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| Alle Angebote für Deutsche Flugsicherung (DFS) | |||||
![]() ATC Controler - die unbekannten Helden der Aviatikein Testbericht von swissflyer2006-12-22 19:23:28 vom 22.12.2006 Empfehlung: ja Vorteile: s.T....Nachteile/Kritik: s.T.Mein heutiger Bericht dreht sich um die Helden in der Luftfahrt, über die praktisch niemand etwas genaueres weiss. Die ATC Controller, oder zu deutsch, die Luftverkehrskontrolleure. Es gibt praktisch keinen anderen Beruf, in dem man für so viele Leben in einer Schicht verantwortlich ist! - Verkehrspolizist im Luftraum - Von Luftstrassen und Kontrollzonen - Die Flugverkehrsleitung - Flugverkehrsleiter/in - Flugberater/in - Assistent/in der Flugverkehrsleitung - Anforderungen / Ausbildung -> - -Flugverkehrsleiter/in - -Flugberater/in - -Assistent/in der Flugverkehrsleitung - Entwicklungsmöglichkeiten - Fazit Verkehrspolizist im Luftraum: Ein Flugzeug fährt nicht auf Schienen. Eine genaue (internationale) Regelung des Luftverkehrs ist deshalb besonders wichtig. Gemäss diesen internationalen Vorschriften erfolgen sämtliche Flüge entweder nach Sichtflugregeln (VFR = Visual Flight Rules) oder dann nach Instrumentenflugregeln (IFR = Instrument Flight Rules). Piloten oder Pilotinnen, die nach Sichtflugregeln fliegen, orientieren sich nach Karten und Gelände und sind auch für die Vermeidung von Kollisionen mit anderen Luftraumbenützern alleine verantwortlich. Die Sichtbedingungen (Mindestsichtweite), einzuhaltende Wolkenabstände usw. sind deshalb so vorgeschrieben, dass der Pilot/die Pilotin Hindernisse oder anderen Flugzeugen rechtzeitig ausweichen kann. VFR-Flüge sind darum stark wetterabhängig und ungeeignet, einen planmässigen Linienbetrieb aufrechtzuerhalten. Flugzeuge im Linienverkehr sind so mit Instrumenten und Navigationshilfen ausgerüstet, dass sie ohne Sicht von einem Flughafen zum anderen finden können. IFR-Flüge sind praktisch wetterunabhängig und die Mindestsichtweiten entsprechend wesentlich kürzer. Zum Ausweichen auf Sichtflug hätte die Cockpit-Crew keine Chance, deshalb trägt hier die Flugverkehrsleitung die Verantwortung. Von Luftstrassen und Kontrollzonen: Die Unterteilung des Luftraumes wird als sogenannte Luftraumstruktur bezeichnet. So ist die ganze Welt in Fluginformationsgebiete (FIR = Flight Information Region) aufgeteilt, die geografisch genau festgelegt sind. Diese FIR weisen eine Höhenbegrenzung von rund 6000 Metern über Grund auf; darüber befinden sich die Fluginformationsregionen im oberen Luftraum (UIR = Upper Information Region), die den höher fliegenden Flugzeugen zur Verfügung stehen. In beiden Regionen wird zwischen kontrolliertem und unkontrolliertem Luftraum unterschieden. Im unkontrollierten Luftraum wird nach VFR-Regeln geflogen. Hier bewegen sich im wesentlichen die Luftfahrzeuge des Sports (wie z.B. Segelflugzeuge), der Touristik, aber auch des Militärs. Der kontrollierte Luftraum ist für IFR-Flüge vorgesehen und von den Flugverkehrsleitern rund um die Uhr ständig überwacht. VFR-Flüge sind nur erlaubt, wenn wetter- und verkehrsmässig entsprechende Bedingungen herrschen. Der kontrollierte Luftraum ist ausserdem unterteilt in Kontrollzonen (CTR), die sich direkt bei den Flughäfen befinden und sich bis auf eine Höhe von 1200 Meter erstrecken, in die grösseren Nahkontrollbezirke (TMA = Terminal Control Area), die über den CTR-Kontrollzonen liegen und den Flugzeugen für aAn- und Abflug- sowie Warteverfahren dienen und schliesslich in die sogenannten Luftstrassen. Diese Luftstrassen, die ähnlich wie unser Autobahnnetz gekennzeichnet sind, können am besten mit gewaltigen Korridoren verglichen werden, in denen die Flugzeuge vom TMA des Startflughafens zum TMA des Zielflughafens