Rogue - Im falschen Revier (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2011
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Erfahrungsbericht von LilithIbi
„Das machst du gut!“ ~ „Ja, wow. 28 und kann einen Knoten binden.“
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
„Ich finde die Notsignalfackeln nicht!“
„Befinden die sich in einer gelben Kiste mit der Aufschrift Notsignalfackeln?“
Die Weisheit, dass beklemmende Filme des Horrorgenres oftmals durch fetzige Dialoge belebt und förmlich angereichert werden, dürfte sich inzwischen bis in die letzten Reihen herumgesprochen haben. Schön auch, dass dieser Usus nach wie vor positive Wirkung zeigt und der 89minütige Tierhorror
===“Rogue ~ im falschen Revier“=== gar nicht erst versucht, von Anfang an lediglich eine Stimmung hervorzurufen. Ganz im Gegenteil: das, was der Zuschauer als erstes zu sehen bekommt, sind überaus beeindruckende Naturaufnahmen, wunderschöne Landschaftsbilder Australiens, die durch und durch berühren. Selbst der erste (im übrigen „echte“ und nicht irgendwie nachgestellte) Krokoangriff auf ein ebenfalls frei lebendes Tier hat durchweg etwas naturgewaltig-malerisches.
In diesem Zusammenhang fühlt es sich ein wenig bedauerlich an, dass vereinzelt allzu offenkundig die via Computer eingefügte Umgebung erkennbar ist und es somit so wirkt, als würde das Bötchen der Touristengruppe alsbald durch die Leinwand krachen.
Wie dem aber auch sei; die Story selbst beginnt rasch damit, den Zuschauer mit den nötigsten Eckpfeilern zu versorgen: Journalist Pete McKell (Michael Vartan) hat mit Natur an für sich rein gar nichts am Hut, schließt sich jedoch Dank seines Bosses einer Bootstour durch den Kakadu Nationalpark an, um bestmögliche Aufnahmen von Krokodilen abzuliefern. Schon bei seiner Stippvisite in der örtlichen Kneipe darf sich nicht zuletzt der Filmgucker einige Zeitungsartikel darüber angucken, dass mit den lebendigen Handtaschen nicht zu spaßen ist.
Besonders hervorzuheben generell, dass „Rogue“ nicht einfach nur ein blutvoller Film sein will, sondern durchaus einiges wissenswertes über die Lebensweise der Krokodile zu vermitteln. So richtig als „Monster“ ansehen kann man den späteren 7m langen Hauptdarsteller somit nicht; hat man doch gelernt, dass vielmehr das Tierchen selbst sich bedroht fühlt, wenn sich auf einmal ein paar Menschen in seinem Revier niederzulassen scheinen.
Der Verlauf des Filmes ist an für sich recht typisch und verlässlich: anfangs wird noch ein wenig mit den Ängsten der Bootstourer herumgespaßt:
„Greifen die auch Menschen an?“
„Hauptsächlich Touristen.“
Wenig später bereits bahnt sich eine erste düstere Stimmung an, als Neil (Sam Worthington) mitsamt seinem Busenkumpel Collin von dessen Motorbötchen aus die Bootsführerin Kate Ryan (Radha Mitchell) nebst ihrem Passagieren behelligen. Was nun eigentlich das interpersonelle Problem ist, klärt sich bis zuletzt nicht auf ~ und ich fürchte fast, dass ich mal wieder die einzige sein werde, die das überhaupt interessiert hätte.
Kaum diesen Halbschrecken überwunden, platzierten die Macher eine durchaus emotionale Szene, die mich persönlich förmlich zu Tränen rührte und die weiterhin erklärt, warum einer der Passagiere „versehentlich“ zwei Fahrkarten in der Hand hatte.
Dementgegen bin ich persönlich immer noch irritiert von dem plötzlichen Ausruf
„Hast du das gesehen? Ich glaube es war ein Notsignal!“
eben weil ich für meinen Teil auch dann noch nichts sah, als alle anderen zustimmten. Die Entscheidung, ob man der zwischenmenschlichen Verpflichtung, sich darum zu kümmern, nachkommen sollte oder eher darauf Rücksicht nehmen sollte, dass die Bootsinsassin ihre Busse bekommen, gestaltet sich derartig obskur, wie sie direkt aus dem Leben gegriffen sein könnte.
Noch während ich munter vor mich hingrübelte, platzierte Regisseur, Drehbuchautor und zugleich
Produzent Greg Mclean einen Schreckensmoment, Dank dessen ich fast meine bis dato festgehaltene Tasse quer durchs Zimmer geschleudert habe.
