Schutzengel (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 04/2013
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Kyrvanas
Weil Frauen zu neugierig sind, sterben ihre Freunde
Pro:
Moritz Bleibtreu
Kontra:
alles andere
Empfehlung:
Nein
Die DVD
Darsteller: Til Schweiger, Luna Schweiger, Moritz Bleibtreu
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spieldauer: 127 Minuten
Bonusmaterial
An Bonusmaterial bekommt man auf der DVD Til Schweiger beim Training und beim Shooter Training zu sehen. Wen's interessiert... mich jedenfalls nicht. Dazu gibt es noch einen Audiokommentar und den Trailer des Films. Alles in allem recht mager für ein Bonusmaterial und man hätte auch gut drauf verzichten können. Manchmal ist weniger halt mehr.
Handlung
Die Handlung lässt sich ohne zu Spoilern schnell beschreiben: die Teenagerin Nina (Luna Schweiger) muss in einem Hotelzimmer mitansehen, wie ihr Freund durch den Waffenhändler Thomas Backer (Heiner Lauterbach) erschossen wird, weil er mit dessen Notebook unter dem Arm in seinem Hotelzimmer rumlief.
Backer wird darufhin verhaftet und soll für lange Zeit ins Gefängnis. Dass ihm dieser Umstand nicht gefällt ist mehr als logisch und so versucht er alles, um die einzige Zeugin aus dem Weg zu räumen. Diese wird deswegen ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen und unter anderem durch den Ex KSK-Soldaten Max Fischer (Til Schweiger) beschützt. Doch ihr Zufluchtsort wird entdeckt, die beiden anderen Polizisten werden ermordet und nur Max und Nina können nach einer wilden Schießerei entkommen. Was nun folgt ist ein Versteckspiel um Leben und Tod, bei dem die beiden mehr oder weniger auf sich allein gestellt sind und von Verbrechern gejagt werden...
Grob zusammengefasst könnte man über den Film auch sagen: Dutzende von Leuten (müssen) sterben, weil eine Zeugin gerettet werden muss.
Meinung
An und für sich ist es eine nette Idee mit sicherlich viel Potential. Doch leider wird dieses so gut wie gar nicht ausgeschöpft. Zu viele offene Fragen bleiben am Ende bestehen, mzu viele Logiklöcher werden offenkundig und die mehr als lahme Action kann über diese bei Weitem nicht drüber hinwegtrösten. Filme dieser Art gab es schon zu Hauf und es werden noch viele weitere folgen, doch selten hat mich einer dieser Filme derart nicht begeistert, wie Schutzengel: mangelnde Schauspielkunst, halbherzige Action, Logiklöcher, (fehlende?) Story... diese Liste könnte man beliebig erweitern.
Im folgenden versuche ich ein paar meiner Kritikpunkte darzulegen, ohne zu viel von der Story zu verraten (wobei es eigentlich leider nicht viel zu verraten gibt):
Schon zu Beginn vermutet Max, dass es einen Maulwurf bei der Polizei gibt, denn es ist unerklärlich, wieso die Zeugin und die Polizisten in ihrem Versteck entdeckt werden konnten. Bis zum Schluss bleibt der Film aber die Antwort auf die tatsächlichen Verräter schuldig (mit einer Ausnahme, die aber nicht direkt mit dem Zeugenschutzprogramm zu tun hat...)
Was tut man als Krankenhausmitarbeiterin, wenn ein Besucher sich Medikamente, Spritzen, etc. in seinen Mantel stopft? Zumindest würde man ihn drauf ansprechen oder einen Vorgesetzten holen... Dass die Sachen hier nicht noch in Geschenkpapier eingepackt wurden ist auch alles was fehlt...
Zum Ende hin hatte ich das Gefühl, dass auf der DVD 2-5 Minuten fehlen. Denn zwischen finalem Showdown und tatsächlichem Ende wird ausgeblendet und der Zuschauer muss sich seinen Teil denken. Was ich mir an dieser Stelle gedacht habe (weil es aus dem Kontext heraus einfach als einziges Sinn gemacht hätte), trifft nicht zu.
Stattdessen nimmt der Film eine (vom Heldenstatus her vorhersehbare) Wendung, die absolut nicht nachvollziehbar ist (Weiter ins Detail möchte ich nicht gehen, falls sich doch noch jemand diesen Film antuen möchte).
