The Elder Scrolls III: Morrowind (PC Rollenspiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2010
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Erfahrungsbericht von Inquisitor
Schier unendlich
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hallo,
heute möchte ich euch in eine andere Welt verführen.
In eine Phantasiewelt.
Ihr denkt euch wahrscheinlich, \"nun ist er ganz bescheuert geworden\" - ist er aber nicht.
In der Schule habe ich das erste Mal etwas von dem Spiel gehört.
Mir wurde erzählt, dass Morrowind eine super Grafik hätte und absolut genial werden würde.
Gut ich meine das hört man von vielen Spielen im Voraus.
Die Screenshots waren schon beeindruckend, doch auch das sind sie bei vielen anderen Spielen auch gewesen.
Doch neulich fiel mir das Spiel dann doch mal in die Hände. Alles klar dann schauen wir uns das mal an.
**** Geschichte ****
Gleich im Voraus: Die Geschichte um „The Elder Scrolls“ (übersetzt: die sehr alten Schriftrollen) ist eine sehr lange und viel zu komplizierte Story. Es war mir bisher noch nicht möglich mich ausgiebig mit ihr zu befassen.
Morrowind ist nun die 3. Geschichte um jene „alte Rollen“.
Morrowind ist auch gleichzeitig der Name einer Provinz im Kaiserreich Tamriel.
Tamriel ist das Reich, um welches es sich in den ganzen Schriften handelt.
Morrowind liegt im nord Osten Tamriels.
Hier kommt man zu Anfang des Spiels mit dem Schiff auf der Insel Vvardenfell.
Sie kommen in Seyda Neen von Bord.
Und hier fängt Morrowind an:
**** Wer bin ich? ****
Gleich am Anfang wird der Charakter festgelegt.
Hier hat man nun erst mal die Auswahl zwischen 10 verschiedenen Rassen.
Rollenspielgerecht findet man dort zum Beispiel: Orks, Bretonen, das Kaiservolk, 3 verschiedene Elfentypen etc.
Man hat also gleich zu Beginn die Qual der Wahl.
Und es hört nicht auf.
Gut ich persönlich habe mich jetzt also in die Gestalt eines Dunkelelfen gebracht.
Damit habe ich auch dessen rassenspezifische Eigenschaften.
Jetzt muss ich mich am besten auch halbwegs Artgerecht verhalten oder.
Also weis ich jetzt wer ich bin: - ein dunkelhäutiger, argwöhnischer, kämpferisch genialer und misstrauischer Elf.
Alles klar.
Da mein Volk (das Volk der Dunkelelfen) seine Wurzeln hier auf Vvardenfell hat und seine Herrschaft an das Imperium abgeben musste, bin ich natürlich nicht sehr begeistert den Imperialen zu helfen.
Das bedeutet für mich, ich muss ihnen was vorgaukeln oder so. Doch ist Vorgaukeln in einem Spiel überhaupt möglich?
- Ja! Hier schon.
Ich mache mich also nun an die nächste Auswahl betreffend meines Charakters.
Es geht hier um mein Sternzeichen, in dem ich geboren bin.
Auch hier gibt es etliche Zeichen, die einem nochmals besondere Fähigkeiten verleihen und den Charakter somit auch automatisch stark prägen.
Als Letztes kam dann noch die Klassenauswahl. Das Übliche, vom Magier zum Dieb zum Kämpfer etc. Ich habe mich hier für den Kreuzritter entschieden.
Nun wo ich meinen Charakter gebildet habe, kann’s los gehen.
**** So bewege ich mich dann wohl ****
Nach dem mühsamen Akt mit der Charakterauswahl komme ich nun also auf die Steuerung zurück. Während des Charakterauswählens musste ich mich ja schon teilweise bewegen. Man wird also gleich zu beginn des Spiels in die Steuerung eingewiesen und das ist echt gut gemacht.
Da man die Tasten ja auch frei belegen kann, ist die Steuerung ja eh nicht grade so kompliziert.
Gespielt wird mit dem einfachen Keyboard + Maus Prinzip.
Man kann zwischen Ego- und 3rd Person Perspektive wechseln wie man will.
Ich selber spiele Ego, da kann man sich meiner Meinung nach besser in seine Rolle rein versetzen.
Die Angriffsfunktionen habe ich mir fast ausschließlich auf die Maus gelegt, damit ich so schneller agieren kann.
Ansonsten ist an der Steuerung eigentlich weder was besonderes, noch was schlechtes.
