Bin zwar kein Fan von Superlativen, aber für mich ist Kapstadt unbestritten eine der schönsten Städte der Welt. Zu unserer landschaftlich schönsten Tagestour wurde unser Kapausflug. Die Kaphalbinsel ist sicherlich das wichtigste touristische Ziel schlechthin. Und es sind von Kapstadt aus zum Kap der Guten Hoffnung auch nur lediglich gut siebzig Kilometer.
Auf dem Weg zum Cape Point, dem viele irrtümlicherweise für das Kap der Guten Hoffnung halten, reihen sich wunderbare Landschaften aneinander. Die Hinfahrt wählt man zumeist an der Ostseite des Kaps, zur False Bay (Falsche Bucht - weil es Seefahrer irrtümlich früher schon für Kapstadt hielten). Sie führt vorbei an Strandfontein, Muizenberg und St. James mit alten, farbenfrohen Holzumkleidekabinen und weiter über Fish Hoek nach Simon’s Town und ist wirklich schön.
Simons Town
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Das malerische Städtchen Simons Town wurde nach Simon van der Stel benannt, der um 1687 diese geschützte Bucht besuchte. Hier machten wir auch einen ersten kurzen Zwischenstop und bestaunten die sehenswerte Ortschaft mit den schönen Blick auf's Meer. Die Stadt ist bis heute der wichtigste Marinestützpunkt Südafrikas und hier finden sich noch zahlreiche viktorianische Zeugnisse der ehemals britischen Vergangenheit. Allerdings erinnert nur noch das Marinemuseum an diese Glamzzeit.
Gleich südlich davon kommt man nach einem Ort namens Boulder. Dort haben sich vor einigen Jahren, bedingt durch den Guanoabbau auf den vorgelagerten Inseln, erfolgreich Pinguine angesiedelt. Diese haben sich zu einen richtigen Anziehungspunkt für Reisende aus nah und fern entwickelt.
Um die possierlichen Tiere in der Natur erleben zu können, muß man von der Hauptstrasse aus etwa 150 m herunter Richtung Meer den gut ausgeschilderten Weg folgen. Von Simon's Town kommend sind zwei Zufahrten ausgeschildert, die erste endet am linken Ende, den anderen eine Querstrasse weiter am rechten Ende des Strandes.
In diesen Strandabschnitt namens Boulders Beach wurde bereits 1983 ein Naturschutzgebiet gegründet, wegen der Brillenpinguine die hier leben. Auf englisch Jackass-Pinguine, weil sie sich wie wiehernde Esel anhören, wenn sie schreien. Der Name wurde dem Strand auf Grund seiner grossen, abgerundeten Granitfelsen gegeben, die hier verstreut im Wasser liegen
So finden sich heute bereits wieder ca. 2.500 dieser afrikanischen Pinguine hier, die an diesen kleinen geschützten Strandabschnitt leben, den Costal Park.
Allzu schreckhaft sollte man als Besucher aber nicht sein, denn hinter jedem Busch könnte einer der bis zu 66 cm großen Vögel lauern. Sie geben ungewöhnliche Geräusche von sich und sind allzeit bereit, einen zu nahe gekommenen Störenfried fauchend in die Schranken zu verweisen. Je nach Windrichtung duftet der Strandabschnitt natürlich ein wenig nach Fisch.
Um als Besucher die Tiere besichtigen zu können, ohne diese allzusehr beim brüten stören, sind auf dem Strand Bohlenwege in diesem Naturschutzgebiet eingezäunt errichtet worden. Allerdings stört dies nicht der Neugier der Tiere und außerdem vermehren sie sich rasend schnell, sodaß mittlerweile die Anwohner stöhnen über eine Plage, da die neuen "Anwohner" auch vor Zäunen und Hecken nicht halt machen.
So berichtete unser Fahrer, das selbst mitten im Ort am Boulders Beach sich Angehörige dieser Kolonie von 'Jackass Pinguins' breitmachen. Sie lassen auch sich durch die Menschen nicht stören, sodaß man sie aus nächster Nähe
anschauen und fotografieren kann.
Dieses ist uns allerdings nicht wiederfahren.
Dieser Rundweg im Naturschutzgebiet auf diesen erhöhten Bohlen ist gespickt mit Tafeln, die darüber informieren, wie diese Tiere zu ihrer ungewöhnlichen Heimat gekommen sind, sowie ihre Lebensgewohnheiten. Wir waren in deren Brutzeit (März-April) anwesend und ist schon possierlich diesen kleinen Tieren mit ihren Nachwuchs zu sehen.