_„Rogue“_ geht spärlich mit seinen Schockeffekten um, verzichtet zum Großteil ebenso darauf, die Momente, in denen jemand buchstäblich weggehappst wird, werden ebenfalls nicht ausgeschlachtet, so dass an dieser Stelle klar sein sollte, dass die Gewichtung keinesfalls auf hohem Blutzoll liegt. Der genaue Ablauf ist nur im Groben verlässlicher Natur; vielmehr platzierte der Macher für das berühmt-berüchtigte Genre einige neue Ideen, bei denen man zusätzlich mehrfach in die falsche „was geschieht als nächstes“ Richtung gelockt wird.
Während man bei zig anderen Tierhorrorthrillern eigentlich schon vor DVD-Einlegung vorhersagen kann, wann und wie oft und wie blutig der eigentliche Star des Filmes zuschlagen wird, bedient sich _„Rogue“_ einer ernsthafteren, bodenständigeren und durchweg realistischen Umsetzung. _„Rogue“_ überzeugt statt durch Dauergekreische durch dramaturgische Momente, Szenerien und diverse persönlichere Bedrohungen (ein Kind, eine körperlich geschwächte Mutter, eine Person, die in den ungünstigsten Momenten in Schockstarre verfällt), den den Kroko-Horror positiv von der Killer-Alligator-Masse abheben.
Etliche Augenblicke, in denen die Spannung die Nerven blank legt, tummeln sich hier, ohne den Thriller überladen wirken zu lassen. Das Wissen, dass solcherlei tatsächlich passieren kann (und bekanntlich so oder so ähnlich bereits mehrfach geschehen ist) und wahrhaftig 7m große Krokodile gesichtet wurden, während das filmische Exemplar lediglich 5m misst... all dies, gepaart mit einer absolut treffsicheren Begleitmusik, sorgt für noch intensivere Atmosphäre, die den Gucker von Anfang bis Ende mitfiebern lassen.
Kleiner Punktabzug meinerseits dafür, dass die Gruppendynamik nicht völlig ausgereizt wurde ~ urplötzlich wankt ein Charakter alleine umher, was gleichermaßen jedoch wieder gelungener ist, als den finalen Kampf mit dem Urzeitviech nicht zur Massenveranstaltung verkommen zu lassen. Ohnehin liegt auf der Hand, dass „ein Mensch gegen ein Tier“ packender auf die Leinwand gebretzelt werden kann als das, was ohnehin viel zu oft in der sog. „Jagdsaison“ haufenweise durchgeführt wird. Soll heißen: irgendwie bleibt der Kampf in _„Rogue“_ fair ~ auch wenn ein einzelner Mensch kaum eine realistische Chance haben dürfte. Doch wie gesagt: das Krokodil fühlt sich im Grunde schlicht und ergreifend bedroht ~ und meint das alles gar nicht böse.
Zurück zur Gruppe: anfänglich wurde Wert darauf gelegt, den ein oder anderen mit dem Siegel der zuschauerlichen Sympathie zu versehen. Während ich persönlich rasch die Raucherin Gwen (Celia Ireland) in mein Herz schloss, bangte ich im weiteren Verlauf vermehrt um die jugendliche Mary Ellen (Caroline Brazier), wobei mir ihre Mutter Elizabeth (Heater Mitchell) trotz ihrer dramatischen Geschichte nicht so recht ans Herz wachsen wollte. Man möge mir nachsehen, dass ich die übrigen Namen nicht mehr zuordnen kann ~ wirklich wichtig sind jene einerseits ohnehin nicht, andererseits kann man die unterschiedlichen Persönlichkeiten durchaus erkennen und ahnt dennoch vereinzelte Entwicklungsstränge keineswegs voraus.
Vielmehr hat es mich vollends überrascht, wer wann – und überhaupt – zur Zwischenmahlzeit deklariert wurde. Wobei es mich im weiteren Kontext widerrum überraschte, dass der Macher selbst vollends überzeugt war, dass der Zuschauer nicht ahnen würde, wer sich als Held der Geschichte entpuppen würde.
