The Elder Scrolls III: Morrowind (PC Rollenspiel) Testbericht

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ab 11,06
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Erfahrungsbericht von Fafnir

The Elder Scrolls 3: Morrowind - Eine Welt, so komplex, so viele Möglichkeiten und wie gro&szli

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Heutzutage gibt es viele Games, die schon nach wenigen Stunden vorbei sind. Der SP Part ist durch, ein Multiplayermodus ist eventuell gar nicht vorhanden oder auch nicht sehr abwechselungsreich und dementsprechend kurz. Ein Editor liegt zwar immer öfter bei, doch oft ist dieser entweder zu komplex oder ermöglicht nicht sehr viel. Doch Morrowind ist anders. Gut 100 Stunden spielt man es schon bis man zum Ende gelangt und selbst dann hat man erst einen sehr geringen Teil der Landschaft erkundet, längst nicht alle Quests in den erforschten Geboten erledigt. Willkommen im größten und umfangreiche Rollenspiel.

Der Einstieg
Das Spiel geht ganz gemütlich los. Man startet auf einem Gefangenenschiff. Hier wird man an Deck geführt und an Land geschickt. Während man nun zurück in die Freiheit gelangt erschafft man seinen Charakter. Da wird man nach Namen, Rasse und Eigenschaften gefragt. Hat man alles erledigt, gelangt man nach draußen in die Freiheit und nun hat man praktisch unendlich viele Möglichkeiten, was man als nächstes macht.

Die Charaktergenerierung
Die Charaktergenerierung ist denkbar einfach aber dennoch sehr vielschichtig gelöst. Zu allen Werten bekommt man gute Hilfetexte und es sollte für jeden etwas dabei sein bei der Auswahl der. Bei den Fertigkeiten, etc. kann man auf drei Möglichkeiten zurückgreifen.
1. Man macht eine Art „Persönlichkeitstest“ indem man auf Fragen antwortet. (z.B. Sie haben einen wertvollen Gegenstand gefunden, was machen sie?)
2. Man wählt aus einer Reihe vorgefertigter Klassen aus.
3. Man sucht sich jedes Attribut einzeln selbst aus.

Die Welt
Die Welt in Morrowind ist gigantisch. Man könnte duzende von Stunden damit verbringen die Welt zu erforschen und würde trotzdem immer noch was neues finden, seien es Höhlen. Städte, etc. Dabei ist es einem von Anfang an freigestellt wo man hingeht. Man hat z.B. Anfangs den Auftrag für den Hauptquest nach Balmora zu reisen, doch man kann entweder per Lufttaxi reisen (Auf einer Art Riesenfloh), per Boot an der Küste von Stadt zu Stadt, per Magierteleport, etc. Die Welt ist sehr Detailliert, wenn auch leider z.T. etwas trist und eintönig und viele Texturen wiederholen sich sehr oft. Insgesamt wirkt die Landschaft nicht ganz so gut wie in Gothic 1 und 2.

Ausrüstung & Gegenstände
Viel. Das beschreibt es ganz gut. In Morrowind gibt es sehr viele Eigenschaften. Angefangen bei der Unterwäsche, über Kleidung, Rüstung und Umhänge ist alles vorhanden. Dazu kommen viele magische Sachen, Schriftrollen, etc. Und dazu findet man jedes Gebäude ordentlich mit Details eingerichtet (Messer & Gabel, Teller, Kerzen, Bücher, etc.) und man kann theoretisch alles mitnehmen, so lange einen keiner sieht, aber selbst dann kann man eventuell noch glimpflich davonkommen. Sehr übersichtlich ist auch das Inventar geraten, wo man sogar filtern kann.