gelangen. Die Breite einer Luftstrasse beträgt im Normalfall 18,5 km. Die Flugverkehrsleitung: Die Flugverkehrsleitung ist für eine sichere Abwicklung des Luftverkehrs verantwortlich. Mit der Sicherheit im deutschen Luftraum ist die DFS ( Deutsche Flugsicherung) beauftragt. Sie ist zuständig für die Planung und Abwicklung des Flugverkehrs auf den deutschen Flughäfen und überwacht ausserdem den Verkehr in den Luftstrassen. Entsprechend der Dreiteilung des kontrollierten Luftraums (CTR, TMA und Luftstrassen) sind auch die Flugverkehrsleitdienste innerhalb dieser Kontrollzonen organisiert. Der Platzverkehrsleitdienst oder Kontrollturm (TWR = Tower) genannt, organisiert Rollmanöver, Starts und Landungen und leitet den Verkehr in der unmittelbaren Umgebung des Flughafens. Der Anflugleitdienst (APP = Approach Control) leitet die An- und Abflüge innerhalb eibnes bestimmten Bereiches der Kontrollzone und des Nahkontrollbezirks. Dieser Bereich reicht normalerweisse bis zu einer Entfernung von rund 50 km um den Flughafen. Der Bezirksleitdienst (ACC = Area Control) gewährleistet den sicheren und flüssigen Verkehrsablauf innerhalb der Luftstrassen und teilweise der Nahkontrollbezirke. Hier werden die Flugzeuge ausschlieslich auf dem Radar überwacht. Flugverkehrsleiter/in: Flugverkehrsleiterinnen und Flugverkehrsleiter arbeiten im Tower, in der An- und Abflugleitung und in den Bezirksleitstellen. Sie stehen in Funkkontakt mit den Cockpit-Crews, geben ihnen Anweisungen über Flugrichtung und Flughöhe, überwachen die Flugbewegungen auf den Radarschirmen und übermitteln und nehmen Daten an und von benachbarten Bezirksleitstellen. Aufgrund der Flugpläne, wie sie vor jedem Abflug eingereicht werden müssen, planen die Flugverkehrsleiter/innen in Zusammenarbeit mit den anderen Leitstellen den Flugverkehr voraus. Nachdem beim Startflughafen ein Flug zuerst vom Tower und der An- und Abflugleitung betreut worden ist, übernimmt die Bezirksleitstelle. Jede Bezirksleitstelle übergibt den Flug der nächsten, bis er schliesslich beim Zielflughafen von der Anflugleitung und vom Tower bis zur sicheren Landung begleitet werden kann. Um Zusammenstösse zu vermeiden, müssen die Flugzeuge gestaffelt werden. Für die Einhaltung der Sicherheitsabstände ist ebenfalls die Flugverkehrsleitung zuständig. Flugberater/in: Zur Gewährleistung eines sicheren und regelmässigen Flugverkehrs sind die Fluggesellschaften, die Besatzungen und die Flugverkehrsleitdienste auf ein lückenloses Informationswesen angewiesen. Flugberaterinnen und Flugberater sammeln und verarbeiten Informationen des In- und Auslandes wie z.B. Wettermeldungen, Pistenverhältnisse, Unregelmässigkeiten bei Navigationshilfen usw. und geben sie in den Computer ein. Die Besatzungen übergeben den Flugberatern/Flugberaterinnen ihre Flugpläne mit allen wichtigen Informationen für die Flugverkehrsleitdienste. Diese Informationen werden von der Flugberatung in das internationale Flugsicherungsfernmeldenetz und in den Computer der Flugplandatenverarbeitung eingespiesen. Assistent/in der Flugverkehrsleitung: Das Einsatzgebiet der Assistenten der Flugverkehrsleitung, auch ATC-Assistenten genannt, ist die Bezirksverkehrsleitung. Die Kontrolle der Luftstrassen erfordert die Entgegennahme, Verarbeitung und Übermittlung einer grossen Menge an Flugdaten wie z.B. Flughöhen, Geschwindigkeit, Einflugzeiten, Start- und Landeorte. Die ATC-Assistentin nimmt diese Daten von den anderen Flugverkehrsleitstellen in englischer Sprache entgegen und wertet diese aus. Sie berechnet z.B. die Überflugzeiten und gibt diese Daten über EDV-Terminals in den Radarcomputer, verteilt die Kontrollstreifen an die zuständigen Kontrollsektoren, übermittelt telefonisch die berechneten Flugdaten an die nächsten (vom