**** Was mache ich jetzt? ****
Fragte ich mich eigentlich gleich schon zu beginn. Man muss an dieser Stelle erwähnen, dass es das Spiel derzeit nur in englisch gibt und es grade bei einem Rollenspiel nicht grade von Vorteil ist für einen Deutschen.
Aber ok, wenn man schon ne 1 im letzten Zeugnis in Englisch hatte, dann kann man es ja mal versuchen rauszubekommen was hier eigentlich los ist.
In meinem „Tagebuch“ (man kann es auch irgendwie als Questbook bezeichnen) steht ein Eintrag, das ich einen bestimmten Mann suchen soll und mich bei ihm in die Ausbildung begeben soll. Aha ich (Dunkelelf) soll mich also dem Imperium anschließen. Na das werden wir noch sehen.
Ich schaue mich also mal im Spiel um. Jetzt wo ich einer kleinen Stadt stehe könnte ich mich ja eigentlich mal umsehen.
**** Das haut mich ja vom Hocker ****
Doch je mehr ich mir die Details angesehen habe, desto mehr musste ich staunen.
Ich lief durch dieses kleine Örtchen und schaute mich um. Ging in Häuser rein, und sah Kneipen und Geschäfte. In den Häusern war nahezu jedes Objekt beweglich. Ich hätte im Prinzip jedes einzelne Objekt (Flaschen, Zettel einfach jeden Inventargegenstand) mitnehmen können. Gut dann hätte ich aber mächtig Ärger bekommen.
Auch gibt es diverse Bücher über die Götter und Geschichten der Einwohner.
Diese Bücher kann man dann auch richtig lesen. Sie haben auch schon ein paar Seiten (das Meiste von dem ich hörte waren bisher 40 Seiten oder so).
Und dann schaute ich mir den Himmel an (den schaue ich mir bei jedem Spiel an. Und wenn er nicht realistisch ist, dann ist das Spiel gleich schon mal schlechter.) und er war einfach genial gemacht.
Die Wolken zogen realistisch am Himmel, die Sonne scheinte und warf realistische Schatten.
Und auch alle anderen Objekte sehen sehr schön aus. So machte ich mich an einen Wegweiser außerhalb des Ortes und suchte das Ort Balmora. Tja ein Pfeil wies mich dann meines Weges.
Und auf durch die wunderschöne Landschaft Vvardenfells.
**** Flora und Fauna ****
So warte ich also durch das Gestrüpp in einem kleinen Wäldchen. Ich gehe schön den Weg entlang und schaue mich weiter um. Ganz vereinzelt treffe ich auch Tiere.
So ein seltsames Vieh begegnet mir immer öfter. Es läuft rum und klopft auf dem Boden herum. Seltsam finde ich das Ganze ja schon. An einer Abzweigung treffe ich auf eine Dame. Sie erzählt mir dass sie ausgeraubt wurde, der Räuber aber trotz allem sehr charmant und gut aussehend haben soll. Sie will dass ich ihn finde und etwas übergebe. Gut, da ich eh nicht ganz so scharf auf die Legion des Imperiums bin, willige ich ein und erfahre, dass mich mein Weg in eine nahe gelegene Stadt (ich glaube es war Caldera) führt. Gut das ist ja kein Weg für eine Dunkelelfe. Dort angekommen sehe ich erst mal eine kleine Burg. Hmm so ein Kaff also.
Ich befrage die Leute in der Stadt nach dem geheimnisvollen Dunkelelfräuber und erfahre, dass ich ihn in der Taverne wiederfinde.
Dort angekommen denke ich mir “ich sehe doch viel besser aus als der“ und gebe ihm das Inventarstück der Lady.
**** Tag – Nachtwechsel ****
... konnten sich die Macher von Morrowind wohl auch nicht entgehen lassen und haben einen echt fantastischen Tag- Nachtwechsel dargestellt. Die Sonne wandert den ganzen Tag am Himmel, bis sie wieder hinter dem Horizont verschwindet und es dunkler und gar dunkel wird. In der nacht sieht man die Planeten welche die Welt umkreisen.
Einfach unglaublich.
**** Angekommen ****
... in Balmora mache ich mich auf die Suche nach meinem Ausbilder. Nach einer guten Information in der Taverne, kann ich dann auch sein Haus finden. Ein etwas älterer, aber dennoch gut gebauter Mann stellt sich mir vor.
Gut ich darf also seine Wohnung zum Schafen benutzen und seine Dienste (Training) in Anspruch nehmen. Also hau ich mich erst mal aufs Ohr, war ja ne lange Reise. Am Morgen wache ich also wieder auf (man kann die Anzahl der Stunden einstellen bis man wieder aufwacht, oder man kann einfach so lange Schlafen, bis man wieder fit ist).
