Heute möchte ich einen Bericht über unsere Digitalkamera schreiben. Eigentlich gehört die ja meinem Freund, aber ich darf sie natürlich auch benutzen. Wir haben zwar immer schon viel fotografiert,als dann der Kleine kam, wurde das aber noch viel mehr, was wohl bei allen frischgebackenen Eltern der Fall ist. Das lästige Wegbringen der Filme, warten, bis die Bilder entwickelt wurden, wieder Abholen, der Preis für die entwickelten Bilder,die Hälfte wegen falscher Einstellungen oder sonstigen Dingen nichts geworden, irgendwie wurde es ziemlich nervig.
Leider waren die Digitalkameras doch ziemlich teuer,was uns eine ganze Weile abschreckte, aber irgendwann reicht es und ich denke, es rentiert sich auf alle Fälle, solch eine Kamera zu kaufen. Bezahlt hat er für diese Kamera 599,-DM beim Otto Versand. Als sie dann endlich geliefert wurde, ging es natürlich gleich ans Probieren, aber vorher wurde natürlich erst die Beschreibung gelesen.
Enthalten sind im Paket: die PhotoPC 650 Kamera (ganz logisch), Batterien, Macintosh Adapterkabel, Serielles Schnittstellenkabel, eine 8 MB CompactFlash Karte, Software, ein Videokabel, Handriemen und ein mehrsprachiges Handbuch.
Zuerst wird natürlich die CompactFlash-Karte in die Kamera eingesetzt, dann die Batterien. Dann kann man die Software auf den Computer installieren. Ich schreibe hier ausdrücklich kann, weil man die Software erst braucht, wenn man die fertigen Bilder auf den Computer spielen möchte, also muß es nicht unbedingt gleich sein.
Die Software beinhaltet Picture Works HotShots und die Epson PhotoPC 650 Twain Treiber (Windows) oder Plug-In (Macintosh). Installiert wird die Software, wie jede Andere auch, das ist nicht mal für mich schwierig. Einfach Setup. exe und dann die vollständige Installation gewählt.
Die Mindestanforderungen an den PC sind:
IBM- kompatibler PC mit 486/66 oder besserem Prozessor ( Pentium empfohlen),
serielle Übertragung: Microsoft Windows 95/ 98 oder Windows NT und eine verfügbare serielle Schnittstelle,
Mindestens 16MB RAM (32 MB werden empfohlen),
Mindestens 50 MB freier Festplattenspeicherplatz,
CD- ROM- Laufwerk mit doppelter Geschwindigkeit,
VGA-oder SVGA- Monitor zur Wiedergabe Tausender von Farben,
Maus oder Zeigegerät.
Noch mehr technische Daten könnt Ihr unter http://www.Digitalkamera.de/Kameras/EpsonPhotoPC65 0-de.htm nachlesen, doch diese Kamera selbst ist nur von der Markteinführung im Januar 2000 bis ca. Herbst 2000 im Handel verfügbar gewesen, wie auf der Webseite auch nach zu lesen ist.
Das Fotografieren mit dem Sucher der Kamera ist eigentlich genau so einfach, wie mit jeder anderen Kamera auch. Man schaltet die Kamera ein, schaut durch den Sucher, bis man das Objekt, welches man fotografieren möchte in der Mitte hat, drückt den Auslöser zur Hälfte nach unten, so daß der Autofokus eingestellt wird. Danach kann man das Bild eventuell noch einmal ausrichten und neu einstellen. Dann drückt man den Auslöser nach ganz unten, klick und fertig. Nein, laut Handbuch soll man warten, bis sie ein Signalton sendet und die rote Status-Anzeige zu blinken beginnt. Sie zeigt an, daß das Bild erfaßt ist und verarbeitet wird.
Natürlich kann man die Qualität des Bildes, welches man machen würde schon auf der Rückseite in der Schnellanzeige sehen, was wir aber ausgeschaltet lassen, da die Kamera selbst schon so viel Strom (Batterien) frißt. Hat man das Bild fertig,
kann man sich dies auch gleich ansehen und falls es dennoch nichts geworden ist, wie gewünscht, dann kann man es hier auch gleich oder auch erst später löschen. Das Foto bleibt übrigends ein Jahr in der Kamera gespeichert, auch, wenn die Batterien entfernt und die Kamera ausgeschaltet wurde.
Außerdem ist es noch möglich, Bilder mit dem LCD Bildschirm auf zu nehmen. Dort sollte man dann noch einige beschriebene Hinweise beachten. Da wir dies mit dieser Kamera noch nicht gemacht haben, kann ich dazu nichts weiter sagen. Das Fotografieren funktioniert aber genau so, nur einen Schalter sollte man auf LCD Bildschirmmodus umstellen.
