Warm Bodies (DVD) Testbericht

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ab 17,82
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Auf yopi.de gelistet seit 05/2013
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  hoch
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von Riesenkeks

"Die Welt ist so kaputt." - "Nicht alles."*

4
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Altersgruppe:  ab 12 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  DVD-Version

Pro:

viel Bonusmaterial, was Fans des Films erfreuen dürfte, Film an sich ganz gut, Darstellerleistung

Kontra:

man muss die Geschichte zwischen R und Julie nicht mögen, kann man aber; Kleinigkeiten

Empfehlung:

Ja

*Filmzitat

Es gibt ja einige denkbare postapokalyptische Szenarien, von denen eine der häufigsten wohl die der Zombie-Apokalypse sein dürfte. Da Zombies nicht nur gruselig sein müssen, sondern auch ein gewisses Humor-Potential haben, verwundert es nicht zu sehr, dass es seit diesem Jahr einen Zombiefilm gibt, der ab 12 Jahren freigegeben ist.

Warm Bodies ist eine Romanverfilmung des gleichnamigen Buches von Isaac Marion und entstand unter der Regie von Jonathan Levine, der mir bisher nur durch All The Boys Love Mandy Lane ein Begriff war.

Die Story lässt sich wie folgt zusammenfassen:
Nach einer Zombie-Apokalypse gibt es nicht mehr sehr viele Menschen, aber die, die überlebt haben, rotten sich in Siedlungen zusammen und sind schwer bewaffnet. Nach und nach gehen in solchen Siedlungen allerdings die Vorräte an verschiedenen Dingen aus und so begibt es sich, dass kleine Trupps losgeschickt werden, um beispielsweise Medikamente aus leerstehenden Häusern zu holen. In einer dieser Truppen befindet sich Julie (Teresa Palmer), die in das Blickfeld des Zombies R (so genannt, weil er glaubt, sein Name habe so angefangen - aber an mehr kann er sich nicht erinnern... es liegt nahe, ihn mit "omeo" enden zu lassen) (gespielt von Nicholas Hoult) gelangt - allerdings im guten Sinne, denn er fühlt sich zu ihr hingezogen - menschlich und nicht, weil sie für ihn ein Nahrungsmittel darstellt. Nach und nach scheint er sich zu verändern, seine Menschlichkeit zurückzugewinnen und die anderen Zombies damit anzustecken...

Die Umsetzung empfinde ich als durchaus gelungen.
Man sieht hier mal etwas andere Zombies, die zwar auch stupide und nur auf der Suche nach Nahrung durch die Gegend zu streifen scheinen, aber durch den inneren Monolog von R kann man erkennen, das er sich seiner Situation bewusst ist und gerne etwas ändern würde, ein schlechtes Gewissen hat, wenn er Gehirne verspeist und sich vorstellt, wie das Leben vor dem Zombiesein war (schön: wie hier alle auf ihre Mobiltelefone starren, also auch nicht von Angesicht zu Angesicht kommunizieren) . Außerdem wohnt er sogar richtig in einem Flugzeug, hört Musik - der Junge wirkt also nur etwas apathisch. Etwas sehr apathisch.

Die Menschen hingegen denken, dass die Zombies wirklich tot seien - auch innerlich. Dass sie nicht denken, nicht fühlen und kein Mitleid empfinden. Nun, zumindest R scheint da anders zu sein. Man sollte vom Verhalten also nicht unbedingt auf das Innere schließen. Wie so oft im Leben. Lediglich die "Boneys" (schnellere Zombies, die alles aufgegeben haben und auch ihre Haut los sind und sogar von den "normalen Zombies" ein wenig gefürchtet zu werden scheinen) scheinen dem zu entsprechen, was das allgemeine Zombiebild - vor allem propagiert von Julies Vater (verkörpert durch John Malkovich), der die Menschensiedlung leitet, ist.

Jedenfalls ist es wirklich mal ein neuerer Ansatz, mehr von der Welt der Zombies zu zeigen. Normalerweise bekommt man ja immer nur die Menschen zu sehen, die gegen sie kämpfen.

Romanik (absichtlich ohne t, aber es ist trotzdem nicht der Baustil oder Ähnliches gemeint) kommt hier ebenso nicht zu kurz, wird aber oft genug auf eine mir sehr zusagende Art präsentiert: leicht humorvoll.
So ist die erste Begegnung zwischen R und Julie sicherlich nicht gerade von rosa Herzen geschwängert, sondern R erlebt die Frau seiner Träume dabei, wie sie auf die anderen Zombies - nicht auf ihn! - schießt, während er ihren Freund umbringen wird... - und dennoch ist dieser erste Blickkontakt zwischen ihnen etwas Besonderes.

Schön ist auch die Idee, dass die Zombies sich einen kurzen Moment lebendig fühlen, wenn sie das Gehirn eines Menschen essen (wodurch Rs Interesse an Julie verstärkt wird); fressen sie jedoch nur den Rest, gibt es neue Zombies.

