Die Henkerstochter (Taschenbuch) / Oliver Pötzsch Testbericht
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Erfahrungsbericht von BlackFlower
Die frühe Neuzeit
Pro:
ALLES
Kontra:
NICHTS
Empfehlung:
Ja
°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸, INHALTSVERZEICHNIS °º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,
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1. VORWORT
2. ALLGEMEINE DATEN
3. DER AUTOR
4. GESCHICHTE
5. DAS 17. JAHRHUNDERT
6. DER 30.JÄHRIGE KRIEG
7. DER HENKERSBERUF
8. PEINLICHE BEFRAGUNG, HEXENVERFOLGUNG & TORTUR
9. BLACK FLOWERS MEINUNG
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°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸, VORWORT °º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,
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Da ich in letzter Zeit sehr viele historische Romane gelesen habe und ein neues Buch gesucht habe, bin ich vor Kurzem auf diesen Roman gestoßen und hatte ihn auch innerhalb einer Woche durchgelesen. Mir hat das Buch sehr gefallen, und deshalb will ich es Euch heute vorstellen. Es gibt auch noch ein weiteres Buch, das ich Euch vorstelle sobald ich es zu Ende gelesen habe, was die nächsten Tage sein wird.
Schon einmal vorab viel Spaß beim Lesen.
Eure
BlAcK-KiTtY
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°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸, ALLGEMEINE DATEN °º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,
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Titel: Die Henkerstochter
Autorin: Ullstein Tb
Seitenanzahl: 511
Art des Buches: Taschenbuchverlag
Kaufpreis: 8,95 €
Kaufort: Amazon
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°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸, DER AUTOR °º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,
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Oliver Pötzsch wurde im Jahre 1970 in München geboren. Er ist Filmautor und Schriftsteller.
Nachdem Pötzsch sein Abitur absolviert hatte, besuchte er von 1992 bis 1997 die Deutsche Journalistenschule in München.
Danach arbeitete er für den Bayrischen Rundfunk. Erst im Bereich Radio, dann war er für die wöchentliche Fernsehsendung QUER verantwortlich.
Im Jahre 1999 erstellte er für das Freizeit-Magazin des Bayrischen Rundfunks Reportagen aus Kuba, Vietnam und Südafrika.
Als Hobby machte er es sich zur Aufgabe seine Familiengeschichte zu erforschen. Er fand heraus, dass er ein Nachfahr der Kuisls ist. Diese Familie war vom 16. bis zum 19. Jahrhundert eine sehr bekannte Henkersdynastie in Schongau.
Seine Forschungen hat er in zwei historischen Romanen niedergeschrieben. Nochmals zwei stehen bereits in Planung.
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°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸, GESCHICHTE °º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,
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Die Geschichte beginnt genau elf Jahre nach Ende des 30.jährigen Krieges. Zu dieser Zeit waren noch ganze Landstriche von dem langwierigen Krieg verwüstet. Unsere Geschichte spielt in Schongau. Beschrieben wird das Leben vom Henker Jakob Kuisl und seiner Familie.
In diesen schwierigen Zeiten hatte die Bevölkerung noch stark mit den Nachwehen des krieges zu kämpfen. Die ganze Wirtschaft und Infrastruktur lag brach. Der bayrische Schongau lag damals noch immer im Wettstreit mit der Nachbarstadt Augsburg.
Als eines Tages der junge Peter Grimmer, der Sohn eines Flößers war tot im Wasser gefunden wird, werden Mordermittlungen unternommen um den Täter zu fassen. Denn es ist offensichtlich, dass der junge Mann keines natürlichen Todes gestorben ist.
Der Medicus des Ortes, der auch Sohn eines Baders ist und Simon Fronwieser heißt übernimmt die Obduktion der Leiche. Dabei stellt er fest, dass der Junge mit einem Messer getötet wurde, denn der ganze Körper ist übersäht mit Messerstichen. Eines kommt dem Medicus allerdings sehr seltsam vor, denn er findet auf der Schulter des Jungen ein tätowiertes Mal. Als dies bekannt wird denken sofort alle aufgebrachten Bewohner und der Vater des Jungen, dass es sich hier um Hexerei handelt. Eine Verdächtige ist auch schnell gefunden. Die Bewohner richten ihr Augenmerk nämlich auf die Hebamme Martha Stechlin. Denn bei ihr verkehrte der Junge sehr oft, wie auch andere Kinder.
