Yamaha AX-596 Testbericht

Yamaha-ax-596
ab 45,33
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Summe aller Bewertungen
  • Ausstattung:  durchschnittlich
  • Klangqualität:  sehr gut
  • Bedienung:  sehr einfach
  • Verarbeitung:  gut
  • Zuverlässigkeit:  sehr gut
  • Support & Service:  gut

Erfahrungsbericht von metal-warrior

Das fette Teil !!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallöchen zusammen. Hier ist jetzt also mein (Langzeit)Bericht über meinen tollen Vollverstäker, den ich schon über ein Jahre lang bei mir im Zimmer stehen habe und der (fast) jeden Tag meine Lautsprecher auf Trab hält.
Es ist einer der absoluten Preis / Leistungs-Hämmer in dieser Kategorie: Der großartige
Yamaha AX-596.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich diesen Bericht nicht gliedern möchte, sondern einfach mal aufschreiben will, was es so zu erzählen gibt.
Vielleicht bin ich heute etwas faul!?!

Da ich Yamaha‘s Verstärker schon recht gut kannte und von ihnen überzeugt bin, wusste ich bereits vor dem Anschließen an die heimische Anlage, dass mein Kauf gerechtfertigt war.
Ich war vom recht hohen Gewicht (laut Hersteller: 10,6 kg), an dem ein üppig dimensionierter Ringkerntrafo und sehr solide Gehäusewände schuld sind, auch nicht wirklich überrascht.

Zur Verarbeitung brauche ich nichts mehr schreiben. Man kann sie nur als exzellent bezeichnen. Selbst an den guten Stand des Geräts wurde gedacht: Große, rutschfeste Füße geben dem Yamaha immer einen festen Halt, auf (fast) jedem Untergrund.

Die ölgedämpfte Frontplatte, welche die eher selten benötigten Schaltelmente hinter sich
verbirgt, kann man mit minimalem Kraftaufwand durch einen kurzen Fingerdruck herunterklappen lassen.
Eine wirklich praktische Sache, finde ich. Durch diese „Maßnahme“ werden Knöpfe und
Schalter vor mechanischer Fremdeinwirkung (z.B. meinem kleinen Neffen mit seinen hyperaktiven Greiforganen und seiner schier unerschöpflichen Neugier) fantastisch geschützt.
Noch dazu sieht es edel und schlicht aus, wie der Rest des AX-596 auch. Ich habe mit der Zeit feststellen können, das jemand wie ich diese „verborgenen Spielereien“ auch wirklich nicht oft in Anspruch nehmen muss.
Es sind folgende:
-Bass: Drehregler zum Anheben und Absenken der tiefen Töne, stufenlos von –5 bis +5 dB
-Treble: Drehregler zum Anheben und Absenken der hohen Töne, stufenlos von –5 bis +5 dB
-Balance: Drehregler zur Trennung der Kanäle, stufenlos
-Loudness: Drehregler zum Anheben von hohen und tiefen Tönen, senkt dafür den Pegel,
stufenlos von 0 bis 30 dB
-Rec Out: abgestufter Drehregler zum Auswählen der Aufnahmetonquelle
-Speakers: (2) Druckknöpfe zum Schalten von Lautsprecherpaar „A“ oder / und „B“
-Außerdem befindet sich hier die (leider nicht vergoldete) Kopfhörerbuchse.

Links neben der Abdeckklappe gibt’s dann noch den Anschalt-Ausschalt-Schalter (was für ein behindertes Wort!) sowie den Stand-by-Schalter.
Schwenk nach rechts: Hier finden sich neben dem Pure Direct- und dem CD/DVD Direct Amp-Schalter (zu deren Funktion komme ich später) auch der leichtgängige Eingangswahlschalter und natürlich der Pegelregler, der per Hand und per Fernbedienung gleichermaßen gut zu kontrollieren ist.
Von welcher Quelle man gerade abhört kann man immer gut überblicken, denn es gibt über der Klappe für jede dieser sechs wählbaren Quellen (Aux, MD, Tape, CD / DVD-A, Tuner, Phono) eine kleine aber kräftig leuchtende LED.
Ebenso für den Pegelregler, was ja auch wieder zeigt, dass die Yamaha-Ingenieure bei diesem Produkt ihre Hirnkästen auf „full power „ gestellt hatten.

