Batman: Arkham Asylum (Xbox 360 Spiel) Testbericht

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ab 9,07
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Erfahrungsbericht von JustRed

Ich sage nicht, ich bin Batman...

Pro:

Super Story, coole Moves / Kämpfe, tolle Rätsel, einfach alles - Batman eben!

Kontra:

Der Anzug geht kaputt :-(

Empfehlung:

Ja

...ich sage nur, dass man Batman und mich noch nie zusammen in einem Raum gesehen hat!

Und damit herzlich willkommen in meinem nächsten Bericht! Noch immer stehen ein paar unbeschriebene Xbox Spiele in unserem Schrank, so dass ich nicht umhin komme, euch ein weiteres davon vorzustellen. Nachdem ich euch ja schon diverse Games aus unterschiedlichen Genres vorgestellt habe, soll es heute seit längerem einmal wieder um ein Action-Adventure gehen, jedoch um ein ganz besonderes! Denn ich will euch im Folgenden etwas über Batman: Arkham Asylum berichten. Viel Spaß beim Lesen!

Anforderungen


In Batman: Arkham Asylum geht es, wie könnte es auch anders sein, um Batman und seine Widersacher. Und was macht Batman mit Schurken? Genau, er taucht aus dem Nichts heraus auf und macht ihnen den Gar aus. Allerdings bringt Batman niemanden um, niemals! Im aktuell vorliegenden Spiel ist demnach zwar einiges an Kampf-Action enthalten, jedoch fließt kein Blut und es muss, zumindest durch den Protagonisten, auch niemand sterben. Batman: Arkham Asylum hat daher eine Altersfreigabe ab 16 Jahren erhalten (USK und PEGI). Meiner Meinung nach ist das auch völlig in Ordnung so.

Preis und Kauf


Batman: Arkham Asylum ist bereits im August 2009 erschienen. In diesem Bericht geht es allerdings um die Xbox Classics Variante, die dann im Oktober 2010 auf den Markt kam. Doch auch zu diesem Zeitpunkt ist das Spiel von uns bis dahin unbeachtet geblieben. Irgendwann so im Frühjahr 2011 ist es dann zunächst meinem Freund aufgefallen, den ich durchaus als Batman-Fan bezeichnen würde. Noch ein wenig unsicher, ob man den dunklen Ritter wirklich so gut spielbar machen kann, wie es sich der Fan wünschen würde, dauerte es nochmal ein paar Wochen, bis die Neugier zu groß war und wir uns das Spiel für nur noch 20 Euro zulegten.

Zumindest bei Amazon ist mittlerweile auch nur noch die Classics Variante erhältlich. Die "alte" Version, sowie Collector's Edition können nur noch über einzelne Angebote erstanden werden.

Die Story - Ich bin Batman!


Die Geschichte beginnt wie folgt. Joker hat das Büro des Bürgermeisters von Gotham City angegriffen und wurde dabei von Batman geschnappt. Dieser bringt ihn nun in die Anstalt Arkham Asylum. Noch in der gleichen Nacht bricht in Gothams Blackgate Gefängnis ein großes Feuer aus, so dass die Stadt gezwungen ist, hunderte der Insassen nach Arkham Asylum zu verlegen.

Meiner Aussage in der Überschrift des Berichtes zum Trotz, muss ich es jetzt doch sagen: In diesem Spiel bin ich Batman! Man befindet sich im Inneren von Arkham Asylum und begleitet den gefesselten Joker zusammen mit ein paar Wachleuten zu seinem Verwahrungsort. Da man sich ja am Anfang und nicht am Ende des Spiels befindet, ist eigentlich schon klar, dass hier irgendetwas schief gehen muss. Auch Jokers erstaunlich gute Laune und seine ganzen Sprüche, die man sich auf dem Weg anhören muss, lassen Rückschlüsse darauf zu.

Als man den Joker dann an das Personal der Psychiatrie übergeben hat, kommt es zur erwarteten Wende. Die Wachen werden überwältigt, der Joker befreit und mit ihm auch die Insassen von ganz Arkham Asylum. Wer war's? Na Harley Quinn natürlich. Sie hat die Anstalt infiltriert, um ihren Schatz wie geplant zu retten. Denn bei den ganzen Geschehnissen handelte es sich immer um den Plan unseres liebsten Widersachers, der auch das Feuer im Gefängnis zu verantworten hat. Schnell übernimmt er die Kontrolle über die ganze Anstalt und versammelt Kriminelle und Verrückte gleicher Maßen hinter sich. Darüber hinaus droht er, in der Stadt versteckte Bomben zu zünden, sollte irgendjemand die Anstalt betreten, um Batman zu helfen.

