Grand Theft Auto: San Andreas (PS2 Spiel) Testbericht

ab 11,47
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Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  gut
  • Sound:  sehr gut
  • Bedienung:  sehr einfach
  • Wird langweilig:  nie
  • Suchtfaktor:  sehr hoch
  • Spielanleitung:  gut

Erfahrungsbericht von Magickatrin

Magic taucht ab ins Gangstermilieu

Pro:

die enorme Größe der Spielwelt, die Atmosphäre, die Abwechslung, die Spieldauer...

Kontra:

Grafik stellt einen kleinen Kritikpunkt dar, ebenso das Speichersystem

Empfehlung:

Ja

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Story:
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Im neuesten Teil der GTA - Reihe schlüpft der Spieler in die Rolle von Carl Johnson, der im weitern Spielverlauf kurz und bündig CJ genannt wird. Und gleich zu Beginn werden alte Erinnerungen wach, denn wie man erfährt kehrt CJ nach einem längeren Aufenthalt in Liberty City (wo ja bekanntlich GTA III spielte) in seine eigentliche Heimatstadt Los Santos zurück, der er vor ein paar Jahren den Rücken kehrte. Doch nun wurde seine Mutter ermordet und er muss sich Dingen wie Bandenkriegen, Drogenhandel, korrupten Polizisten und dem ganzen Schlammassel aus dem er einst flüchtete erneut stellen.

Bereits die Ankunft in seiner alten Heimatstadt verläuft alles andere als erfreulich, denn nur wenige Minuten da und schon hat es die Polizei auf ihn abgesehen und die hängen ihm zu allen Überfluss auch noch einen Mord an. Der Rest seiner Familie und ehemalige Gangmitglieder empfangen ihn auch nicht gerade mit offenen Armen und überhaupt, es hat sich einiges verändert seit er damals weggegangen ist. Die alte Gang ist auch nicht mehr das was sie einst war und irgednwie scheinen es alle übel genommen zu haben das CJ damals aus der Stadt verschwand und Freunde und Familie im Stich lies. Doch nun ist er zurück...

Zunächst einmal gilt es sich Respekt zu verschaffen, doch das ist leider gar nicht so einfach und muss mühsam erarbeitet werden und natürlich soll auch die Gang wieder zu alter Stärke verholfen werden. Mit jedem Auftrag der erfolgreich abgeschlossen wird steigt ganz allmählich CJ`s Ansehen und mit der Zeit laufen auch die Geschäfte ganz gut und es geht finanziell bergauf. Doch dann gibt es ein paar dramatische Vorkommnisse und CJ muss Hals über Kopf Los Santos verlassen. Er begibt sich nach San Fierro und damit beginnt dann sozusagen das nächste Kapitel in der Geschichte.

Was die Story und überhaupt das gesamte Umfeld von GTA San Andreas betrifft, so war ich doch sehr skeptisch, schon als ich die ersten Details davon mitbekam, wobei Rockstar ja wirklich mehr als zurückhaltend war mit Informationen zum Spiel. Und ich muss ehrlich sagen das meine Bedenken zwar nicht unbegründet waren, aber irgendwie passt im Spiel doch alles so gut zusammen das die Story absolut fesselnd ist und je länger man spielt umsehr Spaß macht es einfach. Überhaupt wird die Handlung diesmal viel zusammenhängender erzählt, bei Vice City war die ja mitunter etwas bruchstückhaft. Missionen und Zwischensequenzen ergänzen sich nun bei San Andreas sehr viel besser. Spannend wird es auch durch plötzliche Wendungen in der Handlung, so werden beispielsweise Verräter in den eigenen Reihen enttarnt und es gibt ein Wiedersehen mit einem ganz speziellen Charakter aus einem früheren GTA - Teil. Die Zwischensequenzen sind zudem äußerst gut gemacht, zwar nur in mehr oder weniger bescheidener Optik, aber einfach genial in Szene gesetzt. Auch den Charakteren wurde diesmal sehr viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt, was sich ebenfalls positiv auf die gesamte Story auswirkt.

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Grafik:
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GTA 3 und GTA Vice City habe ich am PC gespielt, damals hatte ich noch keine PS2, einen direkten Vergleich zu den Vorgängern kann ich daher nur bedingt ziehen. Jedoch gab es da schon ein paar kleinere Kritikpunkte, trotz stimmungsvollen und gelungenen Gesamtbildes. Was mich bei den GTA - Spielen immer etwas gestört hat waren die sehr kantig wirkenden Charaktermodelle und mitunter etwas verwaschen wirkende Texturen, auch der Detailgrad verschiedener Gegenstände war relativ niedrig. Hinzu kamen unschöne Pop-Up`s.