Wir haben dort eine ganze Weile zugebracht, weil es einfach Spaß macht, den befrackten Gesellen zuzuschauen..
Kurz vorm einfahren in den Kap Point National Park machten wir übrigens noch die Bekanntschaft mit einen, allerdings sehr aggressiven Pavian. Springt er uns doch im wahrsten Sinne des Wortes aufs Dach, unser Autodach natürlich. Unser Fahrer reagierte ziemlich aufgeregt und bat uns rasch die Fenster zu schließen und wenn man die netten Pfötchen und reißenden Hauer so kurz vor seinen Augen hat, dann weiß man auch warum. Er hatte große Mühe einen Pavian, der sich auf dem Autodach unseres Jeeps bequem gemacht hatte, wieder herunter zu locken. An seinem Respekt konnte man auch sehen, daß die Warnungen vor diesen Tieren mit Ihren durchaus beachtlichen Hauern wohl Ihre Berechtigung haben.
Deshalb äußerste Vorsicht vor den Pavianen, die klauen alles, was nicht niet- und nagelfest ist und wie gesagt ungefährlich sind sie nicht.
Fazit
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Bei einem Besuch Kapstadts bzw. der Kapregion sollte man unbedingt einen Besuch von Simons Town mit seinen Pinguinen machen. Die possierlichen Tiere sind dem Besuch allemal wert.
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Der Rückweg nach Kapstadt führte uns an unserem letzten Tag unserer Südafrika-Rundreise auch nach Simonstown. Die Stadt ist – je nach Fahrstil - von Kapstadt aus in etwa 40 Minuten zu erreichen.
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Simonstown ist eine hübsche kleine und recht übersichtliche Stadt mit einer historischen Hauptstraße, der St. George's Street, in der sich viele alte, schöne Häuser befinden. Einige von ihnen sind über 150 Jahre alt. Auch eine Anzahl an schönen Geschäften, Souvenirständen mit afrikanischem Kunsthandwerk und hübsche kleine Cafés sind in der gepflegten und sehr britisch wirkenden Stadt zu finden. Simon van der Stel, nachdem auch schon Stellenbosch benannt wurde, war der Namensgeber der Stadt, die wunderschön malerisch liegt. Es war im Jahr 1687 als Simon van der Stel die Bucht erstmals besuchte. Und im Jahr 1743 entschied man hier eine Siedlung zu gründen, in der die in den Stürmen vor Kapstadt häufig beschädigten Schiffe im Winter ankern sollten.
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Simonstown, welches seit 1814 als Marinestützpunkt der Royal Navy diente, ist eine sehr wichtige Marinebasis und viele interessante Dokumentationen zur Seefahrtsgeschichte des Landes gibt es auch im South African Naval Museum zu sehen. Im Jahr 1957 übernahm übrigens die südafrikanische Marine den ehemaligen britischen Stützpunkt.
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Auf dem Marktplatz der Stadt befindet sich ein Denkmal von Just Nuisance, zu der uns usner Reiseleiter eine schöne Geschichte erzählte...
Just Nuisance war eine dänische Doggendame, die im zweiten Weltkrieg Matrosen auf ihren Kneipen-Touren nach Kapstadt erinnerte. Und meist erinnerte sie diese noch rechtzeitig daran, daß der letzte Zug bald fahren würde. Doch eines Tages wollte man sie nicht in den Zug lassen – Tiere seien hier verboten. Und so bekam die Doggendame ganz offiziell den Rang eines Vollmatrosen der königlichen Kriegsmarine. Einem Militärangehörigen konnte man die Fahrt schließlich nicht verbieten. Von nun an durfte Matrosendame Just Nuisance, mit Ausweis versehen, ihre Kollegen weiterhin begleiten. Als sie starb wurde sie mit allen militärischen Ehren begraben.
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Noch viel interessanter fanden wir jedoch die Boulders Pinguinkolonie, die sich in Simonstown befindet,die wohl die größte Attraktion der kleinen Stadt ist und die meisten Besucher anzieht.