Man ist also auf sich allein gestellt, muss die Pläne von Joker herausfinden und sie vereiteln. Dabei stehen haufenweise Schläger, sowie diverse Superschurken in unserem Weg. Nach einer Begegnung mit Bane wird klarer, was der Joker im Schilde führt. Er ließ das Toxin Venom, das Bane zu einer überstarken Bestie macht, zu einem noch stärkeren Gift, namens Titan, weiterentwickeln und will damit nun eine Armee aus unbezwingbaren Handlangern erschaffen. Unser Weg, um dies zu verhindern, bedeutet Konfrontationen mit Bane, Poison Ivy, Killer Croc, Scarecrow und letztendlich dem Joker.

Das Gameplay - Batman at its best!


Batman: Arkham Asylum gehört zum Genre der Action-Adventures. Was erwartet der Spieler also? Jede Menge Action und Abenteuer und das dann noch mit Batman! Und genau das bekommt der Spieler auch geliefert und zwar im vollen Programm. Man muss Gegner bekämpfen und ausschalten, Rätsel lösen, diverse Hürden überwinden, Leute befreien, die coole Wayne-Technik zum Einsatz bringen, oftmals ungesehen bleiben und über die Dächer von Arkham Asylum gleiten.

Kämpfen - Kick it like Batman!


Schon gleich zu Beginn, nachdem Joker die Anstalt übernommen hat, muss man sich den ersten Schlägern widmen, die es wagen, sich Batman in den Weg zu stellen. Als mein Freund das Spiel angezockt hat, war er nach den ersten Moves so fasziniert, dass er fast das Drücken der Buttons vergessen hätte. Und auch ich muss gesehen, hier haben die Entwickler wirklich etwas Tolles geschaffen! Auch wenn es zunächst simpel wirkt, mit einem Button-Druck einen Gegner anzugreifen, so sind die Bewegungen, die Batman dabei vollführt, umso komplexer. Schnell merkt man jedoch, dass man nur mit einem Button dann auch nicht weit kommt, so wird man schließlich von den Gegnern attackiert und muss deren Angriffe blocken und kontern.

Während man also versucht ein Gefühl für das richtige Timing bei Konterangriffen und normalen Schlägen zu entwickeln, bewegt sich der Protagonist fast so, wie man es aus den Filmen kennt. Verschiedene Schläge, präzise Tritte, die Nutzung von Gadgets und das Einbinden der Umgebung in die Kombinationen, machen die Kämpfe zu einem auch optisch wirklich sehr gelungenen Werk!

Ausschalten - Endlich wieder ein guter Sneaker!


Wenn Batman es mit einzelnen Handlangern zu tun bekommt, ist das absolut kein Problem. Auch mit kleineren, unbewaffneten Gruppen wird er schnell fertig. Problematisch wird es jedoch, wenn die Schläger zu den Waffen greifen. Denn während der dunkle Krieger viele Hiebe und Schläge einstecken kann, verkraftet er leider nur wenige Kugeln. Aber man soll ja auch nicht vergessen, dass der gut ausgebildete Kämpfer trotz allem auch nur ein Mensch ist.

Wie geht man also mit größeren oder bewaffneten Gruppen um? Vor allem, wenn sich diese auch noch über mehrere Ebenen in einem großen Raum verteilen? Hier muss man ganz sneaky sein, sich still und heimlich an die Gegner heranschleichen und sie gezielt mit einer einzigen Aktion lautlos ausschalten, ohne dass sie auf sich aufmerksam machen können. Hierzu bietet das Spiel verschiede Möglichkeiten. In vielen Räumen gibt es kurz unterhalb der Decke an den Wänden angebrachte Wasserspeier, an welchen sich Batman entlang hangeln und auf welcher er sich verstecken kann. Dann gibt es diverse Schächte in den Wänden oder auch Gitter in Boden, die dem Helden als Versteck oder Deckung dienen können.

Doch Vorsicht, auch wenn es sich um die vorwiegend dummen Handlanger des Jokers und andere Kriminelle handelt, so sind sie doch nicht ganz auf den Kopf gefallen. Wenn sie einen bewusstlosen Kameraden finden, suchen sie zunächst die direkte Umgebung ab. Dazu gehört auch der vielleicht direkt darüber liegende Wasserspeier oder der kleine Schacht um die Ecke. Haben die Schläger von ihrem Verlust noch nichts mitbekommen, so werden sie oftmals von Joker darüber informiert. Dieser hat in weiser Voraussicht seinen Leuten nämlich Pulsmesser verpasst und bemerkt daher, wenn Batman jemanden ausgeschaltet hat. Es ist daher durchaus wichtig, nicht nur schnell und lautlos zuzuschlagen, sondern ebenso leise und unbesehen wieder zu verschwinden und sich in eine andere Ecke zurück zu ziehen, bis sich die nächste Gelegenheit für einen weiteren Angriff bietet.