Meine persönliche GTA - Premiere auf der PS2 konnte mich beim Punkt Optik leider auch nicht ganz zufrieden stellen. Positiv ist in jedem Fall das sämtliche Charaktere nun offensichtlich ein paar Polygone mehr spendiert bekommen haben, denn sie wirken jetzt detaillierter und auch nicht mehr ganz so extrem kantig. Verglichen mit anderen aktuellen Spielen sind sie trotzdem nicht sonderlich schön ausgefallen, aber man muss auch sagen sie passen einfach sehr gut in den Grafikstil insgesamt hinein, realistisch und beinahe lebensecht müssen sie da nicht wirken. Was Texturen und Detailgrad von Gegenständen, Umgebung und Fahrzeugen angelangt, so würde ich sagen das sich hier nicht viel verändert hat seit Vice City. Als Ganzes betrachtet sind die Städte einfach toll anzuschauen und bieten wie man das schon von den Vorgängern gewohnt ist sehr viel Anwechslung, denn jede Stadt hat ihr ganz eigenes Flair und es gibt den Wechsel der Tageszeiten, verbunden mit traumhaften Sonnenaufgängen bzw. Sonnenuntergängen, ebenso sind auch Wettereffekte vorhanden. Und das ist irgendwie auch das faszinierende an der GTA - Serie, denn damit wird eine unglaublich geniale Atmosphäre geschaffen. Das Objekte nicht sonderlich detailliert aussehen fällt daher auch erst bei genaueren Hinsehen auf.

Was ich aber als wirklich unschön empfunden habe ist das teilweise doch heftige Kantenflimmern. Ansonsten läuft das Spielgeschehen in der Regel flüssig, kleine Ruckler treten gelegentlich, kurze Aussetzer gibt es zwar auch, aber die sind äußerst selten nach meinen Erfahrungen und treten meist nur auf wenn Wettereffekte (Regen) hinzukommen. Pop-Up`s muss man nach wie vor in Kauf nehmen, aber das Ganze ist noch akzeptabel Unübersehbar sind jedoch einige Grafikfehler. Positiv ist in jedem Fall das es kaum Ladepausen gibt, eigentlich nur wenn man ein Gebäude betritt oder verlässt. Und wenn man bedenkt wie groß doch die einzelnen Städte ausgefallen sind, dann ist das schon beachtlich.

Hervorragend gelungen ist auch die abwechslungsreiche Gestaltung der gesamten Spielewelt, jede der 3 großen Städte strahlt ein unterschiedliches Flair aus, wobei einzelne Gebiete einer Stadt jeweils noch mal sehr kontrastreich und von vielen Gegensätzen geprägt sind. Hinzu kommen mehre Dörfer und eine rießige Landschaft die ganz San Andreas miteinander verbindet.

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Sound:
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Der Sound ist bei GTA natürlich ein ganz wichtiges Thema, speziell die Radiosender. Nun bin ich ja wahrlich kein Freund von Hip Hop und als ich im Vorfeld kleinere Details über GTA San Andreas hörte war ich sehr skeptisch wie es wohl diesmal um den Soundtrack der einzelnen Sender bestellt sein würde, irgendwie ahnte ich dabei nichts gutes. Und schon nach kurzer Spielzeit sollte sich meine dunkle Vorahnung Bewahrheiten, zumindest teilweise. Als ich mich dann aber ein wenig durch die diversen Radiosender geklickt hatte war ich sofort wieder versöhnt, Guns N' Roses, Ozzy Ozbourne, Billy Idol, Rod Stewart oder Depeche Mode waren ebenfalls zu hören, zugegeben recht unterschiedliche Musikrichtungen, aber allesamt gelegentlich gern von mir gern gehört. Es ist also wieder ein bunter Mix an Songs enthalten und sicher für jeden Musikgeschmack etwas dabei, Soul, Funk, Country, House, Rock und natürlich Hip Hop. Leider ist es ja bei der PS2 nicht möglich einen eigenen Sender mit MP3`s zu erstellen, so wie das bei den Vorgängern auf PC und Xbox der Fall war, finde ich persönlich natürlich etwas schade, war ja aber ohnehin schon vorher klar gewesen aufgrund der technischen Vorraustetzungen von Sony`s Konsole und da ich nicht wieder monatelang auf die PC-Umsetzung des Spieles warten wollte habe ich das auch gern in Kauf genommen.