Allerdings gibt es ein paar kleinere Fragen meinerseits:
Welche sinnvollen Medikamente sind schon acht Jahre haltbar?
Wieso bewegen sich die Zombies an sich langsam (auch von R bemängelt, da ihn die Geschwindigkeit offensichtlich nervt), aber bei der Jagd dann doch furchterregend schnell, wendig und gewitzt?
Warum genau sollte ein Zombie nur den Rest eines Menschen verspeisen, aber das Gehirn übrig lassen, wenn er sich doch durch dieses lebendig fühlt? Zeitmangel? Gewissen? Eben doch nicht immer diesen Trip haben wollen? Oder sind die Boneys dafür verantwortlich?
Warum hat Julie nach ein paar Tagen ohne regelmäßige Hygiene noch keine fettigen Haare?
Wovon ernähren sich die Zombies in der Übergangsphase?

Bild und Ton sind beide gut. Wie für Zombiefilme fast schon obligatorisch, ist alles in etwas blasseren, leicht bläulichen Farben gehalten, was ich ja aber sowieso lieber mag als dieses bunte Einerlei bei vielen anderen Filmen. Der Ton weiß an sich zu überzeugen, aber wenn die Zombies reden, muss man manchmal schon sehr genau hinhören, denn vor allem zu Beginn, wenn sie nur einzelne Worte sagen, sind diese noch sehr leise und undeutlich gehaucht.

Über die Animation der Boneys kann man sich ein wenig streiten, aber an sich sind die schon ganz nett gemacht und wenn sie laufen sind sie meistens auch okay... manchmal aber eben auch nicht so ganz...


Es gibt 114 Minuten Bonusmaterial , was ich als beinahe schon übermäßig viel empfinde, denn damit ist das Bonusmaterial fast 20 Minuten länger als der Film. Im Einzelnen wären das:

Audiokommentar mit Regisseur Jonathan Levine sowie den Hauptdarstellern Nicholas Hoult und Teresa Palmer
Roman und Filmentwicklung
R & J
Das Schauspielerensemble
Zombie-Make-up
Produktionsdesign und Montreal
Waffen und Stunts
Visuelle Effekte
Hinter den Kulissen mit Teresa Palmer
" Wie man einen Zombie spielt" mit Rob Corddry
Entfallene Szenen
Outtakes
Kinotrailer

Naturgemäß habe ich mir nicht alles davon angesehen, sondern lediglich das, was mich, die nicht der totale Fan des Films ist, sondern ihn lediglich gut findet, erstmal interessiert hat. Das sind die entfallenen Szenen, die man sich durchaus ansehen kann, die Outtakes, für die Ähnliches gilt, wenngleich ich dazu sagen muss, dass man natürlich Outtakes mögen muss (Ich sah schon bessere...) dafür und die ersten drei Punkte, weil ich mich ja ein bisschen für Making-Ofs interessiere. An sich handelt es sich sowieso um ein großes Making-Of, das hier aber eben in verschiedene anwählbare Punkte getrennt worden ist, was ich ganz gut finde, denn so kann jeder das raussuchen, was ihn am meisten interessiert. Die anderen Punkte werde ich mit der Zeit bestimmt auch noch ansehen, denke ich...


Fazit
Ich weiß nicht, warum die halbe Welt den Film mit Twilight vergleicht, denn meiner Meinung nach haben diese beiden Filme nichts miteinander zu tun - abgesehen von der Tatsache, dass ein Menschenmädchen sich in einen (un)toten Jungen verliebt. Das war's.
Warm Bodies ist so viel besser, lebt nicht nur von den neueren Einfällen, sondern auch davon, dass die Geschichte gut ist und eine nette Aussage hat ("Liebe macht menschlich" oder so...) und weist außerdem auch noch Schauspieler auf, die spielen können.
Lediglich die FSK-Angabe ab 12 hat mich nachträglich überrascht, denn "normalerweise" wird sowas anders eingestuft ... Ab 16 ... Ich hätte den Film aber als Zwölfjährige gucken können; wenn Sie zartbesaiteteKinder haben, sollten Sie sich das aber gründlich überlegen, die das sehen zu lassen. Immerhin gibt es die doch sehr fiesen Boneys, Mord und Totschlag. Aber eben auch eine gute Portion jugendgerechter Romanik [noch immer Absicht], die mir das Ganze dann leider ein bisschen versaut, weil's "too much" (wenngleich nicht zu kitschig) ist. Dennoch kann ich guten Gewissens vier Sterne geben und eine Empfehlung aussprechen. Zombies für jüngereLeute - das ist doch mal was.


Tag 167 n.A. - "Es ist leichter nichts zu fühlen, als das hier zu fühlen." (R)

14 Bewertungen, 5 Kommentare

  • Little-Peach

    03.09.2013, 15:54 Uhr von Little-Peach
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :))

  • allegra1805

    03.09.2013, 13:22 Uhr von allegra1805
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöne Grüße, allegra

  • wurmi2010

    03.09.2013, 13:12 Uhr von wurmi2010
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh und viele Grüße

  • uhlig_simone@t-online.de

    03.09.2013, 08:59 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    GLG SIMONE

  • VWCorrado2012

    03.09.2013, 07:09 Uhr von VWCorrado2012
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr gut berichtet... SH und lg.