Der Detektiv-Modus - Ich sehe dich!


So manch einem mag sich jetzt die Frage stellen, wie man das anstellen soll: Über mehrere Ebenen verteilte Gegner gezielt ausschalten, ohne dabei gesehen zu werden. Dabei kann der Detektiv-Modus ein super Helfer sein! Batman ist nicht nur in diversen Kampfkünsten geschult, sondern auch technisch meist sehr gut ausgestattet. Er hat daher die Möglichkeit, einen anderen Sichtmodus in seiner Maske zu aktivieren, der ihm erlaubt, durch Gegenstände, Wände etc. zu sehen und somit einen Überblick über alle Ebenen und all seine Feinde zu schaffen.

Generell eine sehr coole Sache, die auch super hilfreich ist. Die Grafik ist allerdings im normalen Modus um ein Vielfaches schöner. Und es gibt einen kleinen Nachteil. Im Detektiv-Modus ist es schwerer, zu erkennen, ob ein Gegner uns jetzt genau anschaut oder uns den Rücken zukehrt, doch damit lernt man schnell umzugehen. Diese erweiterte Sicht ist jedoch nicht nur für das Bezwingen der Gegner sinnvoll, sondern kann auch bei Rätseln ein wichtiges Element sein!

Aufstieg und Verbesserungen - Aus Erfahrung wird man klug


Für so ziemlich alles, was Batman tut, bekommt man Erfahrung, sei es das Ausschalten von Gegnern, das Lösen von Rätseln, das Hacken diverser Geräte oder das Erledigen von Quests. Gerade bei den Kämpfen gibt es hier noch etwas zu beachten. Je mehr Kombinationen und Schläge man austeilen kann, ohne selbst einen Treffer einstecken zu müssen, umso mehr Erfahrung erhält man dafür! Und dann gibt es da noch die Riddler-Fragezeichen, die ebenfalls Erfahrung geben, doch dazu erst später.

Alle 5000 Erfahrungspunkte steigt Batman eine Stufe auf. Da wir es hier ja aber nicht mit einem Rollenspiel zu tun haben, gibt es auch keine Attributpunkte oder so was. Allerdings gibt es diverse Updates und Verbesserungen von denen Batman jeweils eins pro Level auswählen kann, um beispielsweise seine Lebenspunkte zu erhöhen, weitere Baterangs freizuschalten und vieles mehr!

Der Riddler - Lass uns spielen!


Wie bereits kurz angesprochen, hat sich auch der Riddler in Arkham Asylum bereits herumgetrieben, um nun seine Spielchen mit Batman treiben zu können. Er hat 240 Fragezeichen im gesamten Gebiet versteckt, die es durch wachsame Augen und das Lösen von Rätseln zu finden gilt. Als Belohnung erhält man beispielsweise interessante Informationen zu den Biografien einiger Charaktere aus dem DC-Universum. Doch damit noch nicht genug, gibt es für jedes gesammelte Fragezeichen sogar 200 Erfahrungspunkte! Also wenn das die Mühe nicht wert ist, weiß ich auch nicht. Dafür läuft auch gerne zu bereits bekannten Orten zurück, um noch das eine oder andere Fragezeichen zu holen, dass man aufgrund mangelnder Ausrüstung anfangs leider liegen lassen musste.

Doch der Riddler wäre nicht der Riddler, wenn das schon alles gewesen wäre. Es gibt noch weitere Rätsel in Arkham Asylum, die manchmal wirklich knifflig sein können. So brauch man manchmal ein gutes Vorstellungsvermögen, muss räumlich denken können oder einfach nur clever sein. Auf jeden Fall ist es seine sehr gelungene und gern gesehene Abwechslung zu den Kampf- und Sneak-Einlagen.

Weitere Informationen - Sag mir alles!


Für den eingefleischten Fan gibt es sogar noch mehr. In ganz Arkham Asylum sind weitere Zusatzinformationen versteckt, die man zwar nicht benötigt, die dem wahren Fan aber sicher eine Freude machen werden. So gibt es beispielsweise Statuen der unterschiedlichen Superschurken oder viele Tonbandaufnahmen mit unterschiedlichen Monologen oder auch Dialogen, die uns tiefere Einblicke in die Beweggründe und die Psyche unserer Feinde ermöglichen.

Grafik - Bleibt kurz stehen und genieße die Aussicht!


