Der Watzmann ruft (1974) - Ambros/Tauchen/Prokopetz
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Der Watzmann ruft (1974) - Ambros/Tauchen/Prokopetz
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Der Watzmann ruft (1974) - Ambros/Tauchen/Prokopetz

Platz 907 in der Kategorie "CDs: Musik aller Interpreten". Tonträger-Typ: CD / Genre: Deutschsprachige Musik / Interpreten von A-Z: A / ...mehr
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Der Watzmann ruft (1974) - Ambros/Tauchen/Prokopetz gebraucht & neu

Der Watzmann ruft (1974) - Ambros/Tauchen/Prokopetz Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

doeter

Der Berg ruft

ein Testbericht von 2005-10-05 23:58:03 vom 05.10.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: kultiges Rustikal...
Nachteile/Kritik: Live angucken ist am besten
AMBROS/TAUCHEN/PROKOPETZ - Der Watz mann ruft (1974)


"Der Watzmann ruft" ist ein Rustikal in 8 Hörbildern. Thema ist "Der Berg und der Mensch - Ein ewiger Kampf". Wer nicht die Chance hat, das Werk einmal live zu geniessen, MUSS diese CD einfach kaufen.





Am Besten durchschreiten wir die schicksalsschwere Handlung Hörbild für Hörbild:





1. Hörbild
Volkschor "Hollarödulliöh"

Ouverture

Prolog



Kuhglocken und der "Hollarödulliöh" jodelnde Volkschor stimmen uns gleich auf den Ort der Handlung ein: Irgendwo in den Alpen. Die Ouverture von Christian Kolonovits nimmt schon einmal die Melodiebögen einiger der im Rustikal folgenden Lieder auf. Da ist offensichtlich ein gelernter Musiker und Arrangeur am Werke. Vielleicht erinnert sich noch jemand außer mir an einen Auftritt von Kolonovits beim Grand Prix d'Eurovision de la Chanson als Komponist und Dirigent des österreichischen Beitrages.



Im Prolog führt der Erzähler in die Geschichte eines kleinen Bergbauerndorfes am Fuße des Watzmann ein. Bergbauern haben sowieso schon ein hartes, arbeits- und entbehrungsreiches Leben. Aber auf den Bewohnern dieses Dorfes lastet ein Fluch. Der Berg holt sich aus ihrer Mitte ein Opfer nach dem anderen. Die Furcht vorm Berg bestimmt ihrer aller Leben.





2. Hörbild

Lied "Hollaröhdulliöh" 1. Teil

Gespräch der Knechte, 1. Teil

Lied "Hollaröhdulliöh" 2. Teil



Das Lied "Hollaröhdullioh" sorgt für die nötige Alpenstimmung, natürlich mit dem notwendigen (vielleicht etwas künstlich wirkenden Hall). "Ich steh bis zu den Waden in einer Kuhfladen. Mir ist bang, ich werd krank vom Gestank... schallt das Echo von der Höh': Hollaröhdulliöh." Wirklich ergreifende Textzeilen.



Aus dem Gespräch der Knechte, das diese führen, während sie festen Schrittes talwärts wandern, nehmen wir im wesentlichen mit: "Der Watzmann hat noch jeden g'holt." und "Weggehn nutzt nix!" Schöne Aussichten!





3. Hörbild
Szene "Das Rufen"

Lied "Der Berg"



Wir erleben ein Mittagessen rund um den klobigen Holztisch im Bergbauernhof. Es beginnt ganz unspektakulär mit dem Tischgebet. Doch im Verlaufe der Mahlzeit beginnt es zu donnern: Der Berg ruft den Buam, den Sohn des Hauses. - Noch kann ihn sein Vater zurückhalten.



Das Lied "Der Berg" faßt die Situation treffend zusammen: "Wenn er donnert, Gott behüt. Der Berg, der kennt kein Einsehn nicht. Watzmann! Watzmann! Schicksalsberg! Du bist so groß und ich nur ein Zwerg."





4. Hörbild

Szene "Die Jagd"

Lied "Oh St. Hubertus"



Vater und Sohn sind auf die Gams gegangen, erzählt der Erzähler. (Keine Angst, hier werden keine dubiosen sexuellen Verirrungen geschildert, d.h. im O-Ton Süd, dass sie auf Gemsenjagd gegangen sind.) Wieder ruft der Berg den Buam. - Immer noch kann ihn sein Vater zurückhalten.



