Stronghold (PC Strategiespiel) Testbericht

Stronghold-pc-strategiespiel
ab 8,82
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2008

5 Sterne
(39)
4 Sterne
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Erfahrungsbericht von HHeizer

Stahlbeton, ein Königreich für Stahlbeton ...

Pro:

sehr kurzweilig, klasse strategiespiel

Kontra:

ein bisschen zu flach

Empfehlung:

Ja

... das dachte ich mir regelmäßig als die generische Streitmacht mal wieder meine Burgmauer eingerannt hat.

Warum dem so ist ?
Sehen wir uns doch das Spiel mal genauer an.

Gekauft habe ich diese von Green Pepper.
Preis: 6,99 EUR (unschlagbar)


Die Verpackung:

Genau wie es der Preis vermuten lässt, sehr spartanisch.
Ein Kunststoff-Hardcover für die CD, Beschreibung .. Fehlanzeige. Aber die wollte ich eh nicht, sondern lieber Burgen bauen.


Die Installation:

Professionell. Nach dem einlegen der CD erscheint das Autostart-Menue. Man wird ohen groß denken zu müssen durch das Installtionsmenue geführt. Bei mit dauerte die Installation ohne Mehrspieler ca. 5 Minuten. Sehr angenehm.

Anforderung an den PC:

Mindestanforderungen:
300 MHz, 64 MB RAM
Da mein Laptop eine höhere Performance hat, weis ich leider nicht wie das ist, an der Mindestanforderung zu spielen.


Das Intro:

Das Intro ist überaus witzig.
Man sieht einen Mann am Pranger. Durch wechselnde Darstellungen sieht man immer wieder Einblicke in sein Leben während er davon erzählt. Es geht darum, wie schön doch das Leben in der Burg war, wie angenehm, wären da nicht die Nachbaren. Blende. Man sieht wie er als Ritter auf eine Burg zu rennt und letztendlich mit heissem Pech überschüttet wird.
Sehr gelungen das ganze.

Die Menues:

kampfbasierende Spiele
-> Kampagnen
-> Belagerung
-> Invasion
wirtschaftsbasiernde Spiele
-> Kampgnen
-> Missionen
-> freies Bauen
Karteneditor
gespeicherte Spiele Laden

n. Zudem gibt es noch einen Karteneditor und ein Menue um zu gespeicherten Spielen zu kommen und diese zu laden.


kampfbasierende Spiele

Kampagnen:
Aufgabe ist es den Gegner von der Karte zufegen. Mit Zwischensequenzen wird eine durchgehende Storyline erzielt.
Die Aufgaben in den Missionen sind unterschiedlichster Natur. Von erreichen bestimmter Vorratsziele, ausrotten des Gegners bis hin zur Segnung von genügend Einwohnern.
Als Gegenspieler fungieren 4 Persönlichkeiten die mit schmückenden Beinamen versehen sind: Die Ratte, das Schwein, die Schlange und der Wolf.
Die Missionen werden nach erfolgreichem absolvieren nacheinander freigeschaltet (Kampagne eben)

Belagerung:
In diesem Bereich kann man bekannte reale Burgen verteigenen oder stürmen.
Wählt man den Menuepunkt PROFI an, kann man auch noch die Truppenstärke editieren.

Invasion:
Hierbei hat man verschiedene Aufgaben zu bewältigen wie z.B. eine Burg zu verteidigen. Der Unterschied zur Belagerung ist, das Wirtschaftsmenue ist freigeschaltet.


wirtschaftsbasiernde Spiele

Kampagnen:
Es geht darum ein fest vorgegebenes Produktionsziel in einer gewissen Zeit zu erreichen. Oft stören Banditen, Wölfe oder Gegner das ungehemmte Bauen. Der Hauptfeind jedoch ist die vorgegebene Zeit.
Leider ist keine Storyline mit eingearbeitet wie bei den kampfbasierenden Spielen.

Missionen:
Eigentlich das gleiche wie bei der Kampgange, nur daß die Missionen schon alle freigeschaltet sind.

freien Bauen:
Bauen nach Herzenslust. Keine Gegner, kein Streß, einfach nur Traumburg bauen ... gähn ;-)


Karteneditor:

Hier kann man verschiedenste Karten selbst gestalten. Da ich das aber immer sehr ermüdend finde habe ich es noch nicht ausprobiert.

Aber jetzt zum Spiel und zu den Menues:

Die Gebäude:

Die Burg:
Ausgestattet mit einem Bergfried kann man, wenn genügend Rohstoffe vorhanden sind Holzwälle oder Steinmauern, Türme, Tore, Burggräben, Zugbrücken etc. bauen. Alles was das Herz begehert.

Die Rohstofflieferanten:
Der Holzfäller liefert Holz wenn Bäume da sind.
Ein Steinbruch zusammen mit einem Ochsenjoch für die schneller LIeferung schafft brave Steine für die Burg heran.
In der Eisenmine gibt es Erz für Waffen und Rüstungen
Der Marktplatz um Handel zu treiben

Die Landwirtschaft:
Man kann Obstplantagen anlegen
Ein Viehbauer liefert Käse und Leder für die Rüstungshersteller
Hopfenanbau braucht es für die Brauerei
Getreide wird zu Brot verarbeitet.
Und der Jägerstand schafft Wildbret heran.