Bereits auf der Fahrt durch den Ort sahen wir einige Achtungsschilder – dreieckig, mit rotem Rand und weißem Grund. Auf diesen Schildern waren tatsächlich Pinguine abgebildet, die sich – nach Aussagen unseres Reiseleiters – auch des Öfteren einmal von ihrem gemütlichen Domizil am Strand fort bewegen und ab und an auch in der Stadt zu finden sind. Die Einwohner von Simonstown seien dazu angehalten unter ihren Autos nachzusehen, bevor sie losfahren ;-)
Die Pinguinkolone existiert seit dem Jahr 1983. Damals soll man, so unser Reiseleiter ein Pinguin-Pärchen am Astrand gefunden haben. Die beiden vermehrten sich, andere Pinguine kamen hinzu – und heute sind es weit über 2.000 dieser niedlichen Frackträger, die am Strand leben. Die Pinguine sind niedlich anzuschauen , aber – zum Ärger der Bewohner – sehr, sehr laut. Ihr Schreien hört sich oft an wie ei laut wiehernder Esel. Aber der Lärm wäre für die Anwohner der Stadt nicht einmal das Schlimmste
– denn die Pinguine zieht es oft auch in die Gärten. Vor Zäunen machen sie kein Halt, machen sich breit, wo es ihnen gefällt – und brüten einfach in fremden Gärten ;-)
Dabei haben sie es am Strand doch wirklich so schön, denn dort gibt es einen auf Bohlen erhöhten Rundweg für die Besucher, so daß die Tiere durch diese nicht gestört werden. Entlang des Weges finden sich einige Schilder mit Informationen zu den Tieren. Hier erfuhren wir, daß die Brutzeit im März und April ist. Wir waren im Mai dort – und es gab jede Menge junger, flauschiger Pinguine zu sehen.
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Es macht einen riesigen Spaß den Tieren zuzusehen, die am Strand entlang watscheln, ins Wasser springen oder sich um ihren Nachwuchs kümmern. Einen Abstecher nach Simonstown würde ich daher jedem empfehlen und gebe daher die volle Punktzahl
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ein Testbericht von amrum2002-03-13 09:35:24vom 13.03.2002Empfehlung: ja
Meine Frau schwärmt für Pinguine (die sind immer so korrekt gekleidet). Was macht man also im Urlaub in Südafrika ? Nicht Löwen oder Nashörner, sondern Piguine anschauen !
Pinguine in Afrika ?. Ja, es gibt wirklich Pinguin-Kolonien in Südafrika. Die bekannteste ist in Simons Town, ganz in der Nähe von Kapstadt.
Simons Town wurde nach Simon van der Stel benannt, der um 1687 diese geschützte Bucht besuchte.
Als Marinestützpunkt hat die Stadt in den letzten Jahren an Bedeutung verloren, im wesentlichen erinnert noch das Marinemuseum an diese zeit.
An einem
Strandabschnitt namens Boulders Beach ( nach den großen abgerundeten Felsen), direkt im Ort, befindet sich ein kleines Naturschutzgebiet in dem Brillenpinguine leben.
Die Kolonie existiert seit 1983, und beherbergt heute über 2000 Pinguine. Eigentlich bevorzugen diese Tiere schützende Inseln zum Brutgeschäft, hier bauen sie jedoch ihre Nester in direkter Nähe eines Wohngebietes. Leider geht ein nennenswerter Anteil der Eier durch streunende Hunde, Katzen etc. verloren.
Damit die Besucher die Tiere nicht allzusehr beim brüten stören, sind die Bohlenwege in diesem Naturschutzgebiet eingezäunt. Die Besucher halten sich an den vorgegebenen Weg, aber nicht die Pinguine! Diese okkupieren mittlerweile Teile des Wohngebietes und nisten auch gerne in "fremden" Gärten. Das schafft unter den Anwohner nicht unbedingt nur Freunde, den die Vögel machen ordentlich den Radau, der ätzende Vogelmist riecht streng und vernichtet die Pflanzen.
An einer Stelle kann man zusammen mit den Pinguinen ins Wasser gehen. Auf einem Rundweg um das Naturschutzgebiet sind Tafeln angebracht, die darüber informieren, wie diese Tiere zu ihrer ungewöhnlichen Heimat gekommen sind, sowie ihre Lebensgewohnheiten. Man kann direkt an den Fußwegen die Pinguine beim brüten beobachten (Brutzeit ist ca. im März-April). Bei unserem Besuch in diesem Jahr (September/Oktober) waren die Jungen bereits relativ groß, sahen aber noch wie original Steiff-Plüschtiere aus.
Nahe Boulders Beach gibt es das "Pinguin Cafe", von dessen Terasse man ebenfalls die Pinguine beobachten kann.
Außer den Pinguinen hat Simons Town für den Normaltouristen nicht viel zu bieten, neben den historischen Häusern gibt es einige alte Kreisschiffe zu besichtigen, das war es aber auch.
Wenn man in der Kapregion Urlaub macht, lohnt sich der 40 Minute Abstecher von Kapstadt aus aber auf jeden Fall, ggf. in Verbindung mit einer Tour zum Kap selber.
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