Oh es ist wieder Tag. Ich habe den Auftrag bekommen ein wenig zu trainieren.
Naja Training ist ja echt nichts schlechtes. Nur wo?
**** Regeln müssen sein ****
Ich habe ja erst mit dem Gedanken gespielt mal eben schnell einen Imperialen Legionär anzugreifen. Ich entschied mich wegen 2 Gründen dagegen:
1. Greife ich den Legionär an, dann habe ich verdammt viel Ärger mit dem Imperium.
2. Der war ein wenig besser ausgestattet und auch trainiert als ich.
Wir wollen ja nicht auffallen! Also musste man doch irgendwie ein Quest finden, welches man mal lösen könnte um Geld zu verdienen.
Also streifte ich durch Balmora und bemerkte, dass auch Einwohner töten nicht ihne Folgen blieb. Zum Glück kann man hier aber unbegrenzt und an jeder Stelle speichern.
Also suchte ich weiter.
**** Gilden und Geld ****
... sind in diesem Spiel in Zusammenhang zu bringen.
Während meiner Suche in Balmora habe ich mich dann mit einer jungen Dame aus der „Fighters Guild“ unterhalten. Sie meinte ich sollte doch mal bei ihrer Anführerin vorbei gehen.
Gesagt, getan und schwupp war ich auch schon Mitglied in der „Fighters Guild“ von Balmora. Es gibt noch viele andere Gilden, so auch Magiergilden etc., aber ich fand diese Gilde jetzt mal am Interessantesten, weil ich eigentlich auch am liebsten mit Schwertern kämpfe in Rollenspielen.
Ich unterhielt mich mit der Anführerin eine Weile und hatte so meinen ersten Auftrag.
**** Von Ratten und Dieben ****
... kann ich euch bisher nur als Gegner aufzählen. Ich bin nicht sehr weit in Morrowind, da das Spiel einfach sehr viel Zeit verschlingt. Jedoch weis ich schon welche Gegner es so alles gibt. Muss man sich am Anfang noch mit Ungetier und Dieben herumkloppen, so geht es später gegen mächtige Zauberer und Untote.
Anfangs ist man halt sehr schwach und hat ja auch eigentlich dem Gegner nicht sehr viel entgegen zu setzen.
Jedoch ist klar, dass es im späteren Spielverlauf noch sehr viele Kämpfe gegen mächtige Monster und Krieger gibt. Da es für mich schon fest steht, dass ich mich nicht der Legion anschließen werde, wird es wohl auch einen erbitterten Kampf gegen die Legion geben.
**** Zauber und Magie ****
... sind diesem Spiel natürlich keineswegs fremd. Man kann sogar seine eigenen Zaubersprüche entwickeln. Magier sind auch hier sowie ja auch generell in Rollenspielen, sehr mächtige Zeitgenossen. Doch mein Dunkelelf ist auch sehr Magiebegabt und wird den Zauberern somit wahrscheinlich schon einiges entgegen zu setzen haben.
Ich selber habe auch hier in diesem Gebiet noch nicht sehr viele Erfahrungen gesammelt.
Ich habe standardmäßig einen Feuerzauber und den setze ich auch regelmäßig ein.
Durch die Komplexität dieses Spiels, muss ich auch zugeben, dass ich noch keinerlei Ahnung habe, wie ich meinen Charakter entwickeln kann. Sehr viel Training und Kämpfe stehen soweit ich weis einem Ausbau der Charakterstärken bevor.
**** Kleider machen Leute ****
Die Auswahl an Kleidungsgegenständen ist sehr groß und eigentlich schier unbegrenzt.
Sowohl an Rüstung und Waffen, als auch an ganz normalen Kleidungsstücken ist hier kein Mangel zu erkennen. Zieht man seinem alter Ego etwas an, so kann man es auch in der 3rd Person Sicht genau erkennen. Rüstung gibt es in verschiedenen Klassen. Je höher deine Rüstungsklasse, desto mehr Schutz hat man. Es gibt sehr viele vorschiedenen Rüstungsarten, von Chitinrüstungen bis Glasrüstungen. Auch die Waffen sind in einem erstaunlichen Arsenal vorhanden, Bögen, Schwerter Äxte und Zauberstäbe, alles das muss in einem solchen Spiel natürlich vorhanden sein.
**** Es trällert die Musik ****
... in Morrowind.
Der Soundtrack ist sehr schön gelungen. Das Orchester spielt in genau den richtigen Tönen zum Zeitalter. Wenn man die sanften Violinen hört beim durchqueren des Waldes, dann kann man schon ins virtuelle Träumen kommen.
