Restaurant Finster Testbericht
Auf yopi.de gelistet seit 07/2009
Erfahrungsbericht von nicki1502
Explosion der Sinne
Pro:
Einfach nur ein Einmaliges Erlebnis
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Letztes Jahr hieß es im Oktober sich Gedanken um ein Geburtstagsgeschenk zu machen. Am allerschwersten war die Frage: was schenke ich meinem lieben Alan ( Django006 ). Es sollte nichts gewöhnliches sein und schon etwas besonderes. Wochenlang habe ich überlegt und überlegt bis mir dann der Einfall kam. Gutscheine von My Days. Jetzt hieß es nur noch, was für ein Gutschein! Meine Wahl fiel dann auf das Dinner in the Dark, denn so etwas muss man mal erlebt haben. Aber die Nicki ist ja nicht Doof, sondern orderte gleich zwei Gutscheine *grins*. Zum einen hätte Alan wieder gemosert, weil er das Geschenk nicht möchte und zum anderen ist so ein Erlebnis alleine ja blöd :-)) Also habe ich ihm die zwei Gutscheine geschenkt und gleich mit angeboten ihn zu begleiten *lach*. Am 05.07.2009 war es dann endlich soweit. Wir hatten einen Tisch Reserviert und unser Dinner in the Dark konnte beginnen :-))
Die Adresse des Restaurants
Bei My Days werden leider nicht so viele Restaurants angeboten. Das nächste in der Umgebung von Köln war das Restaurant:
Restaurant FINSTER
Steinhausenstraße 26
45147 Essen
Telefon: 02 01/ 4 51 95 67
Fax: 02 01/ 7 49 98 48
E-Mail: [email protected]
Geöffnet hat dieses Restaurant täglich von 18.00 - 24.00 uhr, nur Dienstag ist dort Ruhetag. Allerdings ist an Dienstagen vor Feiertagen auch geöffnet. Reservieren sollte man auf jeden Fall vorher, denn meist ist es doch sehr voll dort.
Die Beschreibung des Restaurants
Dinner in the Dark!
Herzlich Willkommen im FINSTER,
dem ersten und einzigen Dunkelrestaurant des Ruhrgebiets!
Genießen Sie in völliger Finsternis die Explosion der Sinne.
Eine noch nie zuvor erlebte Gefühlserfahrung.
Schmecken, Riechen, Hören, Fühlen, Sehen.
Wir bieten Ihnen zwei verschiedene "Dunkelräume" , nun auch mit Klimatisierung, in unterschiedlicher Größe und Akustik. Entdecken sie Ihre Sinne, "erhören" Sie Ihren Speisesaal. Lassen Sie sich ein auf das Abenteuer:
FINSTER - SINNreich essen
Der Ablauf bei My Days
Nun ja, ich hätte mir das ganze ein wenig einfacher vorgestellt. Die Bestellung der Gutscheine klappte Reibungslos, sie kamen auch innerhalb weniger Tage und auch das Geld wurde nur kurze Zeit später von meinem Konto abgebucht. Soweit so gut. Nun lagen die Gutscheine ja ein halbes Jahr bei Alan rum, da wir irgendwie nie einen Termin gefunden hatten der passt. Als es jetzt im Juli klappte machte ich mich an die Online Reservierung. Ein großer Fehler von mir, denn ab dem Zeitpunkt brach das Chaos aus. Es wäre einfacher gewesen direkt beim Restaurant anzurufen und dort einen Tisch zu Reservieren. Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht *lach*.
Mit einer Standleitung zu Alan, der mir ja die Gutscheinnummern durchgeben musste habe ich mich auf My Days eingeloggt und der Spaß konnte beginnen. Es lief auch alles noch glatt und wir fanden einen Termin. Gutscheinnummern eingegeben und dann kam auch per E-Mail die Bestätigung. Zum Glück schaute Alan sich das ganze noch einmal genauer an, denn ihm fiel plötzlich auf, das die Bestätigung nur für einen Gutschein, sprich einer Person, war. Das ganze also noch einmal von vorne und dann klappte es auch mit der zweiten Reservierung.
