Forza Motorsport 2 (Xbox 360 Spiel) Testbericht




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Erfahrungsbericht von vwfan
Motivierende Rennsimulation, leider mit zu wenig Strecken
Pro:
s. kurz vor Fazit
Kontra:
s. kurz vor Fazit
Empfehlung:
Ja
Einsteigerfreundlichkeit wird groß geschrieben
FM2 bietet dem Spieler wirklich eine ganze Menge von Einstellungsmöglichkeiten, um das Spiel nach seinen Vorlieben zu gestalten und auch Anfängern den Einstieg in die Welt von Forza Motorsport zu ermöglichen. Demnach kann man jederzeit entscheiden, welche Fahrhilfen man einschalten möchte, also ABS, Traktionskontrolle oder Ideallinie etc., sowie den Schwierigkeitsgrad oder die Schäden und Reifenabnutzung. Aber es lohnt sich durchaus, möglichst wenig Fahrhilfen zu nutzen. Denn somit erhält man entsprechend mehr Geld. Stellt man den Schwierigkeitsgrad beispielsweise auf mittel statt auf leicht, dann macht das schon mal 5% mehr vom Grundpreisgeld aus. Auf schwer sind es dann sogar schon 15% mehr. Hier mal ein Paar Tipps von mir:
Also den Schwierigkeitsgrad sollten selbst Anfänger möglichst bald auf mittel setzen, denn das ist in der Regel bequem machbar. Fortgeschrittene dürften bei den meisten Veranstaltungen auch auf schwer erfolgreich sein.
Zu den Fahrhilfen: hier entscheidet der persönliche Geschmack. Ich lasse immer alle Fahrhilfen eingeschaltet. Aber am ehesten könnte ich noch auf die Stabilitätskontrolle verzichten.
Bei der Ideallinie reicht auf jeden Fall die Bremshilfe, d.h., es werden nur die Bremspunkte angezeigt, was auch für Neulinge völlig ausreichend ist. Die volle Linie muss also nicht sein.
Wenn man kein Rambo ist, dann kann man die Schäden getrost aktiviert lassen.
Auch die Reifenabnutzung und den Benzinverbrauch sollte man auf jeden Fall vollständig aktiviert lassen, also auf Simulation. Denn diese kommen erst auf Langstreckenrennen zum Tragen und spielen in sonstigen Rennen keine Rolle.
Ob Automatik oder manuelle Schaltung liegt wiederum an den persönlichen Vorlieben des Spielers.
Also Anfänger, die nur die Bremshilfe einschalten sowie ABS, Traktions- und Stabilitätskontrolle aktiviert haben , mit Automatik fahren, KI-Schwierigkeit auf mittel und Schaden und Reifenabnutzung/Verbrauch auf Simulation haben, machen summa summarum ein Plus von 5% pro Rennen. Fortgeschrittene, die die KI auf schwer stellen, bekommen nochmal 10% und ohne Stabi 5% mehr.
Fahrzeuge
Insgesamt bietet uns FM2 etwa 300 Fahrzeuge. Das sind zwar weniger als in GT4, aber immer noch sehr viele. Zumal die Auswahl wirklich grandios ist, darunter Sportwagen, Klassiker, Rennwagen, Muscle Cars uvm. Hier mal ganz spontan ein kleiner Auszug:
Aston Martin DB9, V12 Vanquish
Chevrolet Corvette, Chevelle SS
Mercedes SLR, C32 AMG, CLK 55 AMG, CLK GTR, 300 SL
BMW M3, M3 GTR
VW Golf V GTI, Golf II GTI, Corrado VR6
Porsche 911 Turbo, Carrera GT, 914, Boxster S
Ferrari F430, 360 Modena, F40, F50, Enzo
Audi RS6, S4, RS 4, TT
Bentley Continental GT, Speed 8
Lamborghini Gallardo, Murcielago
Dodge Viper SRT 10, Charger R/T
Saleen S7
Nissan Skyline, 350 Z
Mitsubishi Lancer Evo
So, das sollte für einen ersten Einblick reichen.
Damit man einen besseren Eindruck vom Leistungsvermögen eines Autos bekommt, besitzt jedes Fahrzeug einen Leistungsindex (LI) in Form eines Zahlenwertes. Durch das Aufrüsten der Autos kann man den LI steigern. Anhand dieses LI ist den Autos jeweils eine Leistungsklasse zugeordnet. Überschreitet der LI einen bestimmten Wert, steigt auch die Leistungsklasse. Diese reicht von D, der schwächsten Klasse, bis A, weiter über S und U bis hin zu den Rennklassen R4 bis R1.