Jedoch ist leider fast gar keine Sprachausgabe vorhanden. Außer ein paar kleinen Begrüßungssätzen ist in dem Spiel relativ wenig von den Menschen zu hören.
Gut die Monster und Tiere haben alle ihre Kampfgeräusche und Schreie, aber das was man an Informationen im Spiel erhält, ist alles niedergeschrieben. Gut das gefällt mir in der englischen Ausgabe dann schon ganz gut, da ich so die Wörter lese und nicht höre. Somit kann ich das ganze dann leichter verstehen. Jedoch bei der deutschen Ausgabe würde mich das auf jeden Fall stören. Da Morrowind aber nur 2 CDs hat wird das mit der Sprachausgabe auch etwas schwierig bei einer solch großen Welt zu organisieren sein.
**** Schier unendlich ****
... lässt sich das Spiel erweitern. Nicht zuletzt dank des wunderbaren „TES Construction Kit“ (The Elder Scrolls = TES). Hier lässt sich nahezu alles an dem Spiel verändern, von den Werten der einzelnen Gegenstände bis hin zu neuen Inseln und Dungeons.
Mit dem Construction Kit lassen sich schnell und reltaiv einfach neue Plugins (so nennen sich die Erweiterungen) erstellen. Es heißt das der Platz um Morrowind (grade der Norden und der Osten, da diese Teile am Meer enden) schier unendlich Platz bietet für neue Landschaften und Inseln. Na wenn das nicht genial ist. Man kann also im Prinzip unendlich viele Quests und Landschaften in das Spiel reineditieren. So etwas ist nicht grade sehr oft in ein Spiel implementiert.
**** Ich bin so alleine auf dieser Welt ****
Das ist die Aussage eines jeden Multiplayerfreaks. Keine Netzwerkoption, zumindest habe ich noch keine entdeckt.
Das ist eigentlich sehr schade, das keine Mehrspieler Features hier eingebaut wurden.
Das heißt auch, dass man wohl seine Welt immer alleine bestreiten muss und bekämpfen muss. Für mich, der ich ja kein Internet habe, ist das auch hier (so wie in GP4) kein wirklich Abwertungsgrund. Doch ich bin mir sicher, dass der Mehrspielerpart hier spätestens nach dem Durchspielen des Hauptquests echt fehlt.
**** Oh das ruckelt aber ****
Technisch kann Morrowind glaube ich derzeit fast alle gängigen PCs in die Knie zwingen.
Das spiel frisst sehr viele Resourcen. Also wer schon nicht einmal eine GeForce 3 sein Eigen nennt, der sollte nicht mit einem Rechner unter 1Ghz ankommen.
Ich muss hier zwangsläufig auf eine Auflösung von 640*480 bei mittleren Details zurückgreifen, denn mein Athlon 1,3 Ghz mit GeForce2MX und 382MB SD-Ram schafft das ganze nicht so einfach.
Also an der Technik muss noch ein wenig gefeilt werden.
**** Fazit ****
Kommen wir nun zu meinem Fazit zu diesem Spiel.
Da es derzeit nur in englisch erhältlich ist, ab ende des Sommers soll auch dann die deutsche Version veröffentlicht werden.
Das Spiel sieht 1a aus und hat auch keine Mängel am Gameplay.
Ich habe gelesen, dass Morrowind sehr oft abstürzen soll. Das ist mir bisher noch nicht aufgefallen. Jedoch haben wir mittlerweile auch schon 2 Patches hinter uns.
Ich denke mal für Rollenspiel Anfänger ist das Game eindeutig zu schwer. Da kann ich wirklich empfehlen, dass man da lieber auf die deutsche Version warten sollte.
Auch kann ich hier nochmals einen anständigen PC empfehlen.
Ich empfehle dieses Spiel Jedem der sich gerne von großen bunten Welten verzaubern lässt und Jedem der sich für Rollenspiele interessiert.
**** Benotung ****
Grafik: 1-
Sound : 2
Steuerung: 1
Spieltiefe: 1
Multiplayer: 6 (Multiplayer wird bei mir nur mit 25% gewertet, da ich hier keine Abwertung gebe, weil ich den Multiplayermodus selber nicht nutzen könnte)
Spielspaß: ca. 1,7 (selbst bei der Abwertung von ¼ beim Multiplayer wird der Schnitt noch stark gedrückt)
Spielspaß(wenn Multiplayer nicht abgewertet würde): 2,25.