Die englische Sprachausgabe ist sehr gelungen, die Ausdrucksweise natürlich entsprechend derb und die Sprüche die man von den Charakteren immer wieder zu hören bekommt sind schon recht heftig und eine gewisse Art von Humor ist ebenfalls dabei. Ob man sich mit dem Milieu und der Sprache anfreunden kann ist natürlich fraglich und dürfte unterschiedliche Meinung hervorrufen, zu den Charakteren und dem Umfeld passt es jedenfalls sehr gut. Auch die Motoren-, Waffen- und Umgebungsgeräusche sind sehr stimmungsvoll, vielleicht nicht immer realistisch klingend, aber sie tragen doch sehr zur Gesamtatmosphäre bei. Überhaupt vermittelt das gesamte Umfeld einen realen Eindruck, unter anderem wirken die Städte auch lebendig durch die Passenten die umherlaufen, sie unterhalten sich und gelegentlich wird man auch selbst angesprochen von einigen.

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Steuerung:
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Vom Grundprinzip her hat sich bei der Steuerung nichts geändert, sie ist nach wie sehr eingängig, auch wenn der vom Spieler gesteuerte Charakter nun ein paar Sachen dazugelernt hat und auch seine Bewegungsmöglichkeiten erweitert wurden. Der Umgang mit den Waffen funktioniert in der Regel ebenfalls gut, sowohl mit der automatischen als auch mit der manuellen Zielerfassung. Allerdings ist das bei Konsolenspielen ja prinzipiell immer etwas schwierig mit einer manuellen Zielerfassung und funktioniert nie so gut wie die Steuerung am PC mit Maus und Tastatur, das muss man eben in Kauf nehmen. Was das Lenken diverser Fahrzeuge anbelangt, so ist sie Steuerung ebenfalls sehr gelungen und da sie nicht wirklich auf Realismus ausgelegt ist dürften auch Neulinge keine Probleme haben damit. Etwas Übung ist natürlich auch hier erforderlich, denn wenn man unter anderem einen Tanklastzug durch kurviges Gelände steuert und obendrein versuchen muss Verfolger abzuschütteln dann ist das wahrlich keine leichte Aufgabe. Überhaupt verhalten sich die diversen Fahrzeuge sehr unterschiedlich und auch Schaden an den Fahrzeugen macht sich deutlich bemerkbar. Frustmomente wie in Driv3r mit seinem unverschämt hohen Schwierigkeitsgrad bei den Fahrmission gibt es bei GTA San Andreas glücklicherweise kaum, was nun aber leider nicht heißt das während des Spiels niemals Frust aufkommt. Leider ist nämlich bei der Speicherfunktion im Prinzip alles beim alten geblieben. Das heißt im Klartext, man kann nur an bestimmten Stellen speichern, anfangs ist es lediglich in CJ`s Haus, später kann man Gebäude erwerben und dort kann dann ebenfalls gespeichert werden. Und es ist nach wie vor nicht möglich zwischen einer Mission zu speichern. Mich hat diese Art Speichersystem schon immer etwas gestört bei den GTA - Spielen, denn es kann mitunter ganz schön nervtötend sein immer erst zu einem bestimmten Punkt zu fahren um überhaupt den entsprechenden Auftrag zu erhalten.

Ärgerlich ist mitunter die Kameraeinstellung, denn gerade beim Fahren ändert sich gern urplötzlich die Perspektive und man verliert jeden Überblick, ganz besonders wenn eine Straße eine starke Steigung aufweist und man für eine gewisse Zeit absolut nichts mehr von der Umgebung sieht und man noch dazu in arger Bedrängnis ist und Verfolgern entkommen muss. Auch wenn es möglich ist die Ansicht zu jeder Zeit frei zu wählen, in manchen Situation ist das einfach ärgerlich. Aber auch bei den Schießereien klappt nicht immer alles so wie man sich das vorstellt, denn gerade bei automatischer Zielerfassung kommt es vor das plötzlich nicht der nächste Gegner anvisiert wird und man stattdessen in eine ganz andere Richtung blickt. Zum Glück sind das nur Ausnahmen, denn ansonsten gibt es nichts auszusetzen an der Steuerung.