Tuningpart
Wie beim Fuhrpark fällt der Umfang in Sachen Tuning ebenfalls sehr groß aus. Man hat die Möglichkeit, ordentlich an der PS-Schraube zu drehen. Zur Verfügung stehen einem hierbei, angefangen bei Luftfiltern, Auspuffanlagen, einer neuen Kupplung, Schwungscheiben, einem neuen Getriebe und einer neuen Zündung bis hin zu Turboladern, anderen Nockenwellen oder einer Hubraumvergrößerung nahezu alles, was das Herz begehrt. Selbst einen anderen Motor kann man einbauen oder auch einen Allradantrieb nachrüsten!
Aber was nützt einen die ganze Power, wenn man sie nicht auf die Straße bekommt und ständig abfliegt? Es gibt da so einen schönen Werbespruch eines Reifenherstellers, den man auf einigen Strecken findet, der wirklich gut dazu passt: “Power is nothing without control“. Um hier Abhilfe zu schaffen, stehen dem Spieler Stabilisatoren, Sportfahrwerke, bessere Bremsen, Rennreifen mit verschiedenen Reifenmischungen oder Differenziale bereit.
Zudem kann man die Technik, die man in seinen fahrbaren Untersatz gepflanzt hat, in einem umfangreichen Tuningmenü modifizieren, um die ganze Performance nutzen zu können. Dazu kann man den Anpress- und Reifendruck, Fahrwerks- und Dämpferhärte oder auch die Getriebeübersetzung anpassen. Sicherlich wird man nicht jede Nuance, um die man einen Schieberegler nach links oder rechts bewegt, merken. Dennoch kann man das Fahrverhalten mit der richtigen Einstellung doch entscheidend verbessern um die letzten Zehntel herauszuholen.
Aber damit sind die Möglichkeiten noch immer nicht ausgeschöpft. Denn neben einer großen Auswahl an Felgen namhafter Hersteller (inkl. der Möglichkeit deren Größe zu ändern) gibt es für viele Autos noch Schürzen, Spoiler und Motorhauben.
Auf zum Lackierer!
Neben den ganzen technischen Möglichkeiten, mit denen man die Autos verändern kann, ist im Spiel auch ein umfangreicher Lack- und Aufkleber-Editor enthalten. Es gibt eine recht umfangreiche Farbpalette, jeweils in Glanzlack und parallel dazu in Metallic und eine Reihe von Speziellen Perleffektlacken. Dabei kann man sowohl das ganze Auto lackieren oder auch einzelne Teile wie Außenspiegel oder Motorhauben. Was mir nicht so gefällt, ist, dass man teilweise nur Farben hinbekommt, die einfach zu blass sind. Die Palette an Farben bietet einfach kein richtig schönes Rot oder Gelb.
Sehr gut wiederum ist der Aufkleber-Editor geworden. Wer sich hier richtig reinhängt, der kann wahre Kunstwerke entstehen lassen. Da gibt es Spieler, die sogar Mangas oder aufwendige Fantasybilder und Airbrushkunstwerke auf's Auto gebracht haben. Dies ist deshalb möglich, weil man bis zu tausend Schichten aufkleben und die vielen verschieden Formen und Symbole vergrößern, verkleinern, drehen, spiegeln oder verschieben und anschließend nacheinander zu einem Bild zusammenfügen kann. Aber trotzdem erfordert das Ganze extrem viel Geduld und Ausdauer.
Sehr gut ist auch, dass man einzelne Mustergruppen erstellen kann.Will ich z.B. eine Deutschland-Flagge für meinen Porsche haben, dann kann ich mir diese aus drei Rechtecken erstellen, und als Mustergruppe speichern. Möchte ich jetzt auch für meinen BMW eine solche Flagge haben, dann brauche ich die nicht noch einmal zu erstellen, sondern pappe mir einfach die erstellte Mustergruppe auf das Auto.
