Philips Senseo Original Testbericht

ab 40,76
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Summe aller Bewertungen
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Handhabung & Komfort:  sehr gut
  • Geschmack des Kaffees:  sehr gut
  • Reinigung:  einfach
  • Design:  sehr gut
  • Geräuschpegel:  leise

Erfahrungsbericht von Hajott

Klasse Kaffee

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Auch wenn ich vor einigen Wochen in einem Kommentar noch schrieb, dass ich proprietäre Systeme nicht so sehr mag, haben wir uns doch nach einigem Überlegen diese Kaffeemaschine zugelegt. Gegenüber Kaffee-Vollautomaten à la Saeco oder Jura ist der Anschaffungspreis (wir haben 70 EUR bei „Globus“ bezahlt, ich habe sie aber schon für 53 EUR im Web gesehen) geradezu lächerlich gering.

Die Philips Senseo ist – wie schon geschrieben – eine Kaffeemaschine, die aber im Gegensatz zum „normalen“ Filterkaffee einen richtig guten Kaffee mit toller „Crema“ macht.

Aussehen
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Die Maschine gibt es in zwei Farben: Beige und Blau. Die beige sieht für meinen Geschmack bei weitem nicht so gut aus wie die blaue, aber das ist wohl Ansichtssache. Das Design könnte man fast als „futuristisch“, auf jeden Fall aber „modern“ bezeichnen. Vom Gesamtbild her sieht die Maschine „nach vorn geneigt“ aus. Hinten ist ein (relativ kleiner) Wassertank, vorn ist dann ein Auslass, wo der Kaffee rauskommt und wo man eine oder zwei Tassen drunter stellen kann. Auf der „Tassenfläche“ liegt ein kleines Gitter, das Tropfmengen auffangen kann (unter dem Gitter ist noch ein kleiner Behälter, den man ab und zu dann mal ausleeren sollte. :-)

Benutzung
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Das Wasser wird nach Erwärmung durch ein „Kaffee-Pad“ gepresst. Hier kommt auch schon der erste Nachteil: Es gibt zurzeit diese passenden Kaffee-Pads nur von einem einzigen Hersteller: Douwe-Egberts (ein holländischer Kaffeehersteller). Man ist also auf diesen einzigen Hersteller angewiesen, wenn man mit der Maschine Kaffee kochen will. Die Pads gibt es in vier Stärken: Koffeinfrei (bzw. entkoffeiniert), milde Röstung, normale Röstung und dunkle Röstung. Ein Pad entspricht einer Tasse Kaffee (oder zwei Tassen Espresso). Die Pads sind relativ teuer – kosten doch 18 Stück 2,99 EUR. Das heißt für 2,99 EUR kriegt man 18 Tassen Kaffee. Nun wird mancher Leser denken, das sind doch gerade mal 0.17 EUR für eine Tasse Kaffee, im Restaurant/Café zahle ich ein Vielfaches davon und der schmeckt dann auch bei weitem nicht so gut. Das ist richtig, allerdings sollte man auch den „normalen“ Kaffeepreis beachten, wo man für ein Pfund Kaffee (aus dem man ein Vielfaches von 18 Tassen herausbekommt) zwischen 5 und 6 EUR bezahlt.

Im Prinzip sehe ich das Ganze ähnlich wie bei den Herstellern von Tintenstrahl-Druckern: Die Hardware wird quasi „verschenkt“, die Gewinne macht man dann mit den Tintenpatronen. Ähnlich scheint es auch hier zu sein.

Wenn man die Maschine eingeschaltet hat, dann dauert es eine kleine Weile (vielleicht eine halbe Minute), bis sie betriebsbereit ist. Danach legt man ein (oder zwei) Kaffee-Pads ein (es gibt zwei Halterungen – eine für ein Pad und eine für zwei. Bei letzterer werden einfach zwei Pads übereinander gelegt. Dann stellt man eine (oder zwei) Tassen unter den Auslass und drückt dann einen der beiden Knöpfe für eine oder zwei Tassen. Nach wenigen Sekunden hat man einen wirklich super schmeckenden, sehr aromatisch duftenden Kaffee mit einer schönen „Crema“ (Schaum) obendrauf.