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Spielspass:
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Was die Spiele der GTA - Reihe von jeher von vielen anderen Games unterschiedet ist das offene Spielsystem, zwar sind Aufträge klar definiert und bei der Ausführung gibt es nur begrenzt alternative Lösungsmöglichen, jedoch wird man als Spieler nicht von einer Mission zur nächsten geschuppst und kann stattdessen selbst entscheiden was man als nächstes machen möchte und zudem gibt es zahlreiche Dinge die man nebenher machen kann, sofern man das will. Und auch bei GTA San Andreas hat sich an diesem Grundprinzip nichts geändert. Gegenüber dem zugegebenermaßen schon gigantisch umfangreichen GTA Vice City ist alles im neuesten GTA - Teil nochmals erweitert wurden, die Städte sind größer, zusätzlich gibt es noch zahlreiche kleinere Dörfer und es gibt jede Menge neuer Dinge die man nun unternehmen kann.

Als erstes fällt als große Neuerung auf das nun Rollenspielelemente eingebaut wurden. So gibt es eine Anzeige in Balkenform unter anderem für Respekt, Kraft, Ausdauer oder Fett, außerdem für jede Waffe die gerade benutzt wird. Um diese Fähigkeiten zu verbessern müssen bestimmte Aktionen ausgeführt werden, außerdem ist es nun notwenig Nahrung zu sich zu nehmen um etwa seine angeschlagene Gesundheit wieder zu erneuern, wobei es außerdem eine Rolle spielt welche Nahrungsmittel man zu sich nimmt. Doch auch mit voller Energieanzeige ist es von Zeit zu Zeit notwendig den nächsten Imbiss aufzusuchen, hat CJ nämlich längere Zeit keine Nahrung mehr zu sich genommen wird man darüber informiert und es schwinden allmählich seine Kräfte falls er nichts essbares bekommt. Der regelmäßige Verzehr von Pizza und Burgern führt dabei schnell dazu das CJ Fett ansetzt - das wiederum wirkt sich auf den Respekt und auch auf seine körperliche Verfassung negativ aus. Um nun wieder schlanker zu werden kann er beispielsweise in nahegelegene Fitnessstudio gehen, Radfahren, schwimmen oder viel umherlaufen. Oder er isst von vornherein lieber Salat, bewegt sich viel und läuft so gar nicht erst Gefahr Fett anzusetzen. Körperliches Training ist in diesem Fall trotzdem notwendig um beispielsweise die Fähigkeiten Ausdauer oder Kraft zu verbessern. Alles braucht jedoch seine Zeit und es ist nicht möglich sich anfangs ganz darauf zu konzentrieren bestimmte Werte schnell vollzubekommen, denn hat CJ einige Trainingseinheiten im Fitnesscenter absolviert ist er irgendwann erschöpft und es folgt der Hinweis das er am nächsten Tag wiederkommen soll. Neben allgemeiner Körperertüchtigung können auch spezielle Moves für den Nahkampf im Fitnesscenter erlernt werden. Nicht notwendig, aber für den weiteren Verlauf des Spieles sehr hilfreich, ist es ebenfalls das CJ seine Fahr- und Waffenkünste verbessert. Das Prinzip beruht hier auf einer Art Erfahrungssystem, wurde eine bestimmte Stufe erreicht so erscheint eine kurze Meldung auf dem Bildschirm mit der Mitteilung welche Fähigkeiten verbessert wurden. Etwa sicherer auf dem Motorrad fahren, länger Sprinten können, größeres Lungenvolumen (wichtig beim tauchen), bei einer Waffe schneller nachladen oder gleichzeitig 2 Pistolen führen.

Auch Elemente eines Simulationspieles sind enthalten, so muss man sich etwa um die Beziehung kümmern nachdem CJ eine Freundin hat. Diese stellt natürlich bestimmte Ansprüche, will tanzen gehen, zum Essen ausgeführt werden oder durch die Gegend gefahren werden. Als Gegenleistung gibt es dann kleine Geschenke.

Neu ist auch das man das Aussehen des Spielecharakters in gewissen Maß verändern kann, etwa ein neuerer Haarschnitt, neue Haarfarbe, Tatoo, Kleidungsstücke und Schmuck. Kleidung die CJ einmal erworben hat bleibt dabei automatisch erhalten, auch wenn man das Outfit komplett erneuert, jedes einzelne Teil befindet sich nach dem Kauf automatisch in CJ`s Kleiderschrank und er kann sich jederzeit umziehen.

