Demon Kiss - Blutengel
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Demon Kiss - Blutengel

Platz 1676 in der Kategorie "CDs: Musik aller Interpreten". Tonträger-Typ: CD / Genre: Gothic / Dark Wave / ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 2,00 / 5,00 (2.0 von 5)

Demon Kiss - Blutengel Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

das-christian

Dieter Bohlen lässt seine Grüße ausrichten!

ein Testbericht von 2004-07-04 13:27:15 vom 04.07.2004
Empfehlung: nein
Vorteile: ein paar gute Songs wie zum Beispiel In the Distance, besser als das Vorgängeralbum...
Nachteile/Kritik: die amateurhaften Stimmen insbesondere der weiblichen Mitglieder, alles klingt irgendwie gleich, keine Weiterentwicklung und Reife der Band zu erkennen
Intro

Seit dem letzten Blutengel-Album Angel Dust, habe ich darauf verzichtet mir weitere Werke von Chris Pohl und seinen Projekten zu kaufen, da lieber leihe ich sie mir von Freunden und bekannten aus, um somit einen Einblick in die musikalischen Ergüsse zu bekommen. So ist es auch mit dem aktuellen Album Demon Kiss geschehen, allein schon der Titel hat mich vom Kauf abgeschreckt, so lieh ich mir die CD von einer Freundin und begann damit, mich mit der Blutengel-Musik berieseln zu lassen. Nach nun zig Durchläufen finde ich, dass ich einen guten Eindruck über diese CD bekommen habe und werde somit über meine Erfahrungen mit Demon Kiss berichten.

Band

Blutengel wurde 1998 gegründet, als inoffizieller Nachfolger Seelenkrank. Begründer dieser beiden Bands war der Berliner DJ Christian „Chris“ Pohl. Er ist der Dieter Bohlen der schwarzen Szene. Es wurde aber sofort festgelegt, dass bei Blutengel mehr Liebe und Leid eine Rolle spielen wird, als wie Schmerz und Pein wie bei Seelenkrank, da diese Gruppe eher auf den SM-Bereich fixiert war. 1999 erschien dann auch das erste Blutengel Album Child of Glass, mit heutigen Blutengel-Werken überhaupt nicht mehr vergleichbar. Zu dieser Zeit hatte Chris Pohl zwei Damen um sich, und zwar Kati und Nina, letztere war auch schon maßgeblich am Projekt Seelenkrank beteiligt. Nina verließ jedoch die Band nach diesem Album, als neuer Part kam Gini hinzu. Mit diesem Dreigestirn, Chris, Kati und Gini wurde dann auch das zweite und für mich beste Album aufgenommen, Seelenschmerz. Clubkracher wie Seelenschmerz, Children of the night oder Bloody Pleasures hört man heute noch ständig in Independent Diskos. Danach verlor ich ein wenig den Faden zur Band, eine Maxiveröffentlichung namens Black Roses war der Ankündiger für das kommende Album Angel Dust. Hier kam es aber zum Eklat, Kati und Gini trennten sich von Pohl, da sie sich etwas benachteiligt vorkamen und zu wenig zu melden hatten, sie gründeten das Projekt Tristesse de la Lune. Zu dieser Zeit aber war schon Constanze in der Band, sie war die aktuelle Pohl-Freundin und war fest integriertes Mitglied. Als zweite weibliche Stimme kam Eva hinzu, auch beim Angel Dust Album lieferte sie einige Kostproben ihres Gesangs ab, dieser Teil der Band ist auch noch beim aktuellen Album Demon Kiss von Bestand. Jedoch gibt es noch eine weitere Frau, die speziell für die Show Acts zur Verfügung steht, nämlich Sonja, im Grunde die die immer ihre Brüste präsentiert. Chris Pohl hat noch weitere zwei musikalische Projekte, diese sind Terminal Choice und Tumor. Die Frage ist nur noch wann der erste Videoclip zu Blutengel erscheint und dieser dann in den Charts auf und ab gespielt wird.

