Mario Sports Mix (Nintendo Wii Spiel) Testbericht
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- Grafik:
- Sound:
- Bedienung:
- Wird langweilig:
- Suchtfaktor:
- Spielanleitung:
Erfahrungsbericht von Silverdog
Der Sport im Pilzkönigreich ist zurück!
Pro:
Gute Tutorials, sehr viel Abwechslung, großer Spielumfang, hohe Spielmotivation,viel Freischaltbares
Kontra:
Zunächst komplexe Steuerung (--> Allerdings gute Tutorials!)
Empfehlung:
Ja
Das Mario-Franchise lässt sich in viele verschiedene einzelne Serien unterteilen. Alles begonnen hat mit der Super Mario Bros Reihe, allerdings kamen weitere wie Mario Kart, Mario Party oder die 3D Marios hinzu. Alle setzten auf unterschiedliche Elemente und sind einzigartig. Jedoch gab es nie wirklich eine Sports-Reihe. Zwar gibt es einige Ableger wie Tennis Open für den 3DS oder Baseball für den GC, allerdings blieben viele Sportarten auf der Strecke. Das änderte Nintendo im Jahre 2011 und veröffentlichte einen Titel, der nicht nur eine, sondern gleich vier Sportarten mit Mario und seinen Freunden enthält. Basketball, Völkerball, Hockey und Volleyball. Gespannt legte ich noch am Release-Tag die CD ein, um euch heute davon zu berichten.
Steuerungs-Wirrwarr
Dem Spiel liegt neben einer Club Nintendo Karte mit den üblichen Punkten auch noch eine aufklappbare Anleitung mit der Steuerung bei. Allerdings gibt es nicht wirklich eine Steuerung, sondern je nach Sportart unterschiedliche. Generell kann man mit oder ohne Nunchuk spielen, allerdings mag ich die erweiterte Steuerung lieber. Grundlage hierbei ist der Analogstick zum Bewegen, während man bei der Wii Fernbedienung das Steuerkreuz verwendet. Das erste Spielen ist ein wenig hektisch, weil man die unterschiedlichen Kommandos noch lernen muss. Zudem unterscheiden sich spezielle Aktionen je nach Sportart, während Werfen, Bewegen oder Passen immer gleich verwendet werden. Aber das Spiel besitzt hier eine gute Funktion. Bei Bedarf kann man die Steuerung üben in drei einzelnen Lektionen, die jeweils einige Minuten gehen. Macht man Fehler, wird alles erneut erklärt und vorgemacht. Gerade für neue Spieler oder beim ersten Mal ist das sehr zu empfehlen und erspart umständliches Erklären oder Fragen während des Spielens.
Ansonsten ist die Steuerung sehr gut umgesetzt worden, es gibt nicht zu viele einzelne Funktionen oder Knöpfe. Auf der anderen Seite gibt es genug Aktionen, die das Spiel abwechslungsreich gestalten und auch realistisch machen.
Zur Steuerung möchte ich noch kurz das Prinzip der einzelnen Sportarten erklären. Beim Hockey geht es darum den Gegnern den Ball abzujagen und schnell ein Tor zu schießen. Geschwindigkeit ist hierbei wichtig, vor allem bei der Ballabnahme und dem Verteidigen der Tore. Beim Basketball muss man versuchen alleine oder durch Kooperation ein möglichst treffsicheren Schuss auszuführen. Ein Dunking ist etwas besonders schwer, aber garantiert auch sofort einen Punkt. Beim Volleyball muss man hingegen den Ball versuch möglichst kräftig in das gegnerische Feld zu schmettern und dabei viel mit den Mitspielern zu interagieren. Abschließend ist Völkerball etwas anders als in Realität. Jeder besitzt eine Lebensanzeige und verliert bei einem Treffer Energie. Ist sie erschöpft, fliegt der Spieler raus und muss sich im gegnerischen Feld an den Rand stellen. Ihm kann ein Ball zugepasst werden, sollte er dann auch treffen ist er mit minimaler Energie wieder im Spiel.
Aber allen Spielen gemein ist der Spielspaß, wie gelungen dass umgesetzt wurde werde ich jetzt nach und nach herausfinden.
