Platz 224 in der Kategorie "PC Spiele Kinder". PC-CDRom Spiel, gewaltlose, actionreiche 3D-Unterhaltung für die ganze Familie, Mathematikübungen verpackt in ein rasantes Spiel, dass alle Kinder begeistert. ...mehr
Jowood m&ms - die Geheimformeln Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Großer Spielspaß für kleines Geld
ein Testbericht von Gemeinwesen2006-12-08 07:31:01vom 08.12.2006Empfehlung: ja
Vorteile: graphisch nett gestaltetes, gewaltloses Spiel - tempo - , abwechslungs - und ggf . sogar lehrreich...Nachteile/Kritik: Ggf . ist das Spiel für Fünfjährige vielleicht etwas zu temporeich und komplex, m . E . spricht aber prinzipiell nichts dagegen, Kindern das Spiel zumindest anzubieten
"Die nächste Spielegeneration für eine neue Generation von Kids": so steht es auf dem Inlay der CD zu lesen. Und weiter heißt es da, mit dem fraglichen Spiel übten Kinder im Alter von 5-10 Jahren altersgemäßes Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren und Dividieren, während ihre Aufmerksamkeit von einem spannenden und lustigen Computerspiel gefesselt werde.
Ich weiß nicht, was meine diversen Mathelehrer dazu gesagt hätte, aber ich ahne es. Frau Braun hätte missmutig die Stirne gerunzelt und geschnarrt, von solchen Spielereien sei bestimmt nicht viel zu halten. Herr Heymann hätte wahrscheinlich gemutmaßt, Konrad Zuse müsse sich im Grab herumdrehen angesichts der Zwecke, zu denen man seine Rechenmaschine weiterentwickelt habe und nun missbrauche. Einzig Herr Pieper hätte sich bestimmt für die Sache interessiert, aber der fiel ja schließlich auch aus dem Rahmen, weil er nicht nur Fußball spielte, sondern auch noch Schwarzweißfotos selbst entwickelte, in der in Altehrwürde ergrauten und verstaubten Penne eine entsprechende AG ins Leben gerufen hatte und auch sonst noch allerhand Dinge tat, die Mathematiklehrer an meiner Schule nicht zu tun pflegten. Einen Kommentar zur Verquickung der Mathematik mit geschickten Product Placement hätte aber auch er sich wohl nicht verkneifen können bzw. wollen.
Ich hingegen kann das alles weitgehend ideologiefrei sehen: Weder bin ich Lehrer, noch bin ich Schüler, geschweige denn, einer im Alter zwischen 5 und 10. Und zum Jump'n Run-Spiel "M % M2 - Die Geheimformeln" bin ich wieder einmal gekommen wie die Jungfrau zum Kinde. Oder besser gesagt: Die große Pappschachtel mit dem Spiel und einer kurzen Beschreibung ist ein Beispiel für das, was ich zuweilen gern als Beifang bezeichne. Der landet stets dann im Einkaufsnetz, wenn ich feststelle, dass ich die Wahl dazwischen habe, Versandkosten zu zahlen oder einfach einen weiteren Artikel zu bestellen, der den Gesamtwert meiner Bestellung auf eine Summe bringt, ab der ohne Berechnung von Porto und Verpackung geliefert wird. Im Falle von "M & Ms - Die Geheimformeln" fiel mir die Wahl nicht schwer: Für die 99 Cent, die ich für das Spiel berappt habe, bekomme ich im Supermarkt nebenan schließlich nicht einmal einen Beutel der Schokolinsen, für die die auf der Verpackung des Spiels abgebildeten Charaktere Red und Yellow fleißig Werbung machen.
Womit wir natürlich schon bei der großen Frage wären: Darf man denn das? Ist es vertretbar, unschuldige Kinderlein schon in frühen Lebensjahren mit Bildern und Klängen anzufüttern, die allesamt geschützte Markenzeichen des Schokoladenherstellers Mars sind? "Nee, isses nicht!", hätten Frau Braun und Herr Heymann wahrscheinlich ausgerufen. Herr Pieper hätte die Sache sicherlich differenzierter betrachtet, und ich bin geneigt, mich ihm anzuschließen.