Album

Das Album ist schlicht in schwarz- und braun untermalter Farbe gehalten. Im Booklet und Cover gibt es wieder genügend Bilder der ganzen Bandmitglieder. Natürlich auch wieder die der peinlicheren Sorte, ist hier doch Herr Pohl als eine Art edler Vampir abgebildet, was nicht Trashig sondern dumm wirkt. Das Cover ist diesmal nicht so gut ausgewählt, Conny schaut in einen Spiegel und sieht im Hintergrund Pohl mit einer anderen beim Austausch von Zärtlichkeiten, spricht wohl für die Texte im Album, ich finde es mittlerweile aber eher schnulzig. Im Booklet sind ein Gedicht und zahlreiche Bilder drin. Ich war aber enttäuscht dass diesmal keine Brustbeschau anstand, alle in sehr viel Kleidung, dafür waren viele blutige Bilder dabei. Es befinden sich satte 15 Songs auf dem Album mit einer Gesamtspiellänge von 76:47 Minuten. Wie ich finde eine ganz schön lange Spieldauer, hier nun die Songs in der Einzelkritik.

1. Angels of the dark

Nicht vielversprechend aber angenehm beginnt das erste Stück. Mit Angels und Dark sind gleich zwei Szenewörter in einem Liedtitel. Der Song beginnt elektronisch, schon leicht an Industrial angelehnt, anschließend erfolgt ein kurzes Intro, scheinbar ein alter Mann aus irgendeinem drittklassigen Splatterfilm. Die Melodie klingt anfangs monoton, die Beats sind gleichmäßig, klingen aber nicht verkehrt. Schließlich setzt nach einer Minute der Gesang von Chris Pohl ein, die Beats und Melodie werden langsamer, diese Stelle gefällt mir, klingt etwas deprimiert und nachdenklich, aber trotzdem tanzbar. Danach jedoch setzt der weibliche Gesang von Eva und Conny ein, hier wird dieses Lied dann letztendlich doch herabgewürdigt. Natürlich ist auch hier dieses Blutengeltypische Summen zu vernehmen, was düster und dunkel klingt, und mittlerweile ein Markenzeichen von der Band ist und seit Seelenschmerz nicht mehr fehlen darf. Letztendlich singen alle drei den Refrain zusammen, dies klingt wieder etwas angenehmer. Etwas träge, aber der doch zum Teil schnellen Musik angepasst. Hier geht es mal wiederum um den Tod, um Leid und um Liebe, speziell die letzten Textstellen möchte ich hervorheben: „…You’ll find a better Life, in a world without sacrifice…“. Von der Melodie und Gesang her geht dieses Lied, es fehlt aber an Charakter und Stil, es ist eines von vielen Blutengelliedern.
6/10

2. Forever

Dieser Song wurde bereits vorab als Single veröffentlicht. Auch hier gibt es am Anfang ein Intro, was sehr an den Vorgängertitel erinnert. Die sprechende Stimme eines alten Mannes ist wohl die gleiche wie von Angels of the dark. Hier ist nur die Stimme von Pohl zu hören, ein sehr tanzbares und wohl auch eher härteres Stück für aktuelle Blutengelverhältnisse. Die ganze Kraft liegt im Refrain, zu merken ist das Chris Pohl wirklich keine Stimme hat, jedoch versucht er dies als eigenen Vorteil geltend zu machen, was Szeneintern ja auch nicht einmal so falsch ist. Der Refrain ist akzeptabel, eine helle, schleifende Melodie die nach Licht, somit auch erleuchtend und motivierend klingt, leitet die Ruhephasen ein, spezielles Augenmerk lege ich hier auf das „…Forever…“, welches am Ende immer speziell betont wird und der gesamte Song somit besser erscheint. Auch hier wieder viele E-Beats, jedoch in anderer Reihenfolge als beim Vorgänger, ein Laie könnte diese beiden ersten Songs jedoch leicht verwechseln. Der Text „…I kiss the blood from your burning lips, I lick the blood from your shivering skin…“ macht klar, dass dieser Song wieder um das Thema Vampire handelt, wofür eigentlich das Vorgängeralbum Angel Dust zuständig war. Trotz der Tatsache dass Pohl allein singt, macht es diesen Song nicht gerade besser, es fehlt einfach an der Unterhaltung und nach dem besonderen unverwechselbarem was man bei Liedern sucht und bei guten Liedern auch findet. Außerdem habe ich hier gemerkt, das der Unterschied zwischen Blutengel und Chris Pohls eigentlichem Erst- und auch Hauptprojekt Terminal Choice kaum noch zu erkennen ist, man hätte diesen Song genauso gut auf eine Terminal Choice CD packen können. Zum Song selbst ist nur zu sagen - hat man ihn dreimal angehört ist er langweilig. Anfangs erscheint er vielleicht noch gut, aber sehr schnell wird er unbedeutend.
6/10