Flug tangierten) Leitstellen. Anforderungen / Ausbildungen: --->Flugverkehrsleiter/in: -Alter 18 bis 24 Jahre -Abgeschlossene Mittelschule oder Berufslehre kaufmännischer oder technischer Richtung -Gute Kenntnisse der englischen und französischen Sprache -Logisches Denkvermögen und Fähigkeit für Mehrfacharbeiten -Psychische Belastbarkeit und Teamfähigkeit -Hohes Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit -Medizinische Tauglichkeit Die Aufnahme wird vom Ergebnis einer 3stufigen Selektion abhängig gemacht. Die 3jährige Ausbildung gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Ausbildungsblock.Die theoretische Ausbildung dauert 13 Monate. Im 1. Semester werden die Grundlagen der Flugsicherung erarbeitet. Das 2. Semester umfasst das Praktikum als Flugverkehrsleiter/in auf einem Regionalflugplatz und die fliegerische Ausbildung. Im 3. Semester werden die Grundlagen der Flugverkehrsleitung erlernt und am Simulator angewendet. Die praktische Ausbildung dauert 23 Monate und erfolgt hauptsächlich auf kleineren Flughäfen. Nach Abschluss der Ausbildung erhalten die Anwärter die Flugverkehrsleiter – Lizenz. Ausgestellt vom Luftfahrt Bundesamt. -Flugberaterin: -Alter 18 bis 22 Jahre -Abgeschlossene Verkehrsschule oder gleichwertige Ausbildung -Gute Kenntnis der englischen und französischen Sprache -Gute Geografiekenntnisse (Welt- und Deutsche Geografie) -Grundkenntnisse der Informatik -Logisches Denkvermögen und Sinn für Details -Teamfähigkeit und Kontaktbegabung Über die Aufnahme entscheidet eine 2stündige Eignungsabklärung. Die 2jährige Ausbildung ist so aufgebaut, dass ein regelmässiger Wechsel zwischen Schule und praktischem Einsatz an verschiedenen Arbeitsplätzen des Luftfahrtinformationsdienstes und Flugmeldedienstes stattfindet. Die Absolventen schliessen mit einer betriebsinternen Abschlussprüfung ab und erhalten den vom Luftfahrt Bundesamt anerkannten Berufsausweis als Flugberater. Assistent/in der Flugverkehrsleitung: -Alter 21 bis 30 Jahre -Diplom einer Verkehrsschule, gleichwertige Ausbildung plus einer abgeschlossenen Berufslehre -Gute Kenntnisse der englischen Sprache (Sprachverständnis, Konversation) -Gute Geografiekenntnisse (Weltgeografiekenntnisse, Orientierungssinn) -Kenntnisse in Informatik -Schnelle Auffassungsgabe -belastbar, Teamfähig Die Kandidaten haben einen 6stündigen Aufnahmetest zu bestehen. Die Ausbildungsdauer beträgt 2,5 Jahre und findet in Hamburg oder Frankfurt am Main statt. Die ersten 12 Monate werden im Ausbildungszentrum der DFS absolviert; darauf erfolgt der praktische Einsatz in den Betriebsdiensten. Nach bestandener Abschlussprüfung erhalten die Absolventen den Berufsschein als ATC-Assistent/in. Dieser ist natürlich vom Luftfahrt Bundesamt anerkannt! Entwicklungsmöglichkeiten: Gut qualifizierte und erfahrene Berufsleute können Dienstleiter/in oder Chef/in einer Dienststelle werde oder weitere Kaderfunktionen übernehmen. Es steht ihnen zudem die Möglichkeit offen, in Projektgruppen mitzuarbeiten oder als Instruktor/in in der Ausbildung neuer Berufskräfte tätig zu sein. Fazit: Ein Beruf, der schon in der Ausbildung eine sehr hohe Verantwortung birgt. Die Bezahlung ist zwar während wie auch nach der Ausbildung sehr über dem Durchschnitt, aber Geld ist halt nicht immer alles! Ein Erscheinungsbild, das diesen Beruf begleitet ist schnelleres äusseres Altern, überdurchschnittlich viele Magengeschwüre und andere, stressbedingte Krankheiten. Ein sehr interessanter Beruf, der aber keine eigene Kreativität zulässt. Danke für Euer Interesse, und anytime happy landings ;-) ... |
6Hades6, 21.12.2006
Sehr hilfreich!
campimo, 22.12.2006
..SHLG.....
ChiChi, 21.12.2006
...und schöni Fästtäg noh wünschä :
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