**** Informationsquellen ****
www.elderscrolls.com (Offizielle Morrowind Seite)
www.morrowind.de (deutsche Fansite mit Plugins, Add-Ons, Patches etc.)
heute möchte ich euch in eine andere Welt verführen.
In eine Phantasiewelt.
Ihr denkt euch wahrscheinlich, \"nun ist er ganz bescheuert geworden\" - ist er aber nicht.
In der Schule habe ich das erste Mal etwas von dem Spiel gehört.
Mir wurde erzählt, dass Morrowind eine super Grafik hätte und absolut genial werden würde.
Gut ich meine das hört man von vielen Spielen im Voraus.
Die Screenshots waren schon beeindruckend, doch auch das sind sie bei vielen anderen Spielen auch gewesen.
Doch neulich fiel mir das Spiel dann doch mal in die Hände. Alles klar dann schauen wir uns das mal an.
**** Geschichte ****
Gleich im Voraus: Die Geschichte um „The Elder Scrolls“ (übersetzt: die sehr alten Schriftrollen) ist eine sehr lange und viel zu komplizierte Story. Es war mir bisher noch nicht möglich mich ausgiebig mit ihr zu befassen.
Morrowind ist nun die 3. Geschichte um jene „alte Rollen“.
Morrowind ist auch gleichzeitig der Name einer Provinz im Kaiserreich Tamriel.
Tamriel ist das Reich, um welches es sich in den ganzen Schriften handelt.
Morrowind liegt im nord Osten Tamriels.
Hier kommt man zu Anfang des Spiels mit dem Schiff auf der Insel Vvardenfell.
Sie kommen in Seyda Neen von Bord.
Und hier fängt Morrowind an:
**** Wer bin ich? ****
Gleich am Anfang wird der Charakter festgelegt.
Hier hat man nun erst mal die Auswahl zwischen 10 verschiedenen Rassen.
Rollenspielgerecht findet man dort zum Beispiel: Orks, Bretonen, das Kaiservolk, 3 verschiedene Elfentypen etc.
Man hat also gleich zu Beginn die Qual der Wahl.
Und es hört nicht auf.
Gut ich persönlich habe mich jetzt also in die Gestalt eines Dunkelelfen gebracht.
Damit habe ich auch dessen rassenspezifische Eigenschaften.
Jetzt muss ich mich am besten auch halbwegs Artgerecht verhalten oder.
Also weis ich jetzt wer ich bin: - ein dunkelhäutiger, argwöhnischer, kämpferisch genialer und misstrauischer Elf.
Alles klar.
Da mein Volk (das Volk der Dunkelelfen) seine Wurzeln hier auf Vvardenfell hat und seine Herrschaft an das Imperium abgeben musste, bin ich natürlich nicht sehr begeistert den Imperialen zu helfen.
Das bedeutet für mich, ich muss ihnen was vorgaukeln oder so. Doch ist Vorgaukeln in einem Spiel überhaupt möglich?
- Ja! Hier schon.
Ich mache mich also nun an die nächste Auswahl betreffend meines Charakters.
Es geht hier um mein Sternzeichen, in dem ich geboren bin.
Auch hier gibt es etliche Zeichen, die einem nochmals besondere Fähigkeiten verleihen und den Charakter somit auch automatisch stark prägen.
Als Letztes kam dann noch die Klassenauswahl. Das Übliche, vom Magier zum Dieb zum Kämpfer etc. Ich habe mich hier für den Kreuzritter entschieden.
Nun wo ich meinen Charakter gebildet habe, kann’s los gehen.
**** So bewege ich mich dann wohl ****
Nach dem mühsamen Akt mit der Charakterauswahl komme ich nun also auf die Steuerung zurück. Während des Charakterauswählens musste ich mich ja schon teilweise bewegen. Man wird also gleich zu beginn des Spiels in die Steuerung eingewiesen und das ist echt gut gemacht.
Da man die Tasten ja auch frei belegen kann, ist die Steuerung ja eh nicht grade so kompliziert.
Gespielt wird mit dem einfachen Keyboard + Maus Prinzip.
Man kann zwischen Ego- und 3rd Person Perspektive wechseln wie man will.
Ich selber spiele Ego, da kann man sich meiner Meinung nach besser in seine Rolle rein versetzen.
Die Angriffsfunktionen habe ich mir fast ausschließlich auf die Maus gelegt, damit ich so schneller agieren kann.
Ansonsten ist an der Steuerung eigentlich weder was besonderes, noch was schlechtes.
**** Was mache ich jetzt? ****
Fragte ich mich eigentlich gleich schon zu beginn. Man muss an dieser Stelle erwähnen, dass es das Spiel derzeit nur in englisch gibt und es grade bei einem Rollenspiel nicht grade von Vorteil ist für einen Deutschen.