3. Silent Tears (For You)

Wie der Titel schon vermuten lässt handelt es sich hier um eine Ballade. Eva und Constanze liefern hier den Gesang ab. Es ist ein langsames und ruhiges Klavierspiel zu hören, begleitet von der weiblichen Stimme von Eva, der Song wird nicht härter, Beats sind keine zu vernehmen, höchstens sachte Trommelschläge, die man aber nicht als diese vernehmen wird. Gegen Mitte des Songs singen beide Frauen zusammen, tja, zwei schlechte Stimmen überdecken sich selbst, dadurch hört es sich nicht ganz so grauenvoll an. Nach knapp drei Minuten gibt es dann eine Art Trommel-Marsch-Musik, diese leitet aber zum Ende ein. Der Text ist einfach gestrickt und es lohnt sich nicht darauf einzugehen, die beiden Mädels nuscheln sowieso eher, als eine klare verständliche Aussprache abzuliefern wie es beim männlichen Gegenpart dazu der Fall ist. Der Song ist mir zu ruhig, mir gefallen solche Lieder nur sehr selten, aber auch so fehlt es an einer ordentlichen Melodie die Ohrwurmcharakter hat. Es gibt schöne Balladen, diese versucht eine zu sein, kommt jedoch nicht heran.
2/10

4. In the Distance

Song Nummer 4 schimpft sich In the Distance. Hier sollte man jedoch zwei funktionierende Boxen haben, da der Song anfangs vom Sound her wandert. Beide Ausgänge werden jeweils immer zu 100% belastet, aber zum Glück nur die ersten paar Sekunden des Songs. Begonnen wird mit dem stimmlichen Intro von Eva, Chris Pohl fährt anschließend mit dem Gesang fort, er singt eher langsam, versucht sich wieder voll und ganz der Melodie anzupassen. Hier klingt seine Stimme fürchterlich, ein Paar Gesangsstunden mehr hätten nicht geschadet, selbst der Computer konnte da nichts mehr ändern. Nach Pohls Intro könnte man denken der Refrain beginnt, seine Gesangsart hier spiegelt sich als Fragesatz wieder, somit betont er am Ende jeweils immer das letzte Wort. Jedoch beginnt der Song danach relativ gut zu werden wenn der richtige Refrain einsetzt, im Text „…Never let me down again, hold my hands eternally…“ sind Ähnlichkeiten zu Depeche Mode vielleicht gewollt, auch wenn es nur auf textlicher Ebene geschieht. Melodie und Gesang sind relativ gut und besitzen Ohrwurmcharakter, somit wird der eher ungewohnte Anfang vergessen gemacht. In diesem Song geht es um das eigentliche Thema des Albums, um Engel. Der Refrain ist das Beste am Song und geht relativ schnell ins Ohr, gesamt gesehen ist das doch noch ein gutes Lied und im Grunde auch das beste Stück auf dem Album. Im Grunde das einzige Stück, welches man auch noch nach dem 10. Mal hören kann, somit besitzt es wahren Ohrwurmcharakter.
9/10

5. Solitary Angel

Ab diesem Punkt wird es langsam etwas öde über die eintönigen Texte zu philosophieren. Jedoch ist es bei Solitary Angel der Fall dass Herr Pohl wieder einmal allein singt. Der Anfang erinnert mich an „Piep Piep kleiner Satellit“ von Blümchen, aber wirklich nur der Anfang, weil es sehr schnell düster wird. Eine sumpfähnliche Melodie ist zu vernehmen. Chris Pohl setzt sehr früh mit dem Gesang ein, er singt sehr tief, dies klingt eher gekünstelt, der Refrain ist auch hier wieder der Punkt der dieses Lied hörbar macht. Mr. Pohl gibt sich als einsamer Engel an, mit Songtesten wie „…The world still needs another leader...“, spricht er szeneübliche Themen an, die jedoch von ihm unglaubwürdig erscheinen. Hier geht es im Grunde wieder einmal darum, dass alles auf dieser Welt schlecht und ach so böse ist. Der Song ist allgemein wieder einer der düsteren Sorte, obwohl er sich auch gut neben Songs von Britney Spears oder Christina Aguilera machen würde, in Bezug auf Härte. Aber mit gewohnter Härte hat diese ganze CD sehr zu kämpfen. Gegen Ende ist dann ein vereinzeltes Klavierspiel zu erkennen, zusammen mit einem seltsamen Geräusch was nach einer Kaffeemaschine klingt. Der Refrain gefällt mir an diesem Stück sehr gut, der Rest ist eher durchschnittlich und wird auch relativ schnell langweilig, dieses Stück erinnert mich an viele Dinge, besonders an die restlichen Songs des Albums.
6/10