Die weiterverarbeitenden Betriebe:
Die Mühle wandelt Getreide zu Mehl, der Bäcker Mehl zu Brot
In der Brauerei wird aus Hopfen Bier gemacht, das dann in Schenken verteilt wird.

Die Bevölkerungsbetriebe:
Hütten braucht es um Wohnraum zur Verfügung zu stellen und so die Größe des Volkes zu erhöhen
Eine Kirche oder Kathedrale segnet die Leute und macht sie glücklicher (so kann man dann höhere Steuern eintreiben *g*)
Dann gibt es noch Verschönerungstools wie Maibaum oder Tanzbär die ebefalls die Stimmung heben.
Anschaffungen wie z.B. der Galgen lässt die Leute schneller arbeiten, allerdings wandern Sie auch schneller ab.

Die Militärbetriebe:
Ein Bogenbauer baut Bögen oder Armbrüste
Der Pikenbetrieb baut .. richtig .. Piken
Der Schmied baut Streitkolben oder Schwerter
Und der Rüstungsbauer baut Rüstungen.
Im PFerdestall werden Pferde gezüchtet um berittene EInheit zu bauen.

Zur Wirtschaft im allgemeinen:
Es ist sehr wichtig immer genügend Nahrung zu produzieren, da sonst die Bewohner schneller weg sind als einem lieb ist. Kurze Transportwege sind ebenfalls wichtig um Zeit zu sparen.
Die WIrtschaftskreisläufe sind durchdacht und sinnvoll.
Eine sehr einseitige Entwicklung der Wirtschaft kann sich schnell rächen. Wer bei der Ernährung z.B. nur auf Kühe setzt hat ein Problem wenn die Kühe von einer Seuche dahingerafft werden. Man muß schon ausgewogen vorgehen.


Die Kampfeinheiten:

Auch hier ist Ausgewogenenheit das Zauberwort für eine schlagkräftige Truppe:

Ein paar Bogen und Armbrustschützen, Pikeniere als \"billiges\" Fußvolk, unterstützt von Streitkolbenträgern und gekrönt mit berittenen Schwertkämpfern macht schon sehr was her.
Wichtig bei Belagerungen sind genügend Leiterträger und auch Katapulte können nicht schaden.

Bei der Vertreidigung sind Dornfallen und heißes Pech eine äußerst wirkungsvolle Waffe die den Gegener meist lange genug aufhält und soweit dezimiert daß die Armbrustschützen von den Türmen sie in RUhe ins Visir nehmen können.


Kommentare:

Ein absolutes Highlight in diesem Spiel.
NIcht nur die üblichen Kommentare wie man sie schon kennt (sie haben zu wenig Holz, Sire) sondern vor allem die witzigen Zwischensprüche.
Nachts um 12: Es ist schon sehr spät, Sire etc.
nötigen mit immer wieder ein Grinsen ab.


Mein Fazit:
Das Spiel ist sehr durchdacht, logisch und sehr leicht spielbar. Die Grafik und der Sound sind sehr gelungen. Das Spiel hat einen so hohen Suchtfaktor daß ich nach dem Kauf bis 3 Uhr morgens spielte und der nächste Arbeitstag eine Qual war.

Vor allem das Burgen bauen macht richtig laune. Es gibt kaum etwas schöneres wenn man sieht wie ein Gewirr aus Fallen den Gegener kaum bis an die Mauern kommen lässt.
EIn wirklich hervorragendes Spiel.

Die Kritikpunkte:

Das größte Problem ist die unübersichtlichkeit beim Kampf.
Greife ich mit einer Einheit an verliere ich oft die anderen aus dem Blickfeld was meist zur Folge hat daß diese vom Gegner bereits bearbeitet werden.
Was ebenfalls nervt ist das man aufgrund seines Blickwinkels nicht einfach weiterbauen kann sondern immer wieder die KArte drehen muß um eine Burgmauer fertig zu bekommen.


Mein Fazit:

Eines der großen Spiele an dem ich sicherlich lange Freude haben werde. Das Spiel macht richtig Lust auf Stronghold 2.
Ich kann es jedem der z.B. gerne Age of Empires, Siedler oder Vikings gepsielt hat nur wärmstens empfehlen.
Die Kritikpunkte sind zwar da, aber ein perfektes Spiel habe ich bis dato noch nicht gefunden.
Für den Preis den ich bezahlt habe war es wirklich ein Superkauf.


(Es gibt noch mehr Kleinigkeiten bei diesem Spiel die ich aber unmöglich beschreiben kann. Der Bericht wäre dann doppelt so lange und außerdem soll ja beim spielen auch noch ne Überraschung dabei sein.)

Offizielle Homepage: www.stronghold.de

26 Bewertungen, 1 Kommentar

  • anonym

    05.07.2005, 16:04 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    erster bericht. liebe grüße tammy