Um die alte Frau vor den aufgebrachten Bewohnern zu schützen, denn diese hätten die Frau gelyncht, bringt der Henker Kuisl sie in den Kerker der Stadt.
Aufgrund des mysteriösen Mals auf der Schulter untersucht der Medicus den Jungen nochmals und diesesmal noch gründlicher als zuvor. Dabei nimmt er sich auch viele medizinische Bücher, die er besitzt zur Hilfe. Durch eines seiner Bücher findet er heraus, dass das Mal mit Hollersaft tätowiert wurde. Das Ganze findet er ziemlich mysteriös und der Fall lässt ihn auch nicht ruhen. Er kommt auch immer mehr ins Grübeln ob es sich nicht doch um Hexerei handelt.
Jakob Kuisl ist der Vater einer sehr intelligenten und neugierigen Tochter die auf den Namen Magdalena hört. Auch sie wird in den Bann dieses mysteriösen Falls gezogen. Jedoch glaubt sie auch, wie ihr Vater an die Unschuld der armen alten Frau. Denn Kuisl weiss, dass wenn die alte Frau unter der Folter gesteht, wie es viele Frauen taten, weil sie die schrecklichen Schmerzen der Tortur nicht mehr ertragen konnten, werden ihr auch noch weitere Frauen auf den Scheiterhaufen folgen und das will er verhindern. Denn der Henker hat selbst im 30.jährigen Krieg gekämpft, viel schreckliches gesehen und getan und er hat auch schon viele Frauen auf Scheiterhäufen brennen gesehen und weiss was dies nach sich zieht. Außerdem glaubt er nicht wirklich an den ganzen Hokus Pokus seiner Zeitgenossen.
Der Henker setzt alle Hebel in Bewegung um die Unschuld von der Frau zu bestätigen. Er sucht auch den Gerichtsschreiber Lechner dafür auf. Doch Lechner ist da ganz anderer Meinung er würde die alte Frau lieber heute als morgen bei der Folter und auf dem Scheiterhaufen sehen. Zwar glaubt er selbst nicht an die Schuld der alten Frau, doch will er dass die Menschen in der Stadt befriedigt sind. Denn weitere Hexenverbrennungen wären für ihn das geringste Problem.
Als der Stadtrat zusammen kommt um dieses Problem zu erörtern, beschließen sie, dass die Frau als Hexe verurteilt werden soll und sich somit opfern soll. Denn sie alle wollen das Wohl der Stadt Schongau. Doch gibt es auch Gegner in den Reihen der Ratsmitglieder, die mit diesem Verfahren nicht einverstanden sind. Denn es ist noch gar nicht lange her, dass sich ein ähnlicher Fall ereignete. Damals mussten zahlreiche Frauen ihr Leben lassen. Nicht nur die einfachen Stadtmitglieder sondern auch hoch angesehene Bürgersfrauen. Doch alles nützt nichts und der Henker muss sich auf die peinliche Befragung vorbereiten.
Am Tag der peinlichen Befragung schont er aber die arme alte Frauund lindert ihre Schmerzen ein wenig.
Auch der Medicus unternimmt weiterhin Nachforschungen und bringt in Erfahrung, dass sehr viele Waisenkinder die alte Hebamme besucht haben. Er kann sogar eines ausfindig machen. Es handelt sich hierbei um die kleine Sophie. Sie ist sehr verängstigt. Nur kurze Zeit später wird das nächste Opfer tot aufgefunden. Diesesmal handelt es sich um den Sohn eines Krämers. Auch er besitzt das gleiche mysteriöse Mal auf der Schulter wie der Vorherige.
In der Stadt wird auch ein mysteriöser Fremder mit einer Knochenhand gesichtet. Viele halten ihn für den Teufel. Doch ist er es wirklich? Die Zeit drängt auch immer mehr und die beiden Ermittler müssen sich beeilen, dass nicht bald ein riesiges Unglück über die Stadt hereinfegt. Was werden sie tun? Was wird weiterhin geschehen?
Um Euch nicht die ganze Spannung zu nehmen, beschreibe ich jetzt den wichtigsten und spannensten Teil der Geschichte nicht. Hier heißt die Devise wieder einmal SELBST LESEN!!