Was die speziellen Aufträge betrifft so ist hier fast alles beim Alten geblieben und die Reihenfolge wie man diese erledigt ist beliebig. Abwechslungsreich sind die Mission auch. Mal muss man sich in ein Haus schleichen um Dokumente zu stehlen, dann einen unliebsamen Zeitgenossen aus den Weg räumen und als Beweis für sein Ableben ein aussagekräftiges Foto schießen, auf einer Bauställe ordentlich randalieren und Baucontainer zerstören sowie den Vorarbeiter in die Baugrube befördern und anschließend einbetonieren oder eine paar Flüchtlinge retten die auf einem Schiff in einem Container gefangen gehalten werden. Die meiste Zeit verbringt man hinter dem Steuer eines Fahrzeuges bei den Missionen, doch auch zu Fuss gibt es einiges zutun, es wird auf jeden Fall niemals langweilig. Auch die neuen Fähigkeiten schwimmen und tauchen wurden in die Missionen eingebunden, so muss man unter anderem zu einem Schiff tauchen um eine Wanze anzubringen. Mitunter gibt es auch in den Missionen einige Wendungen, mit denen man so nicht gerechnet hätte und es bleibt immer extrem spannend und unterhaltsam. Ebenso gibt es wieder Bonusmissionen wie Taxifahren oder Bürgerwehr sowie zusätzliche, völlig neue Bonusmissionen, die nebenbei auch etwas Kleingeld einbringen was man sehr gut gebrauchen kann. Außerdem kann man nun auch Einbrüche inszenieren und damit ganz gut verdienen, allerdings erst nachdem man eine spezielle Mission erfolgreich gemeistert hat.

Geld spielt bei Grand Theft Auto: San Andreas zunächst nicht die wichtigste Rolle, auch wenn man natürlich nicht ohne auskommt, Klamotten, Friseur, Essen, Auto reparieren, Waffen oder auch Gebäude, all das kostet natürlich Geld. Aber was besonderen Stellenwert hat im Spiel ist das Ansehen von CJ, Respekt wird besonders großgeschrieben und bringt dabei noch Nutzen. So ist es möglich andere Gangmitglieder zu rekrutieren und dann gemeinsam mit ihnen loszuziehen und mit steigenden Respekt steigt auch die Anzahl der möglichen Rekrutierungen. Und da Respekt zunächst wichtiger ist als Geld wird man durch die erledigten Missionen auch nicht reich und wird stattdessen mit Respektpunkten entlohnt. Geld das man benötigt muss man sich daher zwangsläufig auf andere Art und Weise beschaffen, Möglichkeiten gibt es hier genug. Im weiteren Spielverlauf ist es daher unumgänglich bestimmte Bonusaufgaben zu erledigen. Später werden aber auch die Aufträge lukrativer was die Bezahlung anbelangt und die Kasse füllt sich dann doch recht schnell.

Alle Details eines so komplexen Spieles wie GTA San Andreas aufzuzählen ist schlichtweg unmöglich, man muss es einfach selbst gespielt haben um sich ein Bild machen zu können, ein paar kurze Informationen zu sonstigen Aktivitäten will ich aber dennoch an dieser Stelle aufzählen. So kann man sich neben diversen Haupt-, Neben- und Bonusmission unter anderem die Zeit vertreiben mit Basketball, Billard, diversen Automatenspielen, Besuch von Striplokalen, Glücksspiele und noch einiges mehr. Und da es unglaublich viel zu entdecken gibt macht es auch großen Spaß einfach eine Spritztour mit einem der vielen Fahrzeuge zu unternehmen, man erblickt dabei immer wieder neue Sachen die man vielleicht beim ersten mal gar nicht wahrgenommen hat.

Fahrzeuge und Waffen findet man Altbekannte wieder die bereits in GTA 3 und Vice City vorhanden waren (teilweise leicht verändert aber der Wiedererkennungseffekt ist da), aber es gibt auch jeweils einige Neue. Neben Autos jeder Art, vom schnittigen Sportwagen, dem geräumigen Familienauto bis hin zu schweren LKW`s ist wieder alles mit dabei. Auch diverse Motorräder gibt es erneut. Boote sind natürlich ebenfalls vorzufinden. Ganz neu ist das man nun auch Fahrräder benutzen kann oder einen Tanklaster. Selbst Flugzeuge sind diesmal vorhanden. Um sich allerdings als Pilot ins Cockpit begeben zu können muss man einen Pilotenschein machen. Hierfür gibt es extra eine sogenannte Flugschule in der man einige Übungen absolvieren muss um den Schein zu erlangen, der übrigens auch zwingen notwendig ist für den weiteren Spielverlauf, denn ohne gehen die Storymissionen nicht weiter. Doch auch als Passagier können Flugzeuge genutzt werden, man kauft sich ein Ticket für das jeweilige Flugziel und gelangt dann schnell von einer Stadt zur nächsten. In Anbetracht der großen Entfernungen zwischen den einzelnen Städten ist das zudem eine sehr schnelle Fortbewegungsmöglichkeit. Alternativ kann man aber auch wieder in Züge einsteigen, so ähnlich wie das bereits bei den Vorhergehenden GTA - Spielen der Fall war. Die Polizei hat nun ebenfalls neue Fortbewegungsmittel erhalten, sie können nun auch per Motorrad die Verfolgung aufnehmen und sind somit natürlich deutlich schneller.