6. Love Killer

Für mich ist das schon ein primitiver Titel, der eher Abneigung als Neugier für diesen Song erweckt. Mit einem gleich bleibenden Elektrosound beginnt dieser Song. Der Sound ist sehr verzerrt, die Melodie setzt auch schnell ein, die Bässe dürfen zu guter Letzt natürlich auch nicht fehlen. Chris Pohl’s Stimme ist ein wenig verzerrt, er versucht wieder den bösen Gruftie heraushängen zu lassen. Seine Stimme wird auch manchmal von einer mechanischen Stimme unterstützt die leicht nach Kraftwerk klingt, nicht das Blutengel wie ich es kenne. Da Chris Pohl hier den Gesang beisteuert, ist Conny’s Stimme für den Refrain gedacht, dieser setzt jedoch sehr spät ein, nach zirka 3 Minuten. Connys Gesang klingt wie üblich, ihre schwache Stimme ist nicht sehr belastbar und somit klingt sie auch immer gleich. Immerhin klingt dieser Song etwas düsterer als die bisher da gewesenen Stücke auf dieser CD, Conny trübt dieses düstere Erscheinungsbild zwar ein wenig, aber die Stimme ist verzerrt und viele Beats sind zu hören, das stimmt mich einigermaßen zufrieden, trotzdem gibt es bessere Lieder in dieser Qualität.
5/10

7. Senseless Life

Mit nervenden Orgelklängen beginnt dieser Song. Das Klischee ist somit bereits am Anfang erfüllt. Mit harten, einzelnen Beats geht es dann weiter, Eva setzt mit ihrem Gesang ein, sie singt den ganzen Song allein, da sie auch den Text dazu beigesteuert hat. Auch sie zeigt sich sichtlich schwer und kann nicht mit ihrer Stimme umgehen, aber dank dem Computer fällt das nicht zu sehr auf. Der erste Teil erscheint langweilig, keine besondere Melodie, tanzen kann man dazu auch nicht, also nichts Besonderes. Zu erkennen ist, dass Senseless Life scheinbar bis zum Ende hin immer ruhiger wird, die Beats verschwinden scheinbar in den Gehörgängen, weil sie so unauffällig sind. Ihre Stimme klingt zwar kühl, aber auch abweisend, als wenn man Eva dazu gezwungen hat singen zu müssen, obwohl sie keine Lust hat. Der Song hat alles was ein unterdurchschnittlicher Song hat, eine Stimme und eine Melodie, es ist einfach nur eine 0-8-15 Melodie mit einem unmotivierten Gesang. Der Song gehört in die wohl eher ruhigere Sparte, einzig die Trommelklänge vermitteln etwas. Ein Lied, welches nicht besonders gut ist und eher als Füllstück betrachtet werden sollte. Hier sieht man das Ergebnis wenn ein weibliches Blutengelmitglied mal von allein etwas auf die Beine stellen möchte, ohne Pohl geht halt nichts.
1/10

8. Navigator

Nachdem im vorigen Lied meine Gehörgänge verstopft wurden, ist nun mit Navigator das nächste Stück dran. Bereits am Anfang klingt Navigator besser und hörenswerter. Hier singt alleinig nur Chris Pohl, mit trauernder und nachdenklicher Stimme. Die Melodie ist schleichend und die Beats setzen nacheinander ein, im Grunde wie bei allen Stücken von Blutengel auf dieser CD. Hier ist aber schon von Anfang an zu erkennen, dass dieses Stück sehr bassreich ist. Schöne saubere Bässe, die jedoch auch ein wenig an Future- und Synthie Pop erinnern, eine Mischung von beidem. Ich bin hier mit Chris Pohls Stimme zufrieden, sie klingt sauber und nicht daneben. Zwischendurch wird immer geflüstert, gibt dem Lied etwas Besonderes, „…Can you hear the devil cry, will you ever understand….“, dies ist die Einleitung zum Refrain. Der Refrain beginnt mit „…I’m not the Angel of your Dreams…“, diesen finde ich auch recht stark. Hier geht es textlich wohl darum, dass Chris Pohl kein Übermensch ist, sondern ein ganz normaler Mensch mit Fehlern, na ja ganz normal vielleicht nicht. Gegen Ende wiederholt er sich ständig, wirkt aber nicht nervig. Auf alle Fälle ist dies ein Gutes und tanzbares Lied, jedoch kein Tanzflächenfüller für die Ewigkeit, weil der Widererkennungswert fehlt, im Grunde das Problem welches für das ganze Album steht.
8/10

