Viva La Vida - Coldplay Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut
  • Gesamteindruck:  gut

Erfahrungsbericht von TheEscape

Der König ds Brit-Pop!

5
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Pro:

- schöne, inspirierende Songs

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

In meinem heutigen Bericht schreibe ich über das neue Coldplay Album "Viva la Vida". Um vorweg zusagen ich bin ein RIESEN Coldplay Fan =) Ich besitze alle Alben inklusive den seltenen B-Sides!

Schon nach der letzten Platte "X&Y" erkannte meinen einen Stilwechsel der Band. Viele meinten damals, er gehe in die falsche Richtung doch dieser Meinung konnte ich mich nie anschließen. Das Songwritertalent eines Chris Martin ist so gehaltvoll, dass er selbst im Hip-Hop Genre einen klasse Song macht ( siehe Kanye West ). Natürlich ist es ein starker Wandel von Parachtues zu Viva la Vida aber jede erfolgreiche Band macht solch eine Enticklung durch.

Als ich erfuhr, dass Brian Eno ( seines Zeichens Producer von U2 ) für die aktuelle Platte verantowortlich ist, war ich zuerst skeptisch. Eno und Coldplay? Vor allem weil Eno für seinen eher rockigen, etwas "anderen" Stil bekannt ist. Aber ich habe dennoch große Hoffungen gehabt, dass er meine Jungs in die richtige Richtung schickt ;-) Und ich sollte Recht behalten! Die Platte ist meiner Meinung nach einer der besten direkt nach "AROBTTH"!

Wie ich befürchtet hatte sind viele typische Eno Stilelemente wie Streichorchester, Orgel und andere untypische Instrumente enthalten. Dies aber bringt dem ganzen die nötige Würze und macht die Platte zu etwas ganz anderem nur nicht Mainstream. Die Songs selber bestechen natürlich wiedermal durch eine lyrische Qualität wo nur Chris Martin und ein paar Wenige beherrscht. Viele Coldplay Fan's haben sich aufgeregt warum sie ihren melancholischen Brit-Pop nicht beibehalten haben und jetzt auf einmal so experimentell sind. Zu denen kann ich nur sagen, dass sie keine echten Fans sind! Es ist immer noch das gleiche Coldplay wie früher, nur eben mit einem breiteren Spektrum an Einflüssen =)

Nun möchte ich die Songs im einzelnen bewerten und ein wenig dazu schreiben:

1. Life in Technicolor
Dieses Lied besteht nur aus Melodie und hat keinen Gesang. Chris Martin sagte einmal er wolle einen Song machen, den jeder als Klingelton verwenden könne und so ist Life in Technicolor entstanden ;-) Lediglich der Chorus setzt zum Ende des Songs ein. Ein optimaler Opener wie ich finde!

2. Cemeteries of London
Das Lied fängt mit einem tollen Gesang von Chris Martin an. Die Lyrics sind meiner Meinung nach wirklich toll gewählt und das "singing lala" im Refrain steckt wirklich an ;-) Hier spürt man zum ersten Mal den Eno Einfluss ganz deutlich, weil Chorus bei Coldplay gab es in der vorherigen Zeit nicht oft. Die Mischung aus Hände klatschen, E-Gitarre und Chorus macht das Lied zu einem der beste auf dem Album

3.Lost!
Mein Lieblingslied auf dem Album! Es wurde in einer Kirche aufgenommen samt Orgel. Der Hautpeinfluss besteht aus afrikanischen Bongos und wiederum Hände klatschen. Das Lied verprüht einen magischen, epochalen Eindruck unter anderem weil auch der Schall in der Kirche mit eingebaut wurde. Gegen Ende gibt es ein tolles Gitarrensolo von Jonny Buckland das meiner Meinung nacht das beste ist was ich je gehört habe! Chris Martin sagte einmal, das Album wurde vor allem durch Südamerikanische Einflüsse geprägt was man hier eindeutig hören kann.

4. 42
Mit Yes! das wohl experimentellste Lied auf dem Album. Es beginnt mit einem tollen, leichten Chris Martin Gesang der mit Piano und Geigen begleitet wird. Im Laufe der Zeit steigert sich das Lied zunehmends, bis Schlagzeug und E-Gitarre einsetzt. Eigentlich besteht das Lied aus 2 Teilen und wurde zu einem zusammengesetzt. Martin meinte es wäre das Lied, was er schon immer mal schreiben wollte und jeder hören muss. 42 besinnt sich auf die Zahl 42 die die Antwort auf alles im Universum darstellen soll.

