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Kia Sorento Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Made in Korea - veredelt in Deutschland
ein Testbericht von mike952007-08-15 20:06:00vom 15.08.2007Empfehlung: ja
Vorteile: Zuverlässigkeit
Robust
Hohe Anhängerlast
Vergleichsweise geringe Wartungskosten...Nachteile/Kritik: Teilweise schlechte Materialien
Lackierung nicht wirklích gut
Schwankungen in der Produktionsqualität
3 Jahren Erfahrung mit einem Kia Sorento 2.5 CRDI Executive: Zeit der Abrechnung. Nach nunmehr 90.000 km kreuz und quer durch Deutschland über Stock und Stein.
Erster Eindruck:
Optisch ist der schon seit einigen Jahren und auch in der neuesten 2007er Version kaum äußerlich veränderte Sorento immer schon ein Hingucker. Meist verwechselt mit einem M-Klasse Mercedes, der hier Designvorbild des Sorentos war, hat er sich für KIA zum Bestseller entwickelt. Es gab Zeiten, wo man auf einen Sorento so lange wie auf einen Mercedes warten musste. Prozente beim Kauf gab es nicht. Man konnte froh sein, einen zu bekommen, vor allem einen "Executive" der von der BRABUS-Tochter CRD in Bottrop "neue Kleider" bekam. Zuerst in einer Sonderserie von rund 1.000 Stück produziert. Nun, das Executive-Paket mit verändertem Heck und anderer Frontschürze, Alcantara im Innenraum und schwarzer Vogelahorn-Optik, Einstiegsleisten und Alu-Pedale, breiten 19"-Zoll-Alus hat auch seinen Preis.
Inneneindruck:
Der Innenraum des Sorentos ist klar und sachlich. Elektronische Spielerein sucht man vergebens und muss sich auch mit einigen nicht beleuchteten Tasten zur Bedienung auseinandersetzten.
Alle Bedienungselemente sind gut zu erreichen, wobei man den Taster für die Aktivierung des Tempomanten doch lieber in der Nähe seinesgleichen hätte. Dinge wie Bordcomputer wird man bis 2006 nicht finden.
Ansonsten eigentlich alles funktionell gestaltet und viele (ich glaube die meisten!) Flaschenhalter seiner Klasse.
Leider ist in Deutschland kein vernünftiges Navigtionsgerät von Werk aus zu bekommen. Jedoch bietet der Sorento durch seinen Doppel-DIN-Schacht Platz für ein Gerät aus dem Zubehörhandel (z.B. von KENWOOD oder Zetec)
Manko des Innenraums ist jedoch das extrem empfindliche Plastik der Innenverkleidung, die Kratzer unvermeidbar macht. Man sollte also nicht allzu lange Fingernägel sein Eigen nennen. Das es "billig" aussieht, mag ich angegsichts der "Executive"-Version nicht sagen zu können. Diese trügt ein wenig über den Gesamteindruck hinweg und wertet das Fahrzeug auf. Nach 3 Jahre sind aber beim Alcantara an Lenkrad, Türverkleidung und Mittelkonsole schon deulich Abnutzungsspuren.
Cockpit:
Das Cockpit ist übersichtlich und verwirrt nicht durch unnütze Anzeigen. Alle Instrumente sind gut ablesbar und die Schalter sind gut zu erreichen. Bequem für den Automatikfahrer ist auch der Fußraum mit einem breiten Abstellplatz für den linken Fuß.
Unschön ist allerdings, dass man in Korea nicht in der Lage ist, eine Uhr im 24-Stunden-System zu integrieren, selbst bei den neuesten Modellen nicht.
In anderen Ländern gibt es zahlreiche Veränderungen des Cockpits, die man sich teilweise hierzulande wünschen würde, aber nicht bekommt. So gibt es in einigen Ländern eine schöne Ablagemöglichkeit oberhalb des Radio-Schachtes.