9. Stay

Dies ist der absolute Tiefpunkt des Albums, ein jeder kennt sicherlich noch das Original der Shakespeare Sisters. Es ist im Grunde eine 1:1-Kopie, nur mit schlechterem Gesang und Sound. Es war klar dass Chris Pohl nach seinem letzten aktuellen Cover von Falco’s „Out of the dark“, wieder einen von der schwarzen Szene gefeierten Hit der zum Teil auch zweideutig erscheinen könnte klaut. Conny übernimmt den ruhigen Pfad, schon das ist grauenvoll, eine Frau die nicht singen kann mit einer solchen, ja schon fast unmöglichen Gesangspassage zu versehen. Die Melodie wurde nur leicht auf heutige Verhältnisse angepasst, dabei wurde die aktuelle Zeit und der Musikgeschmack genauso mit einbezogen wie Chris Pohls eigener Blutengelsynthesizer. Tanzbar ist Stay allemal, anfangs eine Ballade die mit der Zeit immer lauter wird, aber nicht gerade schneller, Gesang und Melodie bleiben stockend. Conny klingt als würde sie sofort tot umkippen, das hört sich nicht mehr gut an, eher grauenvoll. Chris Pohl klingt jedoch noch etwas düster, trotzdem sind die Stimmen kein Vergleich zum Original und dieser Song ist dann letztendlich nur eine schlechte Kopie.
1/10

10. Ice Angel

Dieser nichts sagende Titel ist Teil des 10. Stücks auf diesem Album. Der Anfang klingt etwas futuristisch, hat aber auch etwas von einem großen leeren Raum. Dann jedoch setzt eine fast schon trauernde Musik ein, die bei Filmen ohne Happy End am Ende verwendet wird. Und schon wieder muss ich Conny hören, begleitet wird sie von einer Klaviermelodie, die jedoch nur vereinzelt auftritt. Ihr Refrain klingt von der Melodie her besser, Chris Pohl macht die Zweitstimme. Kompakt gesehen ist dieser Song stinklangweilig, der Text ist aufgrund von Connys nuscheln wieder kaum zu erkennen. Der einzige positive Punkt tritt ab der Mitte des Songs auf, hier ist eine einfache monotone Melodie zu hören, dies hätte das Material bei richtigen Bands als Intro auf ein Album zu kommen. Wirft man die 9 vorigen Titel zusammen, kommt dieses Stück raus, gähnende Langeweile. Aber der schlechteste Song auf dem Album ist es nicht.
2/10

11. Go to Hell

Der Anfang hört sich kühl an, nach einem U-Bahnschacht, auch hier ist wieder ein Intro zu vernehmen, wie es auch schon bei dem ersten beiden Stücken des Albums der Fall war. Der Anfang gefällt mir sehr gut, klingt richtig böse, die Bässe sind hart und tanzbar. Chris Pohls Gesang klingt leidend, zwischendrin sind immer böse Stimmen zu vernehmen, welche „…Evil…“ sagen. Der Text ist mehr als primitiv gestrickt, solche Texte kann ein 12jähriger schreiben, wirklich einfallslos und typisch Pohl, „…Will I go to heaven or will I go to hell…“. Der Text ist einfach, Sätze werden wiederholt, nur ein Wort wird darin verändert, am besten eins welches sich reimen tut, so entsteht ein monotoner und für den Zuhörer leicht verständlicher Text. Im Refrain wird Pohl immer kurz von Conny unterstützt, ihr Gesang ist jedoch kaum zu erkennen und eher im Hintergrund. Melodie ist düster und gefällt mir, auch die Stimme von Pohl ist gelungen, der Song ist einer der härteren auf dem Album und auch hörbar, vielleicht auch weil er schon sehr stark von den anderen Stücken abweicht. Zudem ist er noch sehr schnell, was für seine Tanzbarkeit spricht.
6/10

