Motel (DVD) Testbericht

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Motel-dvd-thriller
ab 212,04
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Erfahrungsbericht von LilithIbi

Als Amy in den Apfel biss....

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Zwischen meinen Lesestunden, meinem persönlichen CSI – Marathon und sonstigen faulheitsbelasteten Amüsements schaffe ich es hin und wieder, einen Film zu gucken. Während ich mir immer noch nicht darüber schlüssig bin, ob der Inhalt von „Düstere Legenden 2“ nun irgendeinen wirklichen und nachvollziehbaren Zusammenhang zum Titel hat, schaute ich mir vor kurzem einen Film an, über den ich hier auf Ciao gelesen hatte.

//MOTEL//

sprach mich aufgrund seiner recht einfach gestrickten Story an.
Im Grunde ist das Geschehen nämlich mal wieder rasch widergegeben: die in Scheidung lebenden noch Ehe-Gatten Amy (Kate Backingsale) und David Fox (Luke Wilson) fahren des nächtens von einer Familienfeier zurück nach hause ~ zumindest hatten sie dies vor. Wie so oft in solchen Filmen verfährt sich der Mann am Steuer, während die Frau entnervt meckert. Obendrein muckt das Auto, doch siehe da: eine Tankstelle – die Rettung?! – ist in Sicht. Hier guckt ein Jüngling kurz unter die Haube, und weiter geht’s. Stolze 2 Meilen. Dann bleibt das Auto nunmehr _richtig liegen; doch siehe da: ein Motel – die Rettung?! - ist in Sicht.

Gruselstimmung soll sich bereits in der Empfangshalle verbreiten, als man offenkundig Video-Stimmen bzw. Geschrei hört. Bin ich zu abgebrüht, so dass mir von Anfang an klar war, dass der Motel-Mann wohl einen Film guckt? Oder ist David Fox noch viel abgebrühter, weil er einfach weiter auf die Empfangsbimmel eindrosch? Amy hingegen beschwört David, doch lieber wieder zu gehen, im Auto zu schlafen ~ doch es scheint, als wolle David sich auch einmal in der Noch-Ehe durchsetzen.

Was sie dann davon haben, ist vorrangig ein diffuses aber durchaus belustigendes Gespräch mit dem Motel-Leiter, der aussieht, wie aus einem Porno-Film der jungen 80er entstiegen; zweitrangig ein seeeeeehr zu wünschen lassendes Motelzimmer und obendrein ein diffuses Video, auf dem - noch mal tada – ein Mord zu sehen ist, der sich genau in diesem Motelzimmer ereignete. Wer jetzt an „Ring“ o.ä. denkt, wird nur halbwegs enttäuscht.

Ebensowenig enttäuscht wird jeder, der das ewig gleiche Spiel aus Horror- und sonstigen Gruselfilmen kennt: derartig stürmisch wird an die Tür gehämmert, so dass man sich fragt, wieso diese eigentlich nicht aus dem Rahmen purzelt ~ doch kaum hat David die Tür geöffnet, steht dort niemand. So kennt man’s, so liebt man’s.

Was man ebenso liebt: seit David und Amy wird klar, dass sie wohl ebenfalls niedergemetzelt und auf Video gebannt werden sollen ~ im Motelzimmer sind überall Kameras „versteckt“, draußen laufen zwielichte Gestalten umher und versuchen, ins Zimmer zu gelangen....


//DIE UMSETZUNG//

ist anfänglich durch und durch ganz nett gemeint und sogar gemacht. Gruselig ist es schon, als urplötzlich Amys angeknabberter Apfel im Bad liegt, obschon offenkundig niemand durch die Zimmertür gegangen ist.

Die jeweiligen Darsteller spielen ihre wenn auch mehr oder minder fragwürdige Rolle allesamt recht überzeugend; wobei man einigen der wenigen Personen sicherlich auch nicht viele Drehbuchseiten zu lesen geben musste. An für sich ist es bei diesem Film totalitär schnurz, wer mitgespielt hätte ~ sofern nicht grade eine der neuesten Persönchen von GZSZ die Rolle der Amy bekommen hätte. Wirklich brillieren tut hier niemand, was aber meines Erachtens nach eher am Drehbuch als an den Schauspielern gelegen hat.

Sympathie für das Ehepaar war meinerseits auf jeden Fall zugegen ~ obendrein schmolz ich ein wenig dahin, als die beiden sich im Eifer der Flucht quasi wieder versöhnten und ihre Ehe eine neue Chance geben wollten. Tjaha... manche durch ein Drama ins stolpern gebrachte Liebe braucht wohl einfach ein neues Drama, um gekittet zu werden. Für mich ist dieses Film-Detail nicht überzogen, sondern einfach nur „lebendig“.

Was mich an dem Film „Motel“ hingegen ein wenig störte, ist der Umstand, dass der aufmerksame Abspanngucker zwar im Schriftwerk mehrfach die Beschreibung „Snuff“ entdecken kann; doch jenes Detail kommt im Film selbst einfach zu kurz. Zwar sieht man, dass der Motelbesitzer ein paar VHS-Kassetten (VHS-KASSETTEN!!!) an den vermeintlichen ersten Retter überreicht, ein paar löbliche Worte darüber loslässt, aber das war es dann auch schon. Für Menschen, die mit dem Begriff „Snuff“ nichts anfangen können bzw. sich nicht in solche Hintergründe von sich aus hineindenken, weil ihnen nicht bewusst ist, dass es so was gibt; wird diese Szenerie wohl ein Rätsel bleiben.
Und ja, ich behaupte, dass es solche Menschen gibt!