Aber ok, wenn man schon ne 1 im letzten Zeugnis in Englisch hatte, dann kann man es ja mal versuchen rauszubekommen was hier eigentlich los ist.
In meinem „Tagebuch“ (man kann es auch irgendwie als Questbook bezeichnen) steht ein Eintrag, das ich einen bestimmten Mann suchen soll und mich bei ihm in die Ausbildung begeben soll. Aha ich (Dunkelelf) soll mich also dem Imperium anschließen. Na das werden wir noch sehen.
Ich schaue mich also mal im Spiel um. Jetzt wo ich einer kleinen Stadt stehe könnte ich mich ja eigentlich mal umsehen.
**** Das haut mich ja vom Hocker ****
Doch je mehr ich mir die Details angesehen habe, desto mehr musste ich staunen.
Ich lief durch dieses kleine Örtchen und schaute mich um. Ging in Häuser rein, und sah Kneipen und Geschäfte. In den Häusern war nahezu jedes Objekt beweglich. Ich hätte im Prinzip jedes einzelne Objekt (Flaschen, Zettel einfach jeden Inventargegenstand) mitnehmen können. Gut dann hätte ich aber mächtig Ärger bekommen.
Auch gibt es diverse Bücher über die Götter und Geschichten der Einwohner.
Diese Bücher kann man dann auch richtig lesen. Sie haben auch schon ein paar Seiten (das Meiste von dem ich hörte waren bisher 40 Seiten oder so).
Und dann schaute ich mir den Himmel an (den schaue ich mir bei jedem Spiel an. Und wenn er nicht realistisch ist, dann ist das Spiel gleich schon mal schlechter.) und er war einfach genial gemacht.
Die Wolken zogen realistisch am Himmel, die Sonne scheinte und warf realistische Schatten.
Und auch alle anderen Objekte sehen sehr schön aus. So machte ich mich an einen Wegweiser außerhalb des Ortes und suchte das Ort Balmora. Tja ein Pfeil wies mich dann meines Weges.
Und auf durch die wunderschöne Landschaft Vvardenfells.
**** Flora und Fauna ****
So warte ich also durch das Gestrüpp in einem kleinen Wäldchen. Ich gehe schön den Weg entlang und schaue mich weiter um. Ganz vereinzelt treffe ich auch Tiere.
So ein seltsames Vieh begegnet mir immer öfter. Es läuft rum und klopft auf dem Boden herum. Seltsam finde ich das Ganze ja schon. An einer Abzweigung treffe ich auf eine Dame. Sie erzählt mir dass sie ausgeraubt wurde, der Räuber aber trotz allem sehr charmant und gut aussehend haben soll. Sie will dass ich ihn finde und etwas übergebe. Gut, da ich eh nicht ganz so scharf auf die Legion des Imperiums bin, willige ich ein und erfahre, dass mich mein Weg in eine nahe gelegene Stadt (ich glaube es war Caldera) führt. Gut das ist ja kein Weg für eine Dunkelelfe. Dort angekommen sehe ich erst mal eine kleine Burg. Hmm so ein Kaff also.
Ich befrage die Leute in der Stadt nach dem geheimnisvollen Dunkelelfräuber und erfahre, dass ich ihn in der Taverne wiederfinde.
Dort angekommen denke ich mir “ich sehe doch viel besser aus als der“ und gebe ihm das Inventarstück der Lady.
**** Tag – Nachtwechsel ****
... konnten sich die Macher von Morrowind wohl auch nicht entgehen lassen und haben einen echt fantastischen Tag- Nachtwechsel dargestellt. Die Sonne wandert den ganzen Tag am Himmel, bis sie wieder hinter dem Horizont verschwindet und es dunkler und gar dunkel wird. In der nacht sieht man die Planeten welche die Welt umkreisen.
Einfach unglaublich.
**** Angekommen ****
... in Balmora mache ich mich auf die Suche nach meinem Ausbilder. Nach einer guten Information in der Taverne, kann ich dann auch sein Haus finden. Ein etwas älterer, aber dennoch gut gebauter Mann stellt sich mir vor.
Gut ich darf also seine Wohnung zum Schafen benutzen und seine Dienste (Training) in Anspruch nehmen. Also hau ich mich erst mal aufs Ohr, war ja ne lange Reise. Am Morgen wache ich also wieder auf (man kann die Anzahl der Stunden einstellen bis man wieder aufwacht, oder man kann einfach so lange Schlafen, bis man wieder fit ist).