Aufträge und Gilden
Man kann sich im Spiel einer ganzen Reihe an Gilden anschließen. Sei es der Kriegergilde, Magiergilde, Diebesgilde, etc. Man kann auch gleich bei zweien oder dreien dabei sein. Dazu kann man noch in jeder Gilde aufsteigen und eventuelle Vorteile der Gilde erhalten. Jede Gilde hat dazu auch entsprechende Gildenquests, die alle sehr abwechselungsreich sind.
Aber auch generell macht es sich stark bemerkbar, welcher Gilde man für Quests angehört und wie die Fertigkeiten sind. Manche Quests bleiben einem aber auch wegen einer andern Gilde verwehrt etc. Für viel Abwechselung ist hier auf jeden Fall gesorgt.
Allein an Kämpferquests stehen einem z.B. in Balmora zur Verfügung (Auch wenn die Aufträge sich z.T. gleich anhören, so unterscheidet sich die „Lösung“, doch deutlich, so muß man manche Personen eventuell erst mal ausfindig machen, etc.):
- Das Rattenproblem Draraynes beseitigen
- Eierdiebe zur Strecke bringen
- 4 Telvanni Agenten zur Strecke bringen
- Codebuch der Diebin Sottilde beschaffen
- 200 Draken Schuldgeld der Wirtin Helviane eintreiben
- Die wegen Mordes verurteilte Dura gra-Bol eliminieren
- Ork-Angriffe auf Farmer stopen Fest
- Den Chef der Verethi Gang töten
- \'Hunger\' in der Sarano-Gruft töten

Steuerung, Fertigkeiten, Levelaufstieg & Sonstiges
Die Steuerung ist einfach, aber gleichfalls hat man Zugriff auf viele Infos und Einstellungen. Der Kampf ist denkbar einfach gestaltet und eigentlich fast wie in Diablo. Man muß nur klicken zum Schlagen bzw. um einen Zauber auszusprechen, verteidigen tut sich der Charakter alleine. Und man kann jederzeit in Inventar wechseln, wo man jedoch auch Zaubersprüche wechseln kann, die Karte betrachten, Fähigkeiten ansehen, etc. Dabei entwickeln sich die Fertigkeiten weiter indem man sie nutzt (Ausdauer, Abwehr, etc.), wobei die Hauptfertigkeiten doppelt so schnell gesteigert werden, wie die Nebenfertigkeiten. Jedes Mal wenn man nun 10 Fertigkeiten gesteigert hat, kann man 3 der 10 Primärattribute steigern. Um wieviel sich dieses Attribut dann steigert hängt davon ab, wo groß der „Anteil“ dieses Attributs an den gesteigerten Fertigkeiten war. (Wenn man also vorher z.B. 10 Magiefertigkeiten gesteigert hat und dann einen Punkt auf Stärke tut, dann hat man weniger davon, als wenn man 10 mal den Schwertkampf vorher gesteigert hätte.)
Jede Fertigkeit kann bis 100 gesteigert werden.
Auch an Zaubersprüchen wird einiges geboten, manche Zaubersprüche liegen in Nahkampf und Fernkampfvariante vor. Die Ausdauer regeneriert sich mit der Zeit und die Manapunkte gibt es nach einer Rast zurück.
Die NPs haben zudem fast alle was zu sagen und können mitunter ganz schön ausgequetscht werden und labern einen mitunter auch eine Kante an Knie, so daß man schon bei der Sprachversion darauf achten sollte was man versteht. Die Übersetzung ist dabei sehr gut gelungen.
Zusätzlich liegt dem Spiel auch noch ein sehr leistungsstarker Editor bei, mit dem Man jede Kleinigkeit von Morrowind verändern kann bzw. sich PlugIns runterladen kann und somit die Welt erweitern kann.

Grafik & Hardware
Die Grafik ist sehr gut, wenn auch insgesamt etwas trist und insgesamt nicht so „lebendig“ und „schön“ wie bei Gothic 1 & 2. Ansonsten gibt es jedoch wenig zu meckern. Alles ist fein und säuberlich gestaltet.