Alles ist düster, getaucht in dunkles, Geheimnisse verbergendes Licht. Die Anstalt ist ein wahrlich kein schöner Ort und doch ertappt man sich beim Spielen, wie man über den Dächern von Arkham Asylum sitzt und seinen Blick über das Gelände schweifen lässt. Das Irrenhaus befindet sich im Spiel auf einer Insel, was dem Spieler, meiner Meinung nach recht erfolgreich, eine offene Welt suggeriert, in der er sich frei bewegen kann.

Der doch recht realistische und sehr detailgetreue Comic-Stil, in dem sich Batman: Arkham Asylum präsentiert, lässt kaum Wünsche offen. Egal, ob man nun die Gebäude betrachtet, das Innenleben von Arkham Asylum, die Wahnvorstellungen durch Scarecrow oder die einzelnen Charaktere, überall merkt man deutlich, mit wie viel Hingabe und Liebe zum Detail und zur Geschichte alles gestaltet wurde. Und insbesondere vor der Entwicklungs- und Grafikleistung in Bezug auf die Kämpfe habe ich großen Respekt! Hier wird eine Szenerie und auch Atmosphäre geschaffen, die perfekt zu Batman und der aktuellen Geschichte passt.

Einen negativen Punkt habe ich in der Grafik dann doch. Batmans Anzug verschleißt im Lauf des Spiels immer weiter. Das hat nichts damit zu tun, wie gut man sich schlägt, sondern ist vom Fortschritt der Geschichte abhängig. Eigentlich ist das ja nichts Schlimmes, aber manch echter Fan kann solche Schrammen im Kevlar oder Risse im Umhang einfach nicht sehen ;-)

Sound - Eines Helden würdig!


Auch der Sound von Batman: Arkham Asylum ist wirklich gut gemacht! Das Gefüge aus Musik, einzelnen Klängen und den, meiner Meinung nach, tollen Synchronstimmen schafft eine super Atmosphäre. Insbesondere die Sprüche der Charaktere kommen gut und authentisch rüber, ebenso das leichte Hallen, wenn Jokers Stimme durch einen der Lautsprecher in den größeren Räumen tönt. Insgesamt ergibt sich für mich ein absolut stimmiges Bild!

Fazit - Batman toppt alles!


Ich vermute, man konnte mein Urteil durch den Bericht hinweg schon erkennen. Dieses Spiel ist meiner Meinung absolut gelungen und kann nicht nur Batman Fans total begeistern. Diese werden vielleicht sogar etwas kritischer sein und an der einen oder anderen Stelle eine Kleinigkeit zu bemängeln haben. Und doch würde ich behaupten, dass auch sie im Batman-Sein dann aufgehen und ihre Rolle mit Begeisterung ausüben!

Die Story von Arkham Asylum ist allein schon toll und wirklich gut erzählt. Batman ist ebenfalls klasse umgesetzt, so dass es richtig Spaß macht, in die Rolle des dunklen Kriegers zu schlüpfen. Die Rätseleien sind abwechslungsreich und fordernd, die Kämpfe sind super ausgearbeitet und die Sneaker-Action finde ich ja sowieso toll. Alles in allem daher ein rundum gelungenes Spiel, wie man es für ein Batman-Game ja irgendwie auch erwartet ;-)

Ich vergebe daher aus voller Überzeugung 5 von 5 Sternen und kann Batman: Arkham Asylum auf jeden Fall weiterempfehlen!

Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!

Meine Berichte veröffentliche ich auch bei Ciao unter gleichem Namen.

JustRed

27 Bewertungen, 10 Kommentare

  • Juri1877

    29.09.2013, 14:32 Uhr von Juri1877
    Bewertung: sehr hilfreich

    und wieder nen sehr lieben Gruß von mir

  • Gi22Fr

    26.09.2013, 10:14 Uhr von Gi22Fr
    Bewertung: besonders wertvoll

    Liebe Grüße Gitte

  • anonym

    24.09.2013, 18:56 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Damaris

  • anonym

    24.09.2013, 13:00 Uhr von anonym

    bw folgt

  • Little-Peach

    24.09.2013, 09:01 Uhr von Little-Peach
    Bewertung: besonders wertvoll

    bw :))

  • Haustierhalterin

    24.09.2013, 08:08 Uhr von Haustierhalterin
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich lese gegen - Du auch? :)

  • BoxerRocko

    24.09.2013, 07:55 Uhr von BoxerRocko
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich, LG

  • katjafranke

    23.09.2013, 22:59 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße KATJA.

  • Lale

    23.09.2013, 22:58 Uhr von Lale
    Bewertung: besonders wertvoll

    Allerbesten Gruß *~*

  • mausi1972

    23.09.2013, 22:02 Uhr von mausi1972
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gruß Marion.