Strecken
Laut Verpackungsrückseite soll das Spiel mehr als 60 Strecken bieten. Aber ich frage mich ernsthaft, wie die Entwickler darauf gekommen sind!? Denn ich hab die Kurse mal durchgezählt und kam nur auf 47! Zudem sind dort die verschiedenen Variationen und Rückwärts-Versionen schon enthalten. Berücksichtige ich dabei nur die einzelnen Locations, dann bleiben gerade einmal magere 12 übrig. Darunter sind vor allem reale Rennstrecken, wie z. B. Mugello, Silverstone, Laguna Seca, der extrem langweilige Tsukuba-Circuit (der leider Gottes sogar noch in einer kurzen Variante vorhanden ist) oder der Nürburgring. Neben diesen gibt es noch ein Paar Fantasiekurse. Dabei ist u.a. eine recht kurze Strecke in New York, ein recht langweiliges Testgelände in mehreren Variationen oder eine Strecke durch eine herbstliche Umgebung in zwei Versionen. Das ist arg wenig, angesichts des umfangreichen Karrieremodus sogar lächerlich. Wenn es wenigstens verschiedene Witterungsbedingungen oder Nachtfahrten gäbe, wäre das vielleicht noch akzeptabel. Aber selbst hier muss FM2 passen. Nein, es scheint immer schön die Sonne. Das ist mit der Zeit einfach öde.
Simulationsanspruch
Hier kann FM2 wieder mehr Punkten. Die Fahrphysik ist wirklich sehr gut gelungen. Dabei merkt man sehr gut die Unterschiede zwischen verschiedenen Antriebsarten. Während Fronttriebler mehr zum Untersteuern neigen, drängen Hecktriebler ganz gerne mal mit dem Heck nach außen. Allradler dagegen verhalten sich recht neutral und gehen am Start ohne großen Traktionsverlust richtig ab und lassen die Konkurrenz erst mal ordentlich stehen. Aber auch zwischen den Fahrzeugarten merkt man Unterschiede. Rennwagen liegen wie ein Brett auf der Straße und gehen richtig zackig um Kurven, während ein 2,5-Tonner wie der Bentley Continental GT ziemlich träge ist, aber dafür recht gutmütig, im Gegensatz z.B. zu einer alten Shelby Cobra, die richtig zickig reagiert. Aber zum Glück lässt die Steuerung sich sehr gut dosieren, sodass man die Autos recht präzise um die Kurse scheuchen kann und gut unter Kontrolle hat. Ich muss hier einzig bemängeln, dass die Autos mir persönlich insgesamt einen Tick zu leicht vorkommen und ruhig etwas stabiler auf der Straße liegen könnten. Aber das ist Kritik auf hohem Niveau, die ich jedoch nicht unerwähnt lassen möchte.
Recht ordentlich umgesetzt wurde das Schadensmodell. Es beschränkt sich nicht nur auf Kratzer, berstende Scheiben oder abfallenden Teile (die Fahrgastzelle bleibt stets intakt), sondern macht sich auch fahrerisch bemerkbar. Da kann der Wagen in eine bestimmte Richtung ziehen oder der Motor hat nicht mehr genug Leistung, bis er irgendwann kaum noch Gas annimmt oder das Getribe nur schwer hoch schaltet. Ist der Schaden aber nicht allzu groß und das Rennen nicht mehr so lang, dann kann man das Rennen trotzdem bequem zu Ende fahren. Abgerechnet wird dann zum Schluss. Denn je nach Schwere des Schadens, muss man einen Teil vom Preisgeld für die Reparatur abdrücken.
Gerade bei Ausdauerrennen lohnt sich aber ein Boxenstop. Und so wie dieser inszeniert ist, ist das einfach enttäuschend. Fährt man in die Box rein, dann wird der Autopilot aktiviert, der hierbei die Steuerung übernimmt. So weit so gut. Nun fährt das Auto an eine Station und hält an. Aber es kommen keine Mechaniker, die das Auto aufbocken, die Reifen wechseln und volltanken. Das Auto steht einfach nur einsam und verlassen da und wartet, während man Schraubergeräusche hört. Hey Leute, selbst GT4 auf PS2 hatte eine voll animierte Boxencrew zu bieten, warum geht das nicht bei FM2?
Etwas merkwürdig finde ich manchmal die Kollisionsabfrage. Wenn ich mit einem Auto seitlich an einer Wand entlang schabe, dann vollführt das Auto plötzlich einen Dreher. Mir ist aber schleierhaft, wie das gehen soll.