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°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸, DAS 17.JAHRHUNDERT °º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,
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Das 17.Jahrhundert dauert vom 01.01.1601 – 31.12.1700. Diese Epoche wird als die Frühe Neuzeit bezeichnet. In diesem Jahrhundert gab es sage und schreibe in Europa ganze 22 Kriege. Doch der 30.jährige Krieg und die religiösen und dynastischen Spannungen aufgrund deren der 30.jährige Krieg zu stande kam waren der Höhepunkt dieser Kriege.
Der 30.Jährige Krieg betrag ganz Europa. Ganze Landstriche wurden verwüstet und entvölkert. Durch den Westfälischen Frieden kam es auch zur Glaubensspaltung. Auch die mittelalterliche Feudalordnung hatte mit diesem Krieg ihr Ende gefunden.
Dadurch nahm die deutsche Kleinstaaterei ihren Anfang.
Auch hatte im 17.Jahrhundert die Hexenverbrennung ihren Höhepunkt.
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°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸, DER 30.JÄHRIGE KRIEG °º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,
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Der 30.Jährige Krieg war eine Auseinandersetzung über die konfessionelle Orientierung der Territorien des Heiligen Römischen Reiches und der vom Kaiserhaus betriebenen Gegenreformation. Dieser Konflikt eskalierte 1618. Dieser Konflikt löste auch den 30jährigen Krieg aus.
Dieser Krieg führte in Mitteleuropa zu einer wirtschaftlichen und politischen Katastrophe. Durch den Krieg gelangte auch der deutschsprachige Raum zum Brennpunkt der europäischen Interessen.
Schweden unterstützte die deutschen Protestanten, Frankreich hingegen die Katholiken. Im Laufe des Kriege kämpften immer mehr Söldnertruppen aus Europa auf der Seite der verschiedenen Heerführer.
Mit der Zeit wurde die Kriegsführung immer unkontrollierter. Ganze Städte wurden geplündert und sehr lange belagert. Dabei mussten die belagernden Soldaten vom Umland ernährt werden, was natürlich auf lange Sicht gesehen die Nahrungsvorräte sehr schnell aufbraucht und in diesen Zeiten war es auch sehr schwer mehr Leute als üblich über lange Zeit hinweg zu versorgen. Deshalb hungerte die Bevölkerung, etc.
Die Söldnertruppen mussten sich selbst ernähren was sie auch immer mit ungezügelter Gewalt durchsetzten.
Im Laufe des Krieges erlebte Zentraleuropa einen Bevölkerungsrückgang und einen Einbruch der landwirtschaftlichen Produktivität.
1648 beendete dann der Westfälische Frieden diesen grausamen und langwierigen Krieg. Somit haben ab nun die einzelnen Territorien die Macht die Religion ihres Landes zu bestimmen.
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°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸, DER HENKERSBERUF °º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,
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Der Henkersberuf war ein unehrenhafter Beruf. Henker waren meist sehr gefürchtete Männer, die einerseits sehr gefürchtet, andererseits aber auch sehr geachtet wurden. Der Henkersberuf war aber im Grunde genommen genauso unehrenhaft wie der Dirnenberuf, der Abdeckerberuf, etc. Die Henker lebten meist außerhalb der Städte. Meistens kurz hinter der Stadtmauer.
Jedoch waren Henker ganz und gar nicht arm und sie lebten auch nicht in ärmlichen Verhältnissen. Sie hatten lediglich nicht den besten Ruf und wurden oft aus Angst gemieden. Ihre Anwesen waren meist schön und nicht ärmlich.
In den Kriegszeiten konnte man Henker werden, wenn man selbst straffällig wurde. Man hatte ja schließlich nicht allzu viele Alternativen und der Henkersberuf war noch der lukrativste. Auch wählte man diesen Beruf lieber als selbst hingerichtet zu werden, denn damals wurde man noch für alle möglichen Vergehen hingerichtet. Diebstahl, Ketzerei, etc sind nur zwei von vielen.
Im Laufe der Zeit entstanden durch die Henkersfamilien ganze Henkersdynastien, denn in dieser Zeit war es auch oft üblich, dass der Sohn den Beruf des Vaters übernahm. Meisten trat der älteste Sohn die Nachfolge des Vaters an. Auch wurde der Sohn dann in das richtige Töten vom Vater eingelernt. Meistens war ihr Gesellenstück dann die Enthauptung eines Verbrechers. Denn dies war eine schwierige Aufgabe und sie musste schnell, sauber und für den Verurteilten schmerzlos und schnell ablaufen. Denn oft passierten auch grausame Sachen, wenn ein Henker dieses Handwerk nicht richtig verstanden hat. Denn dann wurde der Kopf nicht mit einem Schlag abgetrennt und der Verurteilte lebte noch und erlitt grausame Qualen, bis er endlich den Tod fand.
