ihr wissen und ihr können ist zu kostbar und wertvoll für das Reich als das es hätte im Ehebett verschwinden sollen.

KÖNIGIN ELEANOR:
Eine stolze und schöne Frau, die lange Jahre mit Henry II zusammengelebt und ihm 8 Kinder geschenkt hat. Verletzt und von Eifersucht zerfressen über die Geliebte Rosamund. Sie hat viele treue Anhänger und großen Einfluss in England, zudem steht ihr, ihr ältester Sohn treu ergeben zur Seite, der nach Henrys II Tod der Thronerbe sein wird. Sollte sie am Tod Rosamunds bezichtigt werden, gebe es Krieg in England.

ABT VON EYNSHAM:
Ein treu ergebener Untertan Königin Eleanors; zumindest scheint es so, denn in Wirklichkeit ist der Abt nur um sein eigenes Wohlergehen besorgt und um jeden Vorteil seinerseits bedacht. Er würde den Krieg in England sehr begrüßen und versucht Königin Eleanore in dieser Hinsicht zu beeinflussen.

JACQUES
Rowley hat ihn als seinen treuen Boten mitgenommen, und nach und nach kann Jacques immer mehr tun und Adelia in der Aufklärung des Falles unterstürzen, denn er hat weiß Gott mehr Talente als nur die eines Boten für den Bischof.


Meine Meinung zum Buch

Wer mich kennt, weiß, wenn ich so einen langen Bericht schreibe, dann hat mich das Buch begeistert – und das hat es auch. Wie schon das Werk davor „Die Totenleserin“.

Von der ersten Seite an geht es spannend los. Ariana Franklin hat eine Art zu schreiben, die einen entführt, und zwar genau in die Zeit des Mittelalters, wo die Geschichte spielt. Sie schafft es jedem ihrer Figuren Persönlichkeit zu geben. Sie schreibt sehr spannend und ausführlich, ohne das sie es in die Länge ziehen würde und es somit zu langatmig wird. Wie auch schon im ersten Buch, hat man das Gefühl „dabei zu sein“, zu sehen, zu riechen, zu schmecken, zu hören. Man erfährt sehr viel interessantes über die Zeit im Mittelalter, was durch die vielen Recherchen kommt, die die Autorin vor dem Schreiben des Buches gestellt hat.

Was sehr schön ist; man findet viele alte Bekannte in dem Buch wieder. Einige tauchen nur kurz am Rande auf, andere begleiten Adelia für eine Weile. Ariana Franklin hat Adelia sich weiter entwickeln lassen – sie ist jetzt Mutter und vieles bekommt für Adelia dadurch eine andere Sichtweise. Das ist beim lesen sehr schön mitzuerleben, denn es gibt viele Romanfiguren die sind seid etlichen Büchern festgefahren.

Obwohl es einige Personen gibt die schon im ersten Buch eine wichtige Rolle gespielt haben, greift die Geschichte ab und zu noch mal in kleine Gegebenheiten der Vergangenheit ein – teils damit man selber seine Erinnerung auffrischt, teils aber auch für Leute die „Die Totenleserin“ nicht gelesen haben, und somit ihre Beziehung zu Adelia verstehen und nachvollziehen können.

Was macht dieses Buch aus? Spannung; eine Zeit im Mittelalter über die es sehr interessant ist Informationen zu bekommen; Romanfiguren die Persönlichkeit haben; eine Story bei der man unweigerlich miteinbezogen wird zu erraten wer der Mörder sein könnte; kleine Atempausen um gelesenes zu verarbeiten und das man in jedem Satz die Liebe der Autorin zu genau dieser Geschichte spürt. Das man traurig ist wenn man das Buch zu Ende gelesen hat und sofort zum nächsten Band von Adelia und ihren Abenteuern lesen möchte – all das macht für mich ein sehr gutes und lesenswertes Buch aus.


Verlag – Info

Autorin: Ariana Franklin

Verlag: Droemer Belletristik

Titel: „Die Teufelshaube“

Genre: Historische Romane

Seitenzahl: 435 zusätzlich 5 Seiten Anmerkungen der Autorin

Reis: 19,90 für die gebundene Ausgabe (noch nicht als Taschenbuch erhältlich).

ISBN3-426-19740-5
ISBN 978-3-426-19740-0

Mehr erfahren kann man hier:

www.droemer-knaur.de


Fazit

Ein spannendes und sehr lesenswertes Buch, was unweigerlich Lust auf noch viel, viel mehr macht. Sehr gut zu lesen und interessant vom Inhalt her.


Ein von Herzen kommendes Danke schön an meinen Schatz, der mir dieses Buch geschenkt hat und mir auch die Zeit lies es zu „verschlingen“!!!




