schmerzstillende Mittel Testbericht

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Erfahrungsbericht von 2BEorNOT2be

Cannabis -Die Rettung bei unerträglich Schmerzen???-

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Vorwort:
Ich möchte mit dem nachfolgenden Bericht niemanden dazu auffordern Drogen zu nehmen, noch deren Gebrauch verherrlichen. Ich versuche lediglich ein paar Gedanken und meine Meinung darzulegen.
Ich werde hier vor allem auf die Heilwirkungen die dem Hanf zugesprochen werden eingehen. Wie bei jeder Diskussion über Cannabis kommt man natürlich nicht an dem drogenpolitischen Aspekt der Sache vorbei.

Zur Begriffsklärung muss ich sagen dass Hanf, Cannabis und Marihuana dasselbe sind.

Sämtliche Statistiken und wissenschaftlichen Beweise sind aus einem Buch, das ich mir kürzlich gekauft habe entnommen.

Hanf wird schon seit Jahren als Droge deklariert…aber was ist überhaupt eine Droge???

Als Drogen wurden ursprünglich Pflanzen und Pflanzenteile bezeichnet, die als Heilmittel eingesetzt wurden. Daher auch der Begriff „Drogerie“
Heute werden damit legale und vor allem illegale Mittel bezeichnet die zur Abhängigkeit führen können bezeichnet. Dazu gehören sowohl die so genannten weichen Drogen wie Cannabis, als auch die harten Drogen wie Heroin und Kokain…als auch Kaffee, Nikotin und Alkohol.

Die Geschichte des Hanfs, vom Aufstieg über den Fall bis zur Renaissance.

Hanf wird als sie älteste Kulturpflanze der Welt bezeichnet, das belegen Funde aus Eisenberg/Thüringen. Dort wurden in Gräbern Hanfsamen aus dem Jahre 5500 v. Chr. Gefunden. Damals wurde der Hanf als Heilmittel und zur Fasergewinnung genutzt.
Und schließlich hätte sich die „Gutenberg-Bibel“ schon längst in Luft aufgelöst wenn sie nicht auf Hanfpapier gedruckt worden wäre.
Für mehr als 3500 Jahre hatte Hanf in vielen Kulturen eine sehr hohe und geschätzte Stellung.
Die berauschenden Stoffe kannte man bereits in vorchristlicher Zeit, sie dienten Schamanen und Heilkundigen in vielen Kulturen als Mittel für religiöse Zeremonien.
Bis zum Ende des Mittelalters wurde Hanf vornehmlich in Europa als Nutzpflanze gezüchtet.
Erst 1640 entdeckte ein englischer Arzt die Heilwirkung von Hanf. Und behandelte damit mehr oder minder erfolgreich Husten, Gallenkoliken und Gichtschmerzen. Später wurde dann Hanf auch zur Schmerzlinderung bei schwereren Krankheiten wie Tetanus, Tollwut und Spasmen verordnet. Durch die Erfolge in der Medizin etablierte sich Hanf und gelang weltweites Ansehen. Man geriet weltweit in Euphorie, Hanf konnte nahezu alles heilen, dachte man. Es gab einen regelrechten Boom in der Cannabisforschung. Sogar mehrere Fälle von Chorea Huntington, einer unheilbaren Krankheit, konnten mit Hanf gut therapiert werden.
Doch dann kam der Hanf ins hintertreffen und wurde schließlich als gefährliches Rauschgift abgestempelt und verboten. Der Hauptgrund dafür ist wohl das Arzneimittel vermehrt synthetisch hergestellt wurden, und somit für Naturheilmittel kein Platz mehr war. Der Hanf als natürlich wachsende Pflanze versprach der Pharmaindustrie keine großen Absatzchancen mehr. Auch die Papierindustrie stieg auf Holz um.
Die Industrie war sich einig: der Hanf musste verschwinden, damit andere gewinnbringendere Produkte Platz auf dem Markt hatten.
Zu dieser Zeit entstand das Märchen von der Mörderdroge Hanf.
Harry J. Anslinger, Leiter der staatl. Drogenbehörde in den USA, machte es sich zum Lebensziel Hanf weltweit zu verbieten. Nach 31 Jahren schaffte er das auch und Hanf wurde per UNO- Resolution weltweit als Rauschgift deklariert.