Ich bin mit Lurchi groß geworden. Wenn ich den Begriff "Salamander" höre, denke ich unwillkürlich an Schuhe und an von gereimten Texten begleiteten Bildergeschichten ("Lange schallt's im Weltall noch: Salamander lebe hoch!"). Ich weiß, dass nur das, was richtig sauber ist, auch richtig glänzen kann und dass dieser Glanz einem gewissen General zu verdanken ist. Ich weiß, dass es seine Waschkraft ist, die den Weißen Riesen so ergiebig macht. Mit anderen Worten: eine gewisse Prägung seitens Henkel, Ferrero und Co. kann ich wohl nichgt verleugnen. Gewisse sinnfreie Dialoge, in denen Hausfrauen (im Waschsalon "Am Eulenkamp") von Reportern nach ihren Waschgewohnheiten befragt werden, haben sich mir bis heute unauslöschlich eingeprägt: "Sie sind Frau ... ?" "Schoel - mit ,oe'". Zusammen mit meinem besten Freund aus Kindertagen habe ich solche blöden Spots zitiert, parodiert und verballhornt,
was das Zeug hielt. Doch, Werbung kann unterhaltsam sein - und dazu muss sie nicht einmal gut gemacht sein.
Und was ist mit den beiden sprechenden Schokolinsen Red und Yellow? Tja, mit denen ist das so eine Sache. Das fängt schon damit an, dass Red mit der Stimme von Arne Elsholz spricht. Der synchronisiert, wenn er nicht gerade Schokolinsen seine Stimme leiht, unter anderem dem Sympathiebolzen Tom Hanks. Ich mag die Stimmen von Red und Yellow, und ich mag auch Red und Yelllow selbst. Wahrscheinlich, weil mich die beiden auch ein bisschen an Chip und Dale, die beiden Eichhörnchen aus den Disney-Studios, erinnern. In beiden Duos gibt es einen, der etwas gewiefter ist und einen, der ein bisschen langsamer im Denken scheint. Seit Laurel & Hardy ist das eine gute Kombination; und da wir dem Underdog solcher Duos in der Regel noch etwas mehr entgegenbringen als dem etwas Clevereren der beiden, ist Yellow hier natürlich Sympathieträger Nr.1 und, wen überrascht's, auch der Held des Jump'n Run-Spiels, um das es hier geht.
Aber noch einmal die Frage: Ist das was für Kinder? Macht man die, wenn man ihnen solche Spiele vorsetzt, nicht zu Markenjunkies? Zu Konsum-Terrorzwergen, die man das Verlangen nach Quengelware quasi mit der Muttermilch hat aufsaugen lassen? Och jo, kann sein. Die Gefahr besteht natürlich. Prinzipiell zumindest. Im Grunde find eich die Frage aber ebenso müßig wie viele andere, die ganz ähnlich lauten: Ist Fernsehen (oder der PC, das PC-Ballerspiel, der Horrorfilm im Kino etc.) schädlich? Radio Jerewan antwortet: Im Prinzip ja, aber nicht für jeden. Der Kluge wird durch Fernsehen nicht zwangsläufig dumm, und der Dumme wird durch Fernsehen nicht unbedingt dumm.
Um den Kinder-TV-Klassiker "Die Sendung mit der Maus" wird mittlerweile ja nun auch eine ganze Menge Merchandising-Rummel gemacht - ob bzw. in welchem Maße man selbst den nun mitmacht bzw. es seinen Kindern gestattet, sich durch den Kauf von Lizenz-Artikeln ins Geschehen einzuklinken, ist jedem selbst überlassen. Mündige Bürger sollten solche Entscheidungen treffen können, finde ich.
G r a f i k _ & _ G a m e p l a y
Irgendwo meine ich gelesen zu haben, dass das Spiel insgesamt 8 verschiedene Levels biete. Nachdem ich das Spiel vor ein paar Wochen auf meinem Rechner installiert habe, habe ich mich zwar schon manche Stund damit beschäftigt, es bislang aber nicht über die zweite Ebene hinausgebracht. Was ich damit sagen will: Den Schwierigkeitsgrad des Spiels schätze ich als vergleichsweise hoch ein - ich bin mir nicht sicher, ob Fünfjährige mit dem Grad an Komplexität, der hier geboten wird, nicht vielleicht doch etwas überfordert sind (oder liegt's an meinem Rechner? Ist der vielleicht einfach zu schnell für das Spiel!?).