Bei den Waffen ist eigentlich alles erdenkliche vorzufinden, von der handlichen Pistolen mit oder ohne Schalldämpfer, Maschinengewehren, Schrotflinten, Raketenwerfer, Handgranaten, ferngezündete Sprengsätze bis hin zu Kettensäge, Messer oder Schaufel die sich ebenfalls sehr gut als Nahkampfwaffe einsetzen lassen.

Bewegungstechnisch gibt es auch ein paar Neuerungen, zum Beispiel kann der Hauptakteur nun endlich schwimmen und sogar für eine gewisse Zeit tauchen, weiterhin ist es möglich über Mauern und Zäune zu klettern. Und da heutzutage kaum noch ein Spiel ohne Schleicheinlagen auskommt, ist CJ ebenfalls in der Lage sich lautlos fortzubewegen, gegebenenfalls nutz er sogar dunkle Ecken um sich zu verstecken. Dabei merkt man schon zu Spielbeginn das die Animationen im Gegensatz zum Vorgänger komplett erneuert wurden, denn die Bewegungen der Charaktere sehen nun sehr geschmeidig aus und wirken realitätsnah.

Zum Schwierigkeitsgrad lässt sich sagen das er zwar jederzeit fair bleibt, aber mitunter schon recht fordernd ist und es durchaus vorkommt das eine Mission mehrere Anläufe benötigt bis man sie endlich geschafft hat. Und genau hier verflucht man dann automatisch das Speichersystem, denn es kann sehr zeitaufwendig sein eine Mission neu beginnen zu müssen. Im günstigsten Fall geht die Mission an sich nur schief und beginnt mit der Fahrt zum Auftraggeber, was sich natürlich auch ganz schön hinziehen kann. Im schlimmsten Fall aber landet man im Krankenhaus oder wird von der Polizei verhaftet und damit gehen alle bisher erworbenen Waffen verloren und diese müssen mitunter echt mühsam wiederbeschafft werden, zumindest zu Anfang wo das Geld noch recht knapp ist. Theoretisch kann man natürlich auch einen vorherigen Spielstand laden, hat man aber in der Zwischenzeit einiges an Zeit investiert um CJ`s Fähigkeiten zu verbessern ist das auch keine gute Alternative. Gut ist allerdings das es bei einigen Missionen möglich ist lange Fahrtstrecken auf Knopfdruck zu überspringen falls die Mission beim ersten Versuch daneben ging. Schwierig ist es auch wenn man noch auf andere Personen oder Objekte aufpassen muss, dann ist in der Regel Schnelligkeit gefragt und mit einem Scharfschützengewehr oder dem Raketenwerfer und manueller Zielerfassung (automatische Zielerfassung ist hier nicht möglich) ist das leider nicht ganz so einfach. Eine Mission in der ich 5 Helikopter mit dem Raketenwerfer abschießen sollte um einen anderen Heli zu schützen hat mich dabei echt an den Rande der Verzweiflung gebracht, die vielen Versuche konnte ich schon nicht mehr zählen bis ich diese Mission endlich gemeistert hatte.