Da jedoch der Henkersberuf als unehrenhaft galt, wurde eine soziale Abgrenzung vollzogen. Jedoch darf man sich die Henker nicht als ungebildet, etc vorstellen. Sie besaßen sehr gute Kenntnisse der menschlichen Anatomie, denn eine Hinrichtung solllte immer schnell und schmerzlos von Statten gehen. Auch verstanden sie sich nicht nur im Töten sondern auch im Heilen, denn gerade wenn gefoltert wurde, mussten die Verurteilten oft noch Tage oder Wochen lang im Kerker überleben, bis sie endlich hingerichtet werden konnten. Und dass dem Volk dieses grausame Hinrichtungsschauspiel nicht entging, mussten die Henker ihr bestes tun und die Leute bis zur Hinrichtung am Leben erhalten. Denn eine Folter trieb die Verurteilten meistens ziemlich nahe an den Rand des Todes.
Einige Henkersfamilien schafften es im Laufe der Zeit richtig vermögend zu werden. Jedoch hatten sie trotzdem noch den Stempel: Handlanger des Todes zu sein. Es war somit gleichzeitig auch ein Fluch. Und das Morden und Foltern wirkte sich auch negativ auf die Psyche dieser Männer aus, denn sie waren oft sehr gewalttätig und alkoholsüchtig.
Henker war ganz und gar nicht ungebildet, nein sie zählten von ihrem Wissen her sogar zu den Gebildetsten ihrer Zeit. Sie waren einfach nur Marionetten dieses Staatssystems.
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°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸, PEINLICHE BEFRAGUNG, HEXENVERFOLGUNG, TORTUR °º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,
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PEINLICHE BEFRAGUNG/TORTUR
Die peinliche Befragung wurde auch oft als hochnotpeinliche Befragung, scharfe Frage oder Tortur bezeichnet. Diese war ein Verfahrenselement der Gerichtsbarkeit im hohen und späten Mittelalter und in der Frühen Neuzeit.
Peinlich leitet man hier durch das Wort Pein ab. Dieses Wort hat im Latein seinen Ursprung (poena was übersetzt die Strafe bedeutet).
Oft hört man den Begriff die peinliche Befragung im Zusammenhang mit der Hexenverfolgung und den Inquisistionsprozessen. Später verstand man unter diesem Begriff einfach den Einsatz der Folter. Diese wurde eingesetzt um vom Angeklagten ein Geständnis hervorzubringen. Die peinliche Befragung wurde gerade bei Hexenprozessen oft solange wiederholt, bis die Angeklagte alles gestand was die Befragen wissen wollten.
Zwar wurde die Folter allgemein zu dieser Zeit eingesetzt um die Leute zu verhören, allerdings entwickelte sich die Methode von Region zu Region eigenständig.
Schriftlich beurkundet findet man die peinliche Befragung das erste Mal im Jahre 1532 unter der Herrschaft von Karl V. in der reichseinheitlichen Halsgerichtsordnung. Somit gilt die Constituio Criminalis Carolina (Halsgerichtsordnung) als erstes deutsches Strafgesetzbuch. Durch die Inquisition und die Hexenverfolgung erlangte sie in der frühen Neuzeit Berühmtheit.
Diese Befragung sollte erst dann eingesetzt werden, wenn kein Geständnis vor dem urgicht genannt wurde und auch durch keine andere Verfahrensmethode ein Beweis für die Schuld des Angeklagten gefunden worden war. Auch musste für diese peinliche Befragung ein dringender Tatverdacht bestehen. Vom eigentlichen Prinzip her konnte sie daher nicht willkürlich eingesetzt werden, was aber trotzdem im Zuge der Hexenverfolgungen geschah, denn hier war der Tatverdacht mit heutigen Augen gesehen wirklich weit hergeholt. Ausgeschlossen von diesem Verfahren waren Behinderte, Greise, Schwangere, Geisteskranke und Kinder unter 14 Jahren.
