Stronghold (PC Strategiespiel) Testbericht

Stronghold-pc-strategiespiel
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Erfahrungsbericht von killererdnuss

Strategie Im Mittelalter

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Heute will ich euch mal etwas über das Strategiespiel Stronghold erzählen. Stronghold wurde von den Firefly (Feuerfliege) Studios, welche mir bis dato völlig unbekannt waren, entwickelt.
Stronghold hat einige parallelen zu Age of Empires 2 nur das man bei Stronghold im Laufe des Spieles keine verschiedenen Entwicklungsstufen durchschreitet. Bei Stronghold geht es im Prinzip darum in möglichst kurzer Zeit eine möglichst gut zu verteidigende Burg zu errichten, wobei man aber auch darauf achten sollte, das man immer genug Essen im Vorratslager hat, sonst helfen auch die schönsten Mauern nichts, wenn die Einwohner die Burg verlassen. Bei Stronghold kann man zwischen 2 Kampagnen wählen, einmal die Kampforientierte oder aber die Handelskampagne.
Die Handelskampagne baut, wie der Name schon sagt, auf purem Handel auf, hierbei kommt es vor allem auf Wirtschaftliches Geschick und Geduld an, denn hier Variieren die Aufträge zwischen Erwirtschafte so und so viel davon oder Erbaue das und das. Die Handelskampagne ist als Vorbereitung für die Kriegskampagne gedacht, oder aber für die Leute gedacht die keine Lust auf Krieg und Kampf haben sondern sich eher ein idyllisches kleines „Bürgchen“ aufbauen wollen.
Bei der Kriegskampagne fängt man erst ganz langsam damit an, in einem neutralem Gebiet ein kleines Dorf zu errichten und die ersten Angriffe abzuwehren, welche aber „nur“ aus Wolfsrudeln bestehen. Das recht friedliche Leben geht solange gut bis man auf „De Puce“ oder auch „Die Ratte“ trifft. Die Ratte ist sozusagen ein Aufbaugegner, hier übt man sich das erste mal im Aufbau der „perfekten“ Burg, während man hin und wieder kleinere Angriffe abwehrt, doch man hat nur eine bestimmte Zeit zu Verfügung denn nach einiger Zeit kommt der Finale Angriff der Mission, auf den man gut Vorbereitet sein sollte, denn sonst kann das sehr übel Enden. Nachdem man Die Ratte erledigt hat folgt die Schlange die schon ein wenig anspruchsvoller ist. Auch die Schlange kann trotz der Hilfe seiner Kumpanen des Wolfes und des Schweins unseren Angriffen nicht allzu lange standhalten und so windet sie sich schließlich vor unseren Füßen im Staub. Nach der Ratte folgt das Schwein, schon ein erheblich stärkerer Gegner, welcher große Gegnermassen auffährt und den man nicht mal so eben besiegen kann. Das Schwein ist, obwohl es schon teilweise recht schwer ist, noch nicht die Krönung, wenn man es nämlich endlich besiegt hat folgt der Wolf. Der Wolf, ist ein sehr anspruchsvoller Gegner den man in der letzten Mission, dem Sturm seiner Burg mit einem Großangriff mit einer begrenzten Anzahl Soldaten besiegen muss eine sehr harte Nuss an der ich jedenfalls sehr lange zu knacken hatte, alleine für diese letzte Mission brauchte ich 7-8 Anläufe auf der einfachsten Stufe, das kann wohl auch daran liegen das ich eher ein Freund von langem Aufbauen einer riesigen Armee und darauf folgenden stupiden Massenangriffen bin.....
Für die Kriegskampagne kann man pro Mission gute 20 min einplanen, wer eher auf Abwehr baut, braucht halt etwas länger, was sich dann bei den 20 Missionen auf 400 min beläuft, also knapp über 6 Stunden reiner Spielzeit, aber nur wenn man jede Mission auf Anhieb schafft was wohl kaum zu schaffen ist. Ich habe für die gesamte Kriegskampagne gute 10-11 Stunden gebraucht, ja ich weiß bin nicht der schnellste und habe öfters Missionen neu anfangen müssen, aber ich bin wenigsten gründlich vorgegangen.
Der Schwierigkeitsgrad ist nnicht allzu hoch, man kann es auch auf den höheren Schwierigkeitsgraden (mit ein bisschen Übung)schaffen. Der Schwierigkeitsgrad steigt von Mission zu Mission leicht an.