Ohnehin habe ich mir in diesem Fall die '''DVD-Extras''' ausnahmsweise angesehen, eben weil mich _„Rogue“_ über den Hauptfilm hinaus interessierte. Erfreulicherweise gestaltet sich das 45minütige '''making of''' durchgehend faszinierend und fesselnd, wenngleich man stellenweise kaum fassen kann, was man hier erfährt: Informationen über beschwerliche Dreharbeiten bei knapp 50°C beeindrucken schon für sich alleine, doch der Umstand, dass während mancher Aufnahmen die Angst nicht einmal gespielt werden musste... diese Information schürt den Respekt vor dem Gesamtwerk meinerseits weiterhin. Soll heißen: am Tag, als die Szene gedreht wurde, in der Sam Worthington ins Wasser fällt, schwamm wahrhaftig ein Krokodil durchs Wasser, was die Genehmigung der Drehs verzögerte. Nachdem Regisseur Greg Mclean beherzt eine Runde schwamm, um den Schauspieler davon zu überzeugen, dass es inzwischen ungefährlich sei, ließ dieser sich überreden ~ bewaffnete Männer stellten sich zur Sicherheit dennoch ans Ufer auf. Sam Worthington selbst gibt inmitten des „Making ofs“ an, sich mehrfach beinahe in die Hose gemacht zu haben.
Die weiteren Extras in Form von einem '''Spezialeffekte-Featurrette''', einer '''Fotogalerie''' sowie den eigenen nebst weiteren Trailer habe ich mir indes nicht angesehen.
===Summa summarum=== bin ich von _„Rogue“_ durchaus angetan und beinahe vollkommen überzeugt.
Über die ein oder andere Ungereimtheit ~ wie etwa die große Frage, warum man so völlig verpasst, wie Hund Kevin nun eigentlich über den Fluss schwimmt ~ muss man auch in diesem Filmfall durchaus hinwegsehen können, um nicht so lange herumzumäkeln, bis von der definitiven Großartigkeit kaum noch etwas überbleibt.
Hierzu gehört zweifellos auch das leicht abstruse Finale, in der jedweder Logik zum Trotz sich das unhandliche Krokodil mit einem geworfenen Steinchen auf den Rücken ablenken lässt.
Absolut versöhnlich hingegen stimmt sodann die phänomenale Abspannmusik („Never smile at a crocodile“), die mich wunderfluffig von der Couch puzzelte. Offen gestanden hätte ich bei Filmbeginn selbst nicht dran geglaubt, doch man lesen und staune: _„Rogue“_ erhält sehr solide 4 Sterne nebst einer respektvollen Guckempfehlung.
„Befinden die sich in einer gelben Kiste mit der Aufschrift Notsignalfackeln?“
Die Weisheit, dass beklemmende Filme des Horrorgenres oftmals durch fetzige Dialoge belebt und förmlich angereichert werden, dürfte sich inzwischen bis in die letzten Reihen herumgesprochen haben. Schön auch, dass dieser Usus nach wie vor positive Wirkung zeigt und der 89minütige Tierhorror
===“Rogue ~ im falschen Revier“=== gar nicht erst versucht, von Anfang an lediglich eine Stimmung hervorzurufen. Ganz im Gegenteil: das, was der Zuschauer als erstes zu sehen bekommt, sind überaus beeindruckende Naturaufnahmen, wunderschöne Landschaftsbilder Australiens, die durch und durch berühren. Selbst der erste (im übrigen „echte“ und nicht irgendwie nachgestellte) Krokoangriff auf ein ebenfalls frei lebendes Tier hat durchweg etwas naturgewaltig-malerisches.
In diesem Zusammenhang fühlt es sich ein wenig bedauerlich an, dass vereinzelt allzu offenkundig die via Computer eingefügte Umgebung erkennbar ist und es somit so wirkt, als würde das Bötchen der Touristengruppe alsbald durch die Leinwand krachen.
Wie dem aber auch sei; die Story selbst beginnt rasch damit, den Zuschauer mit den nötigsten Eckpfeilern zu versorgen: Journalist Pete McKell (Michael Vartan) hat mit Natur an für sich rein gar nichts am Hut, schließt sich jedoch Dank seines Bosses einer Bootstour durch den Kakadu Nationalpark an, um bestmögliche Aufnahmen von Krokodilen abzuliefern. Schon bei seiner Stippvisite in der örtlichen Kneipe darf sich nicht zuletzt der Filmgucker einige Zeitungsartikel darüber angucken, dass mit den lebendigen Handtaschen nicht zu spaßen ist.
Besonders hervorzuheben generell, dass „Rogue“ nicht einfach nur ein blutvoller Film sein will, sondern durchaus einiges wissenswertes über die Lebensweise der Krokodile zu vermitteln. So richtig als „Monster“ ansehen kann man den späteren 7m langen Hauptdarsteller somit nicht; hat man doch gelernt, dass vielmehr das Tierchen selbst sich bedroht fühlt, wenn sich auf einmal ein paar Menschen in seinem Revier niederzulassen scheinen.