Wie schon gesagt, alles ist im Vergleich zu Vice City umfangreicher bzw. sehr viel größer geworden. Jedoch hat das auch ein kleinen Nachteil, sich in einer derart großen Stadt (bzw. Städte und Dörfer) zurechtzufinden ist nämlich extrem schwer. Mitunter spielt natürlich auch der Faktor Zeit eine wichtige Rolle und genau dann wirkt sich die unübersichtliche Größe nachteilig aus, denn zum lange herumsuchen hat man in solchen Situationen schlichtweg keine Zeit. Um sich zu orientieren ist nach wie vor am unteren linken Bildschirmrand ein kleiner Kartenausschnitt, doch leider bietet der diesmal eine ganz schlechte Übersicht, was besonders an der farblichen Gestaltung diverser Symbole liegt. So sind Zielpunkte in einem hellen gelb dargestellt und heben sich kaum von den eingezeichneten Straßen ab, außerdem sind manche Einrichtungen ebenfalls gelb. Der Unterschlupf ist auf der Karte auch kaum auszumachen und wenn man in arger Bedrängnis ist und mal schnell zur nächsten Pay´n´Spray Werkstadt fahren möchte um den Fahndungslevel zu senken dann ist das fast ein Ding der Unmöglichkeit. Leider ist die große, bildschirmfüllende Karte die man jederzeit einsehen kann auch nur bedingt eine Hilfe um sich zurechtzufinden. Sternsymbole die vereinzelt eingesammelt werden um den Fahndungslevel zu senken habe ich ehrlich gesagt so gut wie nie wiedergefunden wenn ich vor der Polizei flüchten musste, in Vice City oder GTA 3 ist da die Orientierung doch erheblich leichter gefallen.

Was mir persönlich auch nicht so recht zugesagt hat sind die vielen kleinen Mini-Games die man besonders am Anfang oft in die Mission eingebunden hat, Knöpfchendrücken nach vorgegebener Reihenfolge ist zum Beispiel eines davon - und so was mag ich nicht sonderlich ehrlich gesagt, aber das ist natürlich reine Ansichtssache.

Eine Mehrspieler-Modus gibt es diesmal auch. Spielen kann man hier zu zweit, an bestimmten Stellen im Spiel erscheint ein Symbol und man muss dann am Controller einen beliebigen Knopf drücken und schon ist Spieler Nummer 2 mit dabei. Zum Beispiel kann man gemeinsam im Auto fahren, der Eine steuert das Fahrzeug und der Andere schießt oder man läuft einfach gemeinsam durch die Städte und Dörfer. Dabei gibt es keinen geteilten Bildschirm, vielmehr ist der Radius eingeschränkt wie weit sich die Charaktere voneinander entfernen dürfen. Die Kamera ist dabei etwas gewöhnungsbedürftig, aber es funktioniert trotzdem wunderbar. Entfernt sich ein Spieler zu weit dann erscheint eine Warnung auf dem Bildschirm, wird die ignoriert und der Spieler entfernt sich noch ein paar Schritte weiter dann ist der 2-Spieler-Modus sofort zu Ende und das Spiel läuft ganz normal weiter, also man spielt automatisch wieder ganz allein. Spaß macht es gemeinsam auf jeden Fall und die Idee so was ins Spiel einzubauen finde ich echt klasse. Die Missionen kann man aber leider nicht gemeinsam angehen, auch können Einrichtungen im 2-Spieler-Modus nicht betreten werden.

Der Umfang von Grand Theft Auto: San Andreas ist so enorm das man wochenlang spielen kann und doch immer wieder etwas neues entdeckt. Man muss natürlich nicht alle Nebenmissionen machen, alle Fähigkeiten auf den Maximalwert steigern oder sämtliche Gebäude kaufen, viele Dinge kann der Spieler selbst entscheiden. Aber bei einigen Sachen ist es vorteilhaft und macht den Spielverlauf leichter, gerade beim Umgang mit den Waffen merkt man das deutlich. Und es gibt auch einiges im Spiel was man gar nicht erst machen kann solange CJ nicht bestimmte Skills erreicht hat, etwa Autorennen oder spezielle Missionen, in dem Fall erscheint eine entsprechende Mitteilung auf dem Bildschirm das der erforderliche Skillwert noch nicht vorhanden ist. Ich musste das unter anderem auch bei einer Mission feststellen in der CJ tauchen sollte, da er bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Übung beim Tauchen hatte war die Anzeige für Lungenvolumen auf Null und ich musste ihn erst mal etwas unter Wasser trainieren lassen um die Mission schließlich noch machen zu können. Auch kann man in entsprechenden Trainingsstätten wirkungsvollere Nahkampfattacken erlernen, man kann Fahrschulen besuchen oder Schießstände. Auf den Spielverlauf hat das zwar keinen Einfluss, aber es ist in jedem Fall sehr hilfreich finde ich.

