Identität (Blu-ray) Testbericht

ab 6,97
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2009

5 Sterne
(4)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von LilithIbi

Ich ging die Treppe rauf und sah dort einen Mann der war nicht da.

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Vor zig Jahren riet mir meine damalige Freundin zum Film

===Identität=== den sie mir ad hoc ausborgte. Seit ich den Streifen das erste Mal sah, war ich unmittelbar begeistert und schaue mir jenen Film seitdem immer dann an, wenn er zufällig im TV läuft. '''Die DVD-Extended Version beinhaltet obendrein die „Langfassung“ des Filmes; sprich: einige Szenen, die bereits für die Kinoversion herausgeschnitten wurden, sind hier im Originalton (mit deutschem Untertitel) zu sehen.''' Jener Prozess übt sich zugestandenermaßen ein wenig (aber wirklich nur ein wenig) störend auf die Guck-Atmosphäre aus; doch interessant ist und bleibt „Identität“ somit auch für Kenner der eigentlichen Fassung durchaus. Bei einigen Szenen kann man überdies seine eigenen Schlüsse ziehen, warum diese oder jene schlussendlich entfernt wurden; meines Erachtens nach wird hier vereinzelt zu viel offenbart, um den abschließenden Effekt noch in alter Manier erreichen zu können. Der Anfang des Filmes unterscheidet sich hingegen von der Kinoversion ~ und gefällt mir persönlich noch eine ganze Ecke besser, was zuvor fast schon unmöglich zu sein schien.


Die _story an sich ist rasch zusammengefasst ~ durch unterschiedliche Umstände, die beinahe allesamt aufeinander einwirken, landen 10 Menschen in dem selben Motel, um vor dem herrschenden Unwetter Zuflucht zu suchen. Die Straßen sind überschwemmt, weswegen keiner den Ort verlassen kann ~ was insbesondere für Familienvater George, seine Frau Alice und deren Sohn Timothy verherrend ist. Jene hatten kurz zuvor eine Reifenpanne; Alice wurde angefahren und droht zu verbluten. Der Fahrer des anderen Fahrzeugs, Ed (John Cusack), überzeugt die Schauspielerin Caroline (Rebecca De Mornay), dass auch sie im Hotel zu bleiben hat.

Nach und nach treffen weitere Personen ein, zu denen ich an dieser Stelle nicht allzu viel verraten möchte. Ohnehin funktioniert „Identität“ umso besser, je weniger man vom Inhalt weiß ~ die große Frage, wessen Identität sich hinter demjenigen verbirgt, der nach und nach alle Motelbewohner niedermetzelt, bleibt fast bis zuletzt ungeklärt und sorgt somit für ein hohes Spannungsfeld.

===In der Umsetzung=== erkennt man eindeutig die filigrane Überlegungsarbeit seitens der Macher, den Zuschauer bis zuletzt dem Rätselraten a la „wer kann es gewesen sein“ zu überlassen.
Während ein Großteil sicherlich davon ausgehen wird, dass der Mörder kein anderer sein kann als jener Häftling Robert Maine (Jake Busey), der ebenfalls im Motel landet; schlägt sich ein anderer Zuschauerklientel auf die Fährte, dass der Motelbesitzer nicht ganz koscher zu sein scheint. Und die Prostituierte Paris Paris (Amanda Peet), die ihre Kunden bestiehlt, scheint genauso wenig vertrauenserweckend zu sein. Und das frisch verheiratete Paar, Ginny (Clea Duvall) und Larry (John Hawkes).... kurz: verdächtig ist hier irgendwie fast jeder, ohne dass hier etwas zu dick aufgetragen wirkt.

Vielmehr herrscht inmitten „Identity“ eine Atmospäre vor, die bedrohlich und faszinierend zugleich ist. Bereits der eingangs gehörte Satz

_„Ich ging die Treppe rauf und sah dort einen Mann der war nicht da. Er war auch heute nicht mehr dort ~ ich wollt; ich wollt er wäre fort.“

vermag es mich persönlich wieder und wieder zu packen, eben weil er so ist, wie er nunmal ist.

Dadurch, dass die Darsteller allesamt eine sehr überzeugende Arbeit leisteten, wirkt „Identität“ noch authentischer. Regisseur James Mangold tat gut daran, auf übertriebene Gewalt- oder Blutszenen zu verzichten ~ vielfach schwenkt die Kamera nur kurz über die Geschehnisse, gibt eine Einblick, aber keinen ultimativen Drauf-Blick. Somit behält „Identity“ das Genre bei, zu dem er zweifellos einzuorden ist: ein Thriller, wenngleich man obendrein ein wenig von einem Drama sprechen könnte.

===Summa summarum=== ist der absolute Witz natürlich raus, sobald man den Film ein einziges Mal gesehen hat. Dass er trotzdem von mir immer wieder gerne gesehen wird, liegt vor allem an der filigranen Detailarbeit ~ irgendwie gibt es hier regelmäßig weitere Kleinigkeiten zu entdecken, was natürlich nicht zuletzt der erweiterten „Extendend Version“ zu verdanken ist.

Nach wie vor fünf Sternchen und die beste meinerseite Empfehlung wo gibt.

27 Bewertungen, 10 Kommentare

  • Agrippa07

    11.02.2011, 22:53 Uhr von Agrippa07
    Bewertung: besonders wertvoll

    super bericht :) ich werd ihn mir anschauen! gruß, agrippa07

  • goat

    02.01.2011, 22:47 Uhr von goat
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich wünsche Dir ein frohes Neues Jahr!

  • Venenum84

    01.01.2011, 14:49 Uhr von Venenum84
    Bewertung: sehr hilfreich

    wünscht dir ein frohes neues! würde mich freuen wenn du bei mir auch mal vorbei schaust!

  • XXLALF

    01.01.2011, 14:21 Uhr von XXLALF
    Bewertung: sehr hilfreich

    and happy new year 2011

  • catmum68

    01.01.2011, 13:52 Uhr von catmum68
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreicher Bericht, LG

  • anonym

    01.01.2011, 13:05 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein schönes 2011 wünscht Talulah

  • milabie

    01.01.2011, 11:56 Uhr von milabie
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein schönes, erfolgreiches und tolles Jahr. LG Mila

  • anonym

    01.01.2011, 10:11 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Feliz Año Nuevo! - Saludos Negerle ;-))

  • JustOliver

    01.01.2011, 09:40 Uhr von JustOliver
    Bewertung: sehr hilfreich

    Frohes neues Jahr. Gruß, O.

  • senora

    01.01.2011, 08:29 Uhr von senora
    Bewertung: sehr hilfreich

    Willkommen im Jahr 2011. LG