Der Verlauf des Filmes ist an für sich recht typisch und verlässlich: anfangs wird noch ein wenig mit den Ängsten der Bootstourer herumgespaßt:
„Greifen die auch Menschen an?“
„Hauptsächlich Touristen.“
Wenig später bereits bahnt sich eine erste düstere Stimmung an, als Neil (Sam Worthington) mitsamt seinem Busenkumpel Collin von dessen Motorbötchen aus die Bootsführerin Kate Ryan (Radha Mitchell) nebst ihrem Passagieren behelligen. Was nun eigentlich das interpersonelle Problem ist, klärt sich bis zuletzt nicht auf ~ und ich fürchte fast, dass ich mal wieder die einzige sein werde, die das überhaupt interessiert hätte.
Kaum diesen Halbschrecken überwunden, platzierten die Macher eine durchaus emotionale Szene, die mich persönlich förmlich zu Tränen rührte und die weiterhin erklärt, warum einer der Passagiere „versehentlich“ zwei Fahrkarten in der Hand hatte.
Dementgegen bin ich persönlich immer noch irritiert von dem plötzlichen Ausruf
„Hast du das gesehen? Ich glaube es war ein Notsignal!“
eben weil ich für meinen Teil auch dann noch nichts sah, als alle anderen zustimmten. Die Entscheidung, ob man der zwischenmenschlichen Verpflichtung, sich darum zu kümmern, nachkommen sollte oder eher darauf Rücksicht nehmen sollte, dass die Bootsinsassin ihre Busse bekommen, gestaltet sich derartig obskur, wie sie direkt aus dem Leben gegriffen sein könnte.
Noch während ich munter vor mich hingrübelte, platzierte Regisseur, Drehbuchautor und zugleich
Produzent Greg Mclean einen Schreckensmoment, Dank dessen ich fast meine bis dato festgehaltene Tasse quer durchs Zimmer geschleudert habe.
_„Rogue“_ geht spärlich mit seinen Schockeffekten um, verzichtet zum Großteil ebenso darauf, die Momente, in denen jemand buchstäblich weggehappst wird, werden ebenfalls nicht ausgeschlachtet, so dass an dieser Stelle klar sein sollte, dass die Gewichtung keinesfalls auf hohem Blutzoll liegt. Der genaue Ablauf ist nur im Groben verlässlicher Natur; vielmehr platzierte der Macher für das berühmt-berüchtigte Genre einige neue Ideen, bei denen man zusätzlich mehrfach in die falsche „was geschieht als nächstes“ Richtung gelockt wird.
Während man bei zig anderen Tierhorrorthrillern eigentlich schon vor DVD-Einlegung vorhersagen kann, wann und wie oft und wie blutig der eigentliche Star des Filmes zuschlagen wird, bedient sich _„Rogue“_ einer ernsthafteren, bodenständigeren und durchweg realistischen Umsetzung. _„Rogue“_ überzeugt statt durch Dauergekreische durch dramaturgische Momente, Szenerien und diverse persönlichere Bedrohungen (ein Kind, eine körperlich geschwächte Mutter, eine Person, die in den ungünstigsten Momenten in Schockstarre verfällt), den den Kroko-Horror positiv von der Killer-Alligator-Masse abheben.
Etliche Augenblicke, in denen die Spannung die Nerven blank legt, tummeln sich hier, ohne den Thriller überladen wirken zu lassen. Das Wissen, dass solcherlei tatsächlich passieren kann (und bekanntlich so oder so ähnlich bereits mehrfach geschehen ist) und wahrhaftig 7m große Krokodile gesichtet wurden, während das filmische Exemplar lediglich 5m misst... all dies, gepaart mit einer absolut treffsicheren Begleitmusik, sorgt für noch intensivere Atmosphäre, die den Gucker von Anfang bis Ende mitfiebern lassen.
Kleiner Punktabzug meinerseits dafür, dass die Gruppendynamik nicht völlig ausgereizt wurde ~ urplötzlich wankt ein Charakter alleine umher, was gleichermaßen jedoch wieder gelungener ist, als den finalen Kampf mit dem Urzeitviech nicht zur Massenveranstaltung verkommen zu lassen. Ohnehin liegt auf der Hand, dass „ein Mensch gegen ein Tier“ packender auf die Leinwand gebretzelt werden kann als das, was ohnehin viel zu oft in der sog. „Jagdsaison“ haufenweise durchgeführt wird. Soll heißen: irgendwie bleibt der Kampf in _„Rogue“_ fair ~ auch wenn ein einzelner Mensch kaum eine realistische Chance haben dürfte. Doch wie gesagt: das Krokodil fühlt sich im Grunde schlicht und ergreifend bedroht ~ und meint das alles gar nicht böse.