Und wo ich gerade bei Merkwürdigkeiten bin, komisch finde ich auch, dass die Autos schon nach ein Paar Runden staubig sind, selbst wenn ich nie die Strecke ins Kiesbett verlassen habe...
Und ziemlich lächerlich sogar finde ich, dass die Bremsscheiben sehr schnell kräftig rot glühen. Nach einigen Runden starker Beanspruchung kann ich das ja verstehen. Aber wenn ich mit einem alten VW Golf II schon beim ersten starken Anbremsen nach dem Start eines Rennens beobachten kann, wie die Bremsscheibe glüht, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Das gibt es alles zu tun
Hauptaugenmerk bei Forza 2 liegt eindeutig auf dem Karrieremodus, der wie schon erwähnt sehr umfangreich ist. Zu Beginn gilt es, sich erst einmal für eine von drei Heimatregion zu entscheiden, welche die Verfügbarkeit und die Preise der Autos bestimmt. Hat man sich nun entschieden, kann es auch losgehen. Der Spieler bekommt 10.000 Credits in die Hand, um sich aus einer kleinen Auswahl an Fahrzeugen sein erstes Auto zu kaufen.
Hat man sich für Europa entschieden, kann man die Karriere z.B. mit einem VW Golf V GTI, VW Corrado VR6, Saab 9³ oder Audi TT beginnen. Ist man Fan amerikanischer Autos, dann stehen beispielsweise Ford Focus, Pontiac Solstice, Chevrolet Cobalt SS oder Lexus IS bereit und als Anhänger der Reiskocherfraktion könnt ihr euch z.B. für einen Honda CRX, Hyundai Coupe oder Toyota MR-S entscheiden.
Hat man seine Wahl getroffen, dann kann man zu den Rennen schreiten. Zu Beginn sind nur sehr wenige Veranstaltungen verfügbar, aber gerade genug, um erste Credits zu verdienen. Diese sind auch nötig, denn will man in späteren Rennen konkurrenzfähig bleiben, muss man sein Auto dementsprechend aufrüsten. Aber das ist nicht alles. Denn sämtliche Veranstaltungen stellen bestimmte Voraussetzungen an den Fahrbaren Untersatz. Somit wird man eine ganze Menge neuer Fahrzeuge benötigen, um die Teilnahmebedingungen zu erfüllen. Mal braucht man ein Auto mit Frontantrieb, mal sind nur Turbomotoren oder Autos eines bestimmten Herstellers zugelassen, dann wiederum braucht man ein Muscle Car, ein Auto eines bestimmten Landes oder einer vorgegebenen Fahrzeugklasse. Ein anderes Mal heißt es dann Honda Civic vs. VW Golf (ratet mal, für was ich mich entschieden habe ;-)) oder Corvette gegen Viper. Für den erfolgreichen Abschluss der Veranstaltungen gewinnt man neue Autos, die es vorher noch nicht zu kaufen gibt.
Insgesamt gibt es über 300 Rennen zu bestreiten, somit hat man für Wochen an der Karriere zu tun, bis die magischen 100% erreicht sind.
Die Credits, die man in den Rennen gewinnt dienen aber nicht nur für den Kauf neuer Teile und Wagen. Denn sie sind auch wichtig für die Erhöhung des Fahrerlevels, durch den wiederum neue Veranstaltungen und Autos freigeschaltet werden. Insgesamt gibt es 50 Fahrerlevel. Im späteren Verlauf der Karriere muss man dann auch ganz schön viele Credits anhäufen, damit man einen Level aufsteigt. Bis man irgendwann mal den höchsten Fahrerlevel erreicht hat, wird man mehrere Millionen Credits an Einnahmen aufzuweisen haben. Ich bin auf Stufe 42 und habe insgesamt 4.149.498 Credits verdient!
Neben dem Fahrerlevel gibt es aber auch noch Autostufen, die man auf gleiche Weise erhöht. Pro Auto kann man fünf Stufen erreichen. Mit jeder Stufe bekommt man Rabatte für Autos und Tuningteile des jeweiligen Herstellers, mit dessen Auto man eine Stufe erreicht.
Ein großes Problem des Karrieremodus bei FM2 meiner Meinung nach ist die Eintönigkeit, die sich im Verlauf breit macht. Die Gründe dafür liegen vor allem an den wenigen Kursen, auf denen man später auch noch sehr viele Runden pro Rennen abspulen muss, was ein weiteres Problem ist. Die Motivation durch den Fahrerlevel ist zwar sehr groß, kann die Mankos irgendwann jedoch nicht mehr auffangen.