Ein paar Tage später fiel Alan ein, das er den Freitag ja gar nicht kann, da er Nachtschicht hat. Nun hieß es umdisponieren. Ich rief also bei My Days an um zu fragen, ob sie den Termin verlegen könnten. Dort bekam ich aber nur zu hören, das die damit nichts zu tun haben und ich mich an das Restaurant wenden soll. Gesagt, getan. Ich rief also im Restaurant Finster an und wollte den Termin verschieben. Dort lag allerdings noch keine Reservierung für uns vor, denn My Days hatte nichts weitergeleitet. Der nette Mann am Telefon meinte aber ganz freundlich, dass ich noch ein paar Tage warten soll und ich dann noch einmal anrufen könnte. Eine weitere Woche verging und ich rief wieder dort an, aber es lag immer noch keine Bestätigung von My Days vor. Zum Glück waren die dort aber so lieb und loggten sich bei My Days ein und fanden so unsere Buchung. Und nun konnte ich endlich den Termin verschieben. Nun hieß es nicht Freitag nach Essen, sondern Sonntag.
Die Menü Wahl
Bei den Gutscheinen konnte ich schon Auswählen ob ich ein 3 Gänge oder 4 Gänge Menü möchte. Aber ich dachte mir, wenn dann schon richtig und so entschied ich mich für das 4 Gang Menü.
Die Preise Variieren, je nachdem was für ein Menü man wählt. Bei den Gutscheinen allerdings bezahlt man immer das gleiche, da man sich ja erst vor Ort entscheidet was man nimmt. Da Alan die Preise eh gesehen hat, kann ich sie hier auch reinschreiben *lach*. Für ein 3 Gänge Menü zahlt man 45,50 Euro und für das 4 Gänge Menü 48,50 Euro.
Die Menüs bewegen zwischen 33,50 Euro und 48,50 Euro.
Wählen kann man dann zwischen Rind, Schwein, Fisch, Vegetarisch, Italienisch und Wild. Auch für die Kinder gibt es ein spezielles Kids Menü.
Das Restaurant
Betritt man den Barbereich schaut alles gleich sehr einladend und freundlich aus. Man fühlt sich gleich wohl in dem Ambiente. Sehr viel Deko steht herum und es wurde sich viel Mühe gegeben. Ich hätte ja auch gerne gewußt wie der Dunkelraum ausschaut, aber außer unserem Fensterplatz mit dem Seeblick und dem Schwan *loool*..... weiß ich nichts. Wir haben zwar hinterher gefragt wie groß der Raum ist, denn wir waren drinnen die ganze Zeit am Rätseln, wieviel Leute wohl reinpassen. Insgesamt ist es ein Raum für 40 Personen. Ich hätte mich da völlig verschätzt, denn wenn man nur auf die Geräusche hört, denkt man der Raum wäre kleiner.
Das Finsterknigge
Ein Restaurant, in dem völlige Dunkelheit herrscht. Eine völlig neue Sinneserfahrung. Der Sehnerv ist außer Kraft gesetzt, die übrigen Sinne explodieren. Jedes Geräusch, jede Bewegung, jeder Geruch wird ein Erlebnis!
Bitte bleiben Sie vor und auch während Ihres Besuchs im Lokal ganz entspannt. Es ist zwar ein einmaliges Erlebnis im FINSTER zu speisen, aber keinesfall eines, welches Ihnen Angst einjagen sollte. Ein Ansprechpartner steht Ihnen jederzeit zur Verfügung und Sie werden ja auch nicht eingeschlossen. Die Umgebung ist wie in einem "normalen" Restaurant. Es fehlt einfach nur das LICHT! Und nur aus diesem Grund gibt es gewisse Verhaltensregeln zu beachten. Schließlich sollen Sie den Abend, die Athmosphäre, das Essen und die unvergessliche Sinneserfahrung im FINSTER, dem ersten Dunkelrestaurant im Ruhrgebiet, genießen können.
* Bitte schalten Sie Ihr Handy AUS! Das "Lautlos"-Profil schaltet leider nicht das Display ab
* Rauchen ist nicht erlaubt. Schon der kleinste Lichtschein einer glühenden Zigarette würde das Erlebnis für alle Gäste zerstören. Möchten Sie zwischen den Gängen nicht darauf verzichten, begleitet Sie Ihr "persönlicher" Kellner gerne aus dem Dunkelraum heraus.
* Ferner möchten wir Sie bitten, Uhren mit leuchtenden oder fluorizierenden Zifferblatt abzunehmen und in einer Tasche zu verstauen. Gerne verwahren wir diese Dinge auch sicher in unserem Kassenbereich.