Vor der peinlichen Befragung machte man zuerst eine Territion, also eine Abschreckung indem man dem Angeklagten die Folterinstrumente vorführte.
HEXENVERFOLGUNG
Die Hexenverfolgung fand in West- und Mitteleuropa statt. Vorallem während der Frühen Neuzeit. Der Grund dieser Verfolgung war dass damals die Vorstellung eines umherirrenden Teufels auf Erden, der die Menschen in seinen Bann und zu Gräueltaten anstiftet, weit verbreitet. Die Leute hatten meist nur eine geringe Bildung und waren stark von der Kirche, die damals noch erhebliche Macht hatte, geprägt und somit empfänglich für derartigen Aberglauben. Hexen und Hexer waren dabei Werkzeuge des Teufels die angeblich das Christentum gefährdeten. Zwar gab es auch die Verfolgung von Hexern allerdings waren ¾ der Opfer Frauen. Auch heutzutage findet man Hexenverfolgungen noch. Aber meistens nur noch in Südamerika und Afrika. In der westlichen Welt nicht.
Die Verfolgung hatte ihren Höhepunkt zwischen dem 15-18. Jahrhundert. Diese Verfolgung ging auf das Konto der kirchlichen Inquisition.
Wurde nun eine Frau als Hexe denonziert so gab es verschiedene Verfahrensmöglichkeiten bei der peinlichen Befragung. Eine sehr gängige Methode war früher die Wasserprobe. D. H. man hat die Verurteilte an Händen und Füßen festgebunden und in einen tiefen See geschmissen. Tauchte sie dann wieder auf war sie als Hexe entlarvt und wurde verbrannt. Ging sie unter, war sie keine Hexe. Dies war aber nur zu Anfang eine beliebte Methode später aber nicht mehr.
Später wand man zuerst oft die Daumenschrauben an. Dies war meist der Start der peinlichen Befragung. Hier wurde jeder Daumen der Frau zwischen zwei Eisenplatten, die innen einen Nagel besaßen geklemmt und dann wurden diese Platten immer mehr zugedreht, bis die Daumen der Frau Matsch waren. Danach setze man ihnen oft die Spanischen Stiefel an. Diese wurden am Knöchel und am Scheinbein befestigt. Auch das war eine Metallplatte die Spitze Schrauben besaßen. Somit wurde der Frau damit in das Fleisch und in den Knochen gebohrt. Hatte Sie dann immer noch nicht gestanden, band man ihr die Hände auf dem Rücken zusammen, befestigte diese an einem Seil und zog das Seil langsam nach oben. So rissen oft die Sehnen, etc der Verurteilten und die Gelenke wurden aus den Glieder gezogen. Dann wurde die Verurteilte kurz hängen gelassen, oft aus 3-4m auf den Boden fallen gelassen, während sie so aufgehängt war, peitsche man sie oft nebenher aus, riss ihr die Fußnägel und Fingernägel aus, Beklebte sie mit brennenden Teerpflastern, übergoss sie mit Schnaps und zündete sie an, ließ sie so hängen und ging 2 Stunden in den Mittag, etc. Wirklich schrecklich also.
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°º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸, BLACK FLOWERS MEINUNG °º¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,
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Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es ist wirklich sehr spannend und beschreibt die Zeit in der es spielt sehr genau und meiner Meinung nach auch authentisch. Pötzsch hat mit diesem Roman einen wirklich tollen historischen Kriminalroman geschaffen. Er hat den schongauer Henker Kuisl als Ermittler eingesetzt.
Man glaubt es kaum, dass das dem Autor sein Debütroman ist. Der Roman ist sehr fesselnd und spannend geschrieben und zeigt auch etwas über die Gesetzeslage und die Ermittlungen in dieser Zeit. Außerdem erfährt man auch sehr viel über den Beruf des Henkers, der einerseits gebildet und wohlhabend und andererseits ein Aussätziger und Gefürchteter war. Gut finde ich auch, dass beschrieben wird, wie hart die Arbeit der Henker war, denn sie mussten oft auch gegen ihre Überzeugung Menschen foltern und quälen. Weshalb ich auch gut verstehen kann, dass viele von ihnen alkoholsüchtig waren.
Der Roman löst viele Vorurteile gegen diesen Beruf auf. Er zeigt dass sie eben dazu gezwungen waren, diese unmenschlichen Sachen auszuführen. Man sieht auch wie brutal und blutige die Hinrichtungen oft von Statten gingen. Jedoch wird die Hinrichtung und die Folter von Pötzsch sehr neutral und sachlich geschildert.