Für mich ist der einzige echte Lichtblick in diesem Werk Moritz Bleibtreu in der Rolle des Rudi. Seine Figur sorgt für die bitter nötige Aufheiterung des Films und verbreitet so wenigstens ein bisschen Kurzweile in dem 127-minütigen Streifen. Locker flockige Sprüche geprägt von Selbstironie verleihen seinem Charakter das gewisse Etwas, was auch anderen Figuren gut getan hätte.
Während andere Filme dieser Art mich fesseln können oder zumindest dafür sorgen, dass ich mich nicht langweile und durch gute Action und markante Sprüche über eine miese Story hinweg trösten (wie zum Beispiel in The Expendables), so bestand meine Hauptbelustigung darin, mich mit meiner Guckpartnerin zu unterhalten, was normalerweise überhaupt nicht meine Art während eines Films ist.
Während er nachts in der Küche am Drehbuch schrieb, habe er geheult, erzählte Schweiger. "Und ich wusste, wenn ich heule, heulen die Leute im Kino auch."
Da hat er allerdings Recht. Aber sie heulen wohl weniger vor Rührung oder aus Sentimentalität, sondern eher aus Bedauern, für diesen Mist 8-10 Euro an der Kinokasse (oder als DVD-Version im Handel) gelassen und über zwei Stunden Lebenszeit verschwendet zu haben.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, was spiegel-online dazu schreibt: Die Löcher im Plot sind so groß, dass selbst ein Fuchs-Spürpanzer darin mühelos in Deckung gehen könnte, und die Charaktere sind so fein geschnitzt wie ein naturbelassener Baumstumpf.
Dieser Meinung kann ich mich absolut anschließen.
Fazit
Mehr als zwei Sterne kann und will ich nicht vergeben und kann jedem, der auf anspruchsvolle Filme, oder solche steht, die gute Action enthalten, nur von diesem Film abraten. Den zweiten Stern gibts übrigens nur für die aufheiternden Sequenzen mit Moritz Bleibtreu.
Eine Sache wurde durch die Handung wieder bestätigt: Wäre Nina nicht so neugierig gewesen und hätte in fremden Zimmern herumgeschnüffelt, wäre ihr Freund noch am Leben. Frauen sind also Schuld, weil sie zu neugierig sind :)
Darsteller: Til Schweiger, Luna Schweiger, Moritz Bleibtreu
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spieldauer: 127 Minuten
Bonusmaterial
An Bonusmaterial bekommt man auf der DVD Til Schweiger beim Training und beim Shooter Training zu sehen. Wen's interessiert... mich jedenfalls nicht. Dazu gibt es noch einen Audiokommentar und den Trailer des Films. Alles in allem recht mager für ein Bonusmaterial und man hätte auch gut drauf verzichten können. Manchmal ist weniger halt mehr.
Handlung
Die Handlung lässt sich ohne zu Spoilern schnell beschreiben: die Teenagerin Nina (Luna Schweiger) muss in einem Hotelzimmer mitansehen, wie ihr Freund durch den Waffenhändler Thomas Backer (Heiner Lauterbach) erschossen wird, weil er mit dessen Notebook unter dem Arm in seinem Hotelzimmer rumlief.
Backer wird darufhin verhaftet und soll für lange Zeit ins Gefängnis. Dass ihm dieser Umstand nicht gefällt ist mehr als logisch und so versucht er alles, um die einzige Zeugin aus dem Weg zu räumen. Diese wird deswegen ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen und unter anderem durch den Ex KSK-Soldaten Max Fischer (Til Schweiger) beschützt. Doch ihr Zufluchtsort wird entdeckt, die beiden anderen Polizisten werden ermordet und nur Max und Nina können nach einer wilden Schießerei entkommen. Was nun folgt ist ein Versteckspiel um Leben und Tod, bei dem die beiden mehr oder weniger auf sich allein gestellt sind und von Verbrechern gejagt werden...
Grob zusammengefasst könnte man über den Film auch sagen: Dutzende von Leuten (müssen) sterben, weil eine Zeugin gerettet werden muss.
Meinung
An und für sich ist es eine nette Idee mit sicherlich viel Potential. Doch leider wird dieses so gut wie gar nicht ausgeschöpft. Zu viele offene Fragen bleiben am Ende bestehen, mzu viele Logiklöcher werden offenkundig und die mehr als lahme Action kann über diese bei Weitem nicht drüber hinwegtrösten. Filme dieser Art gab es schon zu Hauf und es werden noch viele weitere folgen, doch selten hat mich einer dieser Filme derart nicht begeistert, wie Schutzengel: mangelnde Schauspielkunst, halbherzige Action, Logiklöcher, (fehlende?) Story... diese Liste könnte man beliebig erweitern.
