The Moment Of Silence (Adventure PC Spiel) Testbericht

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ab 19,47
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5 Sterne
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4 Sterne
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Erfahrungsbericht von schalkman

Es war einmal im Jahre des Herrn 2044...

Pro:

ganz gute Sprecher; Soundkulisse und Soundeffekte sind OK; Story ist ganz in Ordnung

Kontra:

schlechte Grafik; miserable Wegfindung; teils unlogische und unlösbare Rätsel; weite Wege zu gehen

Empfehlung:

Ja

In meiner PC-Spiele-Zeitschrift \"PC Games\" wurde das Spiel \"Moment of Silence\" als neues Top-Adventure hochgelobt, sozusagen als Adventure-Hoffnung des letzten Jahres. Ich habe die Demo gespielt und mich gegen dieses Adventure entschieden, denn irgendwie konnte es mich überhaupt nicht ansprechen. Naja, nachdem ich aber \"NIBIRU\" gespielt habe war mein Adventure-Hunger wieder da und \"The Moment of Silence\" wurde just zu diesem Zeitpunkt auch auf 19 Euro reduziert, so dass ich im Endeffekt doch zugeschlagen habe...

1. Systemanforderungen
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Mindestanforderungen:

1,0 MHz Prozessor
256 MB Ram
32 MB Grafikkarte
DVD-Laufwerk

2. Genre
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Bei \"The Moment of Silence\" handelt es sich um ein klassischen \"Point & Click Adventure\", wie es wahrscheinlich die meisten kennen werden. Dabei steuert man einen Charakter in einer 2D-Welt mit der Maus, löst Rätsel, quatscht Leute an und kommt hinter irgendwelche interessanten Geheimnisse.

3. Story
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Das Jahr 2044: Peter Wright ist nach einem Flugzeugunglück, bei dem er Sohn und Frau verloren hat in eine kleine Wohnung in Brooklyn gezogen. Nachdem er mit dem Umzug fertig ist, soll er wieder mit der Arbeit in seiner Werbeagentur anfangen, jedoch durchkreuzt ein Zwischenfall diese Pläne, denn Wrights Nachbar, Mr. Oswald wird von einer Art SEK-Kommando der New Yorker Polizei wie ein Terrorist verhaften und verschleppt. Die Spur ist unauffindbar, ebenso im Dunkeln liegt der Grund für die Verhaftung, doch nach einer Unterhaltung mit Frau Oswald scheint es so zu sein, dass Oswald, der Reporter ist, einer heißen Story auf der Spur war, die ihn um den halben Erdball geführt hat.

Peter Wright nimmt die Spur auf und kommt einer riesigen, weltweiten Verschwörung auf die Schliche, die versucht den globalen Datenfluss zu kontrollieren und somit die Weltherrschaft an sich zu reißen.

Die Story ist recht packend inszeniert, wenngleich sie auch in Teilen besser ausgearbeitet hätte sein können und vielleicht ein paar kleine Logikfehlerchen und Unzulänglichkeiten enthält.

Einzelwertung: 4/5 Punkten

4. Gameplay
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Dass ein Adventure aus Rätseln und Dialogen bestehen muss, ist mir eigentlicha uch klar, aber dass ein Adventure derart lange Dialogsequenzen hinlegt wie \"The Moment of Silence\" ist auch für den größten Adventurefreund eine Last - nicht selten muss man sich eine Viertelstunde lang von irgendwelchen Charakteren zuquatschen lassen, nur um an einige Infos zu kommen. Dabei ist den Entwicklern wenigstens noch zugutezuhalten, dass sie noch nicht gestellte Fragen in den Multiple-Choice-Dialogmenüs anders einfärben als bereits gestellte Fragen zu verschiedenen Sachverhalten. Das erspart einem leidiges doppeltes Gefrage.

Die Dialoge sind zwar lang, aber oft nicht ohne Interesse, denn als Spieler erfährt man einiges, was bis zum Jahr 2044, in dem das Spiel spielt, noch passieren wird - wie ein Puzzle setzt sich Teil für Teil die Menschheitsgeschichte bis dahin im Kopf des Spielers zusammen. Naja, aber trotzdem sind die Textpassagen viel zu lang.

