Stronghold (PC Strategiespiel) Testbericht

Stronghold-pc-strategiespiel
ab 8,82
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5 Sterne
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Erfahrungsbericht von canis_lupus

sehr realistisch

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Heute möchte ich euch mal was über Stronghold erzählen - Also: Stronghold ist ein Strategiespiel, welches im Mittelalter spielt. Man selbst ist ein Burgherr, bei dessen Tod man verliert. In verschiedenen Missionen erobert man langsam ganz Deutschland von den niederträchtigen Fürsten \"Die Ratte\", \"Das Schwein\", \"Die Schlange\", und \"Der Wolf\" zurück. Es ist ein wirklich sehr realistisches, faszinierendes Spiel und in vielerlei Hinsicht etwas besonderes und außergewöhnliches. Wichtig ist erstmal, dass man am Anfang einen Bergfried bauen muss, in dem man die Steuern regulieren kann und an den das Vorratslager angeschlossen ist, was man ohne Unkosten beliebig erweitern kann. Auch muss man am Anfang einen Kornspeicher bauen, in die die Nahrung gebracht wird. In der rechten unteren Ecke ist ein Buch, welches Bevölkerung, Geld und Beliebtheit anzeigt. Dies Beliebtheit zeugt meiner Meinung nach von sehr hoher Kreativität, da man auf sie auch in vielerlei Weise einwirken kann. Der höchste Beliebtheitswert ist 100. Wenn die Beliebtheit unter 50 sinkt verlassen die Leute die Burg.Die normalen Leute kann man übrigens nicht steuern, sie erscheinen, je nach der Anzahl der Häuser beim Bergfried und werden beim Bau eines Arbeitsplatzes automatisch angestellt. Das, finde ich, nimmt einem viel Arbeit ab, ist aber auch nicht immer das gelbe vom Ei. Die Soldaten verlassen die Burg nie. Hauptsächlich benutzt man Steuern und Nahrung, um auf die Beliebtheit einzuwirken. Man kann grausame Steuern verlangen, aber z.B. auch hohe, moderate, niedrige oder gar keine. Man kann sogar Spenden austeilen, was sehr praktisch ist, wenn man viel Geld, aber wenig Nahrung hat. Dies kann man so ausbalancieren, was ich sehr gut finde. Bei der Nahrung kann man doppelte, Extra-, normale, halbe oder gar keine Rationen geben. Auch verschiedene vorhandene Nahrungsarten verschaffen ein Beliebtheits-Plus. Alles, was für einen selbst positiv ist, wirkt sich somit negativ auf die Beliebtheit aus. Auch Wolfsalarm, Feuer, Pest, Banditen und andere Sachen wirken sich negativ, Jahrmärkte, Barden, Schenken, Priester usw. positiv auf die Beliebtheit aus. Man kann auch abschreckende Dinge, wie Galgen oder Pranger errichten, was zwar die Arbeitsproduktivität der Leute erhöht, aber dummer Weise die Beliebtheit senkt. Das Gegenstück dazu sind Kreuze und Gärten. Sie haben die umgekehrte Wirkung. Soviel zur Beliebtheit - ein wichtiger und bemerkenwert vielseitiger Bestandteil des Spiels. Es gibt übrigens auch Plagen, wie Hasen, Rinderwahnsinn, Hopfenkäfer und ähnliches, die auf die Beliebtheit zwar keinen Einfluss haben, aber trotzdem nervig und gefährlich sind. Von diesen ist die Hasenplage die einzige, die man bekämpfen kann. Zum Beispiel werden Hasen von Jägerhunden und Militäreinheiten umgebracht, von Bären und Wölfen \"gefressen, von Betrunkenen mit dem Bierglas erschlagen oder auch von Pechgräben verbrannt. Was die Häuser angeht, so ist die Vielfalt noch gößer: es gibt Mühlen, Obstfarmen, Bäckereien, Waffenkammern, Gerbereien, Brunnen, Kathedralen, Steinbrüche, Pechgruben und vieles mehr. Diese sind unterteilt in Burggebäude, Nahrungserzeugende Gebäude, Waffenwerkstätten, Rohstofflieferer und so. Mir persönlich gefällt sehr gut, dass man in die Häuser, in den gearbeitet wird hineinsehen und den Handwerkern über die Schulter gucken kann. Da steckt die Liebe im Detail. Die Arbeiter laufen immer zu den Rohstoffen, nehmen sie mit in ihre Werkstatt und bringen ihn nach der Bearbeitung ins entsprechende Lager. Auch die Landschaften sin sehr schön gestaltet: es gibt Tiere, Flüsse, Bäume und Berge. Es gibt auch Wölfe, die Hirsche angreifen. Ein sehr ausgeklügelter Teil ist vor allem das Militärwesen.Bei den Burganlagen sind auch Mörderlöcher, Pechgräben, die man anzünden kann, Hundekäfige, Zugbrücken und derartige Dinge dabei. Die Tore schließen sich automatisch, wenn der Feind anrückt und öffnen sich, wenn er weg ist. Man kann seinen Leuten befehlen, Burggräben auszuheben oder den des Gegners zuzuschütten. Es gibt eine Vielzahl an Einheiten, wie Bogenschützen, Armbrustschützen, Pikeniere, Keulenschwinger, Lanzenträger, Ritter und Schwertkämpfer, die alle unterschiedliche Waffen und Rüstungen tragen und unterschiedliche Fähigkeiten und Einsatzmöglichkeiten besitzen. Eifach umwerfend! In speziellen Gilden kann man auch Baumeister zum Bau von Belagerungswaffen oder auch Tunnelgräber anwerben, welche gegnerische Mauern untergraben und einstürzen lassen. Es gibt versch. Türme, Treppen, Holz- und Steinwälle. Baumeister können auch heißes Pech auf die Angreifer herab schütten und alles in Brand setzen.
Nun, im Grunde ist das Spiel viel zu umfangreich, als dass ich jedes Detail aufschreiben könnte aber ich hoffe ich konnte euch einen guten Einblick gewähren. Ich finde das Spiel sehr gut, vor allem wegen der Realitätsnähe und der vielen Möglichkeiten. ( Es gibt natürlich auch einen Karteneditor und andere Werkzeuge, zudem kann man Bekannte Festungen verteidigen.) Ich kann das Spiel nur jedem Freund von solchen Spielen wärmstens empfehlen und eventuell können sich auch andere dafür begeistern. Auch Langzeitspass ist durchaus gegeben, da man vieles noch erforschen muss. Das Spiel läuft übrigens ohne
CD ROM.

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