Sicherheit:
Der Sorento bietet alle gängigen Sicherheitsausstattungen, die man mittlerweile auch in Kleinwagen bekommt. Bei Crashtests des ADAC erreichte der Wagen nur 9 von 16 Sternen. Allerdings sind in der SUV - und in der Klasse "mittlerer" Geländewagen kaum Berauschendes dabei. Manko ist die grundsätliche Konstruktionsart solcher Fahrzeue mit Leiterrahmen. Vor allem wenn sich solche Fahrzeuge mit ihren über 2 Tonnen auf den Kopf legen, sieht man "alt" aus. Es fehlt hier an Steifigkeit in der Dachkonstruktion. Hier ist jede gute Limosine überlegen.
Image:
Was ist das für ein Auto, sind Sie zufrieden mit dem Wagen? Diese Frage wird man Ihnen öfters stellen..
Der Sorento wirkt europäischer als die meisten anderen Fernöstler seiner Klasse. Er hat kanntige oder besser markante Züge und gute Proportionen, insbesondere mit den Seitenbeplankungen stimmen diese einfach.
Auf Grund des Erscheinungsbildes und der Grösse des Fahrzeuges hat man schon mal öfters den "geh zur Seite"-Effekt.
Fahreigenschaften:
Leute: Es ist ein Geländewagen mit guter Strassentauglichkeit, oder ein Strassenwagen mit guter Geländetauglichkeit? Sicher kann man das Fahrverhalten mit einer modernen Limosine wie 5er oder E-Klasse, A6 und Co. nicht vergleichen, aber mit denen kämen Sie auch bestimmt nicht durch 50 cm tiefes Wasser, ohne dabei nasse Füsse zu bekommen. Angesichts der Klimaentwicklung sollte man sich doch künftig einen SUV zulegen ;-)
Das Fahrzeug versucht ein Kompromiß aus beiden Welten Gelände/Strasse zu machen und das ist recht gut gelungen im Vergleich zu einigen Mitbewerbern, insbesondere aus Amiland.
Die Sitzposition ist gut und man hat alles im Blickfeld. Empfehlenswert ist aber die Nachrüstung eines PDC (Park-Distance-Kontrol oder Einparkhilfe genannt), die sich sicherlich schnell armortisiert angesichts der imensen Lackiererkosten. Schon ein Stossfänger verkratzt und die Kosten sind raus.
Im Anzug ist der Sori mit seinen 140 PS (jetzt neu mit 170 PS!) ist gemächlich aber voll und ganz ausreichend. Es gibt jedoch zahlreiche Anbieter, die etwas mehr aus dem Motor rauszuholen. Aber Vorsicht! Garantieverlust!
Wenn der gute, aus italienischen Ursprung stammende Vierzylinder Common-Rail-Diesel mal richtig warm ist, dann verrichtet er gut seine Dienste. Eine wahre Alternative stellt natürlich der 3,6 V6 dar, sofern man ihm eine Gasanlage spendiert. Ansonsten zieht er einem die Hosen aus, denn unter 16 Liter tut sich nicht viel.
Der Diesel kommt mit 10-14 Liter/100 km aus. Leider gibt es hier von Fahrzeug zu Fahrzeug grosse Differenzen, was den Verbrauch angeht. Allerdings halte ich Werte von unter 10 Liter/100 km für recht unrealistisch. Es sei denn, man schiebt sein Fahrzeug. Über 2 Tonnen fordern eben ihr Attribut.
Ansonsten ist Fahrverhalten, ob Lenkung (recht direkt) oder Neigung bei Kurvenfahren absolut in Ordnung und es macht einfach Spass mit dem Wagen zu fahren. Holperpisten sollte ruhig mit höherem Tempo fahren, da dies deutlich bequemer ist, als jede Berg- und Talfahrt uneingeschränkt im Rücken vernehmen zu müssen. Achtung: Dieses Auto ist also nichts für Bandscheiben-Erkrankte Fahrer, im Besonderen nicht auf der Rücksitzbank.
