xXx - Triple X (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Joebln

Sexbombe

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die NSA übernimmt für die USA die Terrorbekämpfung außerhalb des Landes. Doch an Anarchy 99 beißt sich die Agentur zur Zeit die Zähne aus.
Man weiß zwar, dass die Gruppe, die aus russischen Ex Soldaten bester Ausbildung besteht, ein Nervengift namens \"Stille Nacht\" produzieren will. Aber keiner weiß, wie weit die Kader um Yorgi (Marton Csokas) sind.

Topagent Augustus Gibbons (Samuel L. Jackson) muss nun zu ungewöhnlichen Methoden greifen, denn alle seiner Agenten, die er nach Prag zum Hauptsitz der Gruppe Anarchy 99 geschickt hatte, wurden innerhalb weniger Stunden von Yorgis Schlägern erkannt und aus dem Weg geräumt.
Gibbons will er einen Mann runterschicken, der sich im Auftreten kaum von den Terroristen unterscheidet und daher gut in die Gruppe passen würde.
Was böte sich da besseres an, als die Auswahl unter auffällig gewordenen \"Verrückten\" zu treffen.
Nach einigen spektakulären Auswahltests ist es dann auch soweit:
Xander Cage (Vin Diesel) - volltätowierter Spaß-Anarchist, der übers Internet Live-Videos davon überträgt, wie er in gestohlenen Politiker-Angeberautos von Brücken springt, um sich den spektakulärsten Basejump-Kick seines Lebens zu holen – wird als neuer Agent für Prag ausgewählt.
Gibbons muss ihm zwar noch mit ein klein wenig Druck \"gut zureden\". Aber die Manipulation ist erfolgreich und Cage ist es in Prag auch – bis seine Deckung auffliegt ...

So viel zu der etwas sehr dünnen und teilweise recht kruden Story. Das ist alles schon mal da gewesen und auch nicht gerade zu einem originellen Mix neu verarbeitet worden. Zumindest ist der sonst für solche Filme übliche Humor über weite Strecken nur zu erahnen.
Hinzu kommt, dass die Figuren durchweg extrem blass sind. Nicht einer hat einen Background oder eine Zukunft. Das sollte in den Sequels dann aber noch ausbaufähig sein.

Aber Triple X ist schließlich auch kein Film für den Kopf, sondern fürs Auge.
Und da beginnen wir mal gleich mal mit der neuen Super Sexbombe Vin Diesel. Der Mann hat einen sagenhaften Body, den er leider nur zu selten unbekleidet in die Kamera hält. Also ich hätte mir da schon ein paar mehr attraktive Szenen aus den Fingern saugen und in dieses eh schon völlig krude Drehbuch einbauen können.
Aber auch Diesels Ausstrahlung ist super. Er mag kein Charakterschauspieler sein, aber den toughen und megacoolen Anarcho mit Herz nimmt man ihm spielend ab. Dazu kommt dann noch das wirklich nette Gesicht mit Schlafzimmerblick und Lausbubengrinsen.
Der Gang ins Kino lohnt sich also schon allein wegen dieses Mannes. Und ich hoffe, dass wir in noch in weiteren Filmen zu sehen bekommen. Mich hat der Mann überzeugt!
Die anderen Figuren hingegen verblassen mangels tieferem Charakter und ausreichender Attraktivität ziemlich schnell. Und was einen Samuel L. Jackson an diesem Drehbuch begeistert hat, wird wahrscheinlich auch nicht mehr zu klären sein.

Davon, dass sich eine Sexbombe zwei Stunden auf der Leinwand räkelt, kann aber auch kein Film leben. (Na gut in einem anderen Genre würde auch das reichen, aber XXX heißt in diesem kleinen Wortspiel nun mal nicht \"Nicht jugendfrei\".)
Also gibt es auch ein paar Worte über die Inszenierung zu sagen:
Der Film ähnelt einem Musikclip. Es gibt wilde Kameraschwenks, extrem schnelle Schnitte, kurze Szenen und viel laute und teilweise sehr harte Musik.
Der Soundtrack mit Songs a la Rammstein war nun wirklich nicht nach meinem Geschmack, passte aber durchaus zur Szenerie.

Hervorheben möchte ich allerdings und unbedingt noch die wirklich exzellente Stuntarbeit. Hier werden Szenen gezeigt, bei denen einem manchmal der Atem stockt und wo man kaum noch glauben kann, dass Menschen dieses Risiko eingegangen sind. Trotzdem wirkt alles sehr flüssig und nicht ganz so unglaubwürdig (weil maßlos übertrieben) wie bei Bond.
Und da wir schon mal bei James Bond sind: das Product Placement herrscht natürlich auch in diesem Film vor, ist aber bis auf 2 Ausrutscher (Lufthansa, Kodak) nicht so penetrant, dass man von einer Dauerwerbesendung sprechen könnte.
Aber genau wie bei Bond knallt und explodiert es an jeder Ecke.
Die Explosionen sind eigentlich durchweg gewaltig sowie gut und realistisch in Szene gesetzt. Überhaupt kann man auch an der Tricktechnik nicht meckern. Hier wurde geklotzt statt gekleckert – aber nicht übertrieben.

Noch ein Wort zur Gewaltdarstellung:
Hier war ich recht positiv überrascht. Gut, es gibt etliche Tote. Aber das Ganze artet nicht in eine Gewaltorgie aus. Und ich fand, dass man sich auf das Nötigste beschränkt hat. Es fliegen keine Eingeweide oder Körperteile durch das Bild und das Blut fließt auch nicht gleich eimerweise die Leinwand runter.
Und im Gegensatz zu den letzten Kriegsfilmen wird hier auch das Töten nicht noch durch Nahaufnahmen oder Slow Motion zelebriert.

Fazit: Haltet Euch fest, denn Bonds Enkel ist erwachsen!
Diesen Film sollte nur sehen, wer sich mit sinnleerer Handlung, Dauerexplosionen und rasanten Schnitten zu harter Musik anfreunden kann. Für Euch gibt’s dann auch die ganze Zeit über freien Blick auf die Sahneschnitte des Jahres.

PS: der Abspann ist superklasse gemacht und den sollte man sich ausnahmsweise auch mal gönnen.

http://www.triplex-der-film.de/

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