Noch ein Schwenk: Die beiden Seiten sind ...äähhh ...kahl, was sonst? Da sind jeweils zwei sauber
gebohrte Löcher, in denen harte, solide Kreutzschlitzschrauben sitzen. Toll für Tüftler und Neugierige, wie mich.

Oben / Unten sieht’s auch nicht gerade interessanter aus: Große Fläche, durchsetzt mit vielen rechteckigen Löchern, die zur Kühlung beitragen. (Im Innern verhindern zwei großzügig
bemessene Aluminiumkühlkörper das Überhitzen bei längerem Hören mit hoher Lautstärke,
was wirklich tadellos funktioniert!)

Nun kommen wir allmählich auf die Rückseite: Dort wird es richtig hochwertig.
Gleich fällt auf, dass es hier sehr aufgeräumt ist, alles an seinem Platz, jede
Buchse dort, wo man sie erwartet. Konservativ-Geordnet eben.
Es gibt an diesem Gerät auch keine Cinchbuchse, die nicht vergoldet wurde.
Ebenso sieht es bei den Hochpegelausgängen aus, die vorbildlich breit ausgefallen sind.
Keinerlei Probleme mit „fetten Strippen“ und keine lange Fummelei.
Dem Kenner fällt wahrscheinlich noch etwas anderes auf. Es gibt beim AX-596 eine auftrennbare Vor / Endstufe. Ein nicht zu unterschätzendes Ausstattungsmerkmal, das in dieser Preisklasse eher selten vorzufinden ist.
So etwas ist für manche Leute (der Autor zählt sich zu diesen) sogar ein Kaufkriterium.
Weil: Bi-Amping oder dem Anschluss eines Dekoders oder Equalizers (und ähnlichem) steht somit nichts im Wege. Ich „bastle“ bald einen aktiven Subwoofer (bin halt auch Selbstbau-Freak). Und den (auch jeden anderen Aktiv-Sub) kann ich dann ganz einfach am Pre-Amp-Ausgang anschließen. Die anderen (passiven) Lautsprecher können trotzdem weiterhin von der Endstufe befeuert werden.
An dieser Stelle ein Tipp, für all diejenigen, die trotz „widriger Umstände“ nicht auf aktive Tieftonunterstützung verzichten wollen. Wir gehen von dieser „widrigen“ Situation aus:
Der Verstärker hat keinen Subwoofer-Ausgang und auch keine auftrennbare Vor / Endstufe.
„Na gut, schließe ich den Woofy halt an den Lautsprecherausgängen (Hochpegel) des Verstärkers an“, könnte man jetzt sagen. Aber zufällig besitzt der Woofy keine Hochpegeleingänge und somit kann man diese Option auf‘n Müll hau‘n. Wat nu ?
Lösung: Die Cincheingänge (Niedrigpegel) einfach an den Tape-Out (Rec) des Verstärkers hängen. Voraussetzung ist natürlich, dass kein Tape-Deck daran angeschlossen ist.
Am Tape-In (Play) kann es ruhig dran bleiben, allerdings ist dann nur das Abspielen möglich, nicht das Aufnehmen.
Das alles funktioniert auch wirklich – habe ich vor drei Jahren (mit anderem Equipment) selbst ausprobiert!

Schreiben macht echt durstiger als reden.
Jetzt muss ich erstmal etwas Wasser trinken. Kleinen Moment mal...



...puuuh, ich kann nur langsam auf der Tastatur schreiben. Das ist bei so einem Text echt anstrengend für mich. Aber dadurch werde ich immer etwas besser!
So, Pause ist vorbei und endlich kommt der zweite Abschnitt.

Aufgehört hatte ich oben bei Lautsprechern und so, also mache ich beim Klang weiter (lechz!!!).