Das Cover deutet bereits an, womit wir's hier zu tun haben: "M & Ms - Die Geheimformeln" ist ein klassisches Jump'n Run-Spiel. Will sagen: eine gute Reaktionsfähigkeit ist hier Trumpf.
Im ersten Level des Spiel besteigt Yellow ein Auto - und dann geht's auch schon los: Mit sich stetig steigernder Geschwindigkeit gilt's einen zunehmend schwieriger werdenden Parcours zu meistern. Entgegenkommendem Verkehr will ausgewichen werden, Baugruben wollen per Druck auf die "Space"-Taste übersprungen werden (gespielt wird per Tastatur, aber das geht wirklich ganz wunderbar) und zwischendurch fordern vielbefahrene Kreuzungen und schwer berechenbare Biker volle Konzentration, großes Fingerspitzengefühl und ein gerüttelt Maß an Nervenstärke. Und ganz nebenbei, darum geht's nämlich im ganzen Spiel, wollen Punkte gesammelt werden. Die erhält man, indem man auf Kisten zuhält, in denen sich "Mini M & Ms" befinden. Gar nicht so einfach, neben aller Lenkerei und Ausweicherei auch noch darauf zu achten … !
Ist die wilde Raserei glücklich überstanden, wartet mit Stage 2 des Levels (insgesamt hat jeder Level drei Unterteile) schon die nächste Herausforderung - und die ist nur für schnelle Fahrer zu bewältigen, die gleichzeitig auch schnelle Rechner sind. Längs der Strecke tauchen nämlich jetzt plötzlich Hinweistafeln auf, die einfache Rechenaufgaben präsentieren. Jetzt ist blitzschnelles Kalkül gefordert, denn ist erst eine Tafel gesichtet, dauert es nicht mehr lang, bis auf der Straße drei Hindernisse auftauchen. Jedes davon ist mit einer Zahl beschriftet - aber natürlich stellt nur eine davon auch die richtige Lösung der soeben gestellten Aufgabe dar. Wer die kennt, hält aufs entsprechende Ziel zu, das bei Kontakt nachgibt. Wer sich allerdings verrechnet, für den nimmt die Reise ein jähes Ende.
Ist auch die Rechen-Ebene überstanden, gilts's noch einmal richtig auf die Tube zu drücken. Schließlich aber ist auch Teil 3 des ersten Levels glücklich überstanden, und der Spieler betritt nunmehr eine große Schokoladenfabrik, in der glitschige Schokoladeflecken, Laufbänder, Roboter, allerhand rotierende Maschinenteile und andere Schikanen unserem Helden Yellow das Leben und vor allem Vorankommen so richtig schwer machen: Ich stecke momentan im dritten Teil von Level Zwo fest und habe damit also noch nicht einmal ein Viertel des Spiels hinter mich gebracht. Wenn ich meine PC-Nutzung im Allgemeinen und mein eher gering ausgeprägtes Faible für PC-Spiele im Besonderen ganz konservativ hochrechne, schätze ich: An "M & Ms - Die Geheimformeln" werde ich nicht nur in diesem, sondern bestimmt auch im nächsten Jahr noch sehr viel Freude haben.
Ich bin zwar alles andere als ein Experte auf dem Gebiet der Computerspiele, aber ich empfinde die quietschbunte 3D-Comic-Grafik des Spiels als sehr gefällig und dem Sujet und der Atmosphäre des Spiels angemessen - die Bilder, die ich beifüge, vermitteln sicher einen guten Eindruck von der Optik des Spiels.
