The Glenlivet 12 Jahre Testbericht
Auf yopi.de gelistet seit 08/2009
- Geschmack:
- Geruch:
- Wirkungsgrad:
- Nachwirkungen:
- Design der Verpackung:
- Kultstatus:
Erfahrungsbericht von Azrael71
Auch ein Whisky für die Damen unter uns...
Pro:
Geschmack, Preis
Kontra:
leider nur 700 ml
Empfehlung:
Ja
heute geht es wieder mal um Getränke, genauer gesagt um ein hochprozentiges Getränk. Nämlich, wie soll es anders sein um einen guten Schluck Whisky aus Schottland.
The Glenlivet
"Geschichte und Begriffe wie Single-Malt"
Zur damaligen Zeit so um 1800 rum, gab es in Schottland doch mehrere, illegale Brennereien die ohne Genehmigung Wihsky brannte. Grund dafür war ein Verbot in Irland (bereits ca.1700 ergangen) dass eben das Brennen von Whisky nur nach dem Erhalt einer staatlichen Lizenz erlaubte. 1823 wurde ein
Act of Excise beschlossen, in dem nur noch gegen eine fest Gebühr und der Abgabe eines gewissen Steueranteils Whisky fabriziert werden durfte.
Der Schotte George Smith gründete darauf 1824 die erste "legale" Whisky-Distillery in Schottland. Auf Grund dieser Tatsachen, gaben die Schwarzbrenner allmählich ihre Geschäfte auf und nach ca. 10 Jahren, gab es (offiziell) keine illegalen Brennereien.
Smith hatte seine Distillery auch wieder in der Region von Spyside errichtet. In meinem anderen Bericht des Whisky -Surf- haben wir ja davon schon was gehört. Spyside liegt in den Grafschaften Morayshire und Banffshire. Das Wasser bezieht die Brennerei aus dem Josie’s Well. Natürlich spielt auch hier wieder die Lage der Distillery eine Rolle. In der näheren Umgebung befinden sich große Waldgebiete und auch die Kräuter in der Umgebung tragen zur Note des Whiskys bei.
Bei dem Whisky handelt es sich um einen sogenannten Single-Malt-Scotch-Whisky
Was bedeuten nun diese Begriffe, worin liegt der Unterschied zu Blend-Whisky?
Also grundsätzlich besteht Whisky, im amerkanischen mit 'e' geschrieben, als ein Destillat aus Wasser, Getreide und Hefe, dass dann über einen längeren Zeitraum, am Besten in Holzfässern, gelagert wird. In der Regel je länger sie gelagert werden, desto vollmundiger, kräftiger wird ihr Geschmack.
Je nach gewollter Geschmacksrichtung werden auch Fässer aus verschiedenen Holzarten verwendet, oder man bedient sich auch alten Fässern, in denen z.B. Rum, Sherry oder ähnliches schon gelagert wurde um hier die Inhalte aus dem Fasskörper mit in den Whisky einwirken zu lassen.
Single-Malt wird bezeichnet, ein Whisky, der zu 100% aus Getreide besteht und aus einer einzigen Distillery stammen. Würde er sogar nur aus einem Fass (also eine einzige Produktion mit einem Alter) abgefüllt dürfte er den Namen Single Cask tragen. Bei dem Single Malt ist es also "erlaubt" aus einer Brennerei, verschiedene Whisky aus verschiednen Fässern zusammen zu mischen. Durch die verschiedenen Fässern kann ja ein Whisky obwhol aus einer Produktion trotzdem leicht anders schmecken.
Scotch bedeutet eigentlich, dass es sich um eine schottische Brennerei handeln muss, der Whisky mind. 3 Jahre in einem Holzfass gelagert und bei der Abfüllung mindestens 40 Volumenprozent an Alkohol aufweisen muss. Diese Beschreibung wurde zum ersten Mal 1909 gesetzlich so festgelegt.
Zum Unterschied gibt es dann eben die Blends. Hier werden eben eine Vielzahl von Whisky zusammengemischt. Die Whisky stammen dann aus unterschiedlichen Distilleries. Wie das Blending genau funktioniert, könnte ich zwar auch erklären, aber dass würde dann doch zu lange dauern.
Kurz noch zu dem Getreide. Jeder Whisky besteht ja aus mindestens einer Sorte von Getreide. Natürlich mischen die jeweiligen Brennereien die Arten, um so zu einem besonderen Geschmack zu gelangen. Dies ist natürlich, sozusagen, eines der Betriebsgeheimnisse.
