The Wrestler (DVD) Testbericht




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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Dr_Ed
Die Bretter, die die Welt bedeuten
Pro:
ein grandioser Mickey Rourke
Kontra:
die spezielle Thematik
Empfehlung:
Ja
War Mickey Rourke in den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts noch ein gefeierter Schauspieler, galt sogar als Sexsymbol, hat er in den 90ern noch als Profi-Boxer von sich reden gemacht, wurde es in den in den ausgehenden 90ern allmählich ruhig um ihn, bis er dann in „Sin City“ ein fulminantes Comeback feiern durfte, aber anstatt fortan durchzustarten, blieb es weiter eher ruhig um ihn. Dafür gab es dann bei den Filmfestspielen in Venedig und bei der Verleihung der Golden Globes Auszeichnungen für ihn und seinen neuesten Film. Und wo Filmpreise vergeben werden, da bin ich natürlich nicht weit. Hier also mein Bericht zu dem Film.
### DER INHALT ###
~~~ wie gewohnt zuerst die „MissVega haut alle aus den Socken“ - Kurzversion ~~~
In den 80er Jahren war Randy „The Ram“ Robinson ein gefeierter Held in den Wrestling-Arenen Amerikas. Mittlerweile tingelt er noch auf diversen kleinen Veranstaltungen durch die Provinz. Als er nach einem dieser Schaukämpfe bewusstlos in der Garderobe zusammenbricht, raten ihm die Ärzte dringend, seine Karriere endgültig zu beenden. Sollte er noch einmal in den Ring steigen, könnte dies sein wirklich allerletzter Kampf sein und seinen Tod bedeuten. Daraufhin versucht Randy, sich neu zu orientieren. Er jobbt im örtlichen Supermarkt als Verkäufer hinter der Fleischtheke, versucht mit der ebenfalls nicht mehr ganz taufrischen Stripperin Cassidy anzubändeln und versucht auch, den Kontakt zu seiner fast erwachsenen Tochter Stephanie wieder aufzunehmen. Aber irgendwie kann Randy sich mit seinem neuen Leben nur schwer anfreunden und er ringt förmlich mit sich, ein Angebot anzunehmen, wo er ein Rematch des Kampfes gegen seinen größten Gegner von damals den „Ayatollah“ bestreiten soll...
~~~ und jetzt wieder die „Dr.Ed ringt alle Zweifler nieder“ - Langversion ~~~
In den 80er Jahren war Randy „The Ram“ Robinson (Mickey Rourke) ein gefeierter Held in den großen Wrestling-Arenen Amerikas. Mittlerweile tingelt er nur noch für eine bessere Aufwandsentschädigung auf diversen kleinen Veranstaltungen durch die Provinz. Sein Verdienst reicht meist nicht mal aus, um die Miete für seinen Wohnwagen im Trailer-Park beim Vermieter Lenny (Mark Margolis) zu bezahlen und die Steroide und sonstigen Aufputschmittelchen, die seinen Körper halbwegs in Form halten, bekommt er zum Freundschaftspreis. Nebenbei jobbt Randy im örtlichen Supermarkt als Lagerist, damit er sich finanziell halbwegs über Wasser halten kann. Wenn er sich es mal leisten kann, geht er ab und zu in den örtlichen Strip-Club und flirtet dort ein wenig mit der Stripperin Cassidy (Marisa Tomei), die auch schon weit in den 30ern ist.
Als Randy nach einem dieser Schaukämpfe mit einer Herzattacke bewusstlos in der Garderobe zusammenbricht, raten ihm die Ärzte dringend, seine Karriere endgültig zu beenden. Denn sollte er nochmal in den Ring steigen, könnte das seinen Tod bedeuten. Konfrontiert mit dieser Diagnose, sieht Randy sich gezwungen, sein Leben neu zu ordnen. Auf den Rat von Cassidy versucht Randy, den Kontakt zu seiner mittlerweile fast erwachsenen Tochter Stephanie (Evan Rachel Wood) wiederzubeleben. Anfangs ist Stephanie von diesem Vorhaben wenig begeistert und mehr als skeptisch. Aber allmählich beginnt Randy, ihr Vertrauen zurück zu gewinnen. Auch sonst tut sich bei Randy im zwischenmenschlichen Berich etwas: Er und Cassidy kommen sich näher und es entwickelt sich so etwas wie eine Romanze. Jobmäßig orientiert sich Randy ebenfalls neu: Der Supermarkt-Manager gibt ihm einen Job hinter der Fleischtheke.