Zurück zur Gruppe: anfänglich wurde Wert darauf gelegt, den ein oder anderen mit dem Siegel der zuschauerlichen Sympathie zu versehen. Während ich persönlich rasch die Raucherin Gwen (Celia Ireland) in mein Herz schloss, bangte ich im weiteren Verlauf vermehrt um die jugendliche Mary Ellen (Caroline Brazier), wobei mir ihre Mutter Elizabeth (Heater Mitchell) trotz ihrer dramatischen Geschichte nicht so recht ans Herz wachsen wollte. Man möge mir nachsehen, dass ich die übrigen Namen nicht mehr zuordnen kann ~ wirklich wichtig sind jene einerseits ohnehin nicht, andererseits kann man die unterschiedlichen Persönlichkeiten durchaus erkennen und ahnt dennoch vereinzelte Entwicklungsstränge keineswegs voraus.
Vielmehr hat es mich vollends überrascht, wer wann – und überhaupt – zur Zwischenmahlzeit deklariert wurde. Wobei es mich im weiteren Kontext widerrum überraschte, dass der Macher selbst vollends überzeugt war, dass der Zuschauer nicht ahnen würde, wer sich als Held der Geschichte entpuppen würde.
Ohnehin habe ich mir in diesem Fall die '''DVD-Extras''' ausnahmsweise angesehen, eben weil mich _„Rogue“_ über den Hauptfilm hinaus interessierte. Erfreulicherweise gestaltet sich das 45minütige '''making of''' durchgehend faszinierend und fesselnd, wenngleich man stellenweise kaum fassen kann, was man hier erfährt: Informationen über beschwerliche Dreharbeiten bei knapp 50°C beeindrucken schon für sich alleine, doch der Umstand, dass während mancher Aufnahmen die Angst nicht einmal gespielt werden musste... diese Information schürt den Respekt vor dem Gesamtwerk meinerseits weiterhin. Soll heißen: am Tag, als die Szene gedreht wurde, in der Sam Worthington ins Wasser fällt, schwamm wahrhaftig ein Krokodil durchs Wasser, was die Genehmigung der Drehs verzögerte. Nachdem Regisseur Greg Mclean beherzt eine Runde schwamm, um den Schauspieler davon zu überzeugen, dass es inzwischen ungefährlich sei, ließ dieser sich überreden ~ bewaffnete Männer stellten sich zur Sicherheit dennoch ans Ufer auf. Sam Worthington selbst gibt inmitten des „Making ofs“ an, sich mehrfach beinahe in die Hose gemacht zu haben.
Die weiteren Extras in Form von einem '''Spezialeffekte-Featurrette''', einer '''Fotogalerie''' sowie den eigenen nebst weiteren Trailer habe ich mir indes nicht angesehen.
===Summa summarum=== bin ich von _„Rogue“_ durchaus angetan und beinahe vollkommen überzeugt.
Über die ein oder andere Ungereimtheit ~ wie etwa die große Frage, warum man so völlig verpasst, wie Hund Kevin nun eigentlich über den Fluss schwimmt ~ muss man auch in diesem Filmfall durchaus hinwegsehen können, um nicht so lange herumzumäkeln, bis von der definitiven Großartigkeit kaum noch etwas überbleibt.
Hierzu gehört zweifellos auch das leicht abstruse Finale, in der jedweder Logik zum Trotz sich das unhandliche Krokodil mit einem geworfenen Steinchen auf den Rücken ablenken lässt.
Absolut versöhnlich hingegen stimmt sodann die phänomenale Abspannmusik („Never smile at a crocodile“), die mich wunderfluffig von der Couch puzzelte. Offen gestanden hätte ich bei Filmbeginn selbst nicht dran geglaubt, doch man lesen und staune: _„Rogue“_ erhält sehr solide 4 Sterne nebst einer respektvollen Guckempfehlung.
24 Bewertungen, 3 Kommentare
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15.02.2012, 18:21 Uhr von GinFix
Bewertung: sehr hilfreichLG GinFix - bekennender Vor- und Gegenleser
-
09.02.2012, 23:32 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichSchönen Donnerstagabend und lieben Gruß Nr. 1 für heute aus dem gallischen Dorf Miraculix1967
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09.02.2012, 15:31 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichViele liebe Grüße. KATJA
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