Allerdings gibt es schon noch einen Unterschied. Ich finde, im Gegensatz zu den stinknormalen Kameras ist diese doch ein bisschen klobig und auch schwerer, weshalb ich mich am Anfang nicht so herangetraut habe. Sie liegt bei mir nicht so gut in der Hand, wie die normalen Kameras, habe leider nur kleine Frauenhände, was das Handhaben mit der Epson PhotoPC 650 etwas schwieriger machte.
Tja das Wichtigste ist wohl, wie ist die Bildqualität, wie viele Bilder passen auf die "Festplatte". Erstmal hat die PhotoPC 650 vier Einstellungsmöglichkeiten für die Bildqualität.
Fein: Auflösung von 1152x864 Pixeln, mäßig komprimiert, detailgetreue Wiedergabe der Bilder ,können insgesamt 47 Bilder gespeichert werden.
Superfein ( Standardeinstellung): Auflösung von 1152x864 Pixel ,geringfügig komprimiert, Wiedergabe der Bilder mit mehr Details, so daß 30 Bilder insgesamt gespeichert werden können
Standard: Auflösung von 640x480 Pixel ,können so 88 Bilder gespeichert werden, die kleiner sind und gut übers Internet versendet werden können.
Unkomprimiert: Auflösung von 1152x864 Pixel, ohne Datenverlust komprimiert, können nur 4 Fotos gespeichert werden, für besondere Anwendungen gedacht
Wir haben die Einstellung für die Feinauflösung auf unserer Kamera, mit der wir 47 Bilder speichern können. die Kamera hat auch einen Wiedergabemodus, womit man sich die ganzen Bilder, die gespeichert wurden, auch auf dem LCD- Bildschirm ansehen kann. Dies nutzen wir auch nur äußerst selten, denn das kann man auch auf dem Computer machen und spart Batterien. Ach einstellen kann man an der Kamera natürlich auch noch die Sprache, Datum und die Uhrzeit und vieles Andere mehr.
Tja, nehmen wir mal jetzt an, wir wollen endlich unsere Bilder auf den PC bringen, dann machen wir eine Verbindung von PC zur Kamera mittels des Seriellen Schnittstellenkabels, Software ist dann schon installiert. Das Programm aufrufen und die Bilder von der Kamera zum PC schicken. Das dauert zumindestens bei uns schon eine kleine Weile. Die Bilder sind übrigends im JPEG Format.
Tja, nu werde ich noch einmal einige Dinge zusammen fassen. Also mir ist die Kamera selbst etwas zu klobig, zumal ich vor Kurzem einige wesentlich leichter zu bedienende und kleinere Digitalkameras gesehen habe, wo das Fotografieren doch noch mehr ein Kinderspiel war, denn man mußte weder die Kamera lange ruhig halten, es ging alles ruck zuck, die Qualität war super, kein Verwackeln, was es aber bei dieser Kamera von Epson auch noch nicht gab. Allerdings haben wir schon einige Bilder nicht auf der sogenannten Festplatte gehabt, weil wir nicht genau nach Anweisung noch gewartet haben, bis wieder ein andersfarbiges Lämpchen glüht oder blinkt und zudem noch einen Signalton sendet, so daß es schon ärgerlich war, wenn man unbedingt etwas festhalten wollte.
Dann ist mir noch an den anderen Kameras positiv aufgefallen, daß man unendlich viele Bilder hinter einander machen konnte, ohne das die Batterien schlapp gemacht hätte. Unsere Batterien wären in dieser Kamera schon x Mal ausgefallen, so daß es nicht so richtig zu einem positiven Erlebnis wird, damit zu fotografieren. X beliebige Batterien waren auch nicht möglich zu nehmen, da einige dann noch schneller alle waren, so haben wir Akku`s gekauft, die etwas länger halten.
Die Qualität der Bilder war super und auch das Ausdrucken dieser auf Fotopapier klappte einwandfrei, so daß man sie durchaus verschicken kann. Tja, zum damaligen Zeitpunkt war die Kamera ja wirklich super, aber nachdem, was ich vor Kurzem gesehen habe, bekomme ich richtig Lust, mir selbst eine etwas wenig große und leichter zu bedienende Kamera zu zu legen. Ich verteufel die Epson PhotoPC 650 wirklich nicht, aber, wenn man Besseres gesehen hat, findet man natürlich Dinge, die einem persönlich dann nicht mehr so zusagen.
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