* Bitte stehen Sie möglichst nicht auf oder bewegen sich alleine im Raum. Unser Servicepersonal ist meist sehr leise und schnell unterwegs und mag Zusammenstöße nicht besonders.
* Ihre Garderobe nehmen wir an der Kasse kostenlos in Empfang und bewahren sie sicher auf. Das Mitnehmen von Jacken, Mänteln etc. in den Dunkelbereichen ist aus Sichterheitsgründen nicht erlaubt; zu leicht könnte man darüber stolpern.
Das Erlebnis kann beginnen
Am Sonntag um 16.30 Uhr machten Alan und ich uns auf den Weg nach Essen, da ich meinen Zettel zu Hause hatte, wann der genaue Termin war und Alan es vergessen hatte *grins*. Also sind wir so gefahren, das wir gegen 18.00 Uhr da sind und vorher fragen können wann die Reservierung war. Die Fahrt dorthin klappte auch sehr gut und wir sind nicht in einen Stau geraten, so dass wir lange vorher schon dort waren. Da das Restaurant ja erst um 18.00 Uhr öffnet, hatten wir also noch jede Menge Zeit.
Auch einen Parkplatz fanden wir auf Anhieb, obwohl das nicht so einfach ist, denn der Parkplatz vor dem Restaurant ist doch ziemlich klein und so haben wir an der Straße geparkt. Von außen sieht das Gebäude doch schon Recht Unscheinbar aus und es nichts besonderes. Wir konnten es ja noch einige Zeit betrachten, da sie wirklich erst Pünktlich um 18.oo uhr die Türen öffneten. Inzwischen warteten schon einige Leute mehr vor dem Restaurant.
Dann wurde endlich die Tür aufgeschlossen und alles strömte hinein. Alan schickte mich dann vor um nach der Reservierung zu fragen und mir blieb ja nichts anderes übrig als dort hinein zu gehen und mal so ganz nebenbei zu fragen, wann wir denn den Tisch hatten *lach*. Dort drinnen wurde man aber gleich so nett empfangen und mir wurde gesagt, das wenn wir eh schon hier sind auch gleich bleiben könnten *freu*. Also raus zu Alan um Bescheid zu sagen und dann konnte das Abenteuer beginnen.
Zu erst betritt man den Barraum. Dort werden die Gutscheine entgegen genommen und darauf hingewiesen, die Handys auszuschalten und auch die Uhren müssen abgenommen werden. Es könnte ja ein Lichtstrahl das ganze Erlebnis stören. Taschen und Jacken werden dort auch abgegeben, damit man im Dunkeln nicht darüber stolpert. Dann wird man nach dem Menü gefragt und nach den Getränken. Alan und ich entschieden uns für Rind und nahmen jeweils ein Wasser. Nun bekommt man noch die Tischnummer gesagt, wir hatten die 111, und dann kommt auch schon ein Kellner und holt einen ab. Unser Kellner hieß Andre und er meinte gleich, wenn irgendetwas sein sollte, sollen wir nur Andre rufen und er ist sofort da. Man wird in eine Dunkelschleuse geführt und ab da an geht es per Polonäse weiter zum Tisch. Ich habe mich nur an Alan festgekrallt, denn es war wirklich Stockdunkel und ich wollte mich ja nicht gleich am Anfang blamieren und irgendwo gegenlaufen *gg*.
Nach nur fünf Schritten waren wir aber schon an unserem Tisch und unser Kellner Andre zeigte uns die Stühle und erzählte auch noch, das wir einen schönen Fensterplatz haben *gg*. Wenn wir irgendetwas wollte sollten wir nur Andre rufen und schon steht er parat. Nun ging es ans abtasten. Der Tisch musste ja erst einmal im Dunkeln erforscht werden. Wir erfühlten unser Besteck, die Servietten und auch den Brotkorb mit dem Dip der schon mal zum üben dort stand. Zumindest war ich Heilfroh, das ich ohne blaue Flecken auf meinen Stuhl saß *gg*. Hätte ja auch schief gehen können.
Die ersten Minuten suchten meine Hände immer noch den halt am Tisch oder bei Alan *lach*, der mir ja Gegenüber saß. Aber mit der Zeit gewöhnte man sich daran und es wurde doch angenehmer. Dann kamen auch schon die bestellten Getränke und wir mussten diese nun im Dunkeln eingießen. Zum Glück hatten wir nur Wasser *gg*, aber es klappte tatsächlich ohne etwas zu verschütten.