Mögen die explosiven und unfairen Spiele beginnen!
Mit von der Partie sind wie schon bei "Slam Basketball" für den DS die gelben Fragezeichenfelder auf dem Boden. Überquert man eines, öffnet man es und erhält zufällig ein Item oder eine Münze. Mit Münzen kann man je nach Spiel die Punkte oder den Schaden (Völkerball) erhöhen. Die Items sind da relativ vielseitig, aber immer gleich einsetzbar. Items lassen sich einfach verwenden oder in Kombination mit dem Ball. Ich werde jetzt generell die Funktion mit dem Ball erklären. Ohne Ball hat es aber den gleichen Effekt, nur dass das Item sich dann unabhängig vom Ball bewegt und ihn nicht beeinflusst.
Es gibt folgende Items:
Rote und grüne Panter. Der grüne Panzer verwandelt den Ball oder Puck in ein gerade fliegendes Objekt, ähnlich wie ein Koopa Panzer in Mario Bros. Mit ihm kann man Gegner oder das Tor mit sehr großer Wahrscheinlichkeit und Geschwindigkeit treffen. Der rote Panzer nimmt dabei eine kurvenartige Flugbahn ein und trifft mehrere Gegner oder das Tor, ohne abgefangen werden zu können.
Bananen lassen den Ball ein wenig schlingern und lassen Gegner bei Kontakt ausrutschen und machen sie einige Sekunden benommen.
Bomben sind der Weg zum durchschlagendem Erfolg! Bei Kontakt explodiert der Ball großflächig und sorgt für mehrere Sekunden Lähmung der Gegner.
Der Mini-Pilz ist nicht so spektakulär wie die Bombe, vielleicht aber noch effektiver. Bei Kontakt schrumpft der Gegner und bleibt um die 15 Sekunden winzig. In diesem Format kann man außer Wegrennen nichts machen. Allerdings können gute Teamkameraden diesen Verlust natürlich wieder ausgleichen.
Das mächtigste Item ist der Stern. Durch ihn wird ein ganzes Team unverwundbar und ist immun gegen jeglichen Schaden. Man bekommt ihn nur sehr selten und vor allem wenn man eine Zeit lang schlecht spielt.
Und Marios Freunde sind alle mit von der Partie
Nachdem man die Steuerung gelernt hat, kann man sich für eine Sportart entscheiden. Man kann allgemein mit bis zu drei Freunden spielen. Die Mannschaften bestehen wahlweise aus zwei oder drei Spielern, sodass man zu viert nicht in einem Team spielen kann. Alle Gegner können eingestellt werden, dabei geht die Scala von Einfach bis Experte mit insgesamt vier Stufen. Diese Stufen sind auch ziemlich passend, so ist der höchste Schwierigkeitsgrad eine echte Herausforderung, aber noch schaffbar. Dagegen sind einfach Gegner eben relativ einfach zu besiegen, aber vielleicht gerade am Anfang das richtige zum üben.
Die Spieler können dann zwischen bis zu 18 Charakteren aussuchen und natürlich ihrem eigenem Mii. Aus dem Mario-Universum sind die üblichen Verdächtigen da, allerdings gibt es noch einige Charaktere aus anderen Spielen, wie etwa Final Fantasy oder Dragon Quest. Zusätzlich besitzt jeder bestimmte Fähigkeiten. Die drei Werte sind Technik, Geschwindigkeit und Stärke und beeinflussen die Stärken und Schwächen der jeweiligen Charaktere. Geschwindigkeit erklärt sich von selber, während spezielle Schüsse von Technikern öfter treffen. Kraft führt zu deutlich stärkeren Schüssen, die schlechter aufgehalten werden können. Je nach der größten Stärke werden die einzelnen Charaktere dementsprechend nach ihren Fertigkeiten sortiert. In den einzelnen Kategorien gibt es noch leichte Abweichungen, so ist der eine Techniker stärker und der andere schneller. Je nach Bedarf kann man sich also einen Charakter passend zum eigenem Spielstil aussuchen.
