Assassin's Creed (Xbox 360 Spiel) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Scoopexx
Mit Desmond durch die Zeitgeschichte
Pro:
hervorragende Grafik, guter Sound, schönes Leveldesign, absolute Bewegungsfreiheit
Kontra:
leider zu monotone Kämpfe und Missionen
Empfehlung:
Ja
Gameplay
Assassin's Creed beginnt mit einem kleinen Prolog, in dem man die Steuerung des Spiels näher kennen lernt. Da Altair in diesem kleinen Vorspiel ziemlich versagt, werden ihm einige seiner "Arbeitsutensilien" abgenommen, die man sich im Laufe des Spiels durch gute Leistung wieder zurückerobern muss.
Nach einem kurzen Prolog auf der Burg Masyaf beginnt das eigentliche Spiel mit dem Besuch der ersten Stadt und dem ersten wirklichen Auftrag. Bevor man jedoch das Ziel erreichen kann, hat man andere, kleinere Aufträge zu erledigen. Z.B. müssen hohe Türme erklommen werden, um einen Überblick über das Viertel zu erlangen, in dem die Assassination stattfinden soll. Gespräche zwischen bestimmten NPCs müssen belauscht werden, um Informationen zu bekommen, Bürger müssen aus den Fängen der skrupellosen Kreuzritter- und Sarazenen-Soldaten befreit werden usw. Das Wichtige dabei ist, immer Unerkannt zu bleiben, da die Stadt nur so vor Soldaten wimmelt. Sobald einer erkennt, dass man Assassine ist, schlägt er Alarm und man hat sofort fünf feindlich gesinnte Wachen am Hals, die einen über Stock und Stein hartnäckig verfolgen.
Hier bleibt einem die Wahl zu kämpfen oder zu fliehen, um sich zu verstecken. Letzteres ist ein Teil des Spiels, der es so interessant macht, denn man kann praktisch überall hinaufklettern, hinüberspringen, usw. Insbesondere ist die Flucht über Dächer interessant, denn neben der Ebene auf dem Boden gibt es hier eine weitere Ebene, über die sich Altair bewegen kann - und das natürlich deutlich schneller, da einem hier keine Leute, Bäume oder ganze Häuser bei der Flucht im Wege stehen. Hat man die Soldaten noch hinter sich muss man schnell außerhalb von deren Sichtradius kommen, indem man das Sichtfeld zwischen ihnen und einem selbst unterbricht oder schnell genug wegläuft. Ist einem dies gelungen, kann man sich eine Deckung, z.B. in der Form eines Heuhaufens, suchen, dort für einige Sekunden ausharren und sich dann unerkannt weiter fortbewegen.
Da dies immer mit Aufwand verbunden ist, lohnt es sich, möglichst immer unerkannt zu bleiben. Auch hier haben sich die Entwickler einige Dinge ausgedacht, die einem dies vereinfachen: Die Assassinen tragen die gleichen Gewänder, wie die Geistlichen, zwischen die sie sich unerkannt einreihen können. Mit einem kurzen Dolch kann man zudem einzelne Wachen ausschalten, ohne dass diese Alarm schlagen können. Andere Dolche können Schlägern, die überall in der Stadt herumlaufen, abgenommen werden, um sie aus der Entfernung unerkannt auf Wachen zu werfen.
Die Spielmechanik ist absolut hervorragend abgestimmt, belohnt verdecktes Vorgehen und bestraft zu trampeliges Verhalten, indem einem die Wachen auf den Hals gehetzt werden. Altair bewegt sich absolut flüssig durch die vor Leben nur so sprudelnde Stadt und verschiedenste Interaktionsmöglichkeiten mit der Umwelt ermöglichen ein realitätsnahes Spielgefühl.
Dennoch krankt das Spiel leider an Monotonie, die recht schnell eintritt. Das Problem sind einerseits die vielen direkten Kämpfe, die man mit den Wachen führt und die sehr stark in Richtung immer-wieder-den-selben-Knopf-drücken gehen und somit nicht gerade vor Abwechslung erblühen sowie andererseits die sich ständig wiederholenden Aufträge, die erledigt werden müssen, bevor man die eigentliche Zielperson der aktuellen Assassination erreichen kann. Hier haben sich die Entwickler leider nicht die Mühe gemacht, sich immer neue Nebenmissionen auszudenken, sondern einem jedes Mal die gleichen Aufträge in einer anderen Umgebung aufgetischt. So muss man, bevor man endlich den Abspann zu Gesicht bekommt, ungefähr gefühlte 100 Türme erklimmen, 100 Bürger aus den Fängen irgendwelcher Soldaten befreien, 10.000 Flaggen für Assassinen-Kollegen einsammeln, etc. So perfekt das Spiel sonst durchgestyled sein mag, so sehr leidet es auch unter der fehlenden Abwechslung der Aufträge.