Wirtschaftlichkeit:
Der Sorento ist kein Verbrauchskünstler, aber das kann man in dieser Klasse auch nicht unbedingt verlangen. Inspektionskosten halten sich im Rahmen. Man sollte sich aber nicht irgendwelche vollsynthetischen Motoröle aufschwätzen lassen, denn der Bursche brauch 8,5 Liter davon und somit 5 Liter mehr als der Golf um die Ecke. Ein gutes 14W40 tut es immer! (siehe Bedienungsanleitung). Auch in Sachen Versicherung sollte man schon bei halbwegs abzeptabler Einstufung und Vollkasko so zwischen 1.000 und 1.200 EUR/Jahr kalkulieren. Hinzu kommen natürlich die 15.000er Intervalle für die Inspektion. Und bloß keine Inspektion vergessen oder zu spät hinfahren, denn dann ist nichts mehr von der 3-Jahres-Garantie da! Ausnahmslos! Auch keine Anschlus-Teile-Garantie. Da ist man bei KIA hart.
Nach 90.000 km stehen dann meist höhere Investitionen an, denn dann sind meist Bremsbelege, Scheiben, Reifen und ein paar andere Dinge hinne, die dann schon mal einen Nachtragshaushalt erforderlch machen. Aber im Vergleich zu deutschen Kollegen in dieser Preisklasse eher noch recht moderat.
Zuverlässigkeit:
In 3 Jahren ist das Fahrzeug nicht wirklich einmal stehen geblieben, und er wurde wirklich über Stock und Stein geprügelt. Selbst nach einem Getriebeschaden habe ich den Wagen 1.200 km im Notprogramm aus Polen zurückfahren können. Ansonsten gab es nur weniges auszuetzen:
1 mal Taster am Tempomat defekt (Garantie)
1 Verriegelung am Tankdenkel (Rost) ausgetauscht (Garantie)
1 Zwischengetriebe ausgetauscht (Garantie)
1 Hauptgetriebe ausgetauscht (wohl Serienfehler gewesen, Magnetschalter defekt) (Garantie)
3 Glühbirnen (2 * Rücklicht, 1 * Scheinwerfer)
1 Zuluftschlauch zwischen Ladeluftkühler und Ansaugbereich getauscht (Garantie)
1 AGR-Ventil (Abgasrückführung) defekt (Kabel gezogen und weiter fahren)
1 Satz Sommerreifen
1 Satz Bremsbeläge
1 Luftfilter
52 Liter Motoröl
mehr wars nach 90.000 km nicht
Fazit:
Der Sori, wie man ihn unter Liebhabern nennt, macht Spass!
...
Auch heute gibt es einen weiteren Bericht von mir und ich habe diesen Bericht schon etwas länger über mein Kurzprofil angekündigt, denn vor kurzen bin ich mit einem Kia Sorento gefahren und zwar mit dem 3.5 V6 EX Motor. Das Bild dazu habe ich bei Ciao gleich mit vorgeschlagen und mich gefreut, als diese Kategorie angenommen wurde.
Gefahren sind wir eigentlich einen Tag lang mit dem Auto und zwar genauer gesagt von Düsseldorf aus bis nach Leipzig, denn ein Freund von mir, der mit seinem Vater dort hin musste, hatte mich gefragt ob ich mitfahren wollte und da ich das Auto so schon interessant fand und mir auch angeboten wurde, den Wagen selber mal zu fahren, hatte ich spontan zugesagt.
Ich möchte in dem Bericht eigentlich weniger auf die Beschreibung und Ausstattung des Wagens eingehen sondern eher auf den Eindruck, den er auf mich persönlich gemacht hat und was ich von dem Wagen halte. Die gesamte Ausstattung sowie das Design sieht man sehr gut auf der Homepage von Kia, die unter www.kia.de zu erreichen ist und dort kann man sich auch perfekt zum Kia Sorento durchklicken.
Ich habe mich auch dazu entschlossen weniger auf die Ausstattung einzugehen, da in meinem letzten Autobericht einige Leser dies bemängelt hatten, eben mit dem Zusatz, dass man diese Informationen auch im Internet finden kann.
Erster Eindruck:
Vom Design her finde ich den Wagen wirklich fast sehr gut gelungen. Er wirkt von außen anständig und sehr modern und sogar irgendwie europäisch und nicht wie ein Asiate, oder wie die anderen asiatischen Geländewagen, die man sonst so kennt und die vom Design her nicht so gut wirken. Das Design versucht Anschluss an Mercedes und BMW zu finden. Von Außen sieht der Wagen relativ gut aus und auch die großen Reichen wirken sehr maskulin. Nicht schön finde ich die Plastikbereiche der Verkleidung bei bestimmten Ausstattungsvarianten, die wir allerdings nicht hatten.