S y s t e m a n f o r d e r u n g e n
Auf meiner Festplatte hat das Spiel bei der Erstinstallation lediglich eine 4 KB große Verknüpfung eingerichtet - der Rest des Geschehens läuft demnach also direkt von der Disc ab. Damit alles reibungslos läuft, muss der heimische PC laut Angaben auf der Disc über folgende Leistungsmerkmale verfügen:
- Rechner mit Betreibssytem Windows 95/98 (unter XP läuft das Spiel bei mir aber auch)
- Pentium ® 233 Mhz oder schneller
- Direct X 7.0 oder höher (auf der CD "inkludiert")
- 64 MB RAM
- 3D-Grafikbeschleunigerkarte (8MB oder besser) mit Open GL oder QuickDrwa 3D-Treibern
- 4-fach CD-ROM oder besser
- Windows-kompatible Soundkarte
- Mouse
- Gamepad (optional)
Warum da unter den Anforderungen auch eine Mouse aufgelistet wird, weiß ich allerdings nicht - das Spiel lässt sich, wie gesagt, nur über die Tastatur spielen; dafür ist diese Art der Steuerung aber auch wirklich sehr gut gelöst;: alle Bewegungen sind sehr flüssig, und nach einigen wenigen Probeläufen hat man den Dreh raus, wie man Yellow nach seiner Pfeife tanzen bzw. laufen, hüpfen und rotieren (per Druck auf die "Space"-Taste schlägt Yellow im zweiten Level kurz und wild um sich und kann so die drollig aussehenden Roboter unschädlich machen, die sonst ihm den Garaus machen).
R e s ü m e e
Dieses Spiel ist mir bislang nicht langweilig geworden, und daran wird sich wohl so bald nichts ändern. Ob ein Spiel wie dieses wirklich der Königsweg zur Schulung mathematischer Fähigkeiten ist, zu dem der Auslobungstext auf der CD "M & Ms - Die Geheimformeln" erklärt, weiß ich nicht, aber ich möchte mir mein Urteil auch nicht zu leicht machen. Summa summarum halte ich Versuche, Lernen spielerisch zu gestalten, für durchaus ehrenwert; und solche Versuche sind ja auch alles andere als neu: Batteriebetriebenes Spielgut, das den Anspruch erhob, ganz nebenbei mathematische Fähigkeiten zu schulen, gab's auch schon vor einem Vierteljahrhundert. Meinen Eltern kam solch ein als neumodisch empfundener, blinkender Kram zwar nicht ins Haus, aber ob diese Entscheidung der Entwicklung meiner mathematischen Begabung nun eher zuträglich oder abträglich gewesen ist, weiß ich nicht.
Wenn die Anschaffung nicht geschehen ist, dann nämlich wahrscheinlich nicht zuletzt deshalb, weil man sich zuvor des Ratschlags der einschlägigen Pädagogen zu versichern pflegte. Und da Herr Heymann und Frau Braun bestimmt abgeraten hätten bzw. haben, ist Herr Pieper damals bestimmt gar nicht mehr nach seiner Meinung befragt worden.
Und heute? Hat nun mal längst der PC Einzug auch in die Kinderzimmer gehalten, und ich halte wenig davon, eine solche Entwicklung wieder zurückdrehen zu wollen.
Würde ich "M & Ms - Die Geheimformeln" meinen Kindern vorsetzen? Gegenfrage: Warum nicht? Kinder, deren Entwicklung man in der angemessenen Weise fördert und begleitet, entwickeln in der Regel ein ganz gutes Gespür dafür, was Schund ist bzw. was mehr Aufmerksamkeit verdient. Ich würde Kindern "M & M s - Die Geheimformeln" anbieten - dass der Kauf des beworbenen Produktes auf einem anderen Blatt steht, versteht sich - schließlich ist eine Tüte Schokolinsen zwei- bis dreimal so teuer wie solch ein aufwändig gestaltetes, unterhaltsames und lehrreiches Spiel.
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Produktbeschreibung Jowood m&ms - die Geheimformeln
Technische Daten und ProdukteigenschaftenPC-CDRom Spiel, gewaltlose, actionreiche 3D-Unterhaltung für die ganze Familie, Mathematikübungen verpackt in ein rasantes Spiel, dass alle Kinder begeistert. Für Kinder von 5-10 Jahren.
Allgemeine Informationen Jowood m&ms - die Geheimformeln
gelistet seit: 28.10.2003
Hersteller: Jowood weitere Jowood PC Spiele KinderBewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung:
Allgemeine Informationen
Genre: Spiele für Kinder Voraussetzungen
Unterstützte Betriebssysteme: Windows
Jowood m&ms - die Geheimformeln PC Spiel Kinder im Vergleich