Hat man dann mal keine Lust auf den Karrieremodus, kann man sich auch noch dem vorhandenen Arcademodus widmen, der sich in drei Bereiche gliedert: Freier Lauf, Zeitprüfung und Schaurennen. Bei Ersterem kann man mit einem beliebigen Auto auf einer Strecke nach Wahl auf Bestzeitenjagd gehen.
Bei der Zeitprüfung (insgesamt 25 Prüfungen) gilt es, mit einem vorgegebenen Fahrzeug auf einer festgelegten Strecke eine bestimmte Zeit unterbieten.
Bleibt noch das Schaurennen. Dies sind eine Reihe von insgesamt 15 Rennen auf verschiedenen Strecken. Die Rundenzeiten sind vorgegeben.
Für entsprechende Erfolge in den Zeitprüfungen und Schaurennen werden neue Autos für den Arcademodus freigeschaltet. Aber insgesamt hält man sich hier nur wenige Stunden auf. Denn die vorhandenen Rennen hat man recht schnell hinter sich gebracht. Und da der Karrieremodus extrem umfangreich ausgefallen ist, hat man dann eigentlich keinen Grund mehr, den Arcademodus zu nutzen. Zumal man hier nicht mal ein Einzelrennen nach Wahl starten kann und auf die Schaurennen ausweichen muss.
Grafik
Komme ich zur Grafik. Und die ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bietet FM2 wirklich sehr gute Streckentexturen, größtenteils schön modellierte Autos und einen voll animierten Fahrer. Auch das Glühen der Bremsscheiben sieht hübsch aus (abgesehen davon, dass es zu schnell auftaucht). Sehr gut finde auch das Schadensmodell welches die Wagen schon ganz schön demoliert aussehen lassen kann. Somit sieht FM2 ohne Frage nicht schlecht aus. Aber vom Hocker haut es mich gewiss nicht. Den größten Anteil daran hat die im Großen und Ganzen ziemlich langweilige Streckengrafik. Sicher, die realen Rennstrecken sind nun mal nicht allzu spektakulär, aber etwas mehr Brillianz könnte die Optik auf jeden Fall vertragen. Auch allzu viele Details sind nicht gerade vorhanden. Jedoch sehen die Bäume sehr gut aus. Die Spitze der Detaillosigkeit bilden die Kurse in Sebring. An manchen Stellen sieht man nur eine riesige, blassgrüne Wiese. Aber auch sonst gibt es kaum Eyecatcher. Nur die tolle Nordschleife und auch die Herbststrecke oder New York sehen ganz ordentlich aus. Was mir weiterhin missfällt, ist das recht starke Kantenflimmern. Hinzu kommen auch noch recht langweilige Hintergrundgrafiken.
Die Wagen selbst sehen gut aus, auch der Lack glänzt schön. Jedoch sind die Echtzeitspiegelungen recht rucklig und die Lackfarben wirken irgendwie unecht. Fotorealistisch sieht anders aus. Auch was die Detailfülle der Autos angeht, ist FM2 mittlerweile im Hintertreffen. Schau ich mir beispielsweise den Kühlergrill eines Volvo-Rennwagens an, dann fällt auf, dass dieser mit einer recht schwachen Auflösung daherkommt und nur „aufgedruckt“ ist, während er bei Forza 3 richtig ausmodelliert ist. Ein weiteres Beispiel ist das Lüftungsgitter im Heck des Ferrari F50. Das besteht aus einer geschlossenen Fläche, die aussieht wie ein Gitter. Bei Forza 3 dagegen ist auch dieses Gitter ausmodelliert und man sieht sogar Teile vom Motor.
Alles in allem ist die Grafik also recht langweilig.
Es ist sogar ein Grafik-BUG vorhanden! Wenn ich über über eine Brücke fahre, unter der die KI-Gegner gerade durchfahren, dann huschen deren Wagenschatten auch über die obere Fahrbahn. Ich habe euch mal ein Bild rein gesetzt, damit Ihr seht, was ich meine.
Sound
Hier bietet das Spiel eine solide Leistung. Während der Rennen muss man zwar ohne Musik auskommen (natürlich kann man über USB etc. selber Musik abspielen), aber dafür können sich die Motorensounds hören lassen. Diese wurden recht gut eingefangen und man hört auch deutlich die Unterschiede zwischen den verschiedenen Fahrzeugen. Auch wenn man beispielsweise eine neue Auspuffanlage einbaut, dann ändert sich der Klang des Motors dementsprechend.
