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| +++ 1960 Otto MINARETT UND MANGOBAUM |
1,00 € | 8T 15Std. | 0 | ||
| Alle Angebote für Mangobaum Gartenpflanze | |||||
![]() Mein kleiner Mangobaumein Testbericht von Namibia2004-06-22 09:52:41 vom 22.06.2004 Empfehlung: ja Vorteile: extrem lecker und gesund...Nachteile/Kritik: man kann leider nicht jeden tag erntenAls wir nach Namibia kamen und das Haus mieteten, fand ich ihn in einer Ecke, umgeben von Agaven. Da ich Mangos wahnsinnig gern esse, war meine Begeisterung natürlich gross. Vor allem, als uns die Hausbesitzer erzählten, dass dieser Baum Früchte tragen soll, die so gross wie ein Football sind! Wir kamen im Mai in Namibia an und der Winter stand schon vor der Tür. Es wurde wirklich kalt, vor allem nachts. Ich musste feststellen, dass die oberen Triebe des Baumes im Oktober, also im Frühjahr, erfroren waren. Ich war geschockt und gab sofort jede Hoffnung auf eine Ernte auf. Ich entfernte alle erfrorenen Teile und dachte: na gut, vielleicht im nächsten Jahr. Im November sah ich mal wieder in die Ecke. Was war das denn?!? Der Baum hatte wie wild ausgetrieben und Blüten angesetzt. Diese Blüten treten in Doldenform auf, welche ca. 30 cm lang und 20 cm im Durchmesser sind. Die Blüten selbst sind sehr klein und gelb. Sie duften nicht und wirken alles in allem recht unscheinbar. Aber auf Insekten scheinen sie eine magische Anziehungskraft auszuüben, denn um den Baum schwirrten unendlich viele Bienen, Käfer und anderes Getier. Und plötzlich war sie wieder da. Diese Vision. Ich, zusammenbrechend unter der Last einer tonnenschweren Mango-Ernte. Sofort erkundigte ich mich bei den Auskennern in unserer Nachbarschaft, wie ich denn nun zu meinen Früchten kommen könnte. Und hier die wichtigesten Tipps, die sie mir gaben: Wasser: Alle zwei Tage sollte ich sehr kräftig wässern. Das soll dem Baum Kraft zur Ausbildung der Früchte geben. Vogelabwehr-Massnahmen: Sobald die Früchte etwa 0,5 cm gross sind, beginnen sich fiese kleine Räuber, genannt Vögel, für diese zu interessieren. Und dann heisst es: aus der Traum. Also nehme man ein Vogelnetz, welches man rechtzeitig über den Baum zieht. Dieses sollte sehr engmaschig sein, damit auch der längste und spitzeste Schnabel nicht die Beute erreichen kann. Also habe ich mir ein solches Netz besorgt. Unterstützungs-Massnahmen: Irgendwa nn werden die Mangos so gross und schwer, dass die dünnen, biegsamen Äste sie nicht mehr tragen können. Dann wirft der Baum entweder die Früchte ab oder der Ast / Zweig bricht einfach weg. Um dem vorzubeugen, empfahl man mir kleine Netze, in die man die Früchte hängt. Die Netze selbst werden dann an einem darüberliegenden, stärkeren Ast fixiert. Auch diesen Rat wollte ich brav befolgen. Ergebnis: Ich habe alle Ratschläge dankend angenommen und befolgt. Die Früchte wuchsen, erreichten schliesslich eine Grösse von beinahe 2 cm und dann, ja dann kam das Grauen. Eines Morgens machte ich mich auf den Weg zu meiner täglichen Baumvisite. Es war ein grauenvoller Anblick. Ein Gemetzel der schlimmsten Art hatte stattgefunden. Webervögel hatten das komplette Baumnetz zerrissen und die Früchte angeknabbert. Es hingen nur noch kleine Fetzen an den Zweigen. Ich war den Tränen nahe. Alle meine Hoffnungen