Die ersten Minuten redeten wir etwas lauter, aber das hat sich dann schnell wieder gegeben bei uns und wir kamen auf die normale Lautstärke zurück. Ist schon komisch jemanden nur zu hören, aber nicht zu sehen. Zum üben, auf das was noch auf uns zu kommt den Abend stand ein Brotkorb mit einer Schale Dip auf den Tisch. Das Brot hatte ich auch schnell gefunden und den Dip eigentlich auch, nachdem ein Finger in der Schale gelandet ist beim abtasten *lach*. Nun hieß es das erste mal Essen im Dunkeln. Brot in die Hand und im Dunkeln auf gut Glück die Schale zum Dippen suchen :-)) Der Dip schmeckte völlig genial. Leicht süßlich, aber er hatte was. Einfach nur Lecker.
Kurze Zeit später war Andre wieder bei uns am Tisch. Alan alberte rum, das es doch schöne Delphine vor dem Fenster wären, aber Andre belehrte ihn eines besseren und meinte, das es doch Schwäne seien und er mal zum Optiker gehen sollte *lach*. Das stimmte schon auf den Abend ein und es konnte ab diesen Zeitpunkt nur lustig werden. Alan stellte uns noch vor und Andre redete uns nur noch mit den Vornamen an den ganzen Abend.
Und schon kam die Suppe. Andre stellte sie vor uns auf den Tisch und erklärte genau wo sie genau steht. Nun hieß es tasten und nach der Suppe suchen und natürlich nach einem Löffel. Dies klappte aber ganz gut denn ich stieß gleich mit der Hand gegen etwas heißes und wusste: Aha, da ist sie *gg*. Während ich mich noch mit einem Löffel abquälte und versuchte Suppe dort drauf zu kriegen und besonders, den vollen Löffel zum Mund zu bekommen im Dunkeln, hört ich Alan nur schlürfen und fragte erst mal nach was er denn dort macht. Er meinte nur, das er die Suppe trinkt, denn es war ja eine Terrine mit zwei Griffen und so legte ich auch den Löffel beiseite und gab auf *lach*. Das ging auch viel einfacher und im Nu war die Suppe alle. Es war aber schon ein Erlebnis nicht zu wissen was man denn dort genau vor sich hat und alles nur zu erschmecken.
Und schwupps war Andre wieder da um den Tisch abzuräumen. Er war jedes mal so leise und man hörte ihn eigentlich nur kommen durch den Wagen den er vor sich herschob. Meine Augen versuchten die ganze Zeit irgendwas zu erkennen im Dunkeln und nach einiger Zeit verspürte ich einen ganz schönen Druck. Das ließ sich aber leider nicht abstellen, denn es passierte Automatisch, das die Augen hin und her sprangen. Zudem lauschte man auf jedes Geräusch und nahm alles viel intensiver wahr. Das ganze war schon mächtig beeindruckend. Besonders fasziniert war ich von den Kellnern, die ja alle Blind oder stark Sehgeschwächt sind. Wie die das meistern, also wirklich Alle Achtung!
Dann wurde die Vorspeise gebracht. Auch hier erzählte Andre, dass er nun die Teller vor einem stellt. Kaum stand der Teller fing ich auch schon wieder an mit abtasten. Bei der Vorspeise handelte es sich um Salat und da hielt sich die sauerei noch in Grenzen. Ich packte zwar, nachdem ich den Rand abgetastet hatte auch mitten in das Dressing, aber es gab ja zum Glück genügend Servietten *lach*. Am Rand lagen große Blätter die wir als Chiccoree einordneten. Darauf befand sich eine Cocktailtomate und in der Mitte gemischter Salat mit einem Joghurtdressing. Auch hier aßen wir das meiste mit der Hand. Finger Food eben *gg*. Die großen Blätter waren auch kein Problem, denn die konnte man einfach in die Hand nehmen. Schwieriger wurde es dann bei dem gemischten Salat. Hier musste eine Gabel her und das gestaltete sich doch schwierig. Ich hatte wirklich Probleme den Salat erst einmal auf die Gabel und dann in den Mund zu bekommen ohne das alles wieder runtersegelt. Alan hatte eine andere Idee und schaufelte alles mit dem Löffel auf die Gabel, was wohl auch gut klappte. Er war zumindest eher fertig wie ich *gg*. Aber irgendwann hatte auch ich es geschafft. Ich konnte Radieschen erschmecken, Blattsalat und auch Fleischstücke, die sehr gut gewürzt waren, lagen obendrauf. Auch wieder alles mega Lecker.