Aber so richtig hat Randy sein neues Leben noch nicht im Griff: Nach einer Nacht voller Sex & Drugs verpasst er eine Verabredung mit seiner Tochter, die dadurch natürlich sofort wieder auf Distanz zu ihm geht. Und auch Cassidy verweigert sich einer echten Beziehung, da sie prinzipiell nichts mit Kunden anfangen will. Der Job hinter der Fleischtheke läuft auch nicht rund, da Randy von dem Genörgel einiger Kunden schnell angepisst ist und als ihn dann noch ein Kunde und ehemaliger Fan in seiner lächerlichen Metzger-Kleidung erkennt, hat Randy die Schnauze voll und kündigt. Spontan entschließt er sich, einem Angebot zuzustimmen, wo er ein Rematch gegen seinen schärfsten Gegner aus vergangenen Zeiten bestreiten soll, gegen den „Ayatollah“...
### MEINE MEINUNG ###
Dieser Film ist natürlich in erster Linie ein sehr amerikanischer Film, weil Wrestling natürlich auch ein sehr amerikanischer Sport ist, der mit dem europäischen Ringen – sei es griechisch-römisch oder Freistil – oder dem japanischen Sumo-Ringen wenig gemeinsam hat, weil in Amerika der Show-Aspekt im Vordergrund steht und weniger der sportliche Aspekt. Andererseits lässt sich so eine Art Sportler-Biografie durchaus auf europäische Verhältnisse übertragen, wenn man statt Wrestling eine Sportart wie z.B. Fußball nehmen würde. Letztlich geht es um einen Sportler, der im Zenit seiner Karriere beim Publikum außerordentlich populär war, auch immer noch populär ist, aber es versäumt hat, rechtzeitig den Absprung ins Privatleben zu schaffen. Diesen Absprung schafft er auch deswegen nicht, weil er es nie hinbekommen hat, ein echtes Privatleben aufzubauen, da er dem Sport immer alles untergeordnet hat. Bezeichnend ist, dass die jüngeren Wrestler, gegen die er bei den ganzen Veranstaltungen antritt, ihm eine Menge Respekt und teilweise sogar echte menschliche Wärme entgegenbringen und ihn manchmal sogar nach der Show um Autogramme bitten.
Als er dann viel zu spät versucht, sich ein neues Leben aufzubauen, scheitert er an seinen eigenen Unzulänglichkeiten und findet dafür auch bei niemandem Verständnis. Die einzige Person, bei der er so etwas wie Zuwendung findet, ist Cassidy. Sie befindet sich in einer ähnlichen Situation wie Randy, denn als Stripperin ist sie – obwohl immer noch attraktiv – eigentlich auch schon zu alt. Gelegentlich muss sie einige spöttische Bemerkungen der jüngeren Gäste hinnehmen und sie tut sich ebenfalls schwer damit, den Absprung aus ihrem Job zu schaffen. Sie hat ebenso eine gescheiterte Ehe hinter sich, allerdings mit dem Unterschied, dass der Nachwuchs bei ihr lebt. Da sie das Prinzip hat, Job und Privatleben strikt zu trennen, merkt sie fast zu spät, dass sie mit Randy nicht nur einen sehr ähnlichen Musikgeschmack gemeinsam hat. So lieben beide Hardrock aus den 80ern, weil da „noch richtige Musik gemacht wurde, bis diese Schwuchtel Cobain daherkam und alles verkackt hat“.
Man muss Regiesseur Aronofsky und Hauptdarsteller Mickey Rourke für diesen Film Respekt zollen, denn es erscheint wenig verheißungsvoll, dabei zu zu sehen, wie ein völlig fertiger und heruntergekommener Ex-Sportler im tiefsten Winter seiner Karriere den Sinn des Lebens sucht, dabei grandios scheitert und es sich mit fast allen Beteiligten verscherzt. Die Entwicklung der Geschichte und ihrer Hauptfigur geht dementsprechend fortwährend abwärts und wenn sich denn mal ein fahles Licht im Dunkel auftut, macht er sich durch seine Unzulänglichkeiten wieder alles kaputt. Auf der anderen Seite ist Randy ein echtes Stehaufmännchen mit echten Nehmerqualitäten, der fast jeden Rückschlag mit stoischem Gleichmut wegsteckt und dafür gebührt ihm auch der Respekt und das macht diesen Film so sehenswert. Ein besonderes Lob verdient auch Mickey Rourke, der seine Figur uneitel, unprätentiös und frei von Pathos spielt: Außer vielleicht Silvester Stallone hätte niemand diese Figur so glaubwürdig verkörpern können wie er und es wäre sicher nicht unverdient, wenn er einen Oscar für diese Rolle erhielte.