ANMERKUNG: Bei seiner Pensionierung sagte Anslinger wörtlich: „ Sicher ist Marihuana eher harmlos, aber Verbote stärken die Autorität.“

Heute ist Hanfgenuss und auch seine medizinische Anwendung in einigen Länden wieder erlaubt, z.B. in den Niederlanden.

ANMERKUNG: In manchen Ländern, vor allem islamischen Ländern steht auf Hanfbesitz und Konsum die Todesstrafe.

Aber auch in Deutschland darf genetisch veränderter Hanf, der weniger als 0,3% THC (tetrahydrocannabinol, der Stoff dem die berauschende Wirkung von Hanf nachgesagt wird) enthält, zur Fasergewinnung angebaut werden. Auch in der Medizin ist Hanf wieder im kommen. Seit November 1997 läuft eine Studie im Berliner Mohabit Krankenhaus über die medizinische Wirkung von Hanf. Anfänge sind bereits gemacht.
Doch der Weg vom Rauschgift zum anerkannten Medizinischen Heilmittel ist noch sehr lang und steinig.
Dabei hat die Geschichte des Hanfs doch so gut angefangen.


Was kann Hanf bzw. welche medizinischen Eigenschaften hat Cannabis.

Zuerst einmal will ich sagen dass das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte 1996 die therapeutische Wirkung von Cannabisprodukten bestätigte. Welche sich auch wissenschaftlich Belegen lässt. Allerdings gibt es nur sehr wenige aktuelle Studien, was ja auch kein Wunder ist, die meisten sind schon fast 100 Jahre alt.

Hanf und Aids
Hanf kann Aids nicht heilen, es kann aber viele Symthome bekämpfen und ein Leben mit Aids soweit es geht erträglich machen. Zum Beispiel hat Hanf einen appetitanregenden Effekt, der 1991 in einer amerikanischen Studie nachgewiesen wurde. Schon 5mg am Tag verhindern eine Appetitlosigkeit und ein darausfolgendes Abmagern. Seit 1995 ist in manchen Ländern ein synthetisch hergestelltes THC- Präparat „Marinol“ zugelassen. Bei Aidspatienten kommen aber noch mehr Wirkungen des Hanf zum tragen: Übelkeit und Erbrechen verschwinden, Stress und Unruhe löst sich auf und die allgemeine Stimmung hebt sich und Schmerzen verschwinden.

Hanf und Krebs
Natürlich kann Hanf auch Krebs nicht heilen, doch durch Hanf lassen sich die Begleitsymptome der Chemotherapie lindern, Übelkeit und Erbrechen wird verhindert. Allgemeines Wohlbefinden gesteigert. Üblicherweise helfen hier auch die synthetisch hergestellten Produkte, doch die Natur hat noch mehr auf Lager. In Studien wurde herausgefunden dass sich mit Cannabis viele gutartige und auch einige Bösartige Tumore eindämmen lassen und im Wachstum beschränken lassen. Auch Hanföl, fanden Studien heraus, unterstützt eine Heilung positiv. Linolsäuren und Gammalinolsäuren die im Hanföl enthalten sind blockieren ein Enzym das für die Metastasenbildung verantwortlich ist.

Hanf und Epilepsie
Früher war Hanf das einzige Mittel gegen Epilepsie, bzw. deren Symptome. Heutzutage gibt es sehr gute und wirkungsvolle Antiepileptika. Doch Hanf ist in vielen Formen der Epilepsie das beste Mittel, da es die geringsten Nebenwirkungen hat. Die psychoaktiven Stoffe in Cannabisprodukten, aber auch die nicht berauschenden Stoffe wie das CBD setzen die Krampfschwelle deutlich herab. Leider fehlen auf diesem Gebiet noch aktuelle Forschungen, der Stellenwert von Hanf bei dieser Erkrankung kann also noch nicht eingeschätzt werden.