12. Resurrection

Entgegen meinen Erwartungen beginnt dieses Lied wie eine Ballade. Auch hier ist wieder ein alleiniges Klavierspiel zu hören, begleitet von einem nach kurzer Zeit nervig erscheinenden fiependen Geräusch. Anfangs könnte man denken der Song schlägt die Richtung Mittelalter ein. Der Gesang widerlegt dieses Argument jedoch, Pohls Stimme ist sehr verzerrt, völlig ungewohnt mittlerweile für neuere Blutengelstücke. Der Refrain wird jedoch wieder mit normaler Stimme gesungen. Jedoch ist der Refrain relativ schwach, er besticht nicht durch eine Melodie, hier wird wohl mehr Wert auf die Art des Gesangs gelegt, in Aufzählmanier wird nämlich gesungen. Enden tut dieses Stück wie es angefangen hat. Auch das ist ein Füllstück, für Freunde des verzerrten Gesangs, aber es ist kein Meisterwerk.
4/10

13. Frozen Heart

Hier versucht wieder einmal Conny zu singen, warum hat dieser Frau noch niemand gesagt dass sie nicht singen kann. Ein nicht von mir stammender Satz lautet, die Vocals der Sängerinnen (Eva und Conny) klingen schiefer als der Turm von Pisa aussieht, hiermit ist eigentlich alles gesagt. Melodie und Beats sind Akzeptabel, daran gibt’s nichts auszusetzen. Aber Connys Gesang klingt sehr tief und maskulin, vielleicht auch sehr gestellt und unwahr. Textzeilen wie „…She couldn’t believe in the frozen heart…“ sprechen für sich, der Text kann nur von Conny selbst stammen. Die Beats ändern sich bis zu dem Ende des Songs kaum. Einziges was mich hier aufbauen kann ist die Melodie, aber daraus hätte man deutlich mehr machen können und müssen, denn der Gesang passt nicht dazu. Ein weiteres schlechtes Lied auf dieser CD.
2/10

14. In my Dreams

Mit einem eigens von Mr. Pohl kreierten Synthesizergeräusch wird dieser Song eingeleitet, danach beginnt das alterwürdige Klavierspiel, welches meiner Meinung nach zu oft auf diesem Album zu hören war. Jedoch ist hier sofort zu erkennen um was für einen Song es sich handelt, eine Ballade. „…And you would handle me with care…“, zeigt mal wieder die sensible Seite von Pohl, der komplette Song ist so gestrickt. Tanzbar ist dieses Stück jedenfalls nicht, es hört sich eher nach etwas großem an was Chris Pohl versucht zu machen. Da im Hintergrund ab der Mitte des Liedes größere Instrumente zu hören sind, die fast nach einem Orchester klingen, letztendlich jedoch auch nur aus dem Computer kommen. Obwohl der Song einige schwache Phasen hat ist er doch relativ gut. Von der Art her ist dieser Song wie „The end of Love“ gestrickt, welcher auf dem Vorgängeralbum Angel Dust zu finden war. Also im Grunde ist das was ich hier geboten bekomme nichts Neues.
3/10

14. Verzweiflung

Verzweiflung beginnt nach Klängen die man aus Science Fiction-Filmen kennt. Chris Pohl singt hier deutsch, ein besonderes Merkmal an seinem Gesang ist, dass er seine Wörter immer ganz genau ausspricht, so auch hier. Somit ist es gut möglich den Text mitzuverfolgen. Hier handelt es sich wieder um ein ruhiges Stück, eine Ballade, begleitet wird Verzweiflung von Orgelklängen in den Zwischenpassagen, diese klingen nach Verfolgung und Trauer. Chris Pohls Gesang und der Song an sich sind vielleicht etwas langweilig. Als Abschluss sicherlich gut gewählt, da es sich hier um einen sehr ruhigen Song handelt, aber auch kein denkwürdiges Lied.
3/10