Die KI funktioniert leider nicht immer so wie man sich das vorstellt, wenn man einen anderen Charakter dabei beobachtet wie er im Kreis umherläuft und es nicht schafft in sein Fahrzeug einzusteigen sieht das noch lustig aus, aber es gibt auch Situationen wo man ganz und gar nicht mehr über die mangelnde Intelligenz Lachen kann. Zum Beispiel gibt es Fahrmissionen auf Motorrädern bei denen man einen Sozius hat und es kann natürlich durchaus passieren das man mal stürzt. Einen leichten Sturz übersteht man in der Regel ganz gut und schwingt sich schnell wieder auf sein Gefährt, denn meist steht man unter Zeitdruck oder Gegner die man verfolgt dürfen sich nicht weit zu weit entfernen da sonnst die Mission als gescheitert erklärt wird. Dummerweise scheinen das die Mitfahrer oftmals nicht zu wissen, denn die denken in vielen Fällen gar nicht daran schnell wieder aufzusteigen bzw. sind einfach nicht dazu in der Lage. Und wenn man zwischen den Missionen mit angeworbenen Gangmitgliedern loszieht kann man einige KI-Aussetzer beobachten, denn wiederholt ist es vorgekommen das die vor einer Mauer standen und unentwegt auf einer Stelle gelaufen sind, weder vor- noch zurückkamen und der Straßenverkehr wurde für sie auch des öfteren zur tödlichen Falle da sie gern die Straße überquerten und direkt in fahrende Autos hineinliefen. Bei Schießereien gehen Gegner oftmals in Deckung, allerdings stehen sie auch ebenso oft regelrecht als Zielscheibe umher und wenn man sich selbst ein einer einigermaßen guten Position befindet hat man im nu ganze Feindesscharen ausradiert ohne das die eigene Gesundheit viel Schaden genommen hat.

Zum Thema Gewalt muss man wohl bei einem GTA - Spiel nicht mehr viel sagen, natürlich geht es auch in GTA San Andreas alles andere als zimperlich zur Sache, schon allein die Tatsache das man einen Gangster spielt deutet auf einen hohen Gewaltfaktor hin. In der von mir gespielten 18er Fassung sind außerdem noch einige Details enthalten die in der deutschen Version mit der Altersfreigabe ab 16 Jahren gestrichen wurden, für diese Alterseinstufung ist das allerdings vollkommen korrekt. Der Spielspass wird dadurch sicher nicht geringer, ob nun Bluteffekte zu sehen sind oder getötete Personen ausgeraubt werden können (oder eben nicht) sollte daher eher nebensächlich sein denke ich.

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Fazit:
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Grand Theft Auto: San Andreas ist ohne Frage ein phantastisches Spiel mit schlichtweg gigantischen Umfang, doch über jeden Zweifel erhaben ist es nicht. Die Grafik stellt in meinen Augen noch immer einen Kritikpunkt dar, auch wenn das Gesamtbild sehr atmosphärisch ist. Weiterhin gibt es einige Kleinigkeiten die verbesserungswürdig wären, das Speichersystem hätte zum Beispiel verändert werden können, denn teilweise ist es doch sehr nervig und vor allem zeitaufwendig und gerade in späteren Missionen, wenn der Schwierigkeitsgrad merklich anzieht verflucht es sicher jeder Spieler! Ansonsten gibt es wenig zu bemängeln, ganz im Gegenteil, die abwechslungsreichen Missionen, die vielen Dinge die man nebenbei machen kann, die Weiterentwicklung des Spielecharakters, all das fesselt unglaublich lange und bietet enorm viel Spielspaß. Wie man sich nun mit dem Charakter CJ identifizieren kann und wie man sich überhaupt mit der Story anfreunden kann, das ist natürlich reine Ansichtsache und ich denke hier gehen die Meinungen ganz sicher etwas auseinander. Mir hat es auf jeden Fall unglaublich viel Spaß gemacht. Kleinere Schönheitsfehler gibt es zwar, aber dem gegenüber steht so unglaublich viel positives das ich gern eine klare Empfehlung vergebe und auch die volle Punktzahl in der Bewertung vergebe. Man kann zweifellos sagen es gibt kein anderes Spiel was so viel bietet für`s Geld.

43 Bewertungen, 3 Kommentare

  • geoonline

    27.01.2005, 11:52 Uhr von geoonline
    Bewertung: sehr hilfreich

    habe es mir gekauft und nicht bereut

  • Patrick0162

    18.01.2005, 16:16 Uhr von Patrick0162
    Bewertung: sehr hilfreich

    tolles kommentar(text) ich hab es mir auch gekauft

  • Stormwatch2k3

    09.11.2004, 15:55 Uhr von Stormwatch2k3
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hört sich ja interessant an. Ich denk' mal, das ich auch um diesen Teil keinen Bogen machen kann.