Insgesamt gibt es:
Mario (Allrounder, ausgeglichene Fähigkeiten)
Luigi (Allrounder, ausgeglichene Fähigkeiten)
Yoshi (Allrounder, ausgeglichene Fähigkeiten)
Mii (Allrounder, ausgeglichene Fähigkeiten)
Bowser Jr. (Wirbelwind, schnell unterwegs)
Toad (Wirbelwind, schnell unterwegs)
Diddy Kong (Wirbelwind, schnell unterwegs)
Peach (Techniker, Schüsse treffen fast immer)
Daisy (Techniker, Schüsse treffen fast immer)
Waluigi (Techniker, Schüsse treffen fast immer)
Wario (Kraftpaket, nahezu unaufhaltbare Schüsse)
Bowser (Kraftpaket, nahezu unaufhaltbare Schüsse)
Donkey Kong (Kraftpaket, nahezu unaufhaltbare Schüsse)
Zusätzlich freischaltbar sind die Charaktere außerhalb des Mario Universums. Wie genau man sie freischaltet? Man muss eine gewisse Anzahl an Siegen erlangen oder den Turniermodus (nachher mehr dazu) durchspielen.
Ninja (Allrounder, ausgeglichene Fähigkeiten)
Weißmagierin (Techniker, Schüsse treffen fast immer)
Schwarzmagier (Techniker, Schüsse treffen fast immer)
Mogry (Techniker, Schüsse treffen fast immer)
Kaktor (Techniker, Schüsse treffen fast immer)
Schleim (Techniker, Schüsse treffen fast immer)
Neben Charakteren kann man aber auch andere Kostüme oder Farben freischalten, indem man oft genug mit den einzelnen Charakteren spielt. Beispielsweise gibt es neben dem Standard-Toad in rot auch noch den gleichen in blau, grün oder gelb. Das gleiche gilt für Yoshi, während man beim Schleim unterschiedliche Variationen freischalten kann.
Ein Sportspiel mit Story!
Die Story fällt relativ kurz und knapp aus. Ein Meteor landet im Pilzkönigreich und man entdeckt drei Edelsteine. Aus aktuellem Anlass werden sie als Trophäe für die Turniere in den vier Disziplinen Basketball, Volleyball, Völkerball und Hockey verwendet. Mehr kommt dann auch nicht mehr - es sei denn man gewinnt einen, wobei auch die Sequenz relativ kurz ist. Aber wer braucht schon eine Story? Schon Mario Bros hat gezeigt, wie man mit einer kurzen, immer gleichen Sequenz wieder und wieder begeistern kann.
Aber widmen wir uns mal den Turnieren. Es gibt insgesamt drei Turniere, den Pilz-Cup, Blumen-Cup und den Sternen-Cup. Zusammen mit dem Sternen-Cup gewinnt man den jeweiligen Edelstein. Allerdings kann man alle Turniere auch noch in schwer spielen und nochmal etwas anderes gewinnen.
Ein Turnier besteht immer aus drei Matches, also einzelnen Spielfeldern. Man kann auch alternativ zum Turnier auch nur Matches spielen, sollte man dazu Lust haben. Dargestellt wird der Turniermodus als Weg zu einem Schloss, zu dem acht Punkte führen. Diese treffen sich und führen zu vier Punkten, diese dann zu zwei und dann zu einem Punkt. An den Punkten wird jeweils gegeinander gespielt und der Gewinner geht weiter. Beim Verlust darf man das Spiel nocheinmal wiederholen und muss nicht direkt von vorne anfangen. Dadurch wird auch die Motivation hoch gehalten.
Je öfter man allerdings einen Cup gewinnt, desto größere Geheimwege werden begehbar. So kann man statt direkt zum Schloss einmal ganz außen um das Schloss herum. Hierbei spielt man dann auch andere Spielbretter, da diese auf dem Weg zum Schloss festgelegt sind. Beim Weg außenherum kann man dann jeweils neue Bretter finden und auch für den Match-Modus freischalten. Somit macht es auch noch Spaß alte Cups wieder und wieder zu spielen, um neue Sachen freizuschalten.