Im Lied wird St. Hubertus, der Jagdheilige, aufgefordert, sein "Jagdhorn ertönen.., schmettern... tuten" zu lassen. "Oh St. Hubertus wirf den Ton deines Jagdhorns in die Luft, bis das es wie in einer Gruft langsam verpufft."



Wie paßt das hier rein ? Nun: der Sage nach herrschte in alter Zeit im Berchtesgadener Lande ein König namens Watzmann. Der liebte weder Menschen noch Tiere und weidete sich daran, Menschen wie Tiere zu martern und zu quälen. Die wilde Jagd war seine höchste Freude; er, sein Weib und seine Kinder liebten die wilde Jagd, wenn das totgehetzte Wild von den Hunden zerfleischt wurde.



Als die wilde Jagd wieder einmal daherhetzt, zerstampft der König mit seinem Pferd ein Mütterlein mit seiner Enkelin auf dem Schoß, und hetzt danach seine Hunde auf den entgeistert aus der Hütte tretenden Bauersmann und sein Weib, die die sterbende Mutter im Hause betten wollen, so daß auch sie unter den Zähnen der Bestien sterben. Lachend sehen der König, seine Gattin und seine Kinder zu, wie die Menschen sich sterbend in ihrem Blut winden.



Sterbend verflucht das Mütterchen den König und seine Familie. Sturmwind braust auf, als ob das Ende der Welt gekommen sei. Feuer sprüht aus dem Schoße der Erde und verwandelt König, Gattin und Kinder in Stein. So steht der Watzmann mit Gattin und sieben Kindern in riesige Felsen verwandelt und blickt als ewiges Wahrzeichen herab ins Berchtesgadener Land.





5. Hörbild

Gespräch der Knechte, 2. Teil

Lied "Die Gailtalerin", 1. Teil

Szene "Die Gailtalerin"

Lied "Die Gailtalerin", 2. Teil



Diesmal stechen die Knechte den Misthaufen um, während sie sich unterhalten. Beeindruckend dabei, die theologische Gemeinschaftsleistung: "Der Herrgott hört alles... Der Herrgott sieht alles... Und der Herrgott riecht alles." Doch die wichtigste Neuigkeit ist ganz klar: "Die Gailtalerin ist wieder da."



Das Lied läßt keinen Zweifel offen. Bei der Gailtalerin gilt: nomen est omen. In der Szene geht die Gailtalerin deshalb auch dem Buam an die Wäsche. Als sie ihn richtig heiß gemacht hat, verläßt sie ihn mit dem Hinweis, sobald er den Watzmann bezwungen habe, könne er alles von ihr haben ... aber erst dann.



Der alte Sigmund würde sich freuen über diese Räubereien in der psychoanalytischen Werkzeugkiste.





6. Hörbild
Szene "Der Kampf"

Lied "Aufi, Aufi!"



Der Bua verlangt vom Vater, ihn ziehen zu lassen. Er müsse jetzt den Berg bezwingen. Er müsse aufi. Es kommt zum Kampf. Der Vater läßt sich dazu hinreißen, den Buam zu schlagen. Der verläßt daraufhin den Hof und versucht, den Watzmann zu erklettern.



"Vater, Vater, laß mich ziehn! Der Berg, ich muß ihn unterkrieg'n! ... Aufi muß ich ..."





7. Hörbild
Szene "Der Berg holt sich den Buben"

Lied: "Er fällt"



"Mitten in der Nacht hat der Bub auf den Weg sich gemacht. Und der Vater bleibt gebückt in der Stube zurück." Er sieht seinen Sohn klettern. Klettern kann er ja schon, der Bua. Aber da: "Er fallt er fallt ..."



"Mit voller Wucht hauts mein Buam in die Schlucht...

Mit ganzer G'walt hauts mein Buam in den Spalt...

Aber mein Bua, der fallt, der fallt..."





8. Hörbild

Szene "Das Maß ist nicht noch nicht voll"



Zum Schluß donnert es wieder. Der Vater hört seinen Buam, der ihn ruft. Auch er muß aufi und wird das nächste Opfer.