Das Wissen von Pötzsch ist wirklich sehr fundiert und strukturiert, man sieht dass er sich wirklich mit diesem Thema befasst hat. Schön finde ich auch, dass er die Geschichte seiner Vorfahren beschreibt. Durch die Recherchen über seine Familie, die ja eine bekannte Henkersdynastie in Schongau war, schuf er einen fantastischen Erzählepos.
Er weist auch einen logischen, stimmigen und mitreißenden erzählerischen Stil auf, der das Buch sehr lebendig wirken lässt. Man erfährt sowohl sehr viel über die Arbeit eines Henkers wie auch das Leben eines solchen Mannes und seiner Familie in dieser Zeit. Schön finde ich auch, dass man einen Einblick in das Schongau dieser Zeit gewährt bekommt. Man erfährt etwas über das gesellschaftliche Zusammenleben dieser Stadt und über ihre Geschichte. Was ich immer ganz besonders spannend finde, denn ich habe auch schon viele andere historische Romane über andere deutsche Städte, die fast in der gleichen Zeit gespielt haben, gelesen und so kann man sich ein Bild machen wie unterschiedlich das Leben im jeweiligen Landesabschnitt war.
Die Entwicklung von Kapitel zu Kapitel gefällt mir auch sehr gut. Die Ermittlungen entwickeln sich mit der Zeit man lernt die einzelnen Charakterzüge der Menschen kennen, und somit wird auch Spannung erzeugt. Oft hat der Autor auch sehr schöne Wendungen und Erklärungen bei den Ermittlungen der beiden Hauptprotagonisten Kuisl und Fronwieser eingesetzt. Immer gerade dann wenn man denkt, man weiss wie die Geschichte ausgeht, nimmt sie wieder eine unerwartete Wendung. Was mir allgemein gut gefällt.
Schön beschrieben sind auch die ganzen Nebenschauplätze dieser Geschichte. Auch die Dialoge sind sehr gelungen. Im Buch findet man sowohl Spannung, Action, Kriminalistik, Liebe und Leid. Der Autor schildert die Lebensbedingen dieser Zeit wirklich sehr gut. Man bekommt somit einen hervorragenden Einblick in diese Epoche.
Auch die Charakterisierung der beiden Protagonisten sind auch sehr schön charakterisiert. Zwar wird Kuisl sehr postitiv dargestellt, jedoch entdeckt man im Laufe der Geschichte auch sehr dunkle Seiten seiner Seele.
Man merkt auch, dass der Roman so konzepiert wurde, dass es eine Fortsetzung geben kann, denn einige Sachen bleiben offen, somit macht der Autor neugierig auf die Fortsetzung.
Die schlechten Charaktere sind sehr transparent beschrieben. D.H. dass man über ihr Leben und ihre Motive nichts erfährt. Sie sind somit nicht mehr- sondern nur eindimensional beschrieben. Was sie in einem noch negativeren Licht erscheinen lässt.
Jedoch finde ich, dass der Titel des Buches etwas falsch gewählt wurde, denn sie kommt zwar im Buch vor, allerdings zählt sie nicht wirklich zu den Protagonisten. Zwar spielt sie auch eine wichtigere Rolle. Die beiden Protagonisten sind jedoch ihr Vater und der junge Medicus.
Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich kann es Euch nur empfehlen. Vorallem den Fans von historischen Romanen.
27 Bewertungen, 7 Kommentare
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12.08.2010, 02:24 Uhr von Lale
Bewertung: besonders wertvollAllerbesten Gruß *~*
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12.08.2010, 01:36 Uhr von peter_nordberg
Bewertung: besonders wertvollSchöner Bericht von dir.lg Peter
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11.08.2010, 20:59 Uhr von chan5
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße von Annika
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11.08.2010, 20:36 Uhr von Iris1979
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht. LG Iris
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11.08.2010, 20:34 Uhr von laeuft
Bewertung: besonders wertvollSuper Bericht, LG Franz
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11.08.2010, 19:42 Uhr von Lanch999
Bewertung: besonders wertvollPrima Bericht! LG von Lanch999
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11.08.2010, 19:41 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichGuter Bericht...Lg Sigi
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