waren dahin. Ich entwickelte einen Hass auf Webervögel. Klar, sie sind Meister im Nestbau und auch ganz niedlich, aber ihr wahres Gesicht verbergen sie hinter dieser ach so süssen Maske. Sogar das Futter, das ich vorsorglich für sie ausgelegt hatte, konnte sie nicht von diesem Massaker abhalten. Ich fand mich also mit der Tatsache ab und nahm mir vor, meine Abwehrmassnahmen im nächsten Jahr noch zu verschärfen. Diesmal würden sie keine Chance haben. Im Mai war mir mal wieder nach Unkrautzupfen. Auch unter dem Mangobaum war inzwischen einiges zum Vorschein gekommen und ich putzte alles radikal weg. Plötzlich schlug mir etwas Schweres gegen den Kopf. Ich sah nach oben und da hing er: ein Traum in grün. Eine Mango hatte das Attentat überlebt. Geistesgegenwärtig rannte ich ins Haus, holte ein Netz, packte die Frucht vorsichtig ein und fixierte das Netz an einem starken Ast. Die Frucht war inzwischen fast 20 cm gross, aber eben noch grasgrün. Ich war total aus dem Häuschen und suchte gleich den ganzen Baum ab. Dabei entdeckte ich zwei weitere einsame Überlebende. Als sie nach einigen Tagen noch immer keine rote Farbe bekamen, entschloss ich mich zu einem radikalen Schritt. Ich entfernte alle Blätter, die die Früchte bedeckten und hoffte, dass die Sonne nun ungehindert ihren Weg zu den Mangos finden würde. Und siehe da: nach etwa zwei Wochen strahlten mich drei knallige Mangos an. Schöner hätten sie nicht sein können. Sie legten sogar noch etwas an Grösse zu und waren ca. 25 cm gross. Der Tag der Ernte kam und es tat mir fast schon leid, die Mangos vom Baum zu nehmen. Aber mir lief bereits das Wasser im Munde zusammen. Ich begann, die erste Mango zu schälen. Es lief eine Menge Saft heraus und der süsse fruchtige Duft stieg mir in die Nase. Mal abgesehen davon, dass die Mango sehr viel Vitamin A und C enthält, schmeckt sie ausgezeichnet. Der Geschmack ist zwar sehr süss, hat aber auch eine leicht herbe Note. Ich genoss die erste Mango und es war ein richtiges kleines Fest. Ich fühlte mich toll. Ich wusste, die anderen beiden Früchte würden ebenfalls in den nächsten Tagen ihren Weg in meinen Magen finden. Die Kerne hob ich natürlich auf. Ich liess sie trocknen und packte sie in eine Papiertüte, welche ich an einem dunklen Platz verstaut habe. Die Kerne werde ich später einmal keimen lassen. Dazu packe ich sie einfach bis zur Hälfte in gute humose Gartenerde und warte, was passiert. Irgendwann wird der Kern aufplatzen und zwei Blätter werden sich den Weg nach draussen bahnen. Ich habe festgestellt, dass mein Baum im Garten sehr schnell wächst. Ob das mit den Keimlingen genauso sein wird, kann ich natürlich noch nicht sagen, aber ich gehe mal davon aus. Im nächsten Jahr werde ich hoffentlich wieder Mangos aus eigener Ernte verspeisen können. Der Unterschied zu denen im Supermarkt ist einfach, dass sie grösser, süsser, saftiger und schmackhafter sind. Aber aufgrund des hohen Vitamingehaltes sind natürlich auch die Supermarktfrüchte absolut empfehlenswert. Guten Appetit! ... |
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Allgemeine Informationen Mangobaum
gelistet seit: 21.06.2004
Bewertung durch unsere Mitglieder
| Allgemeine Daten Themenbereich: Obst- und Gemüsepflanzen |
































