Stronghold (PC Strategiespiel) Testbericht

Stronghold-pc-strategiespiel
ab 8,82
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Erfahrungsbericht von addictedtobass

Stronghold: 1 a Spiel

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo Leser, meinen ersten Bericht schreibe ich über das klasse Spiel Stronghold.

Angoboten wird das Spiel von Take2 (www.stronghold.de). Mit 40€ ist das Spiel in normaler Preislage.
Um es zu spielen braucht man mindestens 300Mhz, 64 MB Ram und 750Mb auf der Festplatte.
Aber nun zum Spiel

Stronghold ist ein Spiel ähnlich Age of Empire. Allerdings werden hier nicht verschiedene Epochen durchlaufen, denn das Spiel spielt zeitlich im Mittelalter. Kurzgesagt versucht man sich als Burgherr und erobert in verschiedenen Missionen das ganze Land. Mir macht es einfach viel Spaß prächtige Burgen zu erbauen, sie zu verteitigen oder gegnerische Burgen zu erobern.
3 Schwierigkeitsstufen stehen zur Wahl, das Spiel ist im Anfängermodus nicht zu schwierig und bietet somit auch Strategieeinsteigern viel Spielspaß.

Ein gedrucktes Handbuch liegt dem Spiel bei, das allerdings nicht unbedingt gebraucht wird, da die Missionen sich langsam steigern. So muß man z.B. in der 1. Mission nur 20 Nahrungseinheiten und Holzeinheiten sammeln, in der 2. muß eine Holzfestung erbaut werden usw. So werden die Zusammenhänge schnell klar und es wird nicht unübersichtlich.

Das Wirschaftssystem:

Um Nahrung zu beschaffen, Häuser zu erschaffen, Burgen zu bauen, Sodaten auszubilden ist eine funktionierende Produktionskette unumgänglich. Zum Glück ist es aber nicht allzu schwierig. Am Anfang sucht man sich auf der Karte einen geeigneten Ort wo man seine Burg gerne aufbauen möchte. Ressourcen wie Holz, Steine (oder später Metalle) sollten natürlich in der Nähe sein. Aber auch Flüsse oder Berge können gute Deckung bieten. Dann errichtet man ein Lager für die Nahrungsvorräte. Die Bevölkerung kann leicht durch den Bau von zusätzlichen Wohnhäusern erhöht werden. Untätige Personen, nehmen sofort ihre Arbeit auf, sobald ein neues Gebäude errichtet wurde. So braucht man sich nicht weiter darum zu kümmern, selbst wenn z.B. ein Holzfäller von einem Wolf angefallen wird, wird dieser durch eine freie Person automatisch ersetzt. Das gefällt mir sehr gut, denn man soll ja schliesslich genug Zeit für seine Burg haben ;-).
Hier mal ein kleiner Überblick über die Möglichkeiten:

Für alle Gegenstände die produziert werden, benötigt man ausreichend grosse Lagermöglichkeiten:
Holz, Steine, Erz, Weizen, Mehl usw. werden auf dem Lagerplatz gesammelt, Nahrung wie Fleisch, Käse, Brot usw. im Lagerhaus, Waffen werden im Waffenlager gelagert. Es ist immer zu empfehlen, genügend Platz um die einzelnen Lagerstätten zu lassen, damit sie später weiter ausgebaut werden können.
Die Wirtschaftskette ist ziemlich einfach gestaltet und läuft weitgehend automatisch, solange natürlich genug Arbeiter, bzw. Lagermöglichkeiten vorhanden sind. Um z.B. Brot zu produzieren benötigt man eine Weizenfarm, eine Mühle und einen (besser natürlich mehrere) Bäcker. Waffen werden in verschiedenen Werkstätten hergestellt, im Ausbildungszentrum können die nicht beschäftigten Arbeiter zum Soldaten ausgebildet werden. Die dementsprechenden Waffen bzw. Rüstungen, natürlich auch Gold müssen vorhanden sein.
Gold kann man entweder durch Verkäufe auf dem Marktplatz erhalten, oder durch Erhöhung der Steuern, eine Steuererhöhung wirkt sich natürlich negativ auf die Zufriedenheit der Burgbewohner aus, Abhilfe schafft man dadurch, indem z.B. die Essensrationen erhöht werden. Sollten einem trotz allem mal wichtige Ressourcen ausgehen, ist es möglich sich diese auf dem Marktplatz zu beschaffen (gegen Bares natürlich).
Viel Spaß macht es natürlich seine Burg zu planen, wo plaziert man Burgtürme? Sollte man Wassergräben anlegen? Wo benötige ich Eingänge? Aber auch an Treppen muss gedacht werden, ansonsten habt ihr zwar schöne Verteidigungstürme, aber kein Soldat kann den Turm ersteigen. Sollten die Steinvorräte ausgehen, kann mit Holz ein Palisadenzaun errichtet werden.