Im folgenden versuche ich ein paar meiner Kritikpunkte darzulegen, ohne zu viel von der Story zu verraten (wobei es eigentlich leider nicht viel zu verraten gibt):
Schon zu Beginn vermutet Max, dass es einen Maulwurf bei der Polizei gibt, denn es ist unerklärlich, wieso die Zeugin und die Polizisten in ihrem Versteck entdeckt werden konnten. Bis zum Schluss bleibt der Film aber die Antwort auf die tatsächlichen Verräter schuldig (mit einer Ausnahme, die aber nicht direkt mit dem Zeugenschutzprogramm zu tun hat...)
Was tut man als Krankenhausmitarbeiterin, wenn ein Besucher sich Medikamente, Spritzen, etc. in seinen Mantel stopft? Zumindest würde man ihn drauf ansprechen oder einen Vorgesetzten holen... Dass die Sachen hier nicht noch in Geschenkpapier eingepackt wurden ist auch alles was fehlt...
Zum Ende hin hatte ich das Gefühl, dass auf der DVD 2-5 Minuten fehlen. Denn zwischen finalem Showdown und tatsächlichem Ende wird ausgeblendet und der Zuschauer muss sich seinen Teil denken. Was ich mir an dieser Stelle gedacht habe (weil es aus dem Kontext heraus einfach als einziges Sinn gemacht hätte), trifft nicht zu.
Stattdessen nimmt der Film eine (vom Heldenstatus her vorhersehbare) Wendung, die absolut nicht nachvollziehbar ist (Weiter ins Detail möchte ich nicht gehen, falls sich doch noch jemand diesen Film antuen möchte).
Für mich ist der einzige echte Lichtblick in diesem Werk Moritz Bleibtreu in der Rolle des Rudi. Seine Figur sorgt für die bitter nötige Aufheiterung des Films und verbreitet so wenigstens ein bisschen Kurzweile in dem 127-minütigen Streifen. Locker flockige Sprüche geprägt von Selbstironie verleihen seinem Charakter das gewisse Etwas, was auch anderen Figuren gut getan hätte.
Während andere Filme dieser Art mich fesseln können oder zumindest dafür sorgen, dass ich mich nicht langweile und durch gute Action und markante Sprüche über eine miese Story hinweg trösten (wie zum Beispiel in The Expendables), so bestand meine Hauptbelustigung darin, mich mit meiner Guckpartnerin zu unterhalten, was normalerweise überhaupt nicht meine Art während eines Films ist.
Während er nachts in der Küche am Drehbuch schrieb, habe er geheult, erzählte Schweiger. "Und ich wusste, wenn ich heule, heulen die Leute im Kino auch."
Da hat er allerdings Recht. Aber sie heulen wohl weniger vor Rührung oder aus Sentimentalität, sondern eher aus Bedauern, für diesen Mist 8-10 Euro an der Kinokasse (oder als DVD-Version im Handel) gelassen und über zwei Stunden Lebenszeit verschwendet zu haben.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, was spiegel-online dazu schreibt: Die Löcher im Plot sind so groß, dass selbst ein Fuchs-Spürpanzer darin mühelos in Deckung gehen könnte, und die Charaktere sind so fein geschnitzt wie ein naturbelassener Baumstumpf.
Dieser Meinung kann ich mich absolut anschließen.
Fazit
Mehr als zwei Sterne kann und will ich nicht vergeben und kann jedem, der auf anspruchsvolle Filme, oder solche steht, die gute Action enthalten, nur von diesem Film abraten. Den zweiten Stern gibts übrigens nur für die aufheiternden Sequenzen mit Moritz Bleibtreu.
Eine Sache wurde durch die Handung wieder bestätigt: Wäre Nina nicht so neugierig gewesen und hätte in fremden Zimmern herumgeschnüffelt, wäre ihr Freund noch am Leben. Frauen sind also Schuld, weil sie zu neugierig sind :)
17 Bewertungen, 4 Kommentare
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02.03.2015, 11:28 Uhr von suntsu33
Bewertung: sehr hilfreichViele Grüße!
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29.07.2013, 18:37 Uhr von Lale
Bewertung: sehr hilfreichAllerbesten Gruß *~*
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29.07.2013, 15:03 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichViele Grüße Annabelle
-
29.07.2013, 13:41 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichKatja sendet dir Grüße
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