Sehr gut auch, dass sich die Abrollgeräusche je nach Streckenbeschaffenheit ändern. Fährt man z.B. über eine Plattenstraße, dann hört man dieses typische Puckern.
Ansonsten sind während der Fahrt auch noch jubelnde Zuschauer zu hören.
Während man sich in den Menüs aufhält, dann ist auch Musik wahrzunehmen. Unter den wenigen Titeln, die sich recht schnell wiederholen, ist sogar Faithless mit „Insomnia“ dabei! Ansonsten ist die Musikauswahl aber eher belanglos.
Was gibt es sonst noch zu berichten?
Was gibt es sonst noch zu berichten?
Die Ladezeiten vor den Rennen sind recht lang, wie ich finde. Es werden zwar immer Tipps zum Spiel dabei eingeblendet, aber die wiederholen sich irgendwann. Daher lohnt es sich, Forza 2 auf Festplatte zu installieren. Und siehe da, die Wartezeit verkürzt sich deutlich und beträgt gerade mal noch 10 Sekunden. Das ist auf jeden Fall erträglich.
Was mir auf jeden Fall fehlt, ist eine Cockpitperspektive. Die gehört meiner Meinung nach auf jeden Fall in eine Rennsimulation.
Angesichts dessen, wie umfangreich das Spiel ist, ist die Statistik zum Spiel sehr mau. Bis auf ein Paar Informationen, darunter wenigstens der Fortschritt in %, fehlt doch noch einiges. Wie viele Rennsiege hab ich vorzuweisen? Wie viele Kilometer hab ich abgespult? Wie viele Stunden habe ich hinterm Steuer verbracht? All das und noch mehr, was für den Spieler durchaus von Interesse ist, fehlt leider.
Pro und Kontra
Spieldesign
+umfangreiche Karriere
+motivierendes Aufleveln
+sehr gute Steuerung
+großer, beeindruckender Fuhrpark
+Einsteigerfreundlichkeit
+individuell einstellbarer Schwierigkeitsgrad
+Tuningmöglichkeiten
+sehr guter Lackeditor
-Karriere irgendwann zu monoton
-sehr wenig Strecken
-Arcademodus recht schwach
Grafik
+sehr gute Streckentexturen
+animierter Fahrer
+optisch ansprechendes Schadensmodell
+schöne Bäume
+sehr gut modellierte Autos...
-...leider mit ein Paar Ausnahmen
-viele Lackfarben der Autos zu blass
-überwiegend langweilige Streckengrafik
-maue Hintergründe
-rucklige Echtzeitspiegelungen
-recht starkes Kantenflimmern
-Texturen kleiner Aufkleber auf den Autos sehr verwaschen
Sound
+gute Motorensounds
+verschiedene Abrollgeräusche
+nette Crash-Geräusche
-keine Rennmusik
Sonstiges
+gutes Handbuch
+Ladezeiten mit Installation kürzer...
-...ansonsten aber recht lang
-fehlende Cockpitperspektive
-magere Statistik
Fazit
Forza Motorsport 2 macht vieles richtig. Die Fahrphysik ist sehr gut und die Steuerung lässt sich gut dosieren. Dazu gestaltet sich das Spiel sehr einsteigerfreundlich und lässt sich mit Hilfe vieler Einstellungsmöglichkeiten nach den persönlichen Vorlieben gestalten. Und nicht zuletzt sind es die vielen Fahrzeuge und Tuningmöglichkeiten, die begeistern.
Aber in vielen Bereichen gerät das Spiel mittlerweile ins Hintertreffen. Die Streckengrafik ist recht langweilig, eine Cockpitperspektive fehlt und die Boxenstops sind ein Witz.
Hinzu kommt die geringe Anzahl an Strecken, was sich am meisten negativ bemerkbar macht und dafür sorgt, dass die Karriere sehr monoton wird. Daran kann auch das motivierende Aufleveln irgendwann nichts mehr ändern.
Nichtsdestotrotz ist FM2 ein sehr gutes Spiel, welches in keiner Sammlung fehlen darf. Daher kann ich es uneingeschränkt empfehlen, auch wenn Forza 3 reizvoller ist.