Das Kriegssystem ist auch sehr umfangreich, so stehen einem verschiedenste Einheiten zur Verfügung, wie z.B. Bogenschützen, Speerkämpfer, Armbrustschützen, Keulenschwinger, Ritter, Ritter auf Pferden usw. Zur Belagerung von Burgen oder Verteidigung stehen auch unterschiedliche Geräte zur Verfügung wie Belagerungstürme, Schutzschilder, Leiterträger, Katapulte (die entweder Steine oder Rinder ;-) als Munition verwenden können), Rammböcke, besonders nett finde ich auch die Tunnelgräber die auch massivste Türme zum Einsturz bringen, Speerkämpfer können übrigens auch Wassergräben zuschaufeln. Aber auch an die Verteidigung wird gedacht, Fallen können gelegt werden, ausgelegte Ölteppiche können in Brand gesteckt werden oder man lässt kochendheisses Pech regnen ;-) Ja, bei diesem Spiel fühle ich mich wirklich in das Mittelalter zurückversetzt.
Die einzelnen Einheiten formatieren sich übrigens selbstständig. Die Einheiten können defensiv oder agressiv agieren, oder einfach nur festgelegte Strecken ablaufen.
Aber nicht nur die Gegner machen einem das Leben schwer, auch Wölfe oder Bären sollten erlegt werden, bevor sie die Arbeiter angreifen. Auch Hasen können schnell die Felder leer fressen und sollten somit ebenfalls gejagd werden.

Die Missionen sind abwechslungsreich, natürlich können via Multiplayermodus auch Gefechte auf der LAN-Party oder im Internet ausgetragen werden. (Bis zu 8 Spieler) Es gibt aber nicht sehr viele Multiplayerkarten. Dank des mitgelieferten Editors können aber eigene Karten erstellt werden.
Die Grafik ist nett gezeichnet. Der Sound ist klasse und passt zum Spiel, die Story wird schön erzählt, die Bestätigungskommentare der Einheiten sind aber immer gleich und gehen mir mit der Zeit aber schon auf dem Wecker.

Steuerung

Die Steuerung ist schnell erlernt, eigentlich benötigt man nur die Maus, einzelne Befehle lassen sich aber auch über die Tastatur abrufen.

Fazit

Stronghold hat mich sofort begeistert, da ich sowieso Aufbauspielchen liebe. Besonders schön finde ich das das Wirtschaftssystem quasi nebenbei läuft und man sich so viel besser auf den Angriff bzw. auf die Verteidigung konzentrieren kann. Sollte mal die Produktion stocken, weil die Lager voll sind, wird man sofort darauf hingewiesen. Stronghold zieht einen einfach schnell in seinen Bann. Da die Steuerung schnell gelernt ist und der Preis auch nicht zu hoch ist gebe ich diesem Spiel 5 Punkte.

Gruß addictedtobass

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