The Moment Of Silence (Adventure PC Spiel) Testbericht

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ab 19,47
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Erfahrungsbericht von Wuschel_F

The rest is silence...

Pro:

gut gemacht, wird nicht schnell langweilig, gute Grafik, gute Rätsel

Kontra:

etwas lange Dialoge

Empfehlung:

Ja

Nachdem bereits beim Adventure „Black Mirror“ im Handbuch angekündigt wurde, dass im Oktober diesen Jahres das nächste Spiel aus dem Hause „House of Tales“ erscheinen wird, war mir schon klar, dass ich „The Moment of Silence“ auch unbedingt spielen muss. Ob mich dieses Spiel, das ja groß als die neue deutsche Adventure-Hoffnung verschrieen wurde überzeugt hat lest ihr hier.



LIEFERUMFANG
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Das Spiel kommt auf einer DVD in einem schön gestalteten Pappkarton auf dem die Köpfe der beiden Hauptdarsteller besonders hervorgehoben werden. Mit einem Klettverschlusspunkt ist die obere Seite der Schachtel festgeklebt und wenn man es aufklappt kann man lesen, was einen erwartet:
„ – 470 interaktive Szenen
- mehr als 40 Stunden Spielzeit
- hochauflösende, voll animierte 2D/3D-Grafiken
- mehr als 35 individuelle (sprechende) Charaktere
- Lippensynchrone Dialoge
- Mehr als sieben Stunden Sprachausgabe mit den deutschen Synchronstimmen von Julia Roberts und Bruce Willis
- Faszinierende, hochauflösende Videosequenzen und Kamerafahrten
- Filmreifer Soundtrack in Dolbysound
- Non-lineare Dialogführung
- Mehr als 7 Stunden Sprachausgabe (kann auch den ein oder anderen nerven weil zu lang)
- Ca. 30 Minuten hochauflösende, gerenderte Videosequenzen und Kamerafahrten (die sind wirklich gut!)

In der DVD-Hülle, wo auch die Spiel-DVD selbst ist, findet man auch noch das Handbuch.



STORY
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„Die Verschwörung hat bereits begonnen…
…sind Sie bereit für den Widerstand?“

so wird für das Spiel geworben, was dahinter steckt möchte ich kurz erzählen, aber zuviel verrate ich natürlich nicht ;-)

Zur Story muss man erst mal sagen, dass das Ganze im Jahr 2044 spielt und somit eine Zukunftsvision darstellt. Bei Zukunftsvisionen denkt natürlich jeder gleich an George Orwell und eine gewisse Ähnlichkeit kann man hier sicherlich finden. Die Staaten der Erde sind zu einer einzigen Weltregierung vereinigt und überall geht es drunter und drüber. In New York terrorisieren Gangs die Bewohner, Verrückte predigen den Weltuntergang, es werden Verschwörungstheorien gesponnen und über Angriffe von Aliens philosophiert. Moderne Technik beherrscht den Alltag, es gibt Satellitenautos und mobile Messenger.
Peter Wright (die Figur, die man dann auch steuern kann) ist Kommunikationsdesigner und vor kurzem sind seine Frau und sein Sohn bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Um darüber hinweg zu kommen zieht er in eine neue Wohnung und wird bald Zeuge von einem Polizeieinsatz bei seinen Nachbarn, bei dem der Mann der Familie abgeführt wird. Er will die junge Frau trösten und sie finden heraus, dass die Polizei nichts von einem Einsatz und dem Verbleib des Mannes ist. Er war Online-Journalist und Peter vermutet, dass sein Beruf etwas mit dem Verschwinden zu tun hat. Er verspricht der Nachbarin bei der Suche nach ihrem Mann zu helfen, dabei gerät er immer mehr in ein Netz aus Regierungsverschwörungen und wirren Theorien. Bald merkt er allerdings, dass viel mehr dahinter steckt und ehe er es sich versieht, ist er einer der meistgesuchtesten Terroristen in ganz Amerika…..