Ich persönlich benutze meistens nur die Halterung für ein Pad, weil wir meistens Cappuccino trinken und ich die aufgeschäumte Milch frisch für jede Tasse separat bereite. Dann soll auch der Kaffee wirklich frisch zubereitet sein und nicht schon zwei oder drei Minuten gestanden haben. In dieser Beziehung bin ich ziemlich eigen. :-)

Im Prinzip kann man nicht viel falsch machen. Wenn man lieber Espresso trinken will, dann sollte man auf jeden Fall die „dunkle Röstung“ verwenden, ein Pad einlegen und einfach zwei Espresso-Tassen drunter stellen (es gibt zwei Auslässe für Kaffee, sodass dies kein Problem darstellt (ebenso die Bereitung von zwei „normalen“ Tassen).

Vor- und Nachteile:
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Der Wassertank ist – wie ich oben schon schrieb – relativ klein. Nach fünf Tassen ist Schluss, sodass man – wenn man viel Kaffee trinkt oder wenn Besuch da ist – des öfteren mal nachfüllen muss. Es gibt die gleiche Maschine auch noch mit einem Tank für zehn Tassen, die kostet aber soviel ich weiß mehr (ich habe seinerzeit auch nur das Modell mit dem kleinen Tank gefunden). Dafür ist das Wasser in der Regel aber auch frisch und nicht abgestanden. :-)

Was mir auch nicht so gefällt, ist die Tatsache, dass man die Wassermenge nicht individuell regulieren kann. Man kann nur „eine Tasse“ oder „zwei Tassen“ drücken, die Wassermenge ist dann vorgegeben. Die einzige Möglichkeit, die Stärke des Kaffees zu variieren, ist die Verwendung der unterschiedlichen Sorten von „mild“ bis „stark“.

Ich selbst trinke gern stärkeren Kaffee, sodass ich in der Regel die „dunkle Röstung“ bevorzuge. Allerdings wird der Kaffee dann wirklich sehr stark, sodass ich ab und an (wenn ich doch zwei Tassen auf einmal mache) zwei unterschiedliche Pads (einmal dunkel und einmal normal) einlege.

Auch kriegt man die Pads nicht überall. Wenn man jedes Mal 20 km fahren muss, um Kaffee zu kaufen, dann ist das wohl auch nicht unbedingt Sinn der Sache. Bei uns im Ort ist ein „Globus“, da kriege ich wirklich alles, insofern habe ich dieses Problem nicht. Bei Wal-Mart und im Media-Markt (die verkaufen diese Maschine auch) kriegt man sie auch – sicherlich auch noch in weiteren Supermärkten. Vielleicht einfach vor dem Kauf abklären.

Die Folgekosten sind relativ hoch, aber das erwähnte ich auch schon.

Das wären die Nachteile.

Auf der anderen Seite kriegt man mit der Maschine einen wirklich sensationell schmeckenden Kaffee. Die Bedienung ist wirklich kinderleicht, und der Anschaffungspreis für die Maschine selbst ist recht gering, wenn man das Ganze mal mit „normalen“ Kaffee-Vollautomaten wie Saeco oder Jura vergleicht (das Ergebnis, sprich: der Kaffee, kann sich durchaus mit dem Produkt solcher Maschinen messen).

Die Maschine lässt sich zum Reinigen kinderleicht auseinanderbauen. Die Teile können einfach in der Spülmaschine mit gereinigt werden.

Fazit
*****

Wegen der hohen Folgekosten und des kleinen Wassertanks habe ich einen Punkt in der Bewertung abgezogen. Wer jedoch gerade nicht das nötige Kleingeld für einen „richtigen“ Kaffeeautomaten hat und trotzdem einen Super-Kaffee trinken will, der ist mit der Philips Senseo bestens bedient.

4 Bewertungen