Nachdem die Teller abgeräumt wurden folgte auch bald der Hauptgang. Ich hatte inzwischen jegliches Zeitgefühl verloren und konnte nicht mehr sagen ob wir erst 10 Minuten oder schon Stunden dort waren. Ich hatte keinen Plan mehr und das war doch schon komisch. Man konzentrierte sich die ganze Zeit auf die Umgebung und auf die Geräusche und auf nichts anderes mehr. Irgendwann wussten wir immer, wann Andre wieder kam. Zum einen hörte man es am Servierwagen und zum anderen fühlte man es. Im Hintergrund lief Musik, aber ich kann beim besten Willen nicht ein einziges Lied sagen, was sie dort spielten. Man hörte zwar die Musik und nahm sie auch wahr, aber auf die ganzen anderen Geräusche konzentrierte man sich doch stärker.
Und dann war Andre schon wieder da mit dem Hauptgang. Auch hier kündigte er wieder an, was er gerade macht und das nun der Hauptgang serviert wird. Mit der Zeit wurde man immer vertrauter und es machte zunehmend mehr Spaß. Auch hier griffen meine Finger gleich wieder auf den Teller um zu ertasten was sich darauf befindet und vor allem wo. Gleich vorne befanden sich zwei Stückchen Steak. Daneben ertastet ich Gemüse und dann hatte ich meine Hand plötzlich in einem Berg Kartoffelbrei. Prima dachte ich nur und suchte wie Blöd meine Serviette *lach*. Zu Beginn habe ich noch versucht das Fleisch mit einem Messer zu schneiden, halt wie es sich gehört. Aber nachdem ich zwei mal fast das ganze Fleisch auf der Gabel hatte und Maulsperre bekam, da ich mich jedes mal völlig verschätzt hatte mit dem schneiden nahm ich es ohne zu überlegen in die Hand und biß ab :-)) Das klappte alerdings nur beim Fleisch, denn weder das Gemüse, es war Paprika, noch der Kartoffelbrei ließ sich mit den Fingern essen. Da musste tatsächlich die Gabel ran. Aber gut, die Nicki ist ja nicht dumm und so habe ich immer mit der einen Hand etwas auf die Gabel geschoben und dann Richtung Schnute damit :-)) Das Fleisch war der Hammer überhaupt. So ein weiches Steak habe ich noch nie gegessen. Super lecker, kein bißchen fettig und richtig schön saftig. Einfach nur genial. Alan schmeckte sogar heraus, das sich auf dem Steak bunter Pfeffer befand. Ok, Pfeffer hätte ich jetzt auch noch erraten, aber das er nun bunt ist ...... *lach*.
Zwischendurch hört man immer wieder, wie neue Leute in den Raum gebracht und Essen Serviert wurde. Die Atmosphäre war auf jeden Fall sehr angenehm, auch wenn irgendwo hinten im Raum eine Gruppe mit fünf Mann saß, die dachten sie hätten den Raum alleine gemietet. Es war sowas von laut dort hinten und der Geräuschpegel nahm immens zu. Man konnte sich gar nicht mehr richtig konzentrieren, da man durch das laute Geschrei doch sehr abgelenkt wurde.
Witzig fand ich allerdings, das man sich im dunkeln immer noch so verhielt, als ob der andere einen sehen könnte. Während der Gespräche mit Alan fuchtelte ich mit den Armen umher obwohl er dies gar nicht sehen konnte oder auch wenn man Andre etwas fragen wollte hielt ich Ausschau nach ihm. Einmal hat er mich von weitem gerufen und ich drehte mich tatsächlich um *grins*. Das steckt so drin und es geht wirklich Automatisch.