Inneneindruck:
Vom Innenraum her ist der Sorento eigentlich mehr oder weniger ordentlich aufgebaut und man hat zunächst einmal direkt den Eindruck, dass alles schön großzügig wirkt und vor allem kommt man sich zunächst vor, als wäre man in einem tollen teuren Auto, was aber leider nur anfangs so ist. Wenn man dann einmal Platz genommen hat, merkt man doch nach ein paar genaueren Blicken, dass schon noch eine Menge aus Plastik besteht und eben nicht so edel wie bei Mercedes aussieht, aber dafür zahlt man ja auch nicht den Preis, den man bei Mercedes zu zahlen hätte.
Der hintere Bereich ist relativ großzügig geschnitten und kommt mir sogar größer vor als es hinten in meinem Focus Turnier der Fall ist. Angenehm finde ich die Sitze auch, auch wenn sie nicht gerade sehr gut an den Körper angepasst sind sondern eher etwas härter wirken. Natürlich sind sie aus Kunststoff, es sei denn man hat eine Lederausstattung, die aber dann in der Regel auch nicht komplett ist.
Cockpit:
Das Cockpit ist im allgemeinen eigentlich relativ übersichtlich und man erkennt sehr gut die einzelnen Elemente, welche dezent umrahmt sind. Der Drehzahlmesser ist halbrund oben neben der
Geschwindigkeitsanzeige angebracht. Nicht so toll dagegen finde ich den Handbremshebel, welcher irgendwie total billig wirkt, genau so wie die Mittelkonsole, die zwar im ersten Augenblick durch die tolle Wurzelholzverkleidung recht schön wirkt, allerdings sieht man im zweiten Augenblick einen sehr großen Haufen an Plastik und irgendwie ist die Anordnung der einzelnen Schaltelemente nicht wirklich so schön gelungen, was aber mit Sicherheit Geschmackssache ist.
Sicherheit:
Zum Thema Sicherheit möchte ich auf jeden Fall etwas sagen und da bietet der Sorento wirklich eine Menge, sowie zum Beispiel insgesamt 6 Airbags und natürlich ABS, EBD (elektronischer Bremskraftverteiler) sowie Scheibenbremsen vorne und hinten. Eigentlich ein recht gutes Sicherheitsangebot wobei der ADAC Crashtest zeigt, dass es auch hier deutliche Verbesserungen gibt, denn der Wagen erreicht nur 9 von 16 Sternen in einer wichtigen Kategorie und außerdem wurde angegeben, dass es sein kann, dass der Kopf beim Frontairbag durchschlagen kann, was meiner Meinung nach nicht sein darf. Man hat also schon ein sicheres Auto, aber deutsche Vertreter dieser Autoart haben ihre Wagen um einiges sicherer konstruiert.
Reaktionen anderer Verkehrsteilnehmer:
Generell sieht man dem Auto ja nicht direkt an, dass es sich hierbei um einen flotten Asiaten handelt, sondern allgemein um einen Geländewagen, der von außen schon ein wenig luxuriöser aussieht und so schauen einen oft schon mal Leute an und vor allem machen einem Autos im Straßenverkehr auch schneller Platz, als wenn man mit einem Ford Focus angerauscht kommt. Es ist mit Sicherheit kein Mercedeseffekt, aber doch schon ein deutlicher Effekt.
Fahreigenschaften:
Die Fahreigenschaften sind von mir leider nicht so ausgiebig getestet worden, wie es ist wenn man täglich mit diesem Auto fährt, aber ich habe schon ein Gefühl für den Wagen bekommen, über das ich euch etwas berichten möchte.
Der Motor ist anfangs irgendwie doch etwas lauter als ich es von meinem Focus gewohnt bin und alles hört sich ein wenig ruppiger an. Der Motor ist laut aber die Leistung ist irgendwie nicht ganz so spontan wie ich es erwartet hätte. Trotz des großen Motors mit immerhin knapp über 190 PS fährt der Wagen meiner Meinung nach noch relativ gut weg, aber nicht wie eine Rakete. Nun die Motorisierung ist gut aber nicht Top würde ich sagen und besonders der kalte Motor kam mir anfangs sehr laut vor. Der Wagen hat allerdings einen Allradantrieb.