Verpackung-Flasche
Ich finde die Verpackung nicht ganz so pompös wie beim -Surf-. Die Flasche ist in einem viereckigen Karton eingepackt, der pergamentartig bedruckt ist. Auf der Vorderseite findet man die Bezeichnung des Whisky mit der Jahreszahl (meiner war nur 12 Jahre alt). Auch wird auf der Verpackung durch ein Siegel auf die Gründerzeit hingewiesen: ESTD 1824. Natürlich darf auf der Rückseite die Geschichte der Distillery nicht fehlen.
Die Flasche selbst in grün gehalten. Als Etikett findet sich der gleiche Druck wie auf dem Karton wieder. Auch auf dem rückseitigen Etikett findet man Angaben zum Geschmack des
Getränkes. Bei mir in englischer Schrift, was ja wieder gar nichts bringt bei meinem Sprachkenntnissen. ;-)
Der Geschmack
"Der Duft der weiten Landschaft"
Wenn man sich ein Glas des gelb-goldenen Saftes eingeschenkt hat, macht sich ein sehr fruchtiger Duft bemerkbar. Man kann eine reichhaltiges Paket an fruchtig aromatischen Rosinen und Bananen erkennen. Auch der Anteil vom nussigen Geschmack kann erschnüffelt werden. Wer schon mal in ein Stück Holz gebissen hat, der riecht auch, dass er einen Hauch von Eiche hat. Etwas Vanille ist m.E. auch noch vorhanden. Natürlich hat hier, so denke ich jeder seine Art, Duftnoten zu erkennen. Vielleicht gibt es auch welche die ganz was anderes riechen, wobei meine Gäste hier auch in meine Richtung tendierten. Was weniger zu tragen kommt ist, gegenüber den -Surf- (aus meinem anderen Bericht) dass er sehr wenig bis gar nicht nach Torf und Rauch schmeckt.
"Das Wasser des Lebens selbst"
Beim Trinken kommt einen der volle und wunderbar glatte Geschmack von süßen Pflaumen entgegen und natürlich, auf Grund der Lage der Brennerei, wieder die tiefe Extravaganz von den Heidekräutern, die ja in der Umgebung stark vorhanden sind. Im Abgang ist der Glenlivet mittel bis lang und er läuft mit einem warmen Empfinden und einer fruchtigen Würze in die tiefen des Körpers.
Fazit
Eine gelungene Mischung aus Frucht und "Holz" gibt dem Glenlivet seine Note.
Bei einer gemütlichen Runde, aber auch alleine kann man sich ruhig einem Glas hingeben um die weiten Schottlands genießen (klingt das jetzt arg kitschig?).
Nein, was ich sagen will, er ist absolut bekömmlich und bei richitger Menge auch nicht kopfschmerzfördernd. Im Gegenteil, ich finde gute Wisky machen keinen schweren Kopf, ausser eben bei drei Flaschen auf einmal. :-) Ich kann diesen Whisky auch wieder für Frauen empfehlen, da er nicht die harte, brennende Note hat wie manch andere Whisky.
So ich hoffe ich konnte euch ein wenig neugierig machen...ich sag danke fürs Lesen und auch freue ich mich über eure Komentare und Bewertungen...LG azrael71
36 Bewertungen, 14 Kommentare
-
10.04.2013, 10:01 Uhr von Sandra199
Bewertung: sehr hilfreichLG Sandra
-
08.04.2013, 13:39 Uhr von Juri1877
Bewertung: sehr hilfreichdann haben die Iren also ein Reinheitsgebot für Whiskey
-
16.03.2013, 21:27 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG und ein schönes Wochenende.
-
10.03.2013, 16:29 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: sehr hilfreichgut erklärt
-
02.03.2013, 22:40 Uhr von monagirl
Bewertung: sehr hilfreichGruß Mona
-
02.03.2013, 18:57 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG Damaris
-
02.03.2013, 18:09 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Annabelle
-
02.03.2013, 17:42 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht LG KATJA
-
02.03.2013, 17:40 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreich...und ein schönes wochenende
-
02.03.2013, 16:55 Uhr von knuddelfire
Bewertung: sehr hilfreichSH und ein schönes Wochenende LG
-
02.03.2013, 16:10 Uhr von Janne0033
Bewertung: sehr hilfreichwisky ist schön
-
02.03.2013, 13:38 Uhr von Lisa_123
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht! Freu mich über jede Gegenlesung =) LG
-
02.03.2013, 13:29 Uhr von Lale
Bewertung: sehr hilfreichAllerbesten Gruß *~*
-
02.03.2013, 12:44 Uhr von minasteini
Bewertung: besonders wertvollBin kein Whisky-Fan, aber toller Bericht. LG Marina
Bewerten / Kommentar schreiben