90 Bewertungen, 34 Kommentare
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26.06.2011, 15:42 Uhr von unique_ultimate
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht! Ließ mal meinen ;) Lg
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06.05.2011, 23:06 Uhr von ThomasKu
Bewertung: sehr hilfreichGuter Bericht! Würder mich über eine Gegenlesung freuen!
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30.11.2010, 18:04 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvollRennspiele sind so gar nicht mein Ding
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25.11.2010, 19:32 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvollKlasse Bericht! Bw. LG Just86
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05.11.2010, 19:16 Uhr von Jennytammy
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße, Jenny
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03.11.2010, 00:25 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvollbw, ein wirklich sehr guter Bericht
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02.11.2010, 20:28 Uhr von christianpirker
Bewertung: besonders wertvollToller Bericht! Liebe Grüße, Christian
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31.10.2010, 23:26 Uhr von misscindy
Bewertung: besonders wertvollEin sehr schöner Bericht, lg Sylvia
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31.10.2010, 23:12 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvollPrima beschrieben! BW - freue mich über Gegenlesung :)
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31.10.2010, 20:56 Uhr von [email protected]
Bewertung: besonders wertvollSehr interessanter Bericht, dafür ein BW. lg Gino
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28.10.2010, 12:57 Uhr von Venenum84
Bewertung: sehr hilfreichVielen dank für deine Lesungen, da revanchiere ich mich gerne...
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27.10.2010, 16:53 Uhr von giselamaria
Bewertung: besonders wertvollist schon ein toller Bericht. - - lach - nur auch der bringt mich nicht dazu, mal so was zu spielen ;-)))) - LG gisela
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24.10.2010, 13:50 Uhr von trullilu
Bewertung: sehr hilfreichGrüße schickt dir trullilu !!!
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21.10.2010, 18:30 Uhr von ingoa09
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr informativer und lesenswerter Bericht! Liebe Grüße, Ingo
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21.10.2010, 13:17 Uhr von Gemini_
Bewertung: sehr hilfreichLieben Gruß von Gemini_
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21.10.2010, 12:32 Uhr von Bhudesi
Bewertung: besonders wertvollEin toller Bericht LG
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21.10.2010, 01:22 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvollSchöne Grüsse, Talulah
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21.10.2010, 00:36 Uhr von GameFreakSeba
Bewertung: besonders wertvollSehr guter Bericht !
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20.10.2010, 15:51 Uhr von DIETERBAER4711
Bewertung: besonders wertvollSUUUPER Ausführlich ! TOP ! GLG
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20.10.2010, 14:35 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich und liebe Grüsse PS Freu mich auch über jede Lesung
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20.10.2010, 13:49 Uhr von morla
Bewertung: besonders wertvolllg. ^^^^^^^^^^^^^^petra
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20.10.2010, 13:13 Uhr von catmum68
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreicher Bericht, LG
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20.10.2010, 12:03 Uhr von mimaus
Bewertung: sehr hilfreichsuper, Grüße von mimaus!
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20.10.2010, 11:14 Uhr von blitzkid
Bewertung: besonders wertvolldanke für den Bericht
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20.10.2010, 11:13 Uhr von g0ldfish
Bewertung: besonders wertvollKlasse Bericht! LG
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20.10.2010, 11:07 Uhr von Lanch999
Bewertung: besonders wertvollSuper Bericht und definitiv ein BW wert! LG von Lanch999 :D
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20.10.2010, 11:03 Uhr von XXLALF
Bewertung: besonders wertvollund ganz liebe grüße
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20.10.2010, 10:59 Uhr von Lale
Bewertung: besonders wertvollAllerbesten Gruß *~*
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20.10.2010, 10:43 Uhr von Lakisha_1
Bewertung: besonders wertvollklasse Bericht, freue mich über deine Gegenlesung. lg
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20.10.2010, 10:34 Uhr von Herr_Tom
Bewertung: besonders wertvollTop Bericht! LG Thomas
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20.10.2010, 10:08 Uhr von Zzaldo
Bewertung: besonders wertvollliebe Grüße kommen vom Stephan
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20.10.2010, 08:07 Uhr von Zatzeck0805
Bewertung: besonders wertvoll -
20.10.2010, 02:49 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße von der KATJA
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20.10.2010, 02:15 Uhr von paula2
Bewertung: besonders wertvollliebe Grüße












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