Die Servolenkung ist eigentlich relativ leichtgängig, aber nicht so, dass man mal eben mit einem Fingerschnippsen alles steuern kann, sondern schon so dass man die Hände ordentlich am Lenkrad haben sollte um das Fahrzeug sicher zu steuern.
Die Bremsen sind meiner Meinung nach erstaunlich gut und greifen ordentlich zu. Wie diese elektronische Bremskraftverteilung allerdings wirkt merkt man nicht so genau, man merkt nur, dass der Wagen trotz des hohen Gewichtes und der guten Größe relativ schnell zum stehen kommt und ich mit der Bremsleistung ziemlich zufrieden bin.
Fahrgefühl an sich:
Das generelle Gefühl beim Fahren dieses Wagens ist meiner Meinung nach äußerst angenehm, aber man kommt sich direkt schon etwas besser vor, wenn man vorher einen Kombi gefahren ist, denn man empfindet die Sitzhöhe, zumindest ich, als sehr angenehm und man erkennt deutlich mehr im Straßenverkehr.
Für wen ist der Wagen geeignet?
Der Wagen ist meiner Meinung nach für Fahrer geeignet, die einen schönen Geländewagen möchte, allerdings jetzt nicht täglich damit in den Bergen unterwegs sind, sondern eher auf eine wenig Komfort und ein gemütliches Fahren wert legen.
Der Preis ist meiner Meinung nach gut bemessen, denn man gibt zwar eine Stange Geld aus, bekommt dementsprechend aber auch einiges geliefert und meiner Meinung nach liegt der Unterschied zu Mercedes natürlich im Preis und von daher ist der Qualitätsunterschied auch gerechtfertigt. Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass Kia noch etwas an der Sicherheit verbessert, so dass man bei einem ADAC Crashtest bessere Werte erzielen kann, denn dieser hat mich schon ein wenig abgeschreckt.
Gesamteindruck:
Meiner Meinung nach ist dieses Auto wirklich gut gelungen wenn man den Preis betrachtet. Lediglich in einigen Bereichen gibt es leider ein paar Abzüge und der einzige der davon wirklich schlimm ist, ist die Sicherheit, die ja eben nicht schlecht ist aber auch nicht optimal. Der Rest ist eigentlich dem Preis entsprechend gut und außerdem gibt es vom Hersteller auch 3 Jahre Garantie. Mich persönlich würde der Wagen ansprechen wenn ich das Geld hätte und die Sicherheit noch besser wäre.
ein Testbericht von KleineKrabbe12004-10-06 11:08:26vom 06.10.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Ausstattung, Verarbeitung, Qualität, Optik, Preis, Verbrauch...Nachteile/Kritik: Trägheit, schwache Mototisierung, lautes Dieseln, die Lüftungsanlage/Klinaanlage
Wie lange habe ich nach einem neuen Geländewagen gesucht, der weniger verbraucht und wirtschaftlicher ist, als alle anderen auf dem Markt befindlichen Offroader. Aber bitte einen RICHTIGEN Offroader – keinen aufgepumpten PKW. Ich wollte einen, der deutlich weniger als 20 Liter verbraucht und dann noch mit einem Dieselmotor und Automatik lieferbar ist.
Vorher hatte ich einen Ford Explorer (Benzin)... er ließ jedes Offroader-Herz höher. Meine Messlatte hing durch meinen „Plori“ sehr hoch. Ich suchte fast 2 Jahre..., fuhr unzählige „sogenannte Offroader“ Probe..., nicht einmal mit einem einzigen war ich annähernd
zufrieden. Wo blieb das Offroad-Feeling? Diese ganz spezielle Federung des Wagens? Das weiche Eintauchen? Alles was ich fuhr, kam mir vor wie ein zu groß geratener Sportwagen ohne jegliche Geländetauglichkeit.