Regiesseur Aronofsky inszeniert seine Geschichte in blassen und kalten Winterfarben, passend zum sportlichen Winter der Hauptfigur. Zwischendurch werden immer wieder kleine Sound-Rückblenden aus der Zeit eingeblendet, wo Randy noch vor riesigem Publikum in ausverkauften Hallen aufgetreten ist. Der Sport selber wird als abgekartete Show-Veranstaltungen entlarvt, wo der Verlauf und Ausgang der Kämpfe in vorherigen Absprachen hinter den Kulissen festgelegt wird (obwohl die allermeisten das sowieso wissen dürften) und wo der Griff zu Aufputschmitteln normaler Alltag ist und zum Geschäft selbstverständlich dazugehört. Dabei werden auch eklige Szenen nicht ausgespart, aber in Zeiten von „The Hostel“ oder „Saw 1 bis 74“ wirken die dann doch eher beschaulich. Die Figuren neben Mickey Rourke wirken ebenfalls alle äußerst glaubwürdig und passend besetzt.
### FAZIT ###
Auch wenn die Geschichte und ihr Verlauf auf den ersten Blick deprimierend klingen mögen und das Thema auf den ersten Blick auch nicht besonders ansprechend klingt, ist der Film auf jeden Fall sehenswert, allein schon, weil Mickey Rourke (ob man ihn nun mag oder nicht sollte hier belanglos sein) wahrscheinlich die Rolle seines Lebens spielt.
### ABSPANN ###
Spielfilm USA 2008, 105 Min., FSK 12
Regie: Darren Aronofsky
Buch: Robert D. Siegel
Kamera: Maryse Alberti
Musik: Clint Mansell, Bruce Springsteen
~ Randy „The Ram“ Robinson – Mickey Rourke
~ Cassidy – Marisa Tomei
~ Stephanie – Evan Rachel Wood
~ Lenny – Mark Margolis
~ Wayne – Todd Barry
~ Nick Volpe – Wass Stevens
~ Scott Brumberg – Judah Friedlander
~ UAPW-Promoter Larry Cohen – Gregg Bello
~ „The Ayatollah“ - Ernest Miller
~ „Necro Butcher“ - Dylan Keith Summers
~ „Tommy Rotten“ - Tommy Farra
~ „Lex Lethal“ - Mike Miller
47 Bewertungen, 22 Kommentare
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23.03.2009, 21:49 Uhr von LiFo
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich. Liebe Grüße, Lifo
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11.03.2009, 16:37 Uhr von Regan
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüsse, Nadine
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17.02.2009, 13:33 Uhr von Prueter87
Bewertung: sehr hilfreichSH, ganz toller Bericht. LG Prueter87
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12.02.2009, 10:28 Uhr von cosch
Bewertung: sehr hilfreichgut geschrieben! schönen tag und LG von cosch
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12.02.2009, 01:18 Uhr von ingoa09
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr ansprechender Bericht! Liebe Grüße, Ingo
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11.02.2009, 02:26 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich und liebe Grüsse
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10.02.2009, 22:38 Uhr von Puenktchen3844
Bewertung: sehr hilfreichEin guter Bericht. LG
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10.02.2009, 11:37 Uhr von Michaela2015
Bewertung: sehr hilfreichgrüssle, gegenlesungen find ich klasse! michi
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08.02.2009, 09:17 Uhr von Zzaldo
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße sendet dir Stephan
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07.02.2009, 15:28 Uhr von Puppekaa
Bewertung: sehr hilfreichsehr schöner Bericht - LG
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07.02.2009, 14:44 Uhr von 4money
Bewertung: sehr hilfreich::: sh und einen schönen Nachmittag, lg chris :::
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07.02.2009, 13:55 Uhr von clockwork_orange
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht - bis bald :-)
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07.02.2009, 13:07 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichich wünsche dir ein wunderschönes wochenende lg. petra
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07.02.2009, 12:12 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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07.02.2009, 12:03 Uhr von cat_in_a_cradle
Bewertung: sehr hilfreichschön berichtet LG Cat
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07.02.2009, 11:28 Uhr von taeler
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich, lg
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07.02.2009, 10:48 Uhr von tk7722
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr schöner Bericht, liebe Grüße
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07.02.2009, 09:14 Uhr von senora
Bewertung: sehr hilfreichEin schönes Wochenende wünsche ich
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07.02.2009, 09:05 Uhr von JustOliver
Bewertung: besonders wertvollKlasse Bericht. Wünsch ein schönes WE, O.
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07.02.2009, 08:48 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichKlasse gemacht lg Sigi
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07.02.2009, 07:49 Uhr von ronald65
Bewertung: sehr hilfreichlg
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07.02.2009, 05:11 Uhr von droehn
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht, lg droehn
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