Sound
Der Sound und die Musik ist gut gelungen und man hat durchaus das Gefühl sich in einer lebendigen Welt zu befinden. Auch wenn die Charaktere wenig sprechen, so sind doch die wenigen Sound + Kampfgeräusche sehr gut gelungen.

Meinung
Wow. Irre. So viele Möglichkeiten und ich hab keine Plan wohin jetzt. Das waren meine ersten Gedanken, als ich Anfing Morrowind zu spielen. Man ist von Anfang an, nachdem man seine sprichwörtliche Freiheit nach der Gefangenschaft hat in einer gigantischen Welt, wo man hingehen kann wohin man will. Machen kann, was man will. Es gibt so viele Gilden, denen man sich anschließen kann, wo man aufsteigen kann, die Leute haben alle was zu erzählen. Ob man nun sich nur am Hauptquest entlanghangelt oder aber möglichst viele Nebenquests erledigt ist einem vollkommen freigestellt. Dazu kommen wirkliche viele Eigenschaften und Werte beim Charakter, die man wunderbar steigern kann. Und zu all dem bekommt man immer sehr gute Tooltips, um man hat alles wichtige auf einen Blick.
Aber auch die Quests an sich sind sehr abwechselungsreich. Mal soll man einen Gegenstand besorgen, mal jemanden „beseitigen“ oder überzeugen. Oftmals muß man eventuell für die Zielperson etwas erledigen, damit diese einem etwas gibt/sagt. Dabei spielt Entfernung keine Rolle. Mitunter wird man über die halbe Map geschickt für eine Aufgabe. Allerdings ist hier auch einer der wesentlichen Kritikpunkte des Games. Schon bald hat man einige Aufgabe gelößt, Infos gesammelt und neue Quests angenommen, doch das Tagebuch platz dann meist schon aus allen Nähten. Hier werden Infos zu allen Aufgaben, Infos, etc. abgelegt, doch alles hintereinanderweg. Und dann 200 oder mehr Seiten durchsuchen nach unerledigten Quests oder Infos zu einer bestimmten Quests artet in Arbeit aus und man verliert die Lust. Zu allen andern Sachen (Rasse, Gegenden, etc.) kann man sich Infos über eine Art Lexikon holen. Dazu gibt es eine ganze Reihe an Querverweisen, so daß man in der Infoflut quasi versinken kann.
Die Grafik ist auch sehr gut gelungen, man muß sich nur mal das Wasser mit einer GF 4 ansehen, daß st unglaublich. Aber so schön die Grafik auch ist, so trist und eintönig ist sie auch. Viele Texturen wiederholen sich oft, wodurch viele Dungeons und Gebäude grafisch doch recht ähnlich aussehen. Und endlich mal wieder ein Game, welches man nicht in 20 Stunden durch hat. Der Editor rundet das Game dann schließlich ab, womit man praktisch jede Kleinigkeit ändern kann.
Wer also sich durch eine ganze Reihe Text (nicht vertont) und einer unübersichtlichen Questlogaufzeichnung (Ändert sich im AddOn Tribunal) nicht abschrecken läßt, der bekommt ein wahnsinnig komplexes und vielschichtiges Rollenspiel, womit man viele Winterabende füllen kann.

Kurz & Knapp

Pros
- gigantische Welt zum Erkunden
- 100derte von Spielspaßstunden
- gigantische Auswahl an Charakterkombinationen
- 11 verschiedene Gruppierungen (mit je etwa 30 Haupt-Quests), denen man sich neben dem Hauptstrang anschließen kann
- vollkommen freie Handlungsfreiheit
- sehr gute Steuerung
- Levelanstieg durch „Nutzung“ der Fertigkeit
- Editor

Cons
- viele kurze Ladezeiten
- Landschaft nicht ganz so „Lebendig“ wie bei Gothic
- Landkarte nicht zu beschriften/keine Notizen
- sehr unübersichtliches Questbuch
- viel Text zu lesen

13 Bewertungen