Stronghold (PC Strategiespiel) Testbericht

Stronghold-pc-strategiespiel
ab 8,82
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Erfahrungsbericht von schalkman

Burgen aufbauen und wieder niederhauen!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

1. Entwickler
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Die Entwickler von "Stronghold" sind die noch recht unbekannten "Firefly Studios". Das Spiel wird zum Preis von ca. 80.- DM von Take 2 vermarktet.

2. Vorraussetzungen
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Mindestvorraussetzungen:

300 MHz Prozessor
64 MB Ram
680 MB HDD

Empfohlen:

700 MHz Prozessor
128 MB Ram
680 MB HDD

3. Spielidee
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"Stronghold" lässt sich keinem Genre richtig zuordnen. Es ist ein Mix auf konventioneller (Kampf-)Echtzeitstrategie, wie Command & Conquer, und Aufbaustrategie, wie Siedler oder Anno 1602. Ich würde "Stronghold" ein aufbauorientiertes Echtzeitstrategiespiel nennen. Doch worum gehts überhaupt?
"Stronghold" spielt im mittelalterlichen England, hier müssen sie sich als Burgherr bewehren und eine Burg bauen, die den anstürmenden Massen von Gegnern standhalten muss. Eher selten dürfen sie die defensive Verteidigerrolle abgeben und selbst eine Burg des Computergegners angreifen.
Dabei müssen sie sich nicht nur um den Kampf, sondern auch um Versorgungssysteme für ihre Soldaten kümmern (die wollen schließlich auch was essen). Deshalb müssen sie parallel zum militärischen Verteidigungsanlagenaufbau eine zivile Versorgungsindustrie aufbauen.

4. Story
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Vier Feldherren treten gegen sie an: Der Wolf, das Schwein, die Schlange und die Ratte (die heißen wirklich so unnd sehen auch noch in etwa so aus!). Naja, richtig ausgearbeitet ist die Story leider nicht richtig, aber trotzdem noch recht brauchbar!

5. Gameplay
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Wie in Punkt 3 bereits geschildert gehts in "Stronghold" um Burgenbau. Das ganze Spiel umschließt 28 Missionen, die sich wiederum verschiedenen Kampagnen zuordnen lassen. Beispielsweise die Wirtschaftskampagne, in der es wirklich nur à la Anno 1602 um friedliches Aufbauen, diese Kampagne ist aber totlangweilig.
Das Aufbauen bei Stronghold macht nicht wegen der nicht vorhandenen Angreifer keine Laune, sondern wegen dem einfältigen Volk: Es reicht wenn sie genügend Nahrungsmittel heranschaffen und die können auch von einer Sorte sein. So gibt sich das Volk schon mit einer Grundversorgung, die nur aus Käse besteht zufrieden. Irgendwo fehlt dann der Anreiz, wie bei Anno 1602, verschiedene Warenkreisläufe aufzubauen, um das Volk zufriedenzustellen. Auch hier also ein Minuspunkt.
In der ersten Urversion des Games war die Angreifer KI so erbärmlich, dass man es fast nicht ertragen konnte, doch dank eines einfachen Patches lies sich dieses Problem beheben und der Computergegner beherrscht nun alle taktischen Feinheiten: Von Zangenangriff bis zum geschickten Täuschungsmanöver ist wirklich alles drin in und um Stronghold! Ein wirklich dickes Lob für die Programmierer kann man aber nicht geben, denn immer noch laufen die Angreifer immer wieder in die gleichen Fallen, was manchmal wirklich Schade und absolut reizlos ist.
Nichtsdestotrotz ist besonders in den ersten Spielminuten die Herausforderung groß: Ihre Burg ist zum Spielanfang noch nicht ausgebaut und sie müssen sich nur mit einer Hand voll Bogenschützen, Hellebardieren und Schwertkämpfern den gegnerischen Massen erwehren. Da kommt Stimmung auf.
Neben den durchschnittlich sehr langweiligen Missionen gibt es noch vereinzelt Spezialmissionen, wie beispielsweise, dass die Burg standhalten muss, bis sie 6000 Goldstücke erwirtschaftet haben oder eine der wenigen Offensivmissionen: Sie müssen sich mit Tunnelgräbern in eine gegnerische Burg schleichen und die Tore von innen öffnen. Doch leider sind diese innovativen Missionen viel zu selten.

6. Grafik
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Die Grafik ist im großen und ganzen recht gut, wenn auch nur 2D, was das ganze doch recht übersichtlich hält. Leider vermisst man oft die Detailverliebtheit an einigen Landschaftsobjekten und die Männchen sind viel zu plump gestaltet.

7. Sound
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Auch der Sound ist in Ordnung. Hintergrundmusik, Soundeffekte und Stimmvertonung fallen weder besonders positiv, noch besonders negativ ins Gewicht, durchschnitt eben.

8. Steuerung
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Die Steuerung ist wie in den meisten Spielen dieser Art vollkommen selbsterklärend. Man benötigt ausschließlich die Maus.

9. Fazit
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"Stronghold" ist trotz Schwächen in Sachen Missionsdesign und Wirtschaftssystem ein ganz brauchbares Game.
Wobei ich sagen muss, dass ich als eher Aufbauorientierter mich mit den Kriegsszenarien nicht anfreunden konnte (man muss sich viel zu sehr verteidigen) und der Wirtschaftskreislauf mir einfach zu plump war. Für Aufbaustrategen bleiben weiterhin die Wiggles (siehe auch mein Bericht dazu) erste Wahl (zumindest bis Weihnachten).
Den echten Kämpfern dürfte das Spiel auch nicht gefallen, denn für sie ist der Aufbaupart einfach nervig! Wenigtens hält die veresserte KI für solche Leute einige Nettigkeiten bereit.
"Stronghold" ist zwar kein schlechtes Spiel, doch eine echte Fangemeinde wird es niemals besitzen können, da es sich nicht wirklich entscheiden kann, ob es Aufbau.- oder Echtzeitstrategie ist.

15 Bewertungen, 1 Kommentar

  • NB112

    25.02.2002, 15:29 Uhr von NB112
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klingt interessant und vielversprechend... Gruß Norbert