Zusammenfassung:
Dies war nur ein kleiner Überblick über das was Hanf kann, und gegen welche Krankheiten es alles nützen könnte bzw. nutzt. Um hier alle Wirkungen von Hanf zu erklären reicht der Platz nicht, darüber könnte man eine Doktorarbeit schreiben aber keinen ciao-Bericht. Bei allem darf man nicht vergessen dass Hanf eine Droge ist, und das sie auf dem Schwarzmarkt meist nicht in reiner Form vorliegt, was das gefährliche ist. Der Stoff wird gestreckt mit diversen Mitteln, was die Dosierung schwierig macht. Und die ist, wie bei allen Arzneimitteln, das entscheidende.


Hanf wird Unrecht getan wenn es als Droge oder sogar Rauschgift deklariert wird, Hanf hat soviel interessante und nützliche Eigenschaften, die zum Teil noch gar nicht erforscht sind. In Cannabis steckt ein ungeheures Potential, vor allem für die Medizin. In China und Indien wird Hanf, wie schon seit tausenden von Jahren, in der Medizin und Homöopathie eingesetzt. Und das Argument dass Hanf eine Einstiegsdroge ist kann ich persönlich nicht gelten lassen. Dann müsste man im gleichem Atemzug auch Alkohol und Nikotin verbieten, doch diese Mittel sind legal. Obwohl Alkohol und Nikotin keine mir bekannten positiven medizinischen Effekte haben. Ok Wein soll ja das Leben verlängern, aber auch da kommt es auf die Dosis an, und schließlich gibt es ja noch Desinfektionsalkohol, aber da is ja eh vom Verzehr abzuraten.
Doch bei Nikotin muss ich passen, da kenn ich nun wirklich keine. Außer das die Wirtschaft bzw. der Staat damit eine Menge Kohle machen kann, aber das hat ja wenig mit dem eigentlichen Thema zu tun.


Danke für eure Aufmerksamkeit, ich hoffe ich konnte ein bisschen Interesse wecken.
Ich sag es noch mal: ich will mit diesem Bericht keinerlei Drogenkonsum verherrlichen.

23 Bewertungen, 7 Kommentare

  • diewicca

    28.08.2002, 22:34 Uhr von diewicca
    Bewertung: sehr hilfreich

    super geschriebener Bericht... es gibt übrigens Hanf zur Schmerzbehandlung in Tablettenform. Das Stück lag vor ca. 2 Jahren bei 25€. Muss allerdings selber bezahlt werden.

  • tobi.birkner

    28.05.2002, 18:50 Uhr von tobi.birkner
    Bewertung: sehr hilfreich

    Nikotin und Alkohol sind Gesellschaftsdrogen genauso wie in Indien Hanf eine Gesellschaftsdroge ist. Daraus resultiert, dass beide nicht verboten sind Hanf aber schon. Wenn du nähere Infos wilsst, ich hab 2 Artikel über die Drogen Nummer 1 in D

  • Ritzilein

    28.05.2002, 07:59 Uhr von Ritzilein
    Bewertung: sehr hilfreich

    Finde ich sehr gut Deine Gedanken. Ich bin auch der Meinung, dass man solche Mittel einsetzen sollte, vor allem, wenn man genau weiß, dass es sich um eine Krankheit handelt, die nicht zu heilen ist. Liebe Grüße von Bianca

  • guardien

    28.05.2002, 05:51 Uhr von guardien
    Bewertung: weniger hilfreich

    ...weil du gekifft hast, du stück;)

  • teetasse

    28.05.2002, 04:22 Uhr von teetasse
    Bewertung: sehr hilfreich

    wenn ich mir die nebenwirkungsliste manch starken medikaments durchlesen dann frage ich mich doch wirklich weiso hanf für solche zwecken nicht erlaubt sein soll nur weil die gesellschaftliche akzeptanz fehlt sehr guter beitrag weider so

  • anonym

    28.05.2002, 04:02 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Zur Behandlung von Krankheiten ist es natürlich sehr gut einsetzbar, der regelmäßige Konsum um einfach mal auf Wolke 7 zu schweben ist allerdings völlig daneben, da eigene Erfahrung. Lieber Gruß, Daniel

  • soulfly1972

    28.05.2002, 03:56 Uhr von soulfly1972
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein guter Bericht !