Slumdog Millionär (DVD) Testbericht


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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von LilithIbi
Was kann SO EINER denn schon wissen?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
==Slumdog Millionär==
ist ein typischer Film, um den ich aus einem inneren Gefühl heraus einen Bogen machte stetig. Als ich mir gestrig dann eben doch die DVD in den Player warf, wirkte er womöglich aus diesem Umstand heraus noch überzeugender, bewegender und mehrfach gänsehautverursachend.
Die _Handlung_ ist so schlicht, wie die Umsetzung tiefgründig: Jamal Malik nimmt 2006 in Mumbai an der dortigen Ausgabe von „Wer wird Millionär“ teil. Dem Umstand zum trotz, dass er in den Slums aufgewachsen ist, kann er jede Frage bishin zur vorletzten beantworten. Geheuer ist den Show-Machern das nicht ~ und so schleppen sie Jamal in eine Art „Verhörraum“, wo er anschließend erzählt, wieso er die meisten der Antworten ohne Publikums- bzw. 50:50 Jocker beantworten konnte.
==Die Umsetzung==
schweift nicht nur sehr von der Romanvorlage ab ("Rupien! Rupien!" von Vikas Swarup), sondern beginnt darüber hinaus ein wenig sprunghaft, wechselt stetig zwischen Vergangenheit und Gegenwart, pendelt sich jedoch rasch in sortiertere Rückblenden ein.
Schnell wird man als Zuschauer mit der Lebenssituation von Jamal (u.a. Dev Patel), seinem Bruder Salim (u.a. Madhur Mittal) und weiteren Kindern vertraut gemacht, was nicht bedeuten muss, dass man sich als verwöhnter und behütet aufgewachsener Ausländer unumwunden in die Mentalität, Geschehnisse sowie die täglichen buchstäblichen Überlebenskämpfe hineindenken kann.
Jenes nimmt dem vermittelten Gefühl jedoch keinen Abbruch; man kann vereinzelt sogar erahnen, dass diverse Geschehnisse für unsereins „heftiger“ wirken als für jene, die es im Grunde nicht anders kennen.
Tatsächlich beinhaltet „Slumdog Millionär“ etliche Szenen, die unter die Haut gehen, die gewissermaßen schockieren und eben auch verstören ~ und trotzdem punktet der gewisse Witz, der die Darbietung noch ein Stück mehr zu etwas besonderem macht, an mehreren Stellen. Ob es nun die Gameshow-Mitarbeiter sind, die flappsig äußern „Na toll, er ist bewusstlos, was bringt das denn?“, Jamal und Salim sich gegenseitig aufziehen oder gar ein Spruch wie „...und Amnessty International macht sich die Hosen voll“ seinen Platz findet ~ insgesamt betrachtet vermittelt der Film keine solche Schwermut, wie man es aufgrund der diversen Ereignisse vermuten müsste.
Knackpunkt an der Geschichte ist zweifellos nicht nur die Tatsache, dass Jamal, der keine wirkliche Allgemeinbildung besitzt, dank seiner persönlichen Geschichte beweist, wie es im möglich war, solcherlei Antworten auf die unterschiedlichsten Fragen zu wissen. '''Es scheint, als lieferte „Slumdog Millionär“ die ultimative Beweisführung dafür, dass jede noch so schmerzliche Kleinigkeit im Leben seinen Sinn machen kann.'''
Weiterer Dreh- und Angelpunkt stellt die schon früh beginnende Freundschaft (Tendenz Liebe) zu der vermutlich etwas jüngeren Latika (u.a. Freida Pinto) dar. Obschon Jamal jene des öfteren aus den Augen verliert, kann er sie weder vergessen, noch hört er auf, sie zu suchen.
Was somit absolut kitschig und voraussehbar klingt, ist jenes rein gar nicht ~ „Slumdog Millionär“ überzeugt und fesselt von der ersten Minute an, hält etliche Überraschungen, Wendungen und Denkanstöße parat; schließt mit einem fetzigen India-Song, der den Zuschauer aus der gefühlten Melancholie wieder herausreißt und jenem eine absolut positiv-hoffnungsvolle Stimmung einimpft.
==Summa summarum==
will ich zu den einzelnen „ich wusste das, weil...“ Ausführungen gar nichts sagen; generell mag ich mich hier und heute recht kurz halten, um dem Film nicht die einzigartige Wirkung vorneweg zu nehmen, welcher dieser bereit hält.
„Slumdog Millionär“ bietet einen umfangreichen Einblick in das Leben, welches in den Slums von Indien geführt wird. Kinder, die zum Betteln und Singen gezwungen werden, just dafür blind gemacht werden; Kinder, die auf sich allein gestellt ihre eigenen Methoden finden, um sich durchzuschlagen; naive Touristen, die das „wahre Indien“ nur so sehen wollen, wie es im Reiseführer steht... Prostitution, Diebstahl, Landstreicherei, Freundschaft, die erste Liebe, Hoffnung, Selbstaufgabe, Hass, Rache und Mord... all dies findet in dem knapp 120 Minuten langen Film seinen Platz, ohne das dieser überladen oder gar unglaubwürdig wirkt.
Die Altersfreigabe wurde auf FSK12 angesetzt, dagegen gibt es meiner Ansicht nach nichts zu beanstanden. Einige brutalere Szenerien werden angedeutet, doch wie es für Bollywood-Filme typisch ist, ist schlicht und ergreifend nichts anstößiges zu sehen (de facto sind dortig bereits Kuss-Szenen verpönt).
Zu den einzelnen Darstellern äußere ich mich lediglich dahingehend, dass allesamt überzeugend waren, keine hierlandige Berühmtheit; was ich ebenfalls als positiv empfinde ~ ein potentielles Star-Aufgebot hätte die vorherrschende Atmosphäre verfälscht und zerbröselt.
In eine definitive Kategorie lässt sich „Slumdog Millionär“ nicht einordnen, vielmehr stellt dieses wahre Meisterwerk eine bunte Mischung von vielerlei dar ~ interessiert aber keinen, viel wichtiger ist die Wirkung, die das Filmerlebnis vermittelt. Und gegen jene gibt es rein gar nichts zu moppern; vielmehr wirkt sich das Gesamtwerk wie gesagt positiv auf des Zuschauers Seelenheil aus.
Ergo des Ergos: dicke Empfehlung vor allem für jene, die den Glauben und die Hoffnung zu verlieren drohen.
31 Bewertungen, 7 Kommentare
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02.06.2010, 16:15 Uhr von tina08
Bewertung: sehr hilfreichViele Grüße .... Tina
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31.05.2010, 13:50 Uhr von Powerdiddl
Bewertung: sehr hilfreichLg Heidi
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30.05.2010, 01:09 Uhr von Lale
Bewertung: sehr hilfreichAllerbesten Gruß
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29.05.2010, 23:36 Uhr von Bunny84
Bewertung: sehr hilfreichSH von mir. Wünsche dir einen schönes Wochenende. Freue mich über Gegenlesungen . LG BUNNY84
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29.05.2010, 23:22 Uhr von Lakisha_1
Bewertung: sehr hilfreichschöner Bericht, würd mich über deine Lesungen sehr freuen. lg
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29.05.2010, 22:03 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichWünsche ein schönes Wochenende
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29.05.2010, 21:29 Uhr von senora
Bewertung: sehr hilfreichIch wünsche ein sonniges Wochenende. LG
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