Dann entdeckte ich den KIA Sorento. Boh – der sah klasse aus. Die äußere Linie erinnerten an das Vorgänger M-Modell von Mercedes. Sehr elegant. Prospekte, Probefahrt! Der helle Wahnsinn. Der Sorento war nicht nur von außen bullig-elegant, sondern auch die edel und teuer anmutende Innenausstattung beeindruckte mich sehr. Wurzelholz-Imitat, optisch gute Verarbeitung – einfach eine Augenweide und ein wunderbares Fahrgefühl. Als ich nach einem wahnsinns Aufstand nach Monaten endlich einen schwarzen Sorento mein eigen nennen konnte, war ich rundum glücklich.
Offroad-Fahrgefühl, kombiniert mit Eleganz und Flair. Nicht zu vergessen die Ausstattung, die kaum Wünsche offen läßt. Mein KIA hat das Sonderpaket „P 1“, das wirklich wenig kostet und in jedem Fall zu empfehlen ist. Nicht zu vergessen sei die unglaublich tolle Akustik der Musikanlage und die wirklich tolle Akustik-Ausstattung (Lautsprecher). Ich habe noch nie einen solchen Sound im Auto gehabt. Satte Bässe, klarer und satter Klang – perfekt. Und ein Stadtverbrauch von ca. 13 Liter Diesel. Autobahn: ca. 10 Liter. Wenn er eine sogenannte Auflastung besitzt (nur eine Eintragung im Fahrzeigschein), dann kostet er ohne jegliche Umbauten oder ähnliches nur 194 Euro Steuern im Jahr.
Eine Extra-Auszeichnung bekommt der Sorento für sein riesiges Angebot von Stau-Raum und unzähligen Fächern, Klappen, Boxen, doppelter Kofferraumboden etc. Toll !
Ausstattung serienmäßig 2,5 CRDi EX , Preis 27.650,- Euro:
Sicherheit:
Fahrer/Beifahrerairback, Curtain Airbags vorne und hinten, 3-Punkte Gurt für ALLE Sitzplätze, Kopfstützen an ALLEN Sitzplätzen, ABS mit EBD, 4 Scheibenbremsen, Servolenkung (und was für eine – wow).
Antrieb/Fahrwerk
Zuschaltbarer Allradantrieb mit Geländeredunktion (der sich ggf aber auch selbsttätig zuschalten kann wenn die Räder durchdrehen), Freilaufdifferenzial vorne Leichtmetallfelgen 16“ 245/70 R16, 4-Stufen-Automatik-Getriebe (gegen Aufpreis von 1.245,-)
Funktionsausstattung
Alles an Beleutung und Scheinwerfern außen und innen (Türen, Wagenhimmel, Kofferraum...), was das Herz begehrt. Außenspiegel elektr. Einstellbar und beheizt, elektr. Teleskopantenne, Hochdruck Scheinwerfer Reinigungsanlage, Kompaß, Höhenmesser und Luftdruckmesser (naja, wer´s denn braucht)...
Innenraum:
Heckscheibenwischer, Lenkrad höhenverstellbar, Asymetrisch teilbare hintere Sitzbank (voll umklappbar), Wurzelholzapplikationen im Innenraum, Fernentriegeung der Tankklappe, in der Dachkonsole (!) zwei Klappfächer z.B. für Brillen, Kleiderhaken, Cupholder in der Mittelkonsole, Mittelarmlehne voll gepolstert mit integrierten Ablagefächern, Staufach im KOFFERRAUMBODEN (eine wunderbare Sache!), Ablagefach (Schublade) unter dem Beifahrersitz, geschlossenes Staufach (Schublade) in der Zentralkonsole oberhalb vom Aschenbecher, Heckscheibe gesondert aufklappbar.
Klimaautomatik, elektr. Fensterheber vorne und hinten, Zentralverriegelung m. Fernbedienung
P 1 Sonderpaket 1.650,- Euro:
Leder-Ausstattung, Fahrersitz 8-fach elektr. Verstellbar, Sitzheizung f. Fahrer und Beifahrer.
!!! Rundum ein toller Wagen mit riesigem Preis- Leistungsverhältnis, den ich sofort weiter empfehlen würde !!!