Am Schluß noch ein paar Fakten:



"Der Watzmann ruft" entstand 1974 als dritte gemeinsame Arbeit der Jugendfreunde Wolfgang Ambros, Manfred Tauchen und Josi Prokopetz. Mit bis heute über 250000 verkauften Exemplaren ist das Rustikal eine der erfolgreichsten Produktionen der Österreichischen Musikszene.

Im Jahre 1982 erfuhr das Stück seine erste abendfüllende Live-Inszenierung durch die Autoren und begab sich in Form eines Wandertheaters auf Tournee durch den Süden der Bundesrepublik.





Manfred Tauchen und Josi Prokopetz hatten später mit den Humpe-Schwestern einen der erfolgreichsten Hits der Neuen Deutschen Welle: "Codo".



Wolfgang Ambros ist allgemein bekannt als Komponist und Texter der inoffiziellen österreichischen Nationalhymne "Schifoan" und Interpret von "eingewienerten" Bob Dylan-Songs.







A. Tracks mit Laufzeiten:


1. Volkschor: "Hollaröhdulliöh"

Ouverture

Prolog (7'38)



2. Lied: "Hollaröhdulliöh", 1. Teil

Gespräch der Knechte, 1. Teil (3'32)



3. Lied: "Hollaröhdulliöh", 2. Teil

Szene: "Das Rufen" (3'59)



4. Lied: "Der Berg" (4'31)



5. Szene: "Die Jagd" (1'45)



6. Lied: "Oh St. Hubertus"

Gespräch der Knechte, 2. Teil (4'33)



7. Lied: "Die Gailtalerin", 1. Teil

Szene: "Die Gailtalerin" (3'58)



8. Lied: "Die Gailtalerin", 2. Teil

Szene: "Der Kampf" (3'14)



9. Lied: "Aufi, Aufi!"

Szene: "Der Berg holt sich den Buben"



10. Lied: "Er fällt"

Szene: "Das Maß ist noch nicht voll"



Musik: Wolfgang Ambros

Liedtexte: Josi Prokopetz

Szenentexte: M. O. Tauchen

Arrangements: Christian Kolonovits





B. Die Personen und ihre Darsteller:



Vater: M. O. Tauchen

Bua: J. Prokopetz

Gailtalerin: M. O. Tauchen

1. Knecht: M. O. Tauchen

2. Knecht: J. Prokopetz

Großknecht: W. Ambros

Chor der Weiber: M. O. Tauchen/ J. Prokopetz

Geisterstimme: W. Ambros

Erzähler: Meinrad Nell

Sänger: W. Ambros





C. Musiker:



Piano, E-Piano, Orgel, Synthesizer: Christian Kolonovits

Schlagzeug: Fritz Matzka

Acc. Gitarre: Günter Großlechner

E-Gitarre: Josef Kukuntschitsch

Baß: Heinz Jäger

Chorgesang: Schmetterlinge







Ganz am Ende fürs Protokoll:



Die Schmetterlinge haben wohl auch schon einmal Österreich beim "Grand Prix d'Eurovision de la Chanson" vertreten, vielleicht sogar mit Christian Kolonovits als Komponist und Dirigent.



"Fäustling" (eine Faust-Variante), "Augustin" (das während der Pest spielt) und "Schaffnerlos" sind weitere gemeinsame Werke des Autoren-Trios vom Watzmann, in denen sich ebenfalls Lieder und Szenen abwechseln. Sie können aber an den Watzmann nicht heranreichen. DER IST KULT.







Ergänzung:



Es gibt den Watzmann auch auf einer Live-CD. Ebenfalls sehr hörenswert!!
...
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Kommentare
manu63
manu63, 28.02.2004
der hervorragend informiert
princesse
princesse, 29.01.2006
obwohl - der ambros... der ist ja eigentlich gut. ich hör mal rein, wenn ich drüber stolper.
sindimindi
sindimindi, 22.03.2006
Den Ambros mog i a! Grausiges Layout...g - für Papa warst Du anscheinend schon immer quotweniger hilfreichquot...lol Gruß, Roland
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Produktbeschreibung Der Watzmann ruft (1974) - Ambros/Tauchen/Prokopetz

 
Allgemeine Informationen Der Watzmann ruft (1974) - Ambros/Tauchen/Prokopetz
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Tonträger-Typ: CD 
Genre: Deutschsprachige Musik 
Interpret: Ambros/Tauchen/Prokopetz 
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