Grafik
Die Grafik ist einer der ganz großen Pluspunkte des Spiels. In den Straßen von Jerusalem, Damaskus und Akkon wimmelt es nur so vor Leben. Bettler versuchen einige Münzen von einem zu bekommen und ziehen so ungewünschte Aufmerksamkeit auf Altair, Frauen mit Wasserkrügen auf dem Kopf ziehen durch die Straßen und verlieren ihre Krüge, wenn man sie anrempelt. Verbündete halten Wachen fest, die einen verfolgen, damit man ungesehen fliehen kann. Aber die wirkliche Pracht der Grafik erkennt man erst, wenn man über den Dächern ist und trotz sehr detaillierter Grafik beinahe unbegrenzt in die Ferne schauen kann. Von den hohen Türmen aus hat man einen wunderbaren Ausblick, wie man ihn in keinem zweiten Videospiel finden wird.
Enorm ist auch die Bewegungsfreiheit, die einem das Leveldesign erlaubt. Man kann überall hinaufklettern und jeden Punkt im Level erreichen.
Zwischen den einzelnen Städten kann man mit dem Pferd reisen. Auch hier haben die Entwickler ganze Arbeit geleistet und eine kleine Welt mit kleinen Dörfern, Soldatenlagern, etc. erstellt, die man auch frei besichtigen kann.
Sound
Auch hier haben die Entwickler nicht gespart. Sämtliche Sprache ist synchronisiert und von hochwertigen Sprechern vertont worden. An Musik gibt es im Spiel nicht allzu viel, was allerdings nicht weiter stört. Dafür klingen die Geräusche sehr natürlich und sind sehr vielseitig - eben, wie man es in einer mittelalterlichen Stadt erwarten würde.
Historische Korrektheit
Die Entwickler haben großen Wert darauf gelegt, dass das Spiel zumindest in Teilen einen historischen Hintergrund hat. So ist die Burg Masyaf ab dem 12. Jahrhundert tatsächlich ein Ort gewesen, den die Assassinen besetzten. Auch die drei Städte sind mit ihrer Architektur stark an die damalige Zeit angelegt. Zudem ist jedes der Hauptziele eine Person, die im Jahr 1191 starb oder verschwand.
Natürlich hat Ubi Soft es mit der historischen Korrektheit nicht zu genau genommen - es ist schließlich immer noch ein simples Actionspiel. Allerdings macht es einen auf einige interessante geschichtliche Themen, wie beispielsweise die Assassinen, aufmerksam.
Fazit
Wäre ein bisschen mehr Aufwand betrieben worden, um die Missionen abwechslungsreicher zu gestalten, wäre Assassin's Creed eines der besten Spiele, die in der bisherigen Konsolengeneration erschienen sind. So bleibt es leider ein sehr gutes, aber nicht herausragendes Spiel.
Hoffnung auf ein Ausmerzen dieses recht großen Mankos macht einem das bereits erschienene Assassin's Creed 2, das die Hauptstory um Desmond Miles weiterführt, aber dieses mal einige hundert Jahre später in Venedig spielt.
23 Bewertungen, 7 Kommentare
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02.12.2009, 20:45 Uhr von Lale
Bewertung: besonders wertvollAllerbesten Gruß
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02.12.2009, 20:41 Uhr von Bunny84
Bewertung: sehr hilfreichSehr Hilfreich. Wünsche dir einen schönen Abend und liebe Grüße sendet dir BUNNY84 PS: Freue mich über Gegenlesungen
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02.12.2009, 18:44 Uhr von Striker1981
Bewertung: sehr hilfreichSH und Liebe Grüße vom STRIKER ;)
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02.12.2009, 18:11 Uhr von Cessie47
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße ,einen schönen Abend, guter Bericht
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02.12.2009, 15:44 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichNicht mein Fall, aber gut beschrieben
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02.12.2009, 15:21 Uhr von DMaster89
Bewertung: sehr hilfreichsehr guter Bericht! Viele Grüße...
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02.12.2009, 15:03 Uhr von ribanna77
Bewertung: besonders wertvollklasse bericht, liebe grüße angie
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