Level 9. Testbericht
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- Niveau:
- Unterhaltungswert:
- Spannung:
- Humor:
- Stil:
Erfahrungsbericht von RPG_Shadow
Tödliches Spiel
Pro:
Action, Spannung
Kontra:
Übertreibungen, Klischees
Empfehlung:
Ja
Frank Balenger und seine neue Partnerin Amanda erhalten eine aufwändig gestaltete Einladung von einem „History Club“. Dort soll ein Vortrag über Zeitkapseln stattfinden. Da vor allem Frank sich dafür interessiert, entschieden sich die beiden der Einladung nachzugehen. Dort ereignen sich allerdings merkwürdige Dinge. Während des Vortrags verlassen zahlreiche Zuhörer plötzlich den Raum. Nur kurze Zeit darauf verlieren sowohl Frank als auch Amanda das Bewusstsein.
Amanda erwacht in einem ihr unbekannten Gebäude und wird als Geißel festgehalten. Als sie sich umschaut, trifft sie auf weitere Personen, die Ähnliches erlebt haben. Schon bald stellt sich heraus, dass sie alle Opfer eines grausamen Spiels sind. Ein wahnsinniger Videospieledesigner zwingt die Gefangenen seine Anweisungen zu folgen, um Aufgaben zu erledigen. Nur handelt es sich hier um Realität. Mit einem Headset und Blackberry hält der „Gamemaster“ den Kontakt zu seinen Gefangenen aufrecht. Wenn die unfreiwilligen Mitspieler gegen die Regeln handeln, werden sie getötet. Die Opfer müssen für ihre Freiheit mehrere Aufgaben erfüllen. Zunächst müssen sie einen Weg aus dem Gebäude finden, dann befinden sie sich in einem Hochtal. Dieses Tal beherbergt viele Bombenfallen und wilde Tiere. Die Anzahl, der Spieler nimmt erschreckenderweise schnell ab. Jeder fürchtet sich, der Nächste zu sein.
Frank ist ebenfalls Teilnehmer des „Spiels“, allerdings ist er im Gegensatz zu den anderen frei und darf von der Außenwelt agieren. Die Erfahrung als des ehemaligen Polizisten, hilft um die Hinweise des „Gamemasters“ zu folgen. Doch gerät Frank gleich mehrmals in Lebensgefahr und muss beim Tod anderer zusehen. Mit der Zeit verdächtig die Polizei zudem ihn selbst.
Erläuterungen und Kritik
Wer David Morrells Werk „Creepers“ gelesen hat, wird manche Charaktere wieder erkennen. Die Geschichte ist allerdings eigenständig und befasst mit Zeitkapseln im Besonderen. Das sind Behälter, die von unterschiedlichen Leuten mit Alltagsgegenständen oder etwas Wertvollem gefüllt und vergraben werden. Der Zweck ist es im Falle einer Katastrophe, eine Botschaft an die Zivilisation der Zukunft zu geben. Außer „Die Grabkammer weltlichen Begehrens“ gibt es jede im Buch erwähnte Zeitkapsel in der Realität. Somit erfährt man neben einer spannenden Geschichte noch einiges über die Zeitkapseln.
Eine wichtige Rolle spielen auch die Protagonisten und ihre vielfältigen Charaktereigenschaften.
Amanda ist zum Beispiel besonders vernünftig und der „Mitspieler“ Ray sehr aggressiv. Eine der wohl unterhaltsamsten Charaktere ist Professor Graham: eine über sechzig jährige Videospiel-Oma, die am liebsten „Doom“ zockt. Leider wird allerdings auch öfters auf Klischees zurückgegriffen.
Obwohl die Ereignisse des Buches theoretisch möglich wären und die Details gut durchdacht sind, kommt die Geschichte etwas unglaubwürdig herüber. Da merkt man schon, dass es hier vor allem darum geht, Spannung durch actionreiche Szenen zu erzeugen, wie man von Hollywood kennt.
Am Ende des Buches erhält man mehrere Hintergrundinformationen über die Entstehung seines Romans. Angeregt wurde Morrell durch einen Zeitungsartikel über Zeitkapseln und verlieh seinem Werk den Titel „Scavenger“, was passender ist als die deutsche Übersetzung. Die Kapiteleinteilung in „9 Level“ ist zwar interessant, aber man erwartet deshalb für jedes Level eine Aufgabe an die Spieler. Dies ist aber nicht der Fall. „Scavenger“ ist der Name des Spiels.
Das Cover zeigt ein Bild, dass an den Blick durch ein Nachtsichtgerät erinnert, was optisch zu „Creepers“ passt.
Fazit
Eine gelungene Action-Geschichte!
Autor
Der Autor David Morrell wurde 1943 in Kitchener (Kanada) geboren. Die Werke des Hemingway-Schülers Philip Young faszinierten ihn so sehr, dass er 1966 in die USA zog. Dort studierte er amerikanische Literatur und Englisch. In dieser Zeit lernte er den Science-Fiction-Schriftsteller Philip Klass (alias William Tenn) kennen, welcher dort Unterricht in Englisch und vergleichende Literaturwissenschaften gab.
Später lehrte David Morrell selbst und seit 1986 lebt er von der Schriftstellerei.
Morrells Romane erreichten schon sechs Mal einen Platz in der Bestsellerliste der New York Times. Einige seiner Werke wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt. Sein wohl bekanntestes Werk ist “Rambo”, welche vor allem durch die Filme berühmt wurde. Auch die Filmrechte für "Der Blick des Adlers" wurden bereits von einer Produktionsfirma von Michael Douglas verkauft.
David Morrells fünfzehnjähriger Sohn starb an Knochenkrebs. Dieser heftige Verlust spiegelt sich in einigen seiner Werken wider. In seinem Werk „Der Nachruf“ verliert die Hauptperson seinen Sohn.
Heute lebt er mit seiner Frau in Santa Fe, New Mexico.
Produktinformation
Erschienen: 01.03.2008
Umfang: 416
Aufmachung: Taschenbuch
Anmerkung
Diesen Text habe ich auf anderen Plattformen bereits in ähnlicher Form veröffentlicht.
31 Bewertungen, 10 Kommentare
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16.11.2013, 09:06 Uhr von travelgirl
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße und ein tolles WE
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24.09.2013, 20:18 Uhr von Haustierhalterin
Bewertung: sehr hilfreichIch lese gegen - Du auch? :)
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21.09.2013, 14:35 Uhr von Juri1877
Bewertung: sehr hilfreichsehr schön rezensiert
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18.09.2013, 18:49 Uhr von einlustigerkunde
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße *schleim*
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15.09.2013, 20:03 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Edith und Claus
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15.09.2013, 13:23 Uhr von Little-Peach
Bewertung: sehr hilfreichSh von mir und einen schönen Sonntag wünsche ich dir :))
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14.09.2013, 20:30 Uhr von Lale
Bewertung: sehr hilfreichAllerbesten Gruß *~*
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14.09.2013, 16:35 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: sehr hilfreichsehr gut geschrieben
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14.09.2013, 13:15 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvollLG Damaris
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14.09.2013, 12:38 Uhr von [email protected]
Bewertung: besonders wertvollGrüße Annabelle
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