Penelope (DVD) Testbericht

Penelope-dvd-komoedie
ab 8,34
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 02/2011

5 Sterne
(1)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von LilithIbi

„Wenn ich nicht mehr bin als nur mein Name....“

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Es fällt schwer, den knapp 100minütigen Film

===Penelope=== einzordnen, ohne dass ein völlig falsches Bild entsteht. Auch die Beschreibung der _Handlung lässt auf eine Art Kinderfilm schließen, was dem Ganzen schlicht und ergreifend nicht gerecht wird. Ich würde sagen, „Penelope“ stellt zugleich Märchen, Gesellschaftssatire, Romanze, schwarze Komödie und doch auch Drama dar. Unabstreitbar jedoch zweifellos, das ohne den besonderen Stil oder gar anderen Darstellern das Gezeigte so nicht funktioniert, berührt und bewegt hätte, wie es schlussendlich der Fall ist.

Der Fluch, der auf Penelope Wilhern (Christina Ricci) liegt, verdankt diese einem Seitensprung eines Vorfahren, der dafür Sorge trug, dass jene mit der Nase eines Schweins geboren wurde. Nur dann, wenn jemand adeliges sie so liebt, wie sie ist, kann der Fluch gebrochen werden ~ somit wartet Penolope jahrelang, fortgeschlossen von jedweden Kontakt nach draußen, auf einen Mann, der bei ihrem Anblick nicht schreiend davon läuft und sie stattdessen heiratet. Insbesondere ihre Mutter Jessica Wilhern (Catherine O`Hara)tut alles, um ihre Tochter zu verstecken ~ der Moment, in dem Penelope andere Kinder sieht und von ihnen fortgerissen wird, geht regelrecht nahe.

Zeitgleich versucht ein Reporter ein Bild von Penolope zu erhaschen, bietet dem vermeintlich verarmten Adeligen Max (James McAvoy) einen stattlichen Betrag, wenn dieser ein Foto macht. Tatsächlich ergreift Max entgegen einer weiteren Masse Anwerber nicht die Flucht, als Penelope auf der Bildfläsche erscheint ~ dass dies lediglich daran lag, dass er just in diesem Moment hinter dem Sofa herumpuzzelte, scheint im weiteren Verlauf eine Romanze nach sich zu ziehen. Durch eine undurchsichtige Glasscheibe voneinander getrennt verbringen Max und Penelope Zeit miteinander ~ so lange, bis sie sich schließlich traut, ihren Schutzraum zu verlassen...

===In der Umsetzung=== war ich überrascht, dass jenes bereits in der ersten halben Stunde passierte. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt damit gerechnet, dass der gesamte Film absolut vorhersehbar sein würde; Max der einzige sein wird, der nicht von Penelopes Anblick zurückschreckt etc. blabla. Doch es kommt anders ~ und Penelope verlässt wenig später heimlich das Haus, um an der Welt ~ wenn auch hinter einen Schal versteckt ~ teilzunehmen.
Szenen, in denen Penelope das erste mal mit den alltäglichen Dingen konfrontiert wird, gehen zweifellos unter die Haut; Situationen, die sie nicht kennen kann, werden erfreulicherweise nicht übertrieben dargestellt, wirken authentisch und amüsieren auf un-schadenfrohe Art.

Weniger authentisch natürlich die gesamte Szenerie, die irgendwo an Superman erinnert, den angeblich auch niemand mehr erkennt, nur weil er seine Brille nicht trägt. Darüber hinaus sieht Penelope bei weitem nicht gruselig aus, man könnte sogar sagen, dass sie trotz ihres Fluchs absolut hübsch ist. Die Synchronstimme, die mir sonstig von Rory aus den „Gilmore girls“ bekannt ist, passt absolut zu ihr, betont ihre Gefühlslagen und rundet das Gesamtwerk so richtig ab. Reese Witherspoon, die den Film ebenfalls mitproduziert hat, erhält eine vergleichsweise kleine Rolle, überzeugt jedoch nicht weniger.

Atmosphärisch erinnert die Bebilderung durch fast schon über-bunte Farben an eine Mischung aus „Die fabelhafte Welt der Amelie“ und der neusten„Alice im Wunderland“ Umsetzung; trägt jedoch innerhalb der Handlung nicht so dick auf wie erstgenannter und stellt von hinten bis vorne ein absolut liebenswertes Werk dar. Die mannigfaltigen satirischen Seitenhiebe mag die jüngere Zuschauerfront (FSK6) hier und dort womöglich nicht verstehen; ein wenig befremdet es auch, dass urplötzlich „ein paar Monate“ vergangen sind. Während sich der Film anfänglich noch Zeit lässt, den Zuschauer ins Bild zu rücken, findet alles, was „draußen“ abläuft, fast schon im Zeitraffer statt.
Die Aussage des Filmes kristallisiert sich gegen Ende auf eine andere Art und Weise heraus, die der Großteil der Gucker vermutlich erwartet hätte ~ ein Umstand, der mir persönlich absolut zusagt und über kleinere Schwächen hinwegtröstet.

'''DVD Extras''' gibt es hier eine ganze handvoll: zwei '''Trailer''' in je zwei Sprachen, ein paar '''Interviews''', ein sog. '''Featurette''', welches noch ein paar Background-Infos liefert sowie den fast schon üblichen '''Blick hinter die Kulissen'''.

====Summa summarum=== ist unter der Regie von Mark Palansky ein wahrlich bezauberndes Werk entstanden, was man sich gut und gerne öfters angucken kann. Hier und dort mögen winzige Entwicklungen zwar ein wenig übers Ziel hinausgeschossen sein; doch darf man natürlich nicht vergessen, dass es sich hier um einen Beitrag aus dem Reich der Märchen und Sagen handelt. „Komödie“ würde ich selbst das Ganze zwar nicht nennen; aber jeder, der sich für Filme wie „Auf immer und ewig“ erwärmen konnte, wird auch hieran Gefallen finden.

31 Bewertungen, 4 Kommentare

  • milabie

    01.12.2010, 05:56 Uhr von milabie
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich schicke einen Wintergruß aus dem Norden. LG

  • anonym

    30.11.2010, 22:18 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toll vorgestellt - freue mich, wenn du auch mal bei mir vorbei schaust :) GLG

  • Lale

    30.11.2010, 19:59 Uhr von Lale
    Bewertung: sehr hilfreich

    Allerbesten Gruß *~*

  • Smolmar

    30.11.2010, 16:29 Uhr von Smolmar
    Bewertung: sehr hilfreich

    Danke, toller Bericht. Gut geschrieben.