Regelrecht grotesk meiner Ansicht nach die Versuche des Ehepaares, sich vor den Meuchelmördern zu verstecken ~ wie soll das gehen, wenn in jedem Zimmer Kameras installiert sind? Trotzdem gelingt es wieder und wieder; sogar hinter einer Bordürengroßen Gardine, während die Filmsammler draußen umherstapfen und durch die Scheibe gucken. Warum obendrein ständig an der Tür gerappelt wird, wo man doch einfach hätte eine Scheibe einschlagen können... ein weiteres Rätsel, sozusagen.

Das Ende ist genauso abgedroschen wie voraussehbar wie doch ein wenig überraschend: überraschend im Hinblick auf meine Äußerung: „das war es jetzt??!!“
Irgendwie ist man ja doch gewohnt, dass der „Böse“ nach seiner Vollstreckung –Überraschung Überraschung - noch mal aufspringt und angreift. Ich stellte mich also innerlich schon mal auf ein „war ja klar“ ein. Doch niente... hingerichtet bleibt hier mal hingerichtet, was mich fast schon mehr verstörte als die gähnenswerte sonstige „Aufdröselung“.

Das ultimative Happy end ist es, was mich am meisten irritierte ~ zwar finde ich es hin und wieder ganz putzig, wenn alle der Guten überleben, doch wenn einer offenkundig tot sein _müsste, finde ich es fast schon wieder wünschenswerter, ein Ende wie bei „Das Haus der 1000 Leichen“ zu erfahren. Das hatte wenigstens einen Hauch von Sarkasmus, während hier die Frage bleibt: „un nu?“


//SUMMA SUMMARUM//

konnten mich die DVD-Extras auch nicht mehr überzeugen. Die alternative Anfangssequenz ist genauso banal wie die entfallene Szene, obschon jene manchesmal meiner Ansicht nach einem Film gut getan hätten. Hier ist dem jedoch nicht der Fall... Das Extra „Hinter den Kulissen von Motel“ habe ich mir gar nicht erst zu Gemüte geführt, eben weil mich der Film dazu zu wenig in seinen Bann gezogen hat.

Wer will, kann sich das ganze Brimborium obendrein in englisch oder türkisch anschauen; das war es dann aber auch. Mir persönlich latte, eben weil halt.

Bereut habe ich persönlich diese Leihgabe nicht; vielmehr fand ich den Film an für sich ganz nett gemacht. Kaufen oder noch mal gucken muss aber nu wirklich nicht sein... sollte er mal im Free-TV laufen, kann es zwar sein, dass ich mich davor einfinde, doch verpassen tut hier wahrlich niemand was.

Die Idee der Macher ist zwar zweifelsohne abgedroschen und fast schon ausgelutscht, aber dennoch hätte meiner Ansicht nach hieraus ein durch und durch spannender Film entstehen können. Leider ist die Umsetzung ebenfalls wieder recht ausgelutscht... und hier und dort wie gesagt fragwürdig bis fehlerhaft. Wer mal im Big Brother – Haus wohnte und versuchte, sich dort vor den Kameras zu verstecken, wird wissen, was ich meine.

Weiterhin fraglich, wieso so viele VHS Kassetten (und ja, ich wiederhole es gerne: VHS-KASSETTEN!!!) bespielt werden konnten, wenn offenkundig fast niemand in diesem Motel übernachtet. Ferner hätten viele diese Spelunke wohl wieder verlassen, sobald sie die „Sauberkeit“ des Zimmers in Augenschein genommen hätten. Die Manipulation der Telefonzelle bleibt weiterhin ein Punkt, der einfach nur als lächerlich betitelt werden muss... und wenn ich jetzt weiter suchen würde, würde ich „Motel“ sicherlich Stück für Stück auseinander nehmen können.

Mach ich aber nicht, eben weil man womöglich jeden Film, jedes Buch, sogar jeden Menschen zerreden und ins fragwürdige Licht stellen kann ~ Tiefsinnigkeit sollte man von solchen Werken ohnehin nicht erwarten.

Ergo des Ergos: netter Film für zwischendurch, leichte Gruselatmosphäre und unfreiwillige Lacher und konfuse Äußerungen inklusive.

38 Bewertungen, 11 Kommentare

  • Music-King

    25.04.2009, 00:39 Uhr von Music-King
    Bewertung: sehr hilfreich

    Manche sog. Horrorfilme oder Thirller sind unfreiwillige Komödien ob des platten Drehbuches. Warum schlagen die Typen nicht einfach die Scheibe ein? Im Grunde genommen, würde das Drehbuch konsequent sein, wäre der Film im 15-30 Minuten zu Ende, also muß man künstlich die Story am Leben lassen. Liebe Grüße, Roland

  • LiFo

    21.04.2009, 17:34 Uhr von LiFo
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich. Liebe Grüße, Lifo

  • bettie47

    20.04.2009, 02:58 Uhr von bettie47
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse berichtet. L.G. bettie 47

  • Miraculix1967

    19.04.2009, 19:17 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schönen Sonntag, SH und LG Miraculix1967

  • tk7722

    19.04.2009, 17:12 Uhr von tk7722
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr schöner Bericht, liebe Grüße

  • peter_nordberg

    19.04.2009, 15:07 Uhr von peter_nordberg
    Bewertung: besonders wertvoll

    Schöner Bericht und ein sonniges Restwochenende. lg Peter

  • Puppekaa

    19.04.2009, 14:06 Uhr von Puppekaa
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr schöner Bericht - LG Karsta

  • Baby1

    19.04.2009, 13:54 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • sigrid9979

    19.04.2009, 13:39 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht Lg Sigi

  • Lale

    19.04.2009, 13:23 Uhr von Lale
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toll berichtet. Beste Grüße, die Lale.

  • anonym

    19.04.2009, 13:20 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    schönen Sonntag