Was gibt es für Macken/Nachteile?
Nunja, der Dieselmotor ist zu klein dimensioniert und verfügt über „veraltete“ Dieseltechnik. Wer also vorher einen durchzugsstarken, im Anfahren flinken und schnell reagierenden Benziner gefahren ist, wird seine Probleme mit der krassen Umgewöhnung haben!!! Ich fahre ihn nun seit 6 Monaten und gewöhne mich nach wie vor nur langsam an seine Trägheit beim Anfahren. Ist der Motor noch kalt und wurde eventuell auch noch einige Zeit nicht auf der Autobahn „freigepustet“, flucht man zwangsläufig, wenn man von einer Nebenstraße in den fließenden Verkehr einer Hauptstraße einbiegen will.... und erstmal gar nichts passiert. Seufz.
Ist der Sorento aber erstmal in Fahrt (angefahren), stellt sich diese Trägheit nicht mehr so störend da. Er schaltet im Automatik-Getriebe recht schnell runter, wenn man während der Fahrt kräftig aufs Gas tritt und ich würde ihm im Leistungsbereich Motor mal eine lasche 3-4 geben. Das hätte man besser machen können, mit einem moderneren Dieselmotor und statt einer 2,5 l Maschine vielleicht 3,0. Naja, aber mit so einem Wagen soll man schließlich „cruisen“ und nicht Formel 1 rennen fahren. :-)
Und man hört ihm den Diesel deutlich an – zumindest von außen. Er dieselt mit dem typischen Dieselgetucker vor sich hin und ist von außen recht laut. Auch etwas schade.
Nach einigen Monaten begann am Lenkrad ein Kunststoffteil an zu vibrieren und das war störend. Aber sowas kann ja bei Vollgarantie in der Werkstatt schnell behoben werden.
Alle Armaturen sind gut sichtbar und bequem erreichbar. Gute Verarbeitung auch hier. Lediglich die vollautomatische Klimaanlage gibt mitunter Rätsel auf und man versteht nicht immer, was sie tut und versucht sie zu dominieren. Aber nicht tragisch - nur ungewohnt. Allerdings ist sehr störend, dass selbst bei abgeschalteter Lüftung und Klimaanlange der Fahrtwind in die Lüftung drückt und einem immer unangenehm irgendwo hinbläst. Gerade bei hohen Geschwindigkeiten (Autobahn/Landstraße) ist das ausgesprochen unangenehm und läßt sich nicht abstellen.
FAZIT:
Alles in allem – ein toller Wagen, den ich jederzeit wieder kaufen würde und der in Optik, Ausstattung, Zubehör, Verarbeitung, Musik-Sound und seinem Preis ein absolutes Meisterwerk ist. Kleiner Wehrmutstropfen ist eben die zu schwache Motorisierung und das „Gediesel“.
ALLGEMEINES und KLEINE MACKEN
Kurz vor dem zweiten Winter mit meinem Sorento, möchte ich nun noch hinzufügen, dass ich feststellen mußte, dass ich schon bessere/heißere Heizungen in Autos erlebt habe. Ich bin eine Frostbeule und hab es gern mollig und mag es, wenn das Fußraumgebläse einem glühende Füße bereitet. Ich weiß nicht, wohin das Fußraumgebläse die warme Luft pustet - vielleicht nach draußen? *kleiner Scherz* Meine Füße jedenfalls sind immer EISKALT (auch bei langen Fahrten) und von warmer Luft ist nichts zu spüren. Alles in allem könnte die Heizung heißere Luft auspusten. Außerdem lassen sich die meisten Luftdüsen nicht verschließen. Das heißt: Ist es kalt draußen und man fährt Autobahn, drückt der Fahrtwind eiskalte Luft durch die Schächte - sehr unkonfortabel. Naja... aber jedenfalls ist mein Hintern warm ... dank Sitzheizung :-)))))
Außerdem mußte ich feststellen, dass er eine enorme Bremsstaub-Entwicklung hat und die Felgen vorne völlig ruiniert sind. Selbst mit Felgenreiniger, Bürste und viel Arbeit ist das nicht mehr zu entfernen.
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