Grafik:
Die Grafik ist keine 3D Grafik, was meiner Meinung nach sehr gut ist. Die Landschaft wirkt durch die sich bewegenden Bäume, den fließenden Flüssen und der animierten Tierwelt sehr lebendig, wozu aber auch die Bewegungen der Soldaten etwas beisteuern (Wenn der Gegner besiegt ist führen sie einen Kollegialen Freudentanz auf, man muss nur genau hinsehen). Die Gebäude sind sehr schön gezeichnet, und sehen nicht Steril aus, ganz im Gegenteil, Die Dächer sind nicht immer ganz gerade, und das Fachwerk ist nicht ganz perfekt, doch das ist grade das schöne an dem Spiel, es sieht halt nicht alles ganz perfekt aus. Schade finde ich es, dass sich die Karte nicht drehen lässt, das ist besonders schlimm da man so teilweise keine Zinnenmauer mehr an den normalen Wall setzen kann was bei Angriffen durchaus praktisch wäre. Auch wäre es sehr gut wenn die Bäume transparent werden würden wenn eine Einheit, sei es Freund oder Feind durch einen Wald marschiert (man denke an AoE 2), denn man kann sie dort nicht sehen. Trotz dieser kleinen Schmankerl ist die Grafik sehr gelungen und ich finde man kann sie sich besser angucken als die von einige 3D Strategiespielen, da die bewährte 2D Grafik einiges übersichtiger ist.
Die Zwischensequenzen sind ein kleines Thema für sich:
Die Zwischensequenzen sind eigentlich sehr gut gelungen, die Sprecher sind auch gut ausgewählt, nur mich hat eins gestört, das Schwein. Das Schwein ist viel zu übertrieben dargestellt. Es grunzt und Schmatzt fast nach jedem Wort, das ist nicht mehr lustig sondern ekelhaft.

Sound:
Der Sound ist sehr gut, die Sprecher sind sehr gut gewählt und hören sich sehr passend an, auch die Musik geht einem nicht wie bei den meisten anderen Spielen nach einiger zeit auf die Nerven, sondern sie ist so dezent gehalten das sie später kaum noch auffällt.

Einheiten:
Bei Stronghold hat man am Anfang nur die Wahl zwischen Bogenschützen und Lanzenträgern, beide haben auch im späteren Spielverlauf noch ihre Reize (Der Bogenschütze ist billig und der Lanzenträger kann an die Mauer gelegte Leitern umwerfen).
Zu diesen beiden Grundeinheiten kommen später noch die langsameren aber stärkeren Armbrustschützen und Schwertkämpfer hinzu wobei die Schwertkämpfer eigentlich mit Keulen um sich schlagen.
Wenn auch die Schwerkämpfer mit den Lederrüstungen Ausrangiert werden treten die mit Eisenrüstungen Gepanzerten Kämpfer auf, die haben den Vorteil das diese wiederum mehr Schaden anrichten und mehr Aushalten, man begegnet ihnen das erste mal bei der ersten Begegnung mit dem Wolf.
Zu den normalen Kämpfenden Einheiten kommen noch die Belagerungswaffen und die Ballisten hinzu. Die Ballisten (übergroße Armbrüste) müssen von zwei Einheiten bedient werden und können auf einem großen Turm aufgestellt werden. Diese Ballisten richten sehr viel Schaden an können aber wenig einstecken. Das gleiche gilt eigentlich für die Typischen Belagerungswaffen wie das Katapult, großer Schaden aber mickrige Verteidigung, diese Waffen treten erst ab dem ende des zweitem Drittels des Spieles auf.
Die Leiterträger sind eigentlich die einzigsten Kriegseinheiten die keinen direkten Schaden anrichten, sie sorgen mit ihren Leitern nur dafür, dass andere Einheiten auf dem schnellsten Wege auf die Mauern der feindlichen Burg kommen. Wer aber mit den Leiterträgern nie bis zu Burgmauer rankommt, der kann sich der Tunnelgräber bedienen. Die untergraben die Fundamente der Mauern und bringen diese so schnell und effektiv zum Einsturz.

Gebäude:
Es gibt die typischen Gebäude wie die Waffenschmieden, nur das man hier, nicht wie bei AoE 2, sofort die fertigen Soldaten Ausbilden kann sondern man muss erst eine Waffe für jeden einzelnen Soldaten herstellen, diese wird dann zu einem Lager gebracht und dann kann man in den Soldatenunterkünften Soldaten rekrutieren, aber auch nur wenn genug Bauern vorhanden sind.
Um die Bewohner der Burg bei Laune zu halten reicht nicht nur eine Getreidefarm, wenn das Getreide angebaut wird braucht man erst noch eine Mühle und eine Bäckerei um es zu essbarem Brot zu verwandeln, wobei hier für eine Farm, eine Mühle aber mindestens 3 Bäckereien gebaut werden müssen, sonst quillt irgendwann das Lager vor Mehl über. Dann gibt es noch die üblichen Mauern, Tore und Türme dessen Funktion sich ja von selber erklären. Auch will ich jetzt nicht jedes Gebäude einzeln nennen und erklären, dann säße ich noch in 3 Wochen am PC und würde schreiben.

Fazit:
Stronghold ist ein Spiel für alle die, die sowohl AoE 2 als auch anno 1602 /1503 gut finden, denn es hat von beiden Spielen etwas übernommen und ist trotzdem ganz neu. Für jeden ein muss der Spaß an Strategie im Mittelalter hat.

Danke fürs Aushalten und Bewerten
(fast 1300 Wörter)

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