Nicht zu viel verraten sonst ist die Spannung weg *grins*



SPIELPRINZIP
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AUFBAU
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Das Spiel beginnt mit einer Viedeosequenz im Wohnhaus von Peter Wright. Man sieht, wie der Mann aus der Nachbarwohnung entführt wird, danach kann man in das Spiel eingreifen. Man findet den Teddy des kleinen Jungen aus der Nachbarwohnung und kann ihn in sein Inventar aufnehmen. Das Inventar ist ausgeblendet und wenn man mit der Maus an den unteren Bildrand fährt erscheint eine Leiste, in der man als kleine Bildchen die Gegenstände sieht, die man aufgenommen hat und nun mit sich herum trägt. Bei Gesprächen sieht man die Auswahlmöglichkeiten, was man sagen/fragen kann an derselben Stelle wie sonst das Inventar.
Hat man die Untertitel angeschaltet sieht man das, was die Personen sagen am oberen Bildschirmrand im schwarzen Streifen über dem Spielbildschirm.
Ansonsten sieht das Ganze etwa aus wie ein Film.
Eigentlich alles sehr übersichtlich und einfach zu handhaben. Gegenstände, die man benützen kann, erscheinen als Schriftzug wenn man mit der Maus darüber fährt, allerdings sind diese meist recht gut versteckt und man fährt eher blind über das Bild und sieht nicht wirklich gleich was man gebrauchen kann. Türen, durch die man gehen kann erscheinen auch gekennzeichnet wenn man mit der Maus darüber fährt.


STEUERUNG
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Man bewegt die Figur des Peter. Das Ganze geschieht ausschließlich mit der Maus. Etwas komisch ist, dass Peter seine vorbestimmten Wege hat, von denen er nicht abweicht und die nicht immer die kürzesten/direktesten sind und manchmal muss man erste etwas planlos herumklicken, bis Peter sich wirklich an die Stelle bewegt, wo man eigentlich hin wollte. Hier hätte man sicher eine bessere Lösung finden können.
Das Benützen von Gegenständen ist sehr einfach, man fährt über das Inventar, klickt das gewünschte Objekt mit der linken Maustaste an und hat es nun als Mauszeiger, dass man es mit etwas oder jemand anderes benützen kann.
Die linke Maustaste ist sonst zum laufen und zum benützen (rennen kann Peter auch, wenn man mit links doppelklickt – ist auch sinnvoll, weil er sonst gar so langsam dahinschlendert), mit der rechten Maustaste kann man Gegenstände untersuchen.
Die Steuerung ist einfach aber nicht immer wirklich gut gemacht, manchmal kann es einen wirklich nerven, wenn Peter tierische Umwege macht oder man 5 Mal hin und her laufen muss, bis man auch wirklich da ist, wo man hin wollte.
Also bei der Steuerung müsste man noch deutlich nachbessern. Vor allem in der Kanalisation, wenn man nach vorne gehen muss, hakt Peter doch oft ein und man muss mehrmals klicken, bis der Bildschirm wechselt.


PERSONEN
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Es gibt Personen, mit denen man sich unterhalten kann und Personen, die praktisch nur zur „Zierde“ herumsitzen oder -stehen. Interessant sind natürlich nur die, mit denen man auch reden kann.
Hauptperson:

PETER WRIGHT: Kommunikationsdesigner bei einer Werbeagentur. Seine Frau und sein Sohn sind bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Weil er zurzeit an einer politischen Kampagne arbeitet, befürchtet er, dass es sich nicht um einen Unfall, sondern um einen Anschlag gehandelt haben könnte, der eigentlich ihm gegolten hatte, weil er ja auch in dem Flugzeug hätte sitzen sollen. Peter ist ein gutaussehender junger Mann. In der deutschen Version hat der die Synchronstimme von Bruce Willis, was mir natürlich als Bruce Willis Fan sehr zusagt (und sie passt auch zu ihm)

MRS: OSWALD: Sie ist die Nachbarin von Peter. Sie hat einen Sohn und ist nach der Entführung ihres Mannes total verstört und ist natürlich sehr dankbar, dass sie nicht alleine dasteht, sondern mit Peters Hilfe rechnen kann. Sie ist eine gutaussehende junge Frau und hat die Synchronstimme von Julia Roberts verpasst bekommen. Ebenfalls passend gewählt. Dafür, dass ihr Mann entführt wurde ist sie allerdings doch etwas sehr passiv und verlässt sich nur auf einen Mann, den sie kaum kennt…

Während des Spiels trifft man auf die unterschiedlichsten Leute, mit denen man mehr oder weniger erbauliche Gespräche führen kann. Die Personen sind alle sehr liebevoll gestaltet, sehr unterhaltsam, weil sie wirklich sehr unterschiedlich und freakig sind.