Ja, der Klang ... der ist toll. (In den Fachzeitschriften und bei einigen Händlern heißt es, er klinge kühl und analytisch. Ich finde er ist neutral, mit minimalem Hang zum „unterkühlen“) Natürlich hängt das vom „Rest“ der Anlage, den Räumlichkeiten und dem individuellen Hörgeschmack ab. (Auch von der Aufnahmequalität der CD, Schallplatte, etc.)
Klassik, Jazz, Techno, Folklore, Rock, Kammermusik, Soul und Metal sind nur einige Musikrichtungen, die ich am AX-596 gehört habe (wobei ich nur die letzte davon mag!).
Allerdings konnte ich nur Cd’s benutzen, da ich Radio „hasse“ und keine weiteren Schallquellen benötige. Ich denke mal, dass die Klangqualität bei allen Medien überzeugen kann. Sie (die Musikrichtungen) wurden meiner Meinung nach alle sehr gut wiedergegeben: detailreich, druckvoll, mit viel „trockener“ Basskraft, plastisch, luftig und angenehm.
Leise klingt es sauber, doch erst bei höheren Pegeln wird der geneigte Zuhörer richtig
überrascht, denn selten verzerrt ein Amp dieser Preisklasse so geringfügig.
Er spielt unabhängig von Musikrichtung und Abhörlautstärke punktgenau und kraftvoll aber auch feinfühlig, sowie mit großer „Bühne“ und guter Tiefenstaffelung.
Schaltet man den Pure Direct-Schalter ein, wird die Auflösung höher und es werden noch mehr Details hörbar. Diese Funktion kann bei jeder Quelle eingesetzt werden.
Anders der CD / DVD Direct Amp, welcher nur für CD und DVD-A (Audio) geeignet ist.
Er umgeht den gesamten Vorverstärker und leitet die Signale „direkt“ zu den Endstufen.
Genauso wie bei Pure Direct, nur noch besser. Durch großen Rauschabstand und enorme
Detailauflösung ist der Yamaha somit bestens für die neue Technologie der Audio-DVD
gerüstet.

Falls jemand den Verstärker an impendanzniedrigen Lautsprechern betreiben möchte, stellt dies kein Problem dar. Er ist 2 Ohm-stabil! Auch an antriebsschwachen Speakern macht der äußerst kräftige Bolide keine schlechte Figur: Seine Endstufen liefern pro Kanal
100 Watt sinus an 8 Ohm und 155 Watt sinus an 4 Ohm!!!
Der Frequenzumfang muss ja für den Einsatz zusammen mit einem DVD-A-Player sehr groß sein, das ist er auch: 20 Hz – 100 kHz!!!
Um weitere technische Schmankerl zu bestaunen könnt ihr unter „www.yamaha-hifi.de“
nachschauen. Damit muss ich ja nicht den halben Bericht „zumüllen“.

Jetzt folgen noch einige allgemeine Informationen zum Gerät:
-Garantiezeit: 2 Jahre (mittlerweile gesetzlich vorgegeben)
-Im Kaufumfang enthalten sind: Fernbedienung (dünn, übersichtlich, gut) + Batterien und Bedienungsanleitung (alles drin, trotzdem kurz und einfach zu verstehen, in 7 Sprachen)
-Farben: Man darf zwischen schwarz und titan (nicht in jedem Land und bei allen Händlern erhältlich) wählen.
-Abmessungen in mm: (BxHxT) 435 x 151 x 396

Zu guter letzt: Mein Fazit oder auch die kurze Zusammenfassung dieses Berichts, damit auch an die Leser gedacht ist, die nicht so viel mit der ganzen Technik am Hut haben.

Also: Toller Klang und viel Leistung gepaart mit hoher Benutzerfreundlichkeit sowie guter (nicht überladener) Ausstattung und einem überragendem Preis / Leistungs-Verhältnis.
Das alles vereint der Yamaha AX-596 in sich!

Wer einen Verstärker für Stereobetrieb in dieser Preisklasse sucht kommt wohl kaum an diesem fetten Teil vorbei. Probehören ist trotz ausführlicher Beschreibung „Pflicht“.

Danke für die Aufmerksamkeit und für’s Lesen.
Kritik, Lob, „miese Beschimpfungen“ :-)) oder so was können natürlich als Kommentar
hinterlassen werden. Ich werde es lesen.

Bis dahin, euer metal-warrior !!!

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