Zusätzlich gibt es noch Minispiele. Für jede Sportart eines, sodass man die Grundsteuerung und das Prinzip jeweils auf ein Minispiel übertragen muss. Beispielsweise gibt es einen Minispiel mit Bob-omb-Regen. Hier muss man nicht nur weglaufen, sondern auch wie beim Völkerball sich die Bomben schnappen und auf Gegner werfen. Zeitdruck und allgemeine Hektik machen das ganze dann noch interessanter. Bei einem anderen nimmt man das Grundprinzip vom Basketball. Von der Decke hängen verschieden große Früchte, wobei die großen weniger Punkte geben als die großen. Als Korb dient Mutant-Tyranha, ein Ungeheuer mit vielen spitzen Zähnen und einem großen Maul, die nur ab und zu den Mund öffnet. Dann heißt es werfen, werfen und werfen! Wer die meisten Treffer erzielt gewinnt! Natürlich gibt es noch zwei andere, aber die orientieren sich an dem gleichen Prinzip. Letztlich lässt sich sagen, dass es sich um eine gute und sehr lustige Abwechslung handelt. Zufällig können auch normale Spielbretter in Turnieren durch das jeweilige Minispiel ersetzt werden.
Vielfalt mit Herausforderungen
Nun habe ich immer wieder über Spielbretter geredet. Aber was verbirgt sich genau dahinter? Letztlich handelt es sich immer um das Spielfeld wie man es vom Volleyball oder Basketball kennt. Allerdings weißt jedes Feld eine Besonderheit auf. So muss man in Peachs Schlossgarten keine Grenzen beachten und es gibt eigentlich nur ein Feld. Lediglich Wassersprenger hindern am vollständigen Nutzen des Feldes. Oder man wird in Luigis Mansion von Geistern unterstützt, die manchmal Bälle klauen und einem Team zuspielen. Allgemein werden so viele unterschiedliche Besonderheiten genutzt, dass es trotz des gleichen Spielprinzips immer wieder anders ist. Die Spielbretter sind detailliert gestaltet und durchdacht.
Auf die richtige Technik kommt es an
.... und zwar nicht nur beim Spielen. Grafisch ist das Spiel überdurchschnittlich gut gelungen. Viele Animationen, sehr detaillierte Spielbretter und Umgebungen lassen das Spiel grafisch sehr gut dastehen. Natürlich wird der Mario-typische Stil verwendet, allerdings auf grafisch hohem Niveau. Der Sound ist ebenfalls sehr abwechslungsreich und je nach Spielbrett anders und passend. Auch qualitativ kann ich den Soundtrack nur als großen Pluspunkt sehen.
Was den Spielumfang betrifft, gibt es viel zu finden. Der große Zusatzinhalt bei den Turnieren, die freischaltbaren Charaktere oder Spielbretter und nicht zuletzt die vielen Spielbretter und unterschiedlichen Sportarten sorgen für reichlich Abwechslung und immer wieder neue Motivation.
Außerdem gibt es technisch noch den Online-Modus zu bestaunen, den man zu allein oder zu zweit gegen zwei andere Spieler spielen kann. In der Regel hat man immer jemanden da zum spielen und es ist eine sehr gute Alternative, sollte man mal keinen Freund zu Hand haben.
23 Bewertungen, 8 Kommentare
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19.07.2013, 16:08 Uhr von debbi87
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße, debbi!
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14.07.2013, 18:15 Uhr von Little-Peach
Bewertung: besonders wertvollbw :)
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14.07.2013, 12:08 Uhr von Gi22Fr
Bewertung: besonders wertvolltoller bericht!
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14.07.2013, 09:11 Uhr von joelovesyou
Bewertung: besonders wertvollbewe & Gruß
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13.07.2013, 21:08 Uhr von nudelsuppe
Bewertung: besonders wertvollLiebe Grüße
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13.07.2013, 18:30 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichEinen lieben Gruß KATJA
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13.07.2013, 17:07 Uhr von Lale
Bewertung: besonders wertvollAllerbesten Gruß *~*
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13.07.2013, 16:23 Uhr von Teddy1958
Bewertung: sehr hilfreichLG und schönes weekend :-) Marion
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