RÄTSEL/SPIELVERLAUF
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Die Rätsel sind wirklich machbar. Selten gibt es Spiele, bei denen alles so schön logisch abläuft, dass man nicht einmal auf die Idee kommt eine Lösungshilfe zu benützen. Hierbei möchte ich dazu sagen, dass es nicht ZU einfach ist. Es gibt schon einige harte Nüsse und für Neulinge auf dem gebiet Adventure ist es sicherlich nicht so einfach, aber mit etwas Erfahrung und gutem Kombinationsvermögen und Beobachtungsgabe kann man wirklich alles schaffen. Etwas schwierig ist vielleicht, das manche Gegenstände wirklich hart versteckt sind. Zu klein, um sie mit bloßem Auge zu sehen, man tastet also nur blind mit der Maus umher, bis es aufleuchtet, das kommt aber nur an wenigen Stellen vor und dann weiß man auch wirklich wo man wonach suchen muss, weil es in Gesprächen etc. deutlich raus kommt.
Wobei wir bei den Gesprächen wären. Die Gespräche mit diversen Personen ziehen sich zum Teil fast endlos hin. Man braucht also sehr viel Sitzfleisch oder man schaltet den Ton ab und liest die Untertitel etwas schneller und klickt einfach weiter. Ist zwar nicht ganz Sinn und Zweck der Sache, zumal das Spiel ja so toll vertont wurde, aber ich gebe zu, dass mir die viele Laberei zum teil etwas auf die Nerven ging.
Ein paar kleine Fehler gibt es auch im Spiel, z. B. gehen manche Personen sehr komisch, der Buchhändler ruckelt etwas wenn er in sein Hinterzimmer geht und er scheint auch mehr zu schweben als zu gehen wenn er seinen Laden „verlässt“. Später im Gefängnis bewegt ein Mithäftling die Lippen beim reden überhaupt nicht obwohl die realistischen Lippenbewegungen groß angepriesen werden und ähnliche kleinere Fehler. Also Bugs gibt es noch einige.
Etwas hart ist auch das Tagebuch von Mr. Oswald, das man am Flughafen findet. Satte 23 Doppelseiten umfasst es, die man sich selbst durchlesen muss. Ist zwar sehr interessant geschrieben aber sicher nicht jedermanns Sache.
Die Handlung des Spiels an sich ist zwar sehr utopisch aber wer George Orwell und 1984 mag, der ist hier genau richtig. Verschwörungstheorien, Aliens, etc. jeder der ebenfalls an so was glaubt sollte das Spiel unbedingt mal spielen ;-)
Zum Spiel noch. Speichern sollte man auf jeden Fall weil es gab auch Situationen – nein, man kann nicht drauf gehen bei dem Spiel! – wo durch einen Fehler im Programm sich der gute Peter einfach nicht mehr bewegt :-( noch ein kleiner Fehler kam bei mir allerdings an 2 Stellen vor!




GRAFIK/SOUND
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Die Grafik ist wirklich sehr ansehnlich. Man meint man wäre in einem guten Film. Vor allem die Videosequenzen zwischendurch haben es mir angetan. Der Sound ist einfach klasse. Man meint wirklich man ist in einem Film. Gute Musik, nie zu aufdringlich oder gar nervig, die Soundeffekte nebenbei sind auch okay, also alles einfach gut gemacht!



HANDBUCH
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Das Handbuch besteht aus 18 Seiten, ist komplett in schwarz-weiß und mit vielen Illustrationen versehen. Es wird alles einfach und anschaulich erklärt und man kommt eigentlich gut damit klar. Ich denke hier bleiben keine Fragen mehr offen. Gut gestaltet und nicht zu kompliziert.



SYSTEMVORAUSSETZUNGEN
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- Windows 98/2000/ME/XP
- Pentium 1Ghz
- 256 MB Speicher
- 32 MB Grafikkarte mit GeForce oder Radeon Chipsatz
- DirectX kompatible Soundkarte
- DVD-Laufwerk
- 900 MB Festplattenspeicher
- DirectX8.1 oder höher (ist mit auf der DVD)



HERSTELLER
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House of Tales
Entertainment GmbH
Postfach 1713
D-57278 Neunkirchen
Geschäftsführer: Tobias Schachte, Martin Ganteföhr

www.house-of-tales.com
www.houseoftales.com
www.houseoftales.de



FAZIT
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Ein MUSS für jeden Adventure-Fan. Auch für Neueinsteiger in dieses Genre sicherlich interessant. Von der Idee her zwar fast schon etwas zu utopisch aber wenigstens rührt sich was ;-) Mir hat´s gefallen, allerdings sollte bald mal ein Patch kommen, der die gröbsten Bugs behebt. Ich kann das Spiel nur empfehlen, allerdings muss ich aufgrund der Fehler im Programm und der schier endlosen Gespräche einen kleinen Stern abziehen ;-)


Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!

Liebe Grüße vom stillen Wuschel!


P.S.: Wer Hilfe beim Spiel braucht und nicht zu viel in der Komplettlösung verraten haben möchte kann sich vertrauensvoll ans Wuschelchen wenden ;-)

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