Zu kurz sind hingegen die Rätseleinlagen. Oft geht es (leider) nur darum irgendwelche Gegenstände zu finden, viel zu seltem muss man mit einer gewissen Kombinationsfertigkeit abenteuerliche Konstruktionen bauen, einmal muss man eine Magnetangel herstellen, was eine durchaus spaßige Sache ist, doch über den ganzen Spielverlauf hinweg treten solche Rätsel vielleicht fünf mal aus und die lassen sich allesamt auch recht einfach lösen. Meist muss man Charaktere ablenken um sich Zutritt zu gewissen Bereichen zu verschaffen oder Gegenstände finden und eintauschen/benutzen um an weitere Gegenstände zu kommen. Teilweise wirken die Rätsel auch ein wenig aus der Luft gegriffen, was wirklich Schade ist, ohne Tipps aus der PC Games hätte ich das Adventure wohl nicht lösen können.

Das Abschlussrätsel ist übrigens das blödeste und schwierigste Rätsel, das ich im Adventurebereich bisher erlebt habe. Kein anderes Rätsel hat mich mehr Zähneknirschen, Stirnrunzeln und Gehirnschmalz gekostet, ohne dass ich überhaupt hinter das System davon gekommen bin. Hinzu kommen ewige Wegstrecken, die die Macher künstlich so lang gemacht haben, dass man fast mehr laufen muss als man nachdenken muss (und das ist eine Leistung!).

Nach kanpp 15 bis 20 Spielstunden sollte ein durchschnittlicher Adventure-Spieler \"The Moment of Silence\" durchgespielt haben, was für ein Adventure ein doch ganz ordentlicher Umfang ist.

Einzelwertung: 6/10 Punkten

5. Grafik
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Die Grafik ist auf dem Stand des Jahres 1999 - leider! Unlängst hat etwa Syberia bewiesen, wie zeitgemäße Adventure-Grafik aussehen muss, doch \"The Moment of Silence\" präsentiert sich mit kantig-hässlichen 3D-Spielcharakteren in einer eher schlecht als recht vorgerenderten zweidimensionalen Kulisse, in die lieblos einige kleinere unbeholfene Animationen eingeflochten sind, um den Spielhintergrund nicht ganz so statisch wirken zu lassen. Besser sind da die vorberechneten Zwischensequenzen, die stets Hunger auf mehr machen, aber im Spielverlauf viel zu selten sind.

Einzelwertung: 3/5 Punkten

6. Sound
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Der Sound ist wohl der stimmigste Teil des ganzen Spiels, jedoch sind auch hier den Entwicklern Fehler unterlaufen. Zwar sind die Stimmen weitestgehend gut und passend gewählt, einige Charaktere haben aber derart unpassende Stimmen und/oder schlechte Sprecher, dass es eine Beleidigung für die Ohren ist. Musikuntermalung und Soundeffekte sind meist in ordentlicher Qualität, so dass es hier keine größeren Beschwerden meinerseits gibt.

Einzelwertung: 4/5 Punkten

7. Steuerung
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Die Steuerung ist mit Abstand das größte Sorgenkind von \"The Moment of Silence\". Zuerst einmal hat Peter eine derart schlechte Wegfindung programmiert bekommen, dass man sich ständig die Haare raufen könnte - er springt in alle Ecken und macht alle möglichen Umwege und das ganze völlig unnötig. Das zweite, weitaus größere Manko ist wohl, dass der Spieler einige teils sehr wichtige Bereiche des Spiels nur schwerlich findet, denn bei \"The Moment of Silence\" ist es nicht wie bei anderen üblich, dass der Mauszeiger Aufschluss darüber gibt, ob und wo es auf dem nächsten Bildschirm weitergeht, was bei mir des öfteren lautes Zähneknirschen hervorgerufen hat.

Einzelwertung: 2/5 Punkten

8. Fazit
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Kann ich \"The Moment of Silence\" weiterempfehlen? Bedingt ja! Echte Adventure Fans können über die nicht mehr zeitgemäße Grafik und die miserable Steuerung hinwegsehen, für Neueinsteiger im Adventuregenre gibt es sicherlich bessere Möglichkeiten sich mit dem Genre vertraut zu machen. Ebenso ärgerlich wie die Grafik sind die teils zu langen Dialoge, deren Sprecher Licht und Schatten sind, wobei am Ende doch die positiven Eindrücke überwiegen. Am schlechtesten sind die Rätsel, die entweder zu einfach oder schier unlösbar zu sein scheinen (Endrätsel!), ein ausgewogener Mittelweg hätte zu einer wesentlich besseren Bewertung geführt.

Mir persönlich ist es eigentlich unbegreiflich, wie Fachredaktionen für das Spiel 80 % Spielspass und mehr vergeben konnten - von mir bekommt das Spiel knapp 19/30 Punkten (Wertung in Prozent: 63 %) und eine Empfehlung für Adventurefreunde, andere werden auch kaum Spass an dem Spiel haben...

Gesamtwertung: 19/30 Punkten
Abschlussbewertung: 3/5 Sternen, \"gut\"

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