schmerzstillende Mittel Testbericht
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Erfahrungsbericht von Fantaghiro
Wie stellt man Acetylsalicylsäure (ASS/Aspirin) her ?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
****Geschichte****
Aspirin (a + spiraed) leitet sich von der Pflanze Wiesenspierstaude ( spiraes ulmaria) ab. Acetylsalicylsäure wurde das erste mal 1850 durch den Chemiker Charles Frederick Gerhardt hergestellt und durch die Firma Bayer Aspirin genannt.
Zuerst stellte man fest das Aspirin Schmerzstillend ist , aber die Substanz verursachte Verätzungen im Mundraum , was auf Verunreinigungen zurückzuführen war. Erst 1893 fanden Felix Hoffmann und Heinrich Dreser einen Weg Acetylsalicylsäure zu reinigen , seitdem ist Aspirin eines der erfolgreichsten Medikamente in der Geschichte der Pharmazie.
****Wirkungsweise****
Aspirin hemmt ein Enzym , welches sich Prostaglandin nennt. Prostaglandin ist eine chemische Verbindung , welche biologische Funktionen , wie Verdauung , Nierenfunktion und Blutkreislauf reguliert. Außerdem sendet es Schmerzsignale aus . Bei Verletzungen und Krankheiten werden diese freigesetzt , so dass wir Entzündungen , Fieber und Schmerz spüren. Aspirin hemmt nun dieses Enzym und stoppt damit die Synthese im geschädigten Gewebe , was heißt das die Schmerzsignale aussetzen und wir keinen Schmerz mehr fühlen.
Soviel zur Geschichte und Wirkungsweise von Aspirin , sollte man mal gehört haben finde ich. Nun werde ich die Herstellung erläutern , welche wir im Chemieunterricht im Rahmen meiner Ausbildung zur Chemisch technischen Assistentin ausprobiert haben und somit Acetysalicylsäure hergestellt haben.
****Herstellung****
Man benötigt:
Chemikalien:
Essigsäureanhydrid (C4H6O3)
Essigsäure (CH3COOH)
Salicylsäure (C7H6O3)
Wasser (H2O)
Geräte:
Rührapparatur
Heizpilz
Dreihalsrundkolben
Tropftrichter
Thermometer
Porzellanschale ( für Eis zur Kühlung)
Membranpumpe
Uhrglas
Trichter
Kugelkühler
5,8 ml Essigsäureanhydrid werden zusammen mit 5 ml Essigsäure in einen Rundkolben gegeben. Dieser wird in einem Heizpilz (Pilzheizhaube) auf eine Ruhrapparatur(Magnetrührer) gestellt. Unter Rühren werden nun 6,9 g Salicylsäure hinzugegeben. Nun erhitzt man das ganze auf 95°C und hält diese Temperatur 2 Stunden lang . Während dieser Zeit wird weiterhin gerührt. Die Salicylsäure ist ein weißer Feststoff. Bei Zugabe bleibt sie zuerst weiß, dann bekommt die Lösung eine leicht rosa Farbe. Zu dem Gemisch werden nach 2 Stunden innerhalb von 15 Minuten 25 ml Wasser zugetropft.
Anschließend wird das ganze durch Außenkühlung mit Eiswasser auf 20 ° C abgekühlt und bei dieser Temperatur noch 30 Minuten weiter gerührt.
Beim Abkühlen fällt die Acetylsalicylsäure weiß aus. Man saugt die ausgefallene Acetylsalicylsäure mit einer Membranpumpe ab ( zweimal mit wenig Wasser nachwaschen und mit Glasstopfen anpressen) und überführt die Substanz auf ein Uhrglas , dass vorher gewogen wurde. Nun wiegt man die Substanz und macht somit eine Feuchtauswaage. Die Substanz wird dann im Trockenschrank bei 80 ° getrocknet.
Die getrocknete Substanz holt man aus dem Trockenschrank und bestimmt den Schmelzpunkt , mit Hilfe eines Schmelzpunktbestimmungsgerätes. Dazu nimmt man kleine Glasröhrchen und gibt etwas Substanz hinein , dann beobachtet man die Substanz, während die Temperatur steigt, bis sie zu schmelzen beginnt und notiert sich den Wert . Der gemessene Schmelzpunkt liegt bei 130 °C , der Literaturwert ist 135°C.