Oh es ist wieder Tag. Ich habe den Auftrag bekommen ein wenig zu trainieren.
Naja Training ist ja echt nichts schlechtes. Nur wo?
**** Regeln müssen sein ****
Ich habe ja erst mit dem Gedanken gespielt mal eben schnell einen Imperialen Legionär anzugreifen. Ich entschied mich wegen 2 Gründen dagegen:
1. Greife ich den Legionär an, dann habe ich verdammt viel Ärger mit dem Imperium.
2. Der war ein wenig besser ausgestattet und auch trainiert als ich.
Wir wollen ja nicht auffallen! Also musste man doch irgendwie ein Quest finden, welches man mal lösen könnte um Geld zu verdienen.
Also streifte ich durch Balmora und bemerkte, dass auch Einwohner töten nicht ihne Folgen blieb. Zum Glück kann man hier aber unbegrenzt und an jeder Stelle speichern.
Also suchte ich weiter.
**** Gilden und Geld ****
... sind in diesem Spiel in Zusammenhang zu bringen.
Während meiner Suche in Balmora habe ich mich dann mit einer jungen Dame aus der „Fighters Guild“ unterhalten. Sie meinte ich sollte doch mal bei ihrer Anführerin vorbei gehen.
Gesagt, getan und schwupp war ich auch schon Mitglied in der „Fighters Guild“ von Balmora. Es gibt noch viele andere Gilden, so auch Magiergilden etc., aber ich fand diese Gilde jetzt mal am Interessantesten, weil ich eigentlich auch am liebsten mit Schwertern kämpfe in Rollenspielen.
Ich unterhielt mich mit der Anführerin eine Weile und hatte so meinen ersten Auftrag.
**** Von Ratten und Dieben ****
... kann ich euch bisher nur als Gegner aufzählen. Ich bin nicht sehr weit in Morrowind, da das Spiel einfach sehr viel Zeit verschlingt. Jedoch weis ich schon welche Gegner es so alles gibt. Muss man sich am Anfang noch mit Ungetier und Dieben herumkloppen, so geht es später gegen mächtige Zauberer und Untote.
Anfangs ist man halt sehr schwach und hat ja auch eigentlich dem Gegner nicht sehr viel entgegen zu setzen.
Jedoch ist klar, dass es im späteren Spielverlauf noch sehr viele Kämpfe gegen mächtige Monster und Krieger gibt. Da es für mich schon fest steht, dass ich mich nicht der Legion anschließen werde, wird es wohl auch einen erbitterten Kampf gegen die Legion geben.
**** Zauber und Magie ****
... sind diesem Spiel natürlich keineswegs fremd. Man kann sogar seine eigenen Zaubersprüche entwickeln. Magier sind auch hier sowie ja auch generell in Rollenspielen, sehr mächtige Zeitgenossen. Doch mein Dunkelelf ist auch sehr Magiebegabt und wird den Zauberern somit wahrscheinlich schon einiges entgegen zu setzen haben.
Ich selber habe auch hier in diesem Gebiet noch nicht sehr viele Erfahrungen gesammelt.
Ich habe standardmäßig einen Feuerzauber und den setze ich auch regelmäßig ein.
Durch die Komplexität dieses Spiels, muss ich auch zugeben, dass ich noch keinerlei Ahnung habe, wie ich meinen Charakter entwickeln kann. Sehr viel Training und Kämpfe stehen soweit ich weis einem Ausbau der Charakterstärken bevor.
**** Kleider machen Leute ****
Die Auswahl an Kleidungsgegenständen ist sehr groß und eigentlich schier unbegrenzt.
Sowohl an Rüstung und Waffen, als auch an ganz normalen Kleidungsstücken ist hier kein Mangel zu erkennen. Zieht man seinem alter Ego etwas an, so kann man es auch in der 3rd Person Sicht genau erkennen. Rüstung gibt es in verschiedenen Klassen. Je höher deine Rüstungsklasse, desto mehr Schutz hat man. Es gibt sehr viele vorschiedenen Rüstungsarten, von Chitinrüstungen bis Glasrüstungen. Auch die Waffen sind in einem erstaunlichen Arsenal vorhanden, Bögen, Schwerter Äxte und Zauberstäbe, alles das muss in einem solchen Spiel natürlich vorhanden sein.
**** Es trällert die Musik ****
... in Morrowind.
Der Soundtrack ist sehr schön gelungen. Das Orchester spielt in genau den richtigen Tönen zum Zeitalter. Wenn man die sanften Violinen hört beim durchqueren des Waldes, dann kann man schon ins virtuelle Träumen kommen.