5. Lovers in Japan/Reign of Love
Dieses Lied besteht in der Tat aus 2 getrennten Songs, die man zu einem zusammengefügt hat. Bei Lovers in Japan handelt es sich um eine Geschichte von Verliebt sein und Liebe im allgemeinen. Es soll eine Hommage an Japan bzw. Osaka (" dreamin' of the osaka sun" ) darstellen.
Vor allem der Anfang des Liedes ist asiatisch angehaucht, weil man ein Keyboard mit den typisch-asiatischen Klängen benutzt. Das zweite Lied Reign of Love gehört meiner Meinung nach zu den schwächeren Platte. Es erinnert zwar an die Anfangszeiten von Coldplay, aber der Gesang und die Melodie passen einfach nicht zusammen.

6. Yes!
Das zweite, sehr experimentelle Lied. Es fängt an mit Geigen und wandelt sich dann schnell in ein mit E-Gitarren bespickter Song. Die Kopfstimme von Chris Martin wird hier von einer wirklich sehr tiefen Stimme ersetzt wo man erstaunt ist, dass er so tief gehen kann ;-) In dem Song sind sehr viele, fremldiche Instrumente sodass ich sie nicht alle erkennen kann. Aufjedenfall aber ist eine Zitter, Geigen, und E-Gitarren enthalten. Im Refrain sind auch einige arabische Stilelemente enthalten. Alles in allem aber ein toller Song, der das Talent von Coldplay voll zeigt.

7. Viva la Vida
Was soll ich zu Viva la Vida sagen? Ich glaube diesen Song kennt inzwischen wirklich jeder, und der ist ein so heftiger Ohrwurm dass er noch lange in unseren Köpfen herumschwirrt. In dem Song geht es um einen gefallenen König, der sich jetz in der Realität wiederfindet. Die Plagiatsvorwürfe sind meiner Meinung nach unberechtigt, weil sich das Lied wirklich sehr unterscheidet von dem Satriani Song! Der Refrain mit Glockenschlag, das Streichorchester und das ganze Feeling des Songs ist einmalig! Toll =)

8. Violet Hill
Die erste Single aus dem neuen Album war Violet Hill. Beim ersten hören hat sie mir nun gar nicht gefallen, doch beim mehrmaligen Hören wird das Lied wirklich erste Klasse. Violet Hill ist nicht wie von vielen behauptet ein Berg, sondern eine Straße in London wo Chris Martin mal gewohnt hat oder immer noch wohnt! Der Text ist sehr politisch und enthält eine Anspielung auf George Bush ( "When the future's architectured
By a carnival of idiots on show").

9. Strawberry Swing
Dieses Lied macht einfach Laune! =) Es versprüht eine ordentliche Portion Fröhlichkeit und animiert zum mitsingen ("it's such a perfect day") . Ein Lied, das ebenfalls in einer Kirche aufgenommen wurde und somit den typischen Schalleffekt besitzt.

10. Death and all his Friend
Der Abschlussong ist nochmal eine Hommage an das ganze Thema von den Album nämlich Revolution/Liebe/Schmerz. Es besteht eigentlich auch aus 2 Teilen. Der zweite Teil heißt "TheEscapist!" woher auch mein Nickname kommt ;-) Ursprünglich für den gleichnamigen Kinofilm in England geschrieben, fand er GottseiDank doch noch den Platz auf das Album. Der Song im ganzen versprüht eine optimistische Stimmung ( "I won't follow death and all his friends" )

Alles in allem kann man sagen, das Album ist wirklich ein Meilenstein in der Geschichte des Brit-Pop. Die Entwicklung von einer Studentenband zur 1. Liga ist bei Coldplay wirklich sehr gut gelungen. Der Produzent Brian Eno hat dem ganzen die nötige Würze gegeben und Coldplay auf einen guten Weg gebracht. Im Vergleich zu den anderen Alben ist Viva la Vida natürlich sehr experimentell, aber genau das macht den Reiz dieses Albums aus =)

14 Bewertungen, 5 Kommentare

  • krullinchen

    26.05.2009, 20:29 Uhr von krullinchen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Grüße!

  • peter93

    26.05.2009, 18:15 Uhr von peter93
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht und viele Grüße zum Dienstag

  • sandieheinrich

    26.05.2009, 17:33 Uhr von sandieheinrich
    Bewertung: sehr hilfreich

    Grüßle aus der Haupststadt

  • cs59

    26.05.2009, 16:47 Uhr von cs59
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht Liebe Grüße

  • sigrid9979

    26.05.2009, 15:59 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    gut berichtet lg sigi