Dann wird die Substanz gewogen und anschließend umkristalisiert. Dazu löst man die Substanz in einem geeigneten Lösemittel , in einem Gemisch von etwa 50 ml aus 2 Volumenteilen Wasser und einem Volumenanteil Methylalkohol. Man erhitzt zum Sieden (Apparatur mit Kugelkühler) und lässt die Substanz danach langsam abkühlen. Die Acetylsalicylsäure fällt weiß aus. Dieser Vorgang dient zur Reinigung des Stoffes. Man saugt erneut ab und trocknet das Ganze im Trockenschrank bei 80°C.
Zur Reinheitskontrolle wird erneut der Schmelzpunkt bestimmt und mit Hilfe eines Infrarotspektrmeters ein Spektrum aufgenommen und dies dann mit dem Spektrum der Acetylsalicylsäure ( Literatur) verglichen. Außerdem wir noch eine Dünnschichtchromatographie durchgeführt.
Ist der Stoff nach der Reinheitskontrolle nun wirklich rein , kann man den getrockneten Stoff zu Tabletten pressen, die man auch benutzen kann , da sie auf Reinheit geprüft wurden.
Wir haben diese Reinheitskontrollen gemacht und einen reinen Stoff erhalten. Wir durften uns Tabletten pressen und mitnehmen. Sie wirken , wie die ganz normalen Aspirintabletten die man in der Apotheke kaufen kann.
****Fazit****
Ich finde das dies eine interessante Analyse ist , da man erfährt wie man einen Stoff des täglichen Gebrauches herstellt. So lernt man was wirklich sinnvolles. Die Herstellung ist nicht kompliziert , sollte allerdings in einem Labor durchgeführt werden , da man mit Chemikalien immer vorsichtig umgehen muß. Außerdem ist die Reinheit der verwendeten Stoffe so garantiert. Außerdem muß auf die Entsorgung der Chemikalien geachtet werden , da man nicht alle einfach in den Abguss schütten darf.
Aspirin ist ein recht einfacher Stoff , der aber eine schmerzstillende Wirkung hat. Es ist schon erstaunlich das ein bisschen Substanz eine solche Wirkung haben kann.
Ich danke euch fürs Lesen und hoffe es hat euch gefallen Gruß Fanta
28 Bewertungen, 8 Kommentare
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09.04.2006, 14:56 Uhr von schnekuesschen
Bewertung: sehr hilfreichDer Bericht ist einfach sh.... LG Sandy :-))))
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29.03.2002, 19:49 Uhr von freija
Bewertung: weniger hilfreichIch finde es nicht in Ordnung die Herstellung eines Medikaments zu veröffltichen
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23.03.2002, 20:04 Uhr von schweitzman
Bewertung: sehr hilfreichNa wenn man dann noch ein NMR zur Qualitätskontrolle zu Hause hat kann man mit dem Bau der Aspirinmanufaktur beginnen...
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22.03.2002, 01:00 Uhr von awassa
Bewertung: sehr hilfreichAspirin wird aber eher weniger vertragen als beispielsweise Paracetamol (auch mit ass...) Und in der Schwangerschaft sollte man auch die Finger von aspirin lassen, hingegen Paracetamol kann man in Maßen verwenden, wenns nötig ist...ich frage mi
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21.03.2002, 17:10 Uhr von Super_Utz
Bewertung: sehr hilfreichin der küche wär das sicher nich die sicherste methodik ;o)
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21.03.2002, 13:37 Uhr von Alusru
Bewertung: sehr hilfreichMan lernt doch nie aus, lieben Gruß Uschi.
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20.03.2002, 22:18 Uhr von seehuhn
Bewertung: sehr hilfreichguter Bericht
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20.03.2002, 22:07 Uhr von Paketmarke
Bewertung: sehr hilfreichSchwerdes Thema, sehr gut beschrieben.Weiter so.
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