In diesem Sinne bedanke ich mich für Eure Lesungen,


Sayenna

127 Bewertungen, 48 Kommentare

  • giselamaria

    14.11.2008, 16:24 Uhr von giselamaria
    Bewertung: sehr hilfreich

    prima Bericht!! _ LG Gisela

  • tk7722

    02.11.2008, 19:51 Uhr von tk7722
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr interessanter Bericht, liebe Grüße

  • anonym

    09.10.2008, 01:35 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    guts nächtle und lieben gruss

  • Puenktchen3844

    09.10.2008, 00:28 Uhr von Puenktchen3844
    Bewertung: besonders wertvoll

    Ein schöner Bericht. LG

  • presscorpse

    29.09.2008, 14:15 Uhr von presscorpse
    Bewertung: sehr hilfreich

    prima bericht! lg presscorpse

  • Zzaldo

    08.09.2008, 22:52 Uhr von Zzaldo
    Bewertung: besonders wertvoll

    liebe Grüße sendet dir Stephan

  • Iris1979

    21.08.2008, 18:32 Uhr von Iris1979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht. LG Iris

  • Sommergirl

    04.08.2008, 17:30 Uhr von Sommergirl
    Bewertung: besonders wertvoll

    toller Bericht, sehr informativ

  • Estha

    01.08.2008, 14:13 Uhr von Estha
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gruß Susi

  • morla

    27.06.2008, 00:07 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    schönen abend noch lg. petra

  • ko123456

    26.06.2008, 16:45 Uhr von ko123456
    Bewertung: sehr hilfreich

    viele Grüße..................

  • MichiStephan

    24.06.2008, 13:02 Uhr von MichiStephan
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ganz liebe Grüße, Michi

  • chevyfan

    18.06.2008, 10:18 Uhr von chevyfan
    Bewertung: besonders wertvoll

    1a, das ist ein dickes -bw-

  • wolli007

    04.06.2008, 22:13 Uhr von wolli007
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße, Wolli

  • KatzeMaus

    16.05.2008, 15:57 Uhr von KatzeMaus
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lg ..... KatzeMaus !

  • misscindy

    13.05.2008, 20:17 Uhr von misscindy
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein schöner Bericht, lg Sylvia

  • anonym

    08.05.2008, 14:44 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe gruesse rettchen

  • _knuddelmonster88_

    06.05.2008, 17:27 Uhr von _knuddelmonster88_
    Bewertung: besonders wertvoll

    Liebe Grüße vom Knuddelmonster

  • anonym

    06.05.2008, 00:21 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht, LG, Chris

  • mu4you

    04.05.2008, 14:00 Uhr von mu4you
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lieben Gruß von mu4you

  • frankensteins

    30.04.2008, 22:10 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    leider wieder kein bw, aber ich kröne dich lg

  • fashionista93

    30.04.2008, 20:56 Uhr von fashionista93
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & lg :)

  • bambie34

    29.04.2008, 10:39 Uhr von bambie34
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich,lg Tanja

  • emcee_reefer@yahoo.de

    27.04.2008, 13:13 Uhr von [email protected]
    Bewertung: besonders wertvoll

    besonders wertvoll

  • creedy18

    25.04.2008, 17:44 Uhr von creedy18
    Bewertung: besonders wertvoll

    Erstklassiger Bericht

  • DOMMEL

    21.04.2008, 13:20 Uhr von DOMMEL
    Bewertung: besonders wertvoll

    bwww von mir , LG DOMMEL

  • Django006

    19.04.2008, 17:06 Uhr von Django006
    Bewertung: besonders wertvoll

    wieder mal ein genialer Bericht von dir, und dank neuer Bewertung, natürlich bw, lg Alan

  • campino

    09.04.2008, 20:38 Uhr von campino
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH - Gruß, Andrea

  • Jerry525

    04.04.2008, 18:01 Uhr von Jerry525
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lg Jerry

  • Tut_Ench_Amun

    26.03.2008, 00:17 Uhr von Tut_Ench_Amun
    Bewertung: sehr hilfreich

    Mir sind Motorhauben lieber als Teufelshauben... LG vom Ollen

  • Baby1

    22.03.2008, 22:40 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Frohe Ostern Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • golfgirl

    19.03.2008, 20:14 Uhr von golfgirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lg Dani

  • Turbotisl1

    19.03.2008, 11:33 Uhr von Turbotisl1
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh und lg

  • anonym

    15.03.2008, 10:41 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Damaris

  • bea1502

    14.03.2008, 22:12 Uhr von bea1502
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg bea

  • anonym

    14.03.2008, 21:50 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, lg willi

  • Miraculix1967

    14.03.2008, 21:47 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schönes Wochenende! SH und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967

  • Bunny84

    14.03.2008, 19:27 Uhr von Bunny84
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh lg Anja

  • volcano

    14.03.2008, 19:03 Uhr von volcano
    Bewertung: sehr hilfreich

    suuuper lg volcano

  • JoergTh

    14.03.2008, 17:38 Uhr von JoergTh
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße, Jörg

  • anonym

    14.03.2008, 15:17 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schade das es hier kein bh gibt ;)

  • Mondlicht1957

    14.03.2008, 15:00 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH LG Pet

  • anonym

    14.03.2008, 14:41 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    vorbildlicher Buchbericht - leider gibt es hier kein bh

  • Marie_Johanna3972

    14.03.2008, 14:04 Uhr von Marie_Johanna3972
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein Mordsbericht, der eine Auszeichnung verdient hätte - leider ist Yopi dahingehend geizig :-) SH!!

  • Wegeno

    14.03.2008, 13:07 Uhr von Wegeno
    Bewertung: sehr hilfreich

    Moin, moin. Leider kein " BH " hier möglich. Dafür ein " SH mit 5 Sternen " Gruß Werner

  • Katja204

    14.03.2008, 12:12 Uhr von Katja204
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, lg kathy

  • paula2

    14.03.2008, 11:08 Uhr von paula2
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße

  • David1980

    14.03.2008, 10:47 Uhr von David1980
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH + LG David