Meine Meinung

Man hätte dieses Album auch Angel Dust Part 2 nennen können. Es hört sich an wie die direkte Fortsetzung von Angel Dust. Neue Ansätze sind gar nicht drauf, beziehungsweise zu erkennen, nur die musikalische Qualität der Songs konnte ein wenig gesteigert werden. Aufgrund der großen Verbindung zum Vorgängeralbum vermisse ich eine Weiterentwicklung und Reife dieser Band. Größter Fehler liegt meiner Meinung nach aber in der Tatsache, dass fast jeder Song gleich klingt. Würde man mich fragen was der Unterschied zwischen Song 1 und Song 2 ist, könnte ich, außer der Tatsache dass im ersten Song eine Frau mitsingt, keinen nennen. Der Stil von Blutengel hat sich von einer düsteren Independent-Gruppe in eine Gothic-Pop-Gruppe geändert mit Hang zum Synthie-Pop der 80'er. Es sind zudem sehr viele Balladen drauf die nach nichts klingen und sicherlich nur die Richtung der Band darstellen sollen, jedoch bringen diese ein wenig Abwechslung in den Einheitsbrei. Die tanzbaren Songs sind zwar auch vorhanden, aber nicht gerade einzigartig, von der Melodie her erscheinen sie nach kurzer Zeit sehr billig. Es wird wieder sehr viel Electro geboten, aber Herr Pohl kann es wieder mal nicht lassen alle Klischees auszufüllen und sich somit selbst ins Abseits einer Witzfigur zu befördern. Die Stimmen der drei sind mehr als schlecht, wobei man keine gute Stimme haben muss um diese Musik machen zu können, sie sollte nur passend sein, Connys und Evas Stimme passt eben nicht rein in dieses Projekt. Vielleicht habe ich mich auch an Kati und Gini zu sehr gewöhnt, aber da bin ich nicht der einzige mit dieser Meinung. Pohl’s Stimme klingt nur verzerrt gut, will er nicht unbedingt wieder Kunststückchen damit machen kann man seine Stimme auch im normalen Zustand anhören, diesen Weg verbaut er sich jedoch meist von selbst. Die CD ist vollgepackt mit Musik, knapp 77 Minuten sind verdammt viel. Aber hätte Pohl doch lieber mehr Wert in Qualität statt Quantität gelegt, dann wäre sicherlich auch bessere Musik herausgekommen.

Outro

Empfehlen kann ich dieses Album zum Teil aber schon, besonders für Leute die einen Einblick in den aktuellen Zustand dieser Szene haben möchten. Auch für Neu-Grufties die zwei Wochen vorher ihre Baseballschläger und Bomberjacken in die Ecke geworfen haben um einen Imagewechsel zu starten kann ich diese CD empfehlen, wer seinen 12jährigen Freunden angesagte Musik zeigen will, für den ist Demon Kiss ebenfalls geeignet. Ich kann es schwer sagen wie viel mir das Album nun gibt, es ist wohl ein durchschnittliches Werk und somit an der Grenze des Guten und auch des Schlechten Geschmacks. Einen positiven Punkt den ich hervorheben möchte ist die Tatsache, dass einige gute tanzbare Stücke drauf sind, die ich ab und an gern höre, jedoch liegt das auch an meinem Interesse an Synthie-Pop, worauf das Album stark angelehnt ist. Die CD landet manchmal in meinem CD Player, jedenfalls war sie bereits öfters drin als der Vorgänger Angel Dust. Der Rest wie Gesang, Qualität und Weiterentwicklung der Band wirken sich negativ auf meine Bewertung aus. Zum Einstieg in die Szene sicherlich geeignet, wer aber richtige Musik hören will, der wird zeitig genug merken, dass man in Blutengel keinen Messias findet. Die CD spaltet vielleicht viele Geister, ich habe mich für die Bewertung entschieden, die definitiv auch zutreffend ist um alle Meinungen mit einzuschließen. Im Internet gibt es unter www.blutengel.de zahlreiche Informationen über die Band und auch Soundproben über die älteren Werke, darüber hinaus kann man sich noch über die beiden Nebenprojekte Terminal Choice und Tumor informieren.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 2,00 / 5,00 2
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Klangqualität:Klangqualität von Demon Kiss - Blutengel : 2,0 schlecht
Cover-Design:Cover-Design von Demon Kiss - Blutengel : 3,0 mittelmäßig
Dieser Tonträger ist:einer der schlechteren des Künstlers
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Produktbeschreibung Demon Kiss - Blutengel

 
Allgemeine Informationen Demon Kiss - Blutengel
gelistet seit: 21.06.2004
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 2,00 / 5,00
Allgemeine Informationen
Genre: Gothic / Dark Wave 
Interpret: Blutengel 
Tonträger-Typ: CD 
Demon Kiss - Blutengel im Vergleich
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