Und dann kam auch schon der Nachtisch angerollt. Diesmal war es nicht schwer zu erraten, denn meine Hand steckte gleich in einem Berg von Sahne mit etwas kaltem darunter *gg*. Das Eis zu Essen war für mich am einfachsten gewesen. Keine Ahnung warum, aber das klappte mit dem Löffel hervorragend. Im Nu war die Schale alle und wir waren fertig mit unserem Dinner in the Dark. Nach einigen Minuten rief Alan nach Andre und dieser brachte uns dann wieder ans Tageslicht. An die Helligkeit mussten sich meine Augen allerdings erst mal wieder gewöhnen. Als ich aber wieder richtig sehen konnte wanderte mein Blick gleich auf mein T-Shirt, denn ich war ja so intelligent und habe etwas weißes angezogen. Ich rechnete schon mit dem schlimmsten, aber es war zum Glück kein einziger Fleck zu sehen. Man, da hab ich ja Glück gehabt, das ich nicht wie ein Schwein raus kam *lol*.
Zum Abschluß gab es an der Bar noch einen Latte Macchiato. Natürlich im hellen *lach*. Und dann wurden wir gefragt, was wir denn erschmeckt haben. Alan zählte brav alles auf *schwitz*..... Glück gehabt.... *lach*..... und er lag bei den meisten Sachen richtig. Ich verrate jetzt nicht alles, denn dann ist ja die Spannung weg, falls mal jemand dieses Erlebnis haben möchte. Ich kann nur sagen, das alles Super lecker und der Abend ein voller Erfolg war. Als ich auf die Uhr schaute war ich doch erstaunt, das schon zwei Stunden vorbei waren.
Die Toiletten
Nach dem Essen und als wir endlich wieder Licht hatten hieß es erst einmal auf die Toilette und die Händchen waschen. Diese klebten doch etwas und das war nicht sehr angenehm. Bei den Herren war natürlich Alan drin und das wird er in seinem Bericht erwähnen *lach*, ich war nur bei den Frauen. Es war zwar ein wenig eng, aber alles war Blitzblank sauber und auch hier gab es allerhand an Deko zu sehen. In den Toiletten selbst war oben an der Decke ein Netz mit Blumen, überall standen Figuren rum, wie zum Beispiel Frösche und die Türen waren mit Schmetterlingen beklebt.
Der Service
Hier kann ich sagen: Es war einfach nur der Hammer. Zum einen die mega freundliche Begrüßung und ein nettes geplaudere gleich beim reinkommen. Da fühlte man sich gleich wohl und machte Spaß. Zum anderen die Kellner, besonders unser Andre. Er hat uns Spitzenmäßig bedient, war lustig und ich finde es immer noch Bewundernswert, wie er das meistert. Er war zuvorkommend, immer freundlich und fragte immer nach unseren Wünschen. Ich hörte ihn wirklich nur, wenn er mit dem Wagen, auf dem sich das Essen befand, angerollt kam.
Die Getränke
Die Getränkekarte ist doch schon sehr groß und man hat eine Menge Auswahl. Ob Wein, Kaffee, Alkoholfreie Getränke, Aperitif, Whisky, Weinbrand & Cognac, Spirituosen, Sekt/Champagner oder auch Longdrinks..... man hat eine riesen Auswahl. Auch die Preise gehen völlig in Ordnung. So bezahlt man zum Beispiel für eine Cola 0,3 liter 2,50 Euro oder für einen Latte Macchiato 3,00 Euro. Das sind ganz normale Preise wie ich finde. Wir mussten nichts bezahlen, da in dem Gutschein schon ein Kaltgetränk und ein Kaffee inbegriffen war *smile*
Die Pausen
Ganz klar, kann man zwischen den einzelnen Gängen auch eine Pause machen. Sei es um auf die Toilette zu gehen oder um eine zu Rauchen. Man ruft einfach seinen Kellner und dieser bringt einen dann zur Toilette oder in den Raucherraum. das ist gar kein Problem, aber Alan und ich haben den Abend so durchgezogen, denn wir waren einfach zu fasziniert von dem ganzen.
Mein Fazit
Es war einfach nur ein einmaliges Erlebnis und ich bin immer noch völlig beeindruckt. es ist wirklich eine ganz neue Erfahrung, wenn plötzlich der Sehnerv außer Kraft gesetzt ist und man wirklich nur noch die übrigen Sinne einsetzt. Jede Bewegung, jedes Geräusch und auch jeder Geruch wird zu einem Erlebnis. Besonders erstaunt bin ich darüber, das man alles ißt und Probiert obwohl man gar nicht weiß, ob man das, was auf dem Teller liegt wirklich mag. Ich habe ja hinterher erfahren, das in dem Salat sogar Pilze drin waren, die ich, wenn ich sie gesehen hätte aussortiert hätte. Hier habe ich sie mitgegessen und habe es noch nicht einmal gemerkt. Zum anderen nimmt man viel mehr wahr, was Blinde durchmachen und hat viel mehr Verständnis für alles.