Jedoch ist leider fast gar keine Sprachausgabe vorhanden. Außer ein paar kleinen Begrüßungssätzen ist in dem Spiel relativ wenig von den Menschen zu hören.
Gut die Monster und Tiere haben alle ihre Kampfgeräusche und Schreie, aber das was man an Informationen im Spiel erhält, ist alles niedergeschrieben. Gut das gefällt mir in der englischen Ausgabe dann schon ganz gut, da ich so die Wörter lese und nicht höre. Somit kann ich das ganze dann leichter verstehen. Jedoch bei der deutschen Ausgabe würde mich das auf jeden Fall stören. Da Morrowind aber nur 2 CDs hat wird das mit der Sprachausgabe auch etwas schwierig bei einer solch großen Welt zu organisieren sein.
**** Schier unendlich ****
... lässt sich das Spiel erweitern. Nicht zuletzt dank des wunderbaren „TES Construction Kit“ (The Elder Scrolls = TES). Hier lässt sich nahezu alles an dem Spiel verändern, von den Werten der einzelnen Gegenstände bis hin zu neuen Inseln und Dungeons.
Mit dem Construction Kit lassen sich schnell und reltaiv einfach neue Plugins (so nennen sich die Erweiterungen) erstellen. Es heißt das der Platz um Morrowind (grade der Norden und der Osten, da diese Teile am Meer enden) schier unendlich Platz bietet für neue Landschaften und Inseln. Na wenn das nicht genial ist. Man kann also im Prinzip unendlich viele Quests und Landschaften in das Spiel reineditieren. So etwas ist nicht grade sehr oft in ein Spiel implementiert.
**** Ich bin so alleine auf dieser Welt ****
Das ist die Aussage eines jeden Multiplayerfreaks. Keine Netzwerkoption, zumindest habe ich noch keine entdeckt.
Das ist eigentlich sehr schade, das keine Mehrspieler Features hier eingebaut wurden.
Das heißt auch, dass man wohl seine Welt immer alleine bestreiten muss und bekämpfen muss. Für mich, der ich ja kein Internet habe, ist das auch hier (so wie in GP4) kein wirklich Abwertungsgrund. Doch ich bin mir sicher, dass der Mehrspielerpart hier spätestens nach dem Durchspielen des Hauptquests echt fehlt.
**** Oh das ruckelt aber ****
Technisch kann Morrowind glaube ich derzeit fast alle gängigen PCs in die Knie zwingen.
Das spiel frisst sehr viele Resourcen. Also wer schon nicht einmal eine GeForce 3 sein Eigen nennt, der sollte nicht mit einem Rechner unter 1Ghz ankommen.
Ich muss hier zwangsläufig auf eine Auflösung von 640*480 bei mittleren Details zurückgreifen, denn mein Athlon 1,3 Ghz mit GeForce2MX und 382MB SD-Ram schafft das ganze nicht so einfach.
Also an der Technik muss noch ein wenig gefeilt werden.
**** Fazit ****
Kommen wir nun zu meinem Fazit zu diesem Spiel.
Da es derzeit nur in englisch erhältlich ist, ab ende des Sommers soll auch dann die deutsche Version veröffentlicht werden.
Das Spiel sieht 1a aus und hat auch keine Mängel am Gameplay.
Ich habe gelesen, dass Morrowind sehr oft abstürzen soll. Das ist mir bisher noch nicht aufgefallen. Jedoch haben wir mittlerweile auch schon 2 Patches hinter uns.
Ich denke mal für Rollenspiel Anfänger ist das Game eindeutig zu schwer. Da kann ich wirklich empfehlen, dass man da lieber auf die deutsche Version warten sollte.
Auch kann ich hier nochmals einen anständigen PC empfehlen.
Ich empfehle dieses Spiel Jedem der sich gerne von großen bunten Welten verzaubern lässt und Jedem der sich für Rollenspiele interessiert.
**** Benotung ****
Grafik: 1-
Sound : 2
Steuerung: 1
Spieltiefe: 1
Multiplayer: 6 (Multiplayer wird bei mir nur mit 25% gewertet, da ich hier keine Abwertung gebe, weil ich den Multiplayermodus selber nicht nutzen könnte)
Spielspaß: ca. 1,7 (selbst bei der Abwertung von ¼ beim Multiplayer wird der Schnitt noch stark gedrückt)
Spielspaß(wenn Multiplayer nicht abgewertet würde): 2,25.
**** Informationsquellen ****
www.elderscrolls.com (Offizielle Morrowind Seite)
www.morrowind.de (deutsche Fansite mit Plugins, Add-Ons, Patches etc.)
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