Ein Absolut geniales Erlebnis, das ich jedem nur empfehlen kann. Das Restaurant Finster bekommt alle fünf Sternchen von mir und das ist noch zu wenig. Das ganze Team dort ist Spitze und es war ein unvergeßlicher Abend in einer tollen Atmosphäre.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!!
Eure Nicki :-))
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84 Bewertungen, 28 Kommentare
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22.08.2009, 10:37 Uhr von Kleinnightwish
Bewertung: sehr hilfreichganz viele liebe grüße von der angi ;)
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20.08.2009, 23:27 Uhr von tapiomaunzi
Bewertung: sehr hilfreichInteressant zu wissen. Gruß Doris
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19.08.2009, 16:39 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreicher Bericht - Liebe Grüsse
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26.07.2009, 21:09 Uhr von Michaela2015
Bewertung: besonders wertvollnun komme ich wiedermal dazu zu bewerten und schaue glatt auch bei dir vorbei, sorry dass es mit den lesungen so lange dauerte, lg michi
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25.07.2009, 19:02 Uhr von christianpirker
Bewertung: sehr hilfreichSehr guter Bericht! Liebe Grüße, Christian
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21.07.2009, 00:46 Uhr von misscindy
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr schöner Bericht, lg Sylvia
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19.07.2009, 13:11 Uhr von liebes35
Bewertung: sehr hilfreichGuter Bericht.LG Steffi
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19.07.2009, 11:27 Uhr von retilein
Bewertung: besonders wertvollsehr schöner bericht und lg
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19.07.2009, 02:54 Uhr von estrella1
Bewertung: besonders wertvollbw und lieben gruß
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19.07.2009, 01:32 Uhr von sandieheinrich
Bewertung: sehr hilfreichGrüßle aus der Hauptstadt
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14.07.2009, 14:08 Uhr von sabtau
Bewertung: sehr hilfreichGuter Bericht. Grüßle
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13.07.2009, 19:24 Uhr von MasterSirTobi
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht, gefällt mir gut LG und Sh
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12.07.2009, 19:32 Uhr von oskermit
Bewertung: sehr hilfreichKlasse berichtet! ...und DANKE für deinen Besuch bei mir!
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11.07.2009, 03:15 Uhr von rob1980
Bewertung: besonders wertvolltoller bericht....lg rob1980
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11.07.2009, 02:16 Uhr von Puenktchen3844
Bewertung: sehr hilfreichEin guter Bericht. LG
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11.07.2009, 01:39 Uhr von Lale
Bewertung: besonders wertvollDein Bericht wurde sehr gerne gelesen. Beste Grüße und ein tolles Wo-ende
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11.07.2009, 00:57 Uhr von morla
Bewertung: besonders wertvollwünsche dir ein schönes wochenende lg. petra
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10.07.2009, 22:08 Uhr von catmum68
Bewertung: sehr hilfreichinformativer Bericht LG
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10.07.2009, 16:24 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichguter bericht lg sigi
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10.07.2009, 16:03 Uhr von tina08
Bewertung: besonders wertvollViele Grüße .... Tina
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10.07.2009, 15:35 Uhr von ronald65
Bewertung: sehr hilfreichlg
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10.07.2009, 15:25 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG, Daniela
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10.07.2009, 15:00 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichschönes wochenende wünscht die marnie
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10.07.2009, 14:59 Uhr von Beachtime01
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht! Liebe Grüße und einen schönen Freitag! :) Ps: Freu mich über deine Gegenlesung!
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10.07.2009, 14:54 Uhr von KleenerApfel
Bewertung: besonders wertvollVerdiente Bewertung für einen Topp-Bericht!
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10.07.2009, 14:36 Uhr von Iris1979
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht. Liebe Grüße Iris
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10.07.2009, 14:36 Uhr von Gozo-Bernie
Bewertung: besonders wertvollbw und Gruss aus Catania, der Heimat von telestrada.it
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10.07